Der religiöse Gehalt des Islam – eine Untersuchung…

Pope go to hell

Demonstration in London

…von Norbert Lachner

„Wollen sie (die Heuchler, die ihre Bekehrung nur vortäuschen und sich gegen die Muslime verschwören) denn nicht über den Koran nachsinnen? Wäre er von einem andern als Allah, sie würden gewiss manchen Widerspruch darin finden.“ (Koran 4;82)

Im Folgenden werden Koraninhalte daraufhin untersucht, ob sie an sich überzeugend und glaubhaft sind, ob sie sich untereinander nicht widersprechen und ob sie nicht im Widerspruch zum Alten und Neuen Testament der Bibel stehen. Die Art des Botschaftenempfangs und der Lebenswandel Mohammeds wird behandelt im Hinblick auf die Frage des göttlichen Ursprungs seiner Verkündigung.

EINLEITUNG

Mohammeds Persönlichkeit

Mohammeds Vater war Händler, er starb, bevor Mohammed geboren wurde. Mohammed wuchs zunächst bei einer Amme, einer Nomadenfrau, auf. Bei seiner Mutter lebte er nur kurze Zeit; sie starb, als er sechs Jahre alt war. Dann lebte er zwei Jahre bei seinem Großvater bis zu dessen Tod. Danach kümmerte sich ein Onkel um ihn. Mohammed wurde Händler, führte Karawanen bis nach Syrien. Später arbeitete er für eine Kaufmannswitwe, sie heiratete ihn, als er 25 Jahre war. Mit ihr hatte er vier Töchter.

Aus den äußeren Umständen in der Kindheit lässt sich vermuten, dass Mohammed wenig Geborgenheit erfahren hatte und über kein nennenswertes Modell für zwischenmenschliches Vertrauen verfügte.

Beginn des Botschaftenempfangs

Mohammed war ein Familienvater von 40 Jahren, als er gelegentlich die Einsamkeit suchte und in einer Berghöhle meditierte. Dabei hatte er dann seine Erwählungsvision: Er wurde von einem Geistwesen aufgefordert, eine Schrift zu lesen und seinen Landsleuten eine Botschaft vorzutra­gen. Die Vision war für ihn eine körperlich quälende und überwältigende Erfahrung. Auch später überkamen ihn die Auditionen unerwartet und mit solcher Gewalt, dass es ihm hart ankam wie das Sterben. Er hatte dabei Schweißaus­brüche und fror hinterher. Manchmal kündigten sich die Übermittlungen an wie lautes Glockenläuten. Zu einer solchen auffälligen und überwältigen­den Art der Übermittlung findet sich im Alten Testament kein direkter Vergleichsfall.

Schon Jahre vor Beginn des Botschaftenempfangs hatte Mohammed wahrscheinlich zum monotheistischen Glauben gefunden. Er dürfte auf seinen Reisen als Kamelführer in Karawa­nen von Juden und Christen Einiges über ihren Glauben gehört haben. Später wurde er ein grübelnder Sonderling und suchte regelmäßig die Einsamkeit. In diesen Jahren reifte in ihm vermutlich seine eigene Version einer Eingottreligion. Er ließ sich aber nicht eingehender von Juden und Christen über ihren Glauben unterrichten und hatte sicher keine eigentliche Kenntnis der Bibel. Erst seine Frau und ein Verwandter mit Bibelkenntnissen überzeugten Mohammed nach den ersten Botschaften, dass sie zu Bibelinhalten passten und daher von Gott stammen mussten.

Der Überlieferung nach fühlte Mohammed ziemlich zu Beginn der Botschaften in seinem Haus einen Engel in seiner Nähe. Seine Frau führte dann eine Art Wahrheitsprobe durch, indem sie sich Mohammed auf sinnliche Weise näherte, worauf Mohammed den Engel gehen fühlte. Ein Beweis, dass seine Botschaften von Gott kamen, muss das aber nicht unbedingt sein, denn auch ein Geist, der Mohammed nicht im Auftrag Gottes beeinflusste, könnte diesen Test durch­schaut und sich entsprechend verhalten haben. Später bekam Mohammed die Botschaft, dass der Engel Gabriel ihm im Auftrag Allahs den Koran übermittelte. Wie sollte es ihm aber möglich gewesen sein zu prüfen, ob die Stimme oder Gestalt in den Visionen wirklich der Engel Gabriel war?

Doch Mohammed ließ sich offenbar gerne davon überzeugen, Sprachrohr Gottes zu sein, ohne die bestehenden monotheistischen Glaubensinhalte und die Bibel (600 Jahre nach Jesus) näher zu kennen. Zu Beginn des Botschaftenempfangs fehlte Mohammed ein unfangreiches und vor allem genaueres Wissen um die Glaubensinhalte der bestehenden monotheistischen Religionen als Prüfkriterium. Die Bibel als Schrift kannte er sicher nicht. Aber auch nach Beginn seiner Prophetentätigkeit machte er sich nicht näher mit den vorhandenen monotheistischen Glaubensformen bekannt. Er ging ganz darin auf, ein erwählter neuer Prophet zu sein. Die große Bedeutung der Angelegenheit und die ungeheure Verantwortung als Religionsstifter hätten es sicher geboten, mit allen Mitteln und ausdauernd zu prüfen, ob die Botschaften wirklich von Gott kamen. So etwas sollte man nicht leichtfertig glauben. Es gab ja immer und gibt auch heute Menschen, die als Medien den Kontakt mit Geistern suchen und behaupten, Botschaften von der einen oder anderen aus der Geschichte oder aus den Religionen bekann­ten Gestalt zu übermitteln.

Mohammed machte sich aber keine Mühe, seine Verkündigung mit den jüdischen und christli­chen Glaubensinhalten zu vergleichen. Lange Zeit nahm er einfach an, dass sie überein­stimmten. Und als er später von Juden und auch Christen nicht als Prophet anerkannt wurde mit dem Hinweis, dass seine Aussagen deutlich von deren überlieferten Glaubensinhalten abwichen, da verkündete er, dass die Juden und Christen vom wahren Glauben abgewichen wären und ihre Schriften verfälscht hätten. Da konnte er sich dann schon auf Grund seiner gefestigten Stellung als weltliches und religiöses Oberhaupt sowie als Feldherr gegen seine Kritiker behaupten.

Es ist aber unglaubhaft, dass Gott durch körperlich überwältigende Erfahrungen einen Menschen zwingt, sein Sprachrohr zu sein. Gott hat den erschaffenen Wesen den freien Willen mitgegeben und er achtet ihn auch. Und wenn Gott durch Inspiration bei Mohammed das Inter­esse für den monotheistischen Glauben geweckt und gefördert hätte, hätte er dieses Interesse auch auf die Bibel lenken können. Es ist unverständlich, dass Mohammed sich auch nach Beginn des Botschaftenempfangs nicht eifrig über die vorhandenen monotheistischen Glaubensinhalte kundig gemacht und seine Botschaften nicht anhand derer überprüft hat.

Abraham, auf den sich Mohammed gern als Vorbild beruft, kam jedenfalls nicht durch eine überwältigende Vision zu seinem unerschütterlichen Glauben. Abraham oder Moses wurden wie selbstverständlich von Gott angesprochen und sprachen mit Gott. Mohammed hingegen berichtete nur, was eine Stimme gesagt hatte. Und er hörte die Stimme in unvorhergesehen eintretenden außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen, unfreiwillig in einer überwältigenden Erfahrung. Moses diskutierte bei seiner Erwählung, als er aus dem brennenden Dornbusch von Gott angesprochen wurde, richtiggehend mit ihm: dass die Kinder Israel nicht auf ihn hören würden und dass er kein guter Redner sei. Gott gab ihm dann zum Beweis das Zeichen mit der Schlange und mit der Hand und kündigte an, ihm seinen Bruder Aaron als guten Redner zur Seite zu stellen. Auch die Propheten führten ein richtiges Gespräch mit Gott, z.B. Jona, und zwar in ihrem gewöhnlichen Bewusstseinszustand, freilich von Ehrfurcht erfüllt.

Mohammeds Leben als Mensch und Prophet

Neun Jahre nach Beginn des Botschaftenempfangs starben Mohammeds Ehefrau und sein Onkel. Bald hatte er keine einflussreichen Sippenoberhäupter mehr als Fürsprecher, während die meisten Stämme in Mekka ihn wegen seiner Verkündigung verfolgten. Schließlich sahen er und die ersten Gläubigen keine andere Möglichkeit, als Mekka zu verlassen; sie fanden Aufnahme in einer weit entfernten Oasenstadt. Dies erlebte Mohammed vermutlich erneut als Verlust wichtiger Bezugspersonen, als Erfahrung von Unsicherheit, Schutzlosigkeit und von aufgezwungenen Veränderungen. Vermutlich erfüllte ihn die Vertreibung mit Groll und dem Wunsch nach siegreicher Rückkehr.

In der Oasenstadt Medina wurde Mohammed weltliches und religiöses Oberhaupt sowie Feldherr. Er überfiel Karawanen der Mekkaner und sammelte durch Bündnisse mit Beduinen­stämmen ein wachsendes Heer, mit dem er 8 Jahre später Mekka kampflos übernahm. Die Sitte der arabischen Stämme, Raubzüge gegen andere Stämme zu unternehmen, nützte Mohammed zur erzwungenen Rückkehr nach Mekka. Er schaffte sie auch danach nicht ab und führte kurz vor seinem Tod noch selbst einen Raubzug nach Tabuk an. Die unglaubliche Expansion des muslimischen Herrschaftsgebiets in den 80 Jahre nach seinem Tod beruhte ebenfalls auf dieser Praxis. Von daher kann man sagen, dass Mohammed sich in den letzten 9 Jahren seines Lebens auch als „Räuberhauptmann“ betätigte.

Die denkbare Möglichkeit, dass Mohammed nur in der ersten 12-jährigen Phase, wo er machtlos war und verfolgt wurde, ein wahres Sprachrohr Gottes war, und nachher vom rechten Weg abwich, scheidet aus. Denn Gott wusste auch voraus, wie Mohammed sich später verhalten würde, und es wäre unverständlich, wenn er zugelassen hätte, dass die neue Religion in einer durch Mohammed später verfälschten Form verbreitetet worden wäre. Im Vorauswissen hätte Gott wohl nicht einen Propheten erwählt, der ihm später untreu geworden wäre und seine Botschaft auf eigene Faust oder durch schlechten Einfluss verfälscht hätte. Diese Möglichkeit einer Teilung von Mohammeds Verkündigung scheidet also aus, zudem können ja viele Koran­verse nicht eindeutig der ersten oder zweiten Phase zugeordnet werden.

In der Bewertung von Mohammeds Verkündigung und Lebensweise geht es also um alles oder nichts. Was er vor der wachsenden Gemeinde verkündete, legte er natürlich auch näher aus; er gestaltete sowohl die religiöse Praxis wie auch die Gesellschaftsordnung entsprechend aus. In seiner Verkündigung wurde er ja selbst als schönes Beispiel in Glaubensdingen bezeichnet. Daher bilden die Überlieferungen über seine Handlungsweisen und Aussprüche neben dem Koran selbst eine wichtige Grundlage für die islamischen Glaubensauffassungen. Jedenfalls steht damit eine große Zahl verbürgter Erzählungen über Mohammeds Taten und Aussprüche zur Verfügung.

Mohammed und die Frauen: Die Frau seiner ersten, 24 Jahre dauernden und monogamen Ehe war 15 Jahre älter als er. Vielleicht hatte er in ihr eine mütterliche Bezugsperson gefunden. Nach ihrem Tod, während seiner Machtstellung in Medina, wuchs die Zahl seiner Ehefrauen auf 7 bis 12. Er heiratete Witwen zur Versorgung, junge Frauen zur Herstellung von Bündnissen mit einflussreichen Familien und Stämmen, und eine ausnehmend schöne Kriegsgefangene, um sie vor dem Sklavendasein zu bewahren. Seinem Adoptivsohn nahm er die Frau weg. Seine Lieblingsfrau Aisha, die Tochter eines Freundes, wurde ihm versprochen, als sie 6 Jahre und er 50 Jahre alt war. Die Heirat wurde vollzogen, als sie knapp 9 Jahre alt war. Für orientalische Verhältnisse war das angeblich nicht ungewöhnlich, und es lag ja auch in der Verantwortung der Eltern. Aisha war beim häuslichen Gebet um ihn, oftmals schlief er, auch auf dem Feld, mit dem Kopf in ihrem Schoß. Seinen vielen Frauen wohnte er nach einem gerechten Plan bei. Als es mit Mohammed zu Ende ging, verzichteten die Frauen auf die Einhaltung des Plans, weil sie wussten, dass er zu seiner Lieblingsfrau wollte. Er starb in Aishas Armen.

Mohammed hatte zweifellos eine Schwäche für schöne Frauen. Wie er ihr nachgab, rechtfer­tigte er zuweilen mit Botschaften, so als er seinem Adoptivsohn die Frau wegnahm, oder als er die allgemein erlaubte Viererzahl überschritt. Der Überlieferung nach wohnte er einmal in einer Nacht allen seinen etwa zehn Frauen bei. Die Muslime schreiben ihm eine sagenhafte, dreißigfach erhöhte Manneskraft zu. Sie sind wohl zu sehr indoktriniert, um den naheliegenden Gedanken zu verfolgen, dass Mohammeds auffällig gesteigerte Sinnlichkeit eher gegen seinen Anspruch als Prophet Gottes spricht.

Frauen waren für Mohammed in erster Linie Verfügungsmasse und Mittel für politische Zwecke, wobei er wohl auch auf Schönheit Wert legte. Er lehrte, Frauen seien den Männern wie ein Acker, und die Männer sollten auf den Acker gehen, wann es ihnen gefiel. Die eventuell als Sklavinnen zugeteilten weiblichen Kriegsgefangenen standen den Männern, neben ihren Ehefrauen, ohnehin zur freien Verfügung. Im traditionellen islamischen Eherecht kann der Mann über die Frau wie über ein unmündiges Wesen bestimmen, sie erziehen und bestrafen oder auch ohne Angabe von Gründen verstoßen; sie ist weitgehend Objekt. Für die sexuelle Befriedigung der Männer ist im Islam gut gesorgt, und Selbstbeherrschung in dieser Hinsicht wird kaum von ihnen verlangt, was zweifellos zur Attraktivität dieser Religion bei ihnen beiträgt.

Die Frauen werden in der von Mohammed verkündeten Ordnung in allen Lebensbereichen rechtlich benachteiligt. Als wollten sie darüber hinwegtäuschen, spenden Muslime den Frauen Hochachtung, aber nur, wenn sie sich der islamischen Ordnung unterworfen und sich mit ihrer untergeordneten Rolle abgefunden haben, andernfalls sie verstoßen oder grausam bestraft werden. Unter anderem in dieser Hinsicht betonen die Muslime stolz, dass in Mohammeds Verkündigung die frühen biblischen Geschichten besser dargestellt werden als in der Bibel selbst. Dadurch, dass im Koran Adam allein von der Schlange verführt wird, fehle dort ein Vorwand zur ungleichen Verdammung des weiblichen Geschlechts. Fest steht, dass gerade im Islam trotzdem die Frauen abgewertet werden, und in der Bibel „trotzdem“ Mann und Frau gleichwertig vor Gott sind.

EINWENDUNGEN GEGEN DEN KORAN

Formales

„Und den Koran haben wir in Abschnitten offenbart, damit du ihn den Menschen stückweise vortragen mögest, und wir sandten ihn nach und nach hinab.“ (17;106)

Während die biblischen Propheten oft längere, schlüssig aufgebaute Ansprachen zur Weiter­gabe empfingen, hörte Mohammed „Verse zum Vortragen“. Seinen Botschaften wird allgemein dichterische und sprachliche Schönheit bescheinigt. Zu seinen Lebzeiten wurden sie aufgeschrieben, zwei Jahrzehnte nach seinem Tod wurde die Anordnung der gesammelten Verse zum Koran festgelegt. Die Kapitel (Suren) im Koran wurden nach der Länge geordnet, nicht etwa nach der Abfolge der Entstehung. Deshalb kann trotz aller Kenntnisse der Islamwissenschaft nur ein Teil der Koranverse einer bestimmten Entstehungs­zeit zugeordnet werden. Schon Mohammed hatte nicht für eine zeitliche Erfassung der Verse gesorgt. Deshalb ist es nur in einer Reihe von Fällen, wo inhaltliche Bezüge helfen, möglich, die Entstehung der Koraninhalte einem bestimmten Lebensabschnitt und den jeweiligen Umständen zuzuordnen.

Entsprechend der Zusammenfassung von Versen zu einem Kapitel (Sure) wechseln die Inhalte der Suren oft abrupt, meist behandelt eine Sure mehrere Themen. Viele Verse sind interpreta­tionsbedürftig. Standardinterpretationen haben die Islamgelehrten natürlich längst bereit gestellt, aber da gibt es verschiedene Richtungen. Im Koran selbst heißt es zudem, dass Gott auch nicht interpretierbare Botschaften eingefügt hat.

Es ist unverständlich, warum dies alles Gottes Absicht gewesen wäre, nämlich oft schwer verständliche, thematisch abrupt wechselnde, teils gar nicht interpretierbare Inhalte, die von seinem Propheten nicht in eine entstehungszeitlich und thematisch ausgerichtete Anordnung gebracht und später nach Kapitellänge angeordnet wurden. Wenn Gott sich den Menschen offenbart, so teilt er ihnen doch in verständlicher Form das Notwendige und Geeignete mit, dass sie seinen Willen erfüllen und zu ihm zurück finden können. Gott will das wohl und er kann das auch auf Grund seiner Liebe, Weisheit und Allmacht.

Es gibt zu denken, wenn Islamgelehrte, die sich also Zeit ihres Lebens mit dem Lesen und Verstehen des Koran beschäftigt haben, ein verwirrtes Denken zeigen, zum Beispiel die Auffassung äußern, dass nur ein Islamgelehrter die vielfältigen göttlichen Gebote so verstehen könne, dass er sie ausreichend erfüllen könne, um ins Paradies zu kommen. Warum hätte Gott das Seelenheil an ein so kompliziertes Gesetzeswerk geknüpft, dass die Masse der Menschen es nicht soweit durchschauen kann, um zum Seelenheil zu kommen, oder dabei völlig von den Gelehrten abhängig ist? Verwirrt das Studium des Koran das Denken? Anzeichen dafür gibt es.

Ausdrucksweise

„… – die Allah verflucht hat und denen er zürnt und aus denen er Affen und Schweine gemacht hat und die den Bösen anbeten. Diese sind … noch weiter irregegangen vom rechten Weg.“ (5;60)

„Als sie (einige aus dem Volk Moses‘) trotzig bei dem verharrten, was ihnen verboten war, da sprachen wir zu ihnen: ‚Werdet denn verächtliche Affen!‘“ (7;166)

„… Allahs Fluch über sie! Wie sind sie irregeleitet!“ (9;29)

Dass dies die Worte Gottes sein sollen, lässt sich nicht mit Gottes Vollkommenheit vereinbaren.

Inhaltliches

NICHT EINGELÖSTE ANSPRÜCHE

„Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen. Ich bin Allah, der Allwissende. Dies ist ein vollkommenes Buch; es ist kein Zweifel darin; eine Richtschnur für die Rechtschaffenen; …” (2;1-3)

„Sprich: ‚Der Geist der Heiligkeit hat ihn (den Koran) herabgebracht von deinem Herrn mit der Wahrheit …‘ … während dies hier Arabisch ist, deutlich und klar.“ (16;102)

Dass der Koran ein vollkommenes und unbezweifelbares Buch sei, deutlich und klar, worin die Wahrheit deutlich unterscheidbar von Irrtum sei, wird vom abrupt wechselnden, teils schwer bis gar nicht verständlichen Inhalt widerlegt.

„Sprich: ‚Wer immer Gabriels Feind ist – denn er ist es, der es auf Geheiß Allahs hat herab­kommen lassen auf dein Herz, Erfüllung dessen, was vordem war, und Führung und frohe Bot­schaft (Anspielung auf das Evangelium?) den Gläubigen …‘ Wahrlich, wir haben offenbare Zeichen zu dir hinabgesandt, und niemand versagt ihnen Glauben als die Ungehorsamen.“ (2;97,99)

„Es soll kein Zwang sein im Glauben…. Die aber nicht glauben, … sie sind die Bewohner des Feuers; darin müssen sie bleiben.“ (2;256,257) „Die nun nicht an die Zeichen Allahs glauben, denen wird Allah nicht den Weg weisen, und ihnen wird eine schmerzliche Strafe.“ (16;104)

„Wahrlich, dieser Koran erklärt den Kindern Israels das meiste von dem, worüber sie uneins sind.“ (27;76)

„Allah hat die schönste Botschaft, ein Buch, hinabgesandt, ein im Einklang (mit anderen Schriften) stehendes, oft wiederholtes …“ (39;23)

„Sprich: ‚Wir glauben an Allah und an das, was zu uns herabgesandt worden und was herab­gesandt ward zu Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und den Nachfahren, und was gegeben ward Moses und Jesus und (den anderen) Propheten von ihrem Herrn. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und ihm unterwerfen wir uns.‘ …“ (3;84,85).

„Wir haben dir das Buch (Koran) hinabgesandt mit der Wahrheit, als Erfüllung dessen, was schon in dem Buche (Bibel) war, und als Wächter darüber. Richte darum zwischen ihnen (Juden und Christen als Schriftbesitzer) nach dem, was Allah hinabgesandt hat (Koran), und folge nicht ihren bösen Neigungen gegen die Wahrheit (Koran), die zu dir gekommen ist. Einem jeden von euch haben wir eine klare Satzung und einen deutlichen Weg vorgeschrieben …“ (5;48)

Dass der Koran strittige Fragen im jüdischen Glauben klärt, ist zumindest fraglich, wurde jedenfalls von den Juden nicht anerkannt. Dass der Koran die Inhalte der Bibel bestätigt, wiederholt, einschließt, besser erklärt und berichtigt, trifft insgesamt nicht zu. Es werden zwar biblische Gestalten (Patriarchen und Propheten) genannt und biblische Geschichten nach­erzählt, dabei wird aber das Geschehen verkürzt und verändert dargestellt und auch mit einem anderen Sinn unterlegt. Die christliche Frohbotschaft wird im Koran überhaupt ausgeblendet, mehr noch, bestritten, und der Glaube daran verdammt. Mit dem Argument, der Koran stelle offenbare und deutliche Zeichen dar, wird auch der Glaube daran verlangt und der Unglaube verdammt. Gott zwingt aber nicht durch Beweise zum Glauben, weder heute noch früher, ein erzwungener Glaube wäre wertlos und eine Verletzung der Willensfreiheit. Oftmals wollten und wollen Menschen Glauben erzwingen, während es Gott nicht tut.

WIDERSPRÜCHLICHES IM KORAN

„Und (gedenke der Zeit) da wir zu den Engeln sprachen: ‚Gehorchet Adam‘, und sie alle gehorchten; nur Iblis (Luzifer/Satan) nicht. Er weigerte sich und war zu stolz, denn er war der Ungläubigen einer.“ (2;34)

„Und (gedenke der Zeit) da wir zu den Engeln sprachen: ‚Bezeuget Adam Ehrerbietung!‘, und sie bezeugten Ehrerbietung. Nur Iblis nicht. Er war einer der Dschinn (Geister), so war er ungehorsam gegen den Befehl seines Herrn.“ (18;50)

„Und als wir zu den Engeln sprachen: ‚Bezeuget Adam Ehrerbietung!‘, da bezeugten sie (ihm) Ehrerbietung. Nur Iblis nicht. Er weigerte sich.“ (20;116)

Iblis/Satan weigerte sich, der Aufforderung an die Engel nachzukommen, er war aber auch gar kein Engel, sondern ein Feuergeist (Dschinn).

Drei andere Koranabschnitte erzählen die Geschichte, wie Satan zum Verführer der Menschheit wurde, zu Ende (15;27-43), (17;61-65) und (38;71-85). Gottes Aufforderung an die Engel und den Feuergeist Iblis lauten in den hier nachgewiesenen Koranstellen: „Gehorchet Adam“; „Bezeuget Adam Ehrerbietung“ (zwei Mal); „Dann fallet dienend mit ihm nieder“; „Bezeuget Adam Ehrerbietung“; „Dann neiget euch und bezeugt ihm Ehrfurcht.“ Die Engel sollten also Adam „Ehrfurcht bezeugen“, in der ersten Version aber Adam gehorchen und in der vierten Version zusammen mit und ebenso wie Adam dienend vor Gott niederfallen. Diese doch ziemlich grundlegende Geschichte wird also im Koran mit mehreren Abweichungen erzählt, das Gleiche ist auch bei anderen Episoden der Fall, wie z.B. der Verführung Adams, der Begegnung Moses‘ mit dem Pharao usw. Da fragt man sich schon, was war denn eigentlich das wirkliche Geschehen? Und gibt es hinsichtlich der daraus folgenden Lehren mehrere Wahrheiten, und kann der Gläubige unter ihnen auswählen oder gelten sie gleichzeitig oder insgesamt? Diese Inhalte stellen wieder den Anspruch als vollkommenes, deutliches, klares unbezweifelbares Buch in Frage.

Bei der Vertreibung aus dem Paradies spricht Gott zu Adam: „Einer von euch ist des anderen Feind“ (also Adam ist Evas Feind oder umgekehrt, oder Satan Adams Feind?), an anderen Stellen: „Die einen von euch sind den anderen feind“ und „Einige von euch sind Feinde der anderen“ (also sind Eva und Satan Adam und Gott feind oder eine andere Kombination? – Eigentlich erfordert der Ausdruck vier Beteiligte außer Gott selbst). Diese Formulierungen erscheinen verklausuliert und es wird nicht klar, wer bei Adam und Evas Sündenfall Feind der anderen war.

Wie schon gesagt, verzieh Gott dem Adam seine Verfehlung im Paradies. Dorthin zurückkehren durfte er dennoch nicht. Folgerichtig fehlt dann im Koran die wesentliche Verschlechterung der Lebensbedingungen durch die Vertreibung aus dem Paradies (in der Bibel „unter Mühen sollst du Kinder gebären“, „im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen“ – als Folge der Verfehlung).

„Es soll kein Zwang sein im Glauben…. Die aber nicht glauben, … sie sind die Bewohner des Feuers; darin müssen sie bleiben.“ (2;256,257) Von Muslimen wird dieser Koranvers oft in Diskussionen zum Beleg für den friedlichen, gewaltlosen Islam angeführt. Eine Reihe anderer Koraninhalte besagt jedoch das Gegenteil. Muslime wurden aufgefordert, in ihrem Herrschafts­bereich, z.B. nach der Einnahme Mekkas, sodann auf der arabischen Halbinsel, die Götzen­diener unter Todesdrohung zwangsweise zu bekehren, und den Christen die Weitergabe ihres Glaubens zu verbieten. Ebenso war nicht vorgesehen, dass ein Moslem die Religion ablegte. „Wer den Islam aufgibt, den tötet“, soll Mohammed gesagt haben. Nach späterer Auslegung und nach dem traditionellen islamischen Gesetz hat sein Leben verwirkt, wer trotz Ermahnung den Islam aufgibt. Einer strengen Auffassung zufolge gibt den Islam auf, wer nicht mehr praktiziert (die fünf täglichen Gebete, Freitagsgebet in der Moschee, Almosengeben, Fasten im Ramadan).

„Und kämpfet für Allahs Sache gegen jene, die euch bekämpfen, doch überschreitet das Maß nicht, denn Allah liebt nicht die Maßlosen. Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie von dort, von wo sie euch vertrieben, denn Verfolgung ist ärger als Totschlag …“ (2;191)

Dies bezieht sich sicherlich auf die kriegerische Rückkehr von Medina aus nach Mekka. Die Begründung „Verfolgung ist ärger als Totschlag“ überzeugt nicht als Beispiel der vollkommenen göttlichen Weisheit. Außer man sieht es so, dass man als Toter nicht mehr zu leiden braucht. Nach dieser Begründung zu urteilen, wäre es für die ersten Muslime weniger arg gewesen, wenn sie gleich getötet worden wären. Die landläufige Einschätzung ist zweifellos umgekehrt, dass belästigt und bedroht zu werden noch nicht so arg ist, als getötet zu werden. Denn solange man noch das Leben hat, kann man auch auf bessere Zeiten hoffen. Die Verfolgten konnten sich ja dann durch die Umsiedlung der Verfolgung entziehen.

Daneben klingt es auch widersprüchlich, wenn die Muslime im Kampf gegen die Glaubens­feinde erst zur Mäßigung, dann zum Töten aufgerufen werden, wo immer sie auf diese stoßen würden.

Viele Koranverse beziehen sich auf aktuelle Ereignisse und Debatten, welche Mohammed führte. Die Islamwissenschaft hat dies längst herausgefunden und umfassend dargestellt. Ohne dieses Hintergrundwissen können diese Verse nicht verstanden werden, und eignen sich nicht als Darstellung der ewigen göttlichen Weisheit. Vergleichbar wäre etwa, wenn in einem Protokoll eines Telefongesprächs nur die Worte des einen Teilnehmers verzeichnet wären. In der Folge gibt es auch des öfteren zu einem Thema verschiedene Aussagen im Koran, z.B. vier unterschiedliche zum Alkoholgenuss. Sie sollen dann situationsabhängig angewendet werden. Mohammed unterließ aber jede Zuordnung von Versen zu seiner Lebenssituation, und die spätere nicht entstehungszeitliche Versanordnung trug auch nicht zur Erhellung solcher Zusammenhänge bei. Damit ist aber wiederum der Koran an sich nicht eindeutig und klar, wie in ihm selbst behauptet wird. Auch diese Eigenheit der heiligen Schrift des Islam passt wieder nicht zur vollkommenen göttlichen Weisheit. Die Koranwissenschaft erklärt nur einen Teil derartiger Verse.

ZWEIFELHAFTE KORANAUSSAGEN

„Der Dieb und die Diebin – schneidet ihnen die Hände ab, als Vergeltung für das, was sie begangen, und als abschreckende Strafe von Allah. Und Allah ist allmächtig, allweise.“ (5;38) Selbst wenn man die Grausamkeit dem alttestamentlichen Zusammenhang zuschreibt, lässt sich diese Bestimmung nicht ganz mit Gottes vollkommener Weisheit vereinbaren. Die abschreckende Wirkung der Strafandrohung wird heute auf Grund psychologischer Unter­suchungen überwiegend verneint. Jesus sagt im Gegensatz dazu zum Diebstahl: „… und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre auch den Rock nicht. Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt, von dem fordere es nicht wieder.“ (Luk 6,29,30)

„Es kommt dem Propheten und den Gläubigen nicht zu, dass sie (von Gott) für die Götzen­diener Verzeihung erflehen sollten, und wären es selbst ihre nächsten Angehörigen, nachdem ihnen deutlich kundgeworden, dass jene der Hölle Bewohner sind.“ (9;112)

„Dass Abraham für seinen Vater (einen Götzendiener) um Verzeihung bat, war nur wegen eines Versprechens, das er ihm gegeben hatte, doch als ihm klar wurde, dass jener ein Feind Allahs sei, sagte er sich von ihm los …“ (9;113) Also darf man vor Allah für Götzendiener nicht um Verzeihung bitten. Die Gläubigen könnten ja auch um Gottes Hilfe bitten, dass jene sich bekehren. Im Islam anscheinend nicht. Die Gläubigen dürfen nicht bitten, dass Ungläubige errettet werden, weil Allah schon festgelegt hat, dass sie seine Feinde bleiben und die Hölle bewohnen werden. Das bei den Muslimen so häufige Gebet um Rechtleitung würde dann einmal für Mitmenschen eingesetzt werden. Aber wenn die Rechtleitung schon für Juden und Christen ausgeschlossen ist, dann erst recht für Ungläubige und Götzendiener. Gott will freilich gemäß dem Islam nicht alle Menschen erretten, er entscheidet willkürlich über Errettung und Verdammung.

Ähnlich: „… Und keine Seele wirkt, es sei denn gegen sich selbst (Versündigung nicht gegen Gott, sondern nur gegen sich selbst), und keine Lasttragende trägt die Last einer anderen. Zu eurem Herrn dann ist eure Heimkehr …“ (6;164) Das heißt, die Schuld eines Menschen kann ihm niemand abnehmen. Jeder wird nach seinem Verdienst belohnt. Für die meisten Menschen mag dies gelten. Letztlich schließt diese Aussage aber auch Jesu Erlösungswerk aus.

„Allah verbietet euch nur, mit denen, die euch bekämpft haben des Glaubens wegen und euch aus euren Heimstätten vertrieben und (anderen) geholfen haben, euch zu vertreiben, Freund­schaft zu machen …“ (60;9) Dieser Vers lässt sich auf die Mekkaner beziehen, welche Mohammed und die ersten Gläubigen ursprünglich vertrieben hatten. Also wird auch eine Versöhnung untersagt? Dabei bekehrten sich die Mekkaner und die umliegenden Stämme ja später zum Islam. Selbst wenn ehemalige Feinde Freundschaft schließen wollten, dürften die Muslime das nicht annehmen.

Im Koran wird in vielen Versen der Glaube an die leibliche Auferstehung verlangt, z.B.:

„Das (die Hölle) ist ihr Lohn, weil sie unsere Zeichen verwarfen und sprachen: ‚Wie! wenn wir Gebeine und Staub geworden sind, sollen wir wirklich als eine neue Schöpfung auferweckt werden?‘ Haben sie nicht gesehen, dass Allah, der die Himmel und die Erde erschuf, imstande ist, ihresgleichen zu schaffen? …“ (17;98,99)

Gemäß einem Jesuswort leben die Auferstandenen wie die Engel und ohne körperliche Liebe. Auch im Koran werden die Paradiesschilderungen vom grünen Garten und den Gefährtinnen an einer Stelle (47;15) als Gleichnis bezeichnet. Die unsterbliche Seele selbst empfindet Seligkeit oder Unseligkeit. Sind denn die Engel nicht selig zu nennen? „Auferstehung des Fleisches“ bezeichnet einfach die Auswirkung des Erdenlebens auf das Schicksal im Jenseits.

Gemäß dem Islam wird der Tote nach einer Ruhe von ihm nicht bewusster Dauer, je nach dem Ausschlag seiner Taten und nach Allahs Entscheidung, dem Paradies oder dem Feuer zugeteilt. Dass ein hauchdünnes Ungleichgewicht zwischen guten und schlechten Taten über ein völlig entgegengesetztes Schicksal entscheiden soll, ist ohne weiteres Verständnis nicht mit der Vorstellung göttlicher Gerechtigkeit vereinbar. Auch in der Bibel ist von diesem Jüngsten Gericht die Rede (Gleichnisse Jesu, Offenbarung des Johannes). Die Vorstellung eines aktiven Lebens im Jenseits vor einem allgemeinen, aufteilenden Gericht findet Unterstützung im folgenden Wort Jesu: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen … und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten …“ (Joh 14,2-3) Eine zumindest anfangs abgestufte himmlische Seligkeit berücksichtigt genauer die unterschiedlichen Reifezustände der Menschenseelen beim Ableben. Entsprechendes fehlt im Koran.

Oft wird im Koran betont, dass alles von Gott vorherbestimmt ist, das Lebensschicksal, die Todesstunde, die Rechtleitung und die Irreführung, die Auserwähltheit und die Verdammung usw. Dies legt einen starken Determinationsglauben nahe, welcher jedoch das Streben zum Guten entmutigt, weil ja aller Glaube und alle Gebotsbefolgung eines Menschen an seiner möglicherweise vorherbestimmten Verdammung nichts ändern würden. Grundlage des Determinationsglaubens ist die Verwechslung von Gottes Vorherwissen mit einer Vorher­bestimmung durch ihn. Die starke Stützung dieses Irrtums im Koran macht ihn als Zeugnis göttlicher Weisheit wieder zweifelhaft.

Die Verstoßung Satans von Gott ist im Koran nicht überzeugend begründet:

„Als dein Herr zu den Engeln sprach: ‚Ich bin im Begriffe, den Menschen aus Ton zu erschaffen. Und wenn ich ihn gebildet und von meinem Geist in ihn gehaucht habe, dann neiget euch und bezeugt ihm Ehrfurcht.‘ Da beugten sich in Ehrfurcht alle Engel, ohne Ausnahme, bis auf Iblis. Er wandte sich hochmütig ab und war schon (vorher) ungläubig. (Gott) sprach: ‚O Iblis, was hinderte dich daran, Ehrerbietung zu erweisen dem, den ich mit meinen beiden Händen geschaffen? Bist du zu stolz, oder bist du der Erhabenen einer?‘ Er sprach: ‚Ich bin besser als er. Du erschufst mich aus Feuer, und ihn hast du aus Ton erschaffen.‘ (Gott) sprach: ‚So gehe hinaus von hier, denn du bist ein Ausgestoßener. Und mein Fluch soll auf dir sein bis zum Tag des Gerichts.‘“ (38;71-78)

Die Rechtfertigung Satans hätte etwas für sich, und Gottes Strafe würde unverhältnismäßig erscheinen – wenn es denn so gewesen wäre. Schon, dass sich die rein geistigen Engel hätten vor Adam verbeugen sollen, leuchtet nicht ein.

Im Koran wird immer wieder mit Paradiesversprechen und Höllendrohungen für die Annahme des Islam geworben. Die Paradiesdarstellungen werden einmal sogar als Gleichnis bezeichnet. Folgerichtig wären die Höllenschilderungen dann auch ein Gleichnis. Ob den Muslimen das bewusst ist? Sie nehmen es wohl meist wörtlich. In der Bibel gibt es zwar auch Beschreibungen der Hölle oder besser gesagt des Zustands der Verdammung, es wird aber nicht ständig mit ihnen gedroht. In Gleichnissen Jesu werden die Verdammten in den Feuerofen oder hinaus in die Finsternis geworfen, wo Heulen und Zähneklappen sein wird. Vom Höllenfeuer sprach Jesus ebenfalls.

Mit Mohammeds Verkündigung wurden die Araber ja gerade erst vom Götzendienst zu einem Eingottglauben geführt. Sie waren ja bis dahin die „Ungläubigen“, weil sie die in der Region vertretenen Formen des jüdischen und des christlichen Glaubens zuvor nicht angenommen hatten. Sie ließen sich erst durch eine vor ihren Augen sich abspielende neue Offenbarung in ihrer Sprache beeindrucken. Bis heute legen die Muslime so viel Wert auf die arabische Sprache des von Mohammed verkündeten Korans, dass sie z.B. auch Voraussetzung für den gültigen Vollzug der Pflichtgebete ist. Es wäre aber wohl zu viel gefordert, hätte Gott für alle größeren Sprachgemeinschaften eine eigene heilige Schrift übermitteln sollen, damit die Menschen den Glauben annähmen. Bei der von Jesus aufgetragenen Verkündigung in alle Welt mussten die Missionare eben notfalls erst die Sprache der Adressaten erlernen.

Im Koran wird Mohammed als das Siegel der Propheten bezeichnet, im Islam gilt er als der bis zum Jüngsten Gericht letzte Prophet, der die göttliche Offenbarung mit dem Koran in vollkommener und endgülti­ger Form zum Abschluss brachte. Diese Auffassung schließt nicht nur jeden Erkenntnisfortschritt aus, sondern legt auch die christliche Frohbotschaft für alle Zeiten ad acta, da sie im Koran nicht enthalten ist. Vielleicht wurde mit Mohammeds Verkündi­gung zum letzten Mal (bis wann?) eine neue Religion vermittelt, aber es wäre unverständlich, dass Gott seine Offenbarungen beendet hätte. Zumindest wird Gott immer wieder Berichtigun­gen im Verständnis der bestehenden monotheistischen Religionen zur Erde leiten, und er tut dies ja die ganze Zeit, man denke an die mittelalterlichen und die neuzeitlichen Mystiker, Stigmatisierten und Medien, über deren Glaubwürdigkeit freilich jeder selbst befinden mag. Zudem ist in der christlichen Frohbotschaft ja den treuen Gläubigen versprochen, dass der Heilige Geist (Gottes Ausstrahlung) sie in die Wahrheit leiten wird, denn „wer suchet, der findet“. Nach christlichem Verständnis wirkt der Geist Gottes hilfreich in allen, welche aufrichtig die Wahrheit suchen und dabei Gott um Beistand bitten und die Wahrheit auch anzunehmen bereit sind. Die Erfüllung der Gebote Jesu, besonders des Liebegebotes, ist eine fördernde Voraussetzung dazu, vom Geist Gottes in die Wahrheit geleitet zu werden.

Im Islam ist Liebe aber kein Gebot, und gibt es wenig Aufrufe dazu. Die „Rechtleitung“ erbitten Muslime oftmals und direkt von Gott, den Begriff des Heiligen Geistes gibt es bei ihnen nicht. Unter Rechtleitung verstehen sie, dass sie nicht von Gott willkürlich irregeleitet werden. Wenn sie aber an ihrem Zerrbild von Gott und einer Religion festhalten und keine Liebe üben, können sie auch schwerlich in die Wahrheit geleitet werden. Und wenn eine wahre „Rechtleitung“ Gottes sie vom Koran wegführen würde, würden sie ihr dann auch folgen?

Die Wehrhaftigkeit der Muslime

Die Gläubigen wurden durch Mohammeds Verkündigung verpflichtet, sich zur Wehr zu setzen, besonders wenn sie wegen des Glaubens verfolgt oder an der Glaubensausübung gehindert wurden. Wenn sie von umliegenden ungläubigen Stämmen bedrängt wurden, setzten sie sich, wie im Koran geboten, kriegerisch zur Wehr. Das schloss ein, dass sie die Angreifer bis in ihren Heimatort verfolgten, sie dort restlos besiegten, ihre Habe plünderten und ihre Frauen und Kinder als Kriegsbeute mitnahmen. So war es durch die Gebräuche vorgegeben und auch durch Mohammeds Verkündigung geregelt.

„Und wenn du von einem Volke Verräterei fürchtest, so verwirf (den Vertrag) gegenseitig. Wahrlich, Allah liebt nicht die Verräter. Lass nicht die Ungläubigen wähnen, sie hätten (uns) übertroffen. Wahrlich, sie können nicht obsiegen. Und rüstet wider sie, was ihr nur vermögt an Streitkräften und berittenen Grenzwachen, damit in Schrecken zu setzen Allahs Feind und euren Feind und außer ihnen andere, die ihr nicht kennt; Allah kennt sie. Und was ihr auch aufwendet für Allahs Sache, es wird euch voll zurückgezahlt werden, und es soll euch kein Unrecht geschehen.“ (8;58-60) Also auf den bloßen Verdacht hin, dass sich umliegende Völker nicht an das Friedensabkommen halten, sollten Muslime das Abkommen für nicht bindend erklären und aufrüsten, soviel nur geht, um Feinde an den Grenzen und selbst noch unbekannte Feinde abzuschrecken.

Die ersten vier Kalifen (Oberhäupter der Muslime nach Mohammeds Tod) begannen mit den Eroberungen riesiger Gebiete, was aber nicht mit Selbstverteidigung gegen bedrängende umliegende Stämme gerechtfertigt werden konnte, sondern aus der Tradition der Raubzüge hervorging. Dennoch gelten die Kalifen den Muslimen als „rechtgeleitet“. In Folge der Ausdeh­nung des islamischen Herrschaftsgebietes wurde den dortigen Christen verboten, ihren Glauben öffentlich zu leben und zu verbreiten. Heute nennen Muslime diejenigen Mächte, welche sie daran hindern, auf der ganzen Erde die islamische Gesellschaftsordnung zu errich­ten, Feinde der Gerechtigkeit, der gottgewollten Ordnung und von Allah selbst. Der Islam ist die einzige „Religion“, die nach Möglichkeit mit Gewalt ihr Herrschaftsgebiet ausdehnt und alle anderen Religionen auslöschen möchte. In Wirklichkeit ist er ja in erster Linie eine Rechts- und Gesellschaftsordnung mit globalem Anspruch.

Mohammeds Lizenz zum Töten

Im Koran (18;60-82) wird eine Geschichte erzählt, in der Moses Mohammed um Belehrung bittet, und dieser ihm ankündigt, dass er es nicht bei ihm aushalten werde, weil er nicht begreifen werde. Außer zwei anderen (nicht nur) Moses unverständlichen und später unbefrie­digend erklärten Handlungen erschlägt Mohammed unterwegs einen jungen Mann. Dem entgeisterten Moses erklärt er später, er fürchtete, der Jüngling könnte durch Widersetzlichkeit und Unglauben Schmach über seine (gläubigen) Eltern bringen, und er wünschte, dass Gott den Eltern noch ein anderes Kind mit mehr Lauterkeit und Zuneigung geben wolle. Auffällig ist wieder (wie beim Koranvers zur Aufrüstung), dass Mohammed auf Grund einer bloßen „Befürchtung“ auf so einschneidende Weise handelt. Das erinnert an paranoides Denken. Dabei gibt es keinerlei Garantie, dass Gott den Eltern im Tausch ein besseres Kind schenkt, das ist vorerst nur ein frommer Wunsch. In dieser wirklich abstrusen gleichnishaften Geschichte wird also ein begriffsstutziger Moses von der überlegenen Weitsicht Mohammeds verblüfft, wird Mohammeds Weisheit weit über die des Moses gestellt. Das entspricht doch zu deutlich einem Wunschtraum, einer Größenphantasie Mohammeds! Nur versteckte er sie hinter einer gleichnishaften angeblichen Botschaft, während er in einigen seiner überlieferten Aussprüche nicht wagte, sich so klar über Moses zu stellen. Diese absurde Geschichte lässt sich wiederum nicht mit Gottes vollkommener Weisheit vereinbaren, sondern nur durch Mohammeds Unter­bewusstsein und der Inspiration seiner gottgegnerischen geistigen Führer erklären.

Bei dieser Geschichte im Koran ist es nicht damit getan, sie als Unsinn abzutun, da Muslime streng genommen auch sie Wort für Wort als Gottes Offenbarung ansehen müssen und werden. Brandgefährlich ist, dass Mohammed als Vorbild der Muslime hier als Herr über Leben und Tod auftritt, eigentlich willkürlich auf Grund von Befürchtungen und abstrusen Ideen handelnd, angeblich aber als fähig und berechtigt, auf Grund höherer, nur ihm verständlicher Weisheit einen Menschen zu ermorden.

Mohammed wird in seiner Verkündigung als der letzte Prophet bezeichnet, und folglich der Islam als die letzte geoffenbarte Religion. „Mohammed ist … der Gesandte Allahs und das Siegel der Propheten; und Allah hat volle Kenntnis aller Dinge.” (33;40) Nach dem Selbst­verständnis des Neuen Testaments der Bibel war die Heilsgeschichte mit Jesu Erdenwandel zum krönenden Abschluss gekommen. Den gottgefällig lebenden Gläubigen wurde versprochen, dass Gottes heiliger Geist sie immer wieder in die Wahrheit leiten werde. Außer durch die Beeinflussung des Denkens des Einzelnen könnte dies auch durch prophetische Übermittlungen beliebigen Umfangs für die Massen geschehen. Jedenfalls hätten diese neuen Offenbarungen immer eine zeitgemäße und wenn nötig richtigstellende Erklärung des ursprünglichen (biblischen) Heilsgeschehens zum Inhalt. Denn niemand kann Gott absprechen, dass er in der verbleibenden Zeit bis zum Jüngsten Gericht weiterhin durch Mittler zu den Menschen spricht, um die Wahrheit zu verkünden. Wenn Mohammeds Verkündigung Gott diese Möglichkeit verwehren will, verrät sie nur ihren nicht-göttlichen Ursprung.

WIDERSPRÜCHE ZUR BIBEL

Nacherzählungen früher alttestamentlicher Geschichten und ihre Sinngebung im Koran

Moses ist nicht nur im Alten Testament der zentrale Überbringer von Gottes Gesetz und der Vorschriften für alle Lebensbereiche, Mohammeds Verkündigung beruft sich immer wieder auf Moses als wichtigen vorbildhaften Vergleichsfall auch für die Überbringung einer alles umfassenden Lebensordnung durch Mohammed. Bei der Nacherzählung von Moses‘ Erwählung sind besonders exemplarische Abweichungen, sowohl im Geschehen als in der Sinnunterlegung, festzustellen.

„Ist Moses‘ Geschichte nicht zu dir gedrungen? Als er ein Feuer sah, sprach er zu den Seinen: ,Bleibt (hier), ich gewahre ein Feuer; vielleicht kann ich euch einen Brand davon bringen oder beim Feuer Weisungen finden.‘ (Moses reiste also mit seinen Angehörigen. Er sieht von Ferne ein Feuer, geht allein hin, entweder um ein Feuer mitzubringen oder um Zeichen oder Anweisungen zu finden. All dies ist an sich nicht einleuchtend und auch im Widerspruch zur Bibel.) Und wie er näher herankam, ward er angerufen: „… ,O Moses! Siehe, ich bin dein Herr. So zieh deine Schuhe aus, denn du bist in dem heiligen Tal Tuwa. (Gemäß der Bibel war das Feuer auf einem Berg, und sprach Gott von einem heiligen Ort.) Ich habe dich erwählt; höre denn auf das, was offenbart wird. Siehe, ich bin Allah; es ist kein Gott außer mir. Darum bete mich an und verrichte das Gebet zu meinem Gedächtnis. Siehe, die >Stunde< kommt fürwahr; bald werde ich sie enthüllen, dass jede Seele belohnt werde nach ihrem Bemühen. Drum lass nicht den, der hieran nicht glaubt und seinen bösen Gelüsten folgt, dich davon abwendig machen, damit du nicht untergehst. (Im Koran werden dann gleich formelhaft die Glaubens­grundlagen geoffenbart: Allah, der eine Gott, Gebetspflicht, Jüngstes Gericht, Mahnung vor Verführung mit dem Ziel des Erfolgs.) Und was ist das in deiner Rechten, o Moses?‘ Er antwortete: ,Das ist mein Stab; ich stütze mich darauf und schlage damit Laub herab für meine Schafe, und ich habe noch andere Verwendung dafür.‘ (Der allwissende Gott lässt sich erklären, wozu ein Schafhirte seinen Stock verwendet – das mutet wie eine Parodie an und ist schwerlich mit einem göttlichen Ursprung vereinbar.) Er sprach: ,Wirf ihn hin, o Moses!‘ Da warf er ihn hin, und siehe, er ward eine laufende Schlange. (Gott) sprach: ,Ergreife ihn und fürchte dich nicht. Wir werden ihn in einen früheren Zustand zurückbringen. Und stecke deine Hand dicht unter deinen Arm, sie wird weiß hervorkommen, ohne ein Übel – ein weiteres Zeichen, auf dass wir dir unsere größeren Zeichen zeigen. Gehe zu Pharao, denn er hat das Maß überschritten.‘ (Die Geschichte ist an sich schon bis zur Unverständlichkeit verkürzt und außerdem nicht folgerichtig erzählt, indem gegenüber der Bibel die Reihenfolge verändert ist: Moses erhält die Zeichen, um das Volk Israel und den Pharao von seiner Mission zu über­zeugen, bevor von der Mission die Rede ist.) Er (Moses) sprach: ,Mein Herr, öffne mir die Brust (wiederkehrende Formel im Sinne von: aufnahmefähig für die Wahrheit machen), und erleichtere mir meine Aufgabe, und löse den Knoten meiner Zunge, dass sie meine Rede verstehen. Und gib mir einen Helfer von meiner Sippe, Aaron, meinen Bruder; mehre meine Kraft durch ihn, und lass ihn Anteil haben an meinem Werk (gemäß der Bibel soll Aaron als guter Redner anstelle von Moses sprechen, nicht Kraft verleihen und Anteil am Werk haben), auf dass wir dich oft preisen mögen und deiner oft gedenken (die islamische Gebetspflicht wird eingeflochten), denn du siehst uns wohl.‘ (erfolgt das rituelle Gebet nur, weil Gott es sieht, und nicht aus eigenem Antrieb oder Bedürfnis?) (Gott) sprach: ,Dein Wunsch ist gewährt, o Moses!‘‘‘ (20;9-36) Moses verstand also die Aufgabe, ohne dass Gott sie erklärte, und er wusste, was er dazu benötigen würde, nämlich die fehlende Rednergabe und den Beistand Aarons. Darum bat er Gott, und Gott hatte nur noch die Bitte zu erfüllen. Dies alles wieder an sich nicht einleuchtend und auch abweichend von der Bibel. Nach einem ganz kurzen Abriss von Moses‘ Lebensgeschichte folgen dann erst, zeitlich vertauscht, genauere Anweisungen zum Auftritt vor dem Pharao und die erste Begegnung mit ihm. Dieses ausführlichere Beispiel beleuchtet gut die Art, wie die im Koran nacherzählten biblischen Geschichten oftmals vom Original abweichen.

Und vom Pharao verlangt Moses später nicht nur den freien Abzug seines Volkes, sondern auch die Annahme seines Gottesglaubens. Nach einem anderen Koranvers (17;103) wollte der Pharao die Kinder Israels aus dem Land treiben – in der Bibel ließ er sie zuerst ziehen und schickte ihnen dann sein Heer nach. „Da beschloss er, sie aus dem Lande zu treiben, doch wir ertränkten ihn und die mit ihm waren, allesamt.“ (17;103)

Eine ganze Koransure ist Joseph gewidmet. Gemäß der Bibel war Joseph 17 Jahre alt, als seine Brüder aus Neid zuerst beschlossen, ihn zu töten, ihn dann in einen trockenen Brunnen warfen und ihn schließlich an eine vorüber ziehende Karawane verkauften.

Im Koran wird diese Begebenheit so dargestellt: Die neidvollen Brüder nahmen das Kleinkind Joseph vorgeblich zum Spielen in die Wüste mit, dort legten sie ihn in einen Brunnen, damit er von der nächsten Karawane, die dort Wasser schöpfte, entdeckt und mitgenommen werden würde. Und so sei es dann auch geschehen usw.

Ebenso wird im Koran der Sündenfall Adams mehrmals in ähnlichen Worten nacherzählt. Demnach wurde Adam (nicht Eva) vom Satan verführt, von dem Baum des ewigen Lebens (nicht der Erkenntnis) zu essen. Als Folge davon wurde Adam und Eva ihre Blöße offenbar, wie in der Bibel. Adam und Eva beteten darauf zu Gott mit den Worten: „Unser Herr, wir haben wider uns selbst gesündigt …“.

Dass der Mensch nur gegen seine eigene Seele sündigt, nicht etwa gegen Gott, wird im Koran mehrmals gesagt. Schon gemäß dem Alten Testament sündigen die Menschen „wider Gott“ (z.B. Abimelech) oder „an Gott“ oder „vor Gott“.

Gott wandte sich dann mit Erbarmen Adam zu, heißt es weiter im Koran, er gab ihm Unterwei­sung zum Gebet und sagte für später weitere Unterweisung zu, welche die Menschen vor dem Untergang bewahren würde. Das bedeutet, dass Gott Adam verzieh, und von daher eine Erlösung nicht notwendig war. Trotzdem trieb Gott laut Koran die beiden ersten Menschen aus dem Paradies und gab ihnen eine Wohnstatt auf Erden. Es fehlt dann aber der Grund, warum sie nicht ins Paradies zurückkehren durften. Auch von einer gravierenden Verschlechterung der Lebensbedingungen ist im Koran nicht die Rede, sie würde auch der Vergebung wider­sprechen. Gemäß der Bibel zog die Verfehlung schwere Folgen nach sich: Die Frau musste fortan unter Mühen Kinder gebären, der Mann musste unter Mühen dem Acker die Nahrung abgewinnen. Da es dann unzweifelhaft so war und bis heute so ist, erscheint die Koranversion als nicht glaubhaft.

Schon vor der verlangten Niederwerfung vor Adam demütigt Gott im Koran die Engel gegen­über Adam, indem er diesem die Namen der Tiere lehrt und sie den Engeln vorenthält. An sich ist dabei unverständlich, warum der verkörperte Adam über den Engeln stehen sollte. In der Bibel ist auch keine Rede von dieser Bevorzugung, dort darf Adam außerdem selbst den Tieren ihre Namen geben. Auch hier wieder ist die Koranversion nicht überzeugend.

Über den von Jesus durch die Liebe besiegten Satan gibt es ebenfalls bemerkenswerte Unter­schiede zwischen Bibel und Koran. Dort wird als Grund dafür, warum Luzifer/Satan von Gott verstoßen wurde, mehrmals mit ähnlichen Worten erzählt, dass Gott die Engel aufforderte, sich vor Adam ehrerbietig zu verbeugen, und Satan dies verweigerte. Die Begründung Satans lautete: Er sei besser als Adam, da er von Gott aus Feuer gemacht worden war, Adam aber nur aus Ton. Diese Begründung hat etwas für sich, und Gottes Strafe für Luzifer würde unverhält­nismäßig erscheinen – wenn es denn so gewesen wäre. Schon, dass sich die rein geistigen Engel hätten vor Adam verbeugen sollen, leuchtet nicht ein. Zudem war Satan laut Koran gar kein Engel, sondern ein Feuergeist (Dschinn), also wohl zwischen den Engeln und den Menschen angesiedelt.

Gemäß der Bibel war Satan jedoch ein besonders herrlicher Engel, ursprünglich Luzifer (Licht­träger) genannt. Er entwickelte von selbst langsam eine gottgegnerische Einstellung und forderte die anderen Engel auf, ihn an Gottes Stelle als höchstes Wesen zu verehren. Anlass zum Sturz Luzifers und der ihm folgenden Wesen aus den Himmeln war gemäß der Bibel die Auflehnung gegen Gott, und zwar in voller Erkenntnis und wider besseres Wissen, also die größte Sünde überhaupt. Adam verfehlte später, die daraus entstandene Urschuld in einer Erprobung durch Gott wieder gutzumachen. Deshalb wurde das schwere Opfer notwendig, das Jesus dann mit seinem Kreuzestod vollbrachte. Im Koran wird das gottgegnerische Handeln Satans, das Grund seiner Verstoßung war, ungeheuer verkleinert. Damit wird auch der Grund­stein für die Verneinung der Notwendigkeit von Erlösung gelegt.

Die Araber sehen sich als die Nachfahren Ismaels, und die Muslime stehen in seiner Nachfolge. Laut Koran sollte Abraham den Sohn Ismael opfern, und Ismael willigte darin ein. Gemäß der Bibel wurde Ismael 14 Jahre vor Isaak als Sohn von Abraham und der ägyptischen Sklavin seiner Frau geboren. Im 99. Lebensjahr Abrahams schloß Gott mit ihm den Alten Bund, dessen äußeres Zeichen die Beschneidung war. Und Abraham vollzog die Beschneidung an sich und an den männlichen Mitgliedern seines Hausstandes, auch an dem dreizehnjährigen Ismael. Den Alten Bund errichtete Gott aber ausdrücklich mit Isaak, der ein Jahr danach geboren wurde. Gleichwohl wurde auch Ismael von Gott Segen und eine reiche Nachkommenschaft verheißen. Ein Engel sagte über ihn voraus: Er wird ein wilder Mensch sein, seine Hand wider jedermann, und jedermanns Hand wider ihn, und er wird wohnen all seinen Brüdern zum Trotz. Gott war mit dem Knaben, heißt es weiter in der Bibel, er wurde ein guter Schütze, er wohnte in der Wüste und seine Mutter gab ihm eine Ägypterin zur Frau.

Die Unterschiede zwischen Bibel und Koran folgen nicht etwa nur daraus, dass der Islam eine Abwandlung der alttestamentlichen Gesetzesreligion darstellt und die christliche Frohbotschaft (das Neue Testament) im Koran völlig ausgeblendet ist. Die Unterschiede bestehen auch zwischen Koran und Altem Testament, wofür Beispiele genannt wurden: Moses, Josef, Adam und Eva, Satan, Ismael, Versündigung nur gegen sich selbst.

Im Islam werden auch bei den Bezügen auf die Patriarchen des Beginns des Alten Testaments diese als durchgehend gute Menschen verklärt und gerade dessen beraubt, was die lehrreiche Geschichte mit Gott ausmachte: Den Wechsel von Gottestreue und Wohlergehen, über Verfehlung, Reue und Buße oder auch Unheil zurück zu Gottestreue mit Vergebung und neuer­lichem Beistand Gottes. Der Islam versucht erst gar nicht, sich als Fortsetzung einer Geschichte Gottes mit einem auserwählten Volk darzustellen. In ihm verharrt Gott außerhalb der Geschichte, er teilt nur durch Propheten seine Gebote mit.

Auch im Gottesbild werden Unterschiede deutlich: Nach dem Koran ist Gott in erster Linie allmächtig, dann vor allem auch barmherzig, jedoch nach eigener, auch willkürlicher Entscheidung; er ist transzendent, unerreichbar, getrennt von den Geschöpfen und unberührt von ihrem Handeln. Schon im Alten Testament stehen Gottes Verlässlichkeit und Treue im Vordergrund, hat sich Gott auf die Errettung der Menschen festgelegt. Zu Moses sprach Gott: „Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen … und ich bin hernieder gefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand …“. (2.Mose 3,7-8) Der Prophet Jona sagte zu Gott: „… denn ich wusste, dass du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und lässt dich des Übels gereuen …“ (Jona 4,2) (Gott hatte auf die angekündigte Zerstörung der Stadt Ninive verzichtet, nachdem die Bewohner Reue gezeigt hatten.)

Nach dem Koran hat Gott den Menschen nicht als sein Ebenbild geschaffen, das wäre mit Allahs Größe unvereinbar. Zur biblischen Gottesebenbildlichkeit gehört auch der freie Wille, der wiederum Erklärung für die Entstehung des Bösen ist. Der Mensch ist im Koran auch nicht Höhepunkt der Schöpfung wie in der Bibel. Verneint wird außerdem, dass Gott am siebten Schöpfungstag ruhte. Im Koran wird kein Ruhetag wie der Sabbat verordnet. Weitere Aussagen zum Gottesbild im Koran sind: Gott belohnt und bestraft, leitet recht und führt in die Irre, wen er will, er will die Hölle füllen und er liebt nicht die großen Sünder.

Mit dem Judentum und dem Christentum sind im Islam, teilweise anders gedeutet, folgende Glaubensinhalte gemeinsam: Der eine wahre Gott schuf aus dem Nichts Himmel und Erde, Satan, Engel und weitere Wesen; Paradies/Himmel und Feuer/Hölle, vorübergehende Läuterung/Fegfeuer; das Verhalten im Diesseits entscheidet über das Schicksal im Jenseits; alttestamentliche Geschichten von Adam und Eva über Abraham und Isaak bis Moses; die Zehn Gebote; der Mensch erkennt Gott aus der sichtbaren Schöpfung, Gott ist für seine Wohl­taten zu preisen. Doch werden im Islam diese Glaubenspunkte mit anderen Inhalten gefüllt.

Teilweise werden die mit der Bibel gemeinsamen Glaubenssätze durch andere Koraninhalte wieder relativiert oder nicht bestätigt. Ein Beispiel ist die Diesseitsbetonung im Islam. Eine wiederkehrende Formel im Koran lautet: Gott belohnt und bestraft im Diesseits und im Jenseits. „Die aber gläubig sind und gute Werke tun und an das glauben, was auf Mohammad herabge­sandt ward – und es ist die Wahrheit von ihrem Herrn -, denen nimmt er ihre Sünden hinweg und bessert ihren Stand.“ (47;2) Auch an anderen Koranstellen geht der Belohnung oder Bestrafung im Jenseits bereits eine solche im Diesseits voraus. Hierbei ist das Missverständnis möglich, dass Misserfolg, Unglück, Krankheit, Armut usw. im Erdenleben als Zeichen für Gottes Strafe, und das Gegenteil als Beweis für Gottes Huld angesehen werden, und Hilfe zur Behebung der Not des Mitmenschen unterbleibt mit dem Hinweis, dass sie ja Gottes Wille sei. Außerdem können Erfolg und Wohlstand auch Menschen zukommen, bei denen alle Versuche, ihre Gedanken durch Not zu Gott zu lenken, erfolglos blieben. Und bei Hiob willigte Gott ein, dessen Gottvertrauen durch anhaltendes Unglück und Leiden schwer zu prüfen. Auch nach christlichem Glauben kann Gott Gläubige durch Leid prüfen oder läutern, ganz so, wie es ihrem Seelenheil dienlich ist.

Die Gefahr bei dieser Koranaussage ist, als klare Regel jegliche individuelle Glücklosigkeit im Leben als Strafe Gottes wegen Schlechtigkeit anzusehen. Nicht nur weicht Mohammeds Verkündigung hier vom Alten Testament ab, sondern sie steht auch im Widerspruch zu Gottes vollkommener Weisheit.

„Der Lohn derer, die Krieg führen gegen Allah und seinen Gesandten … wäre der, dass sie getötet oder gekreuzigt werden sollten oder dass ihnen Hände und Füße abgeschlagen werden sollten für den Ungehorsam oder dass sie aus dem Lande vertrieben würden. Das würde eine Schmach für sie sein in dieser Welt; und im Jenseits wird ihnen schwere Strafe.“ (5;33) Dies ist überdies ein Beispiel für Koranaussagen, von welchen es nur ein Schritt einer weitgefassten Auslegung dahin ist, dass sich Muslime berechtigt fühlen, Gottes Strafen im Diesseits auszufüh­ren.

Aussagen über die christliche Frohbotschaft und über Jesus im Widerspruch zum Neuen Testament

Noch viel mehr weichen die wenigen Koranaussagen zum Neuen Testament von der Bibel ab, sowohl im Inhalt als auch in der Sinngebung. Zum Beispiel bringt Maria Jesus alleine und verzweifelt unter einer Palme zur Welt, dann zeigt sie ihn ihren Leuten, darauf spricht Jesus in der Wiege: „,Ich bin ein Diener Allahs, er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht … er befahl mir Gebet und Almosen …’ So ist Jesus, Sohn der Maria – eine Aussage der Wahrheit, über die sie (die Christen) uneins (mit den Muslimen) sind.” (19;30-34) Hier werden Jesus islamische Elemente zugeordnet (Buchprophet, Gebet, Almosen). Auch dass er als Kleinkind „in der Wiege“ spricht, findet bekanntlich keine Bestätigung in der Bibel. Die Umstände der Geburt Jesu werden in Mohammeds Botschaft recht armselig dargestellt, es fehlen die außergewöhnlichen Begleiterscheinungen aus der Bibel, wie die Botschaft des Engels an die Hirten, die Anbetung durch die Hirten und durch die drei Weisen aus dem Morgenlande, die Verfolgung durch Herodes und die Flucht nach Ägypten usw.

„Und (denke daran) wie die Engel sprachen: ‚Oh Maria, Allah hat dich erwählt … und er wird ihn (Jesus) das Buch lehren und die Weisheit und die Thora und das Evangelium …‘“ (3;41-48)

„(Jesus im Mannesalter spricht) … und ich werde die Blinden und die Aussätzigen heilen und die Toten lebendig machen nach Allahs Gebot; und ich werde euch verkünden, was ihr essen und was ihr aufspeichern möget in euren Häusern …” (3;49) Laut Bibel sagte Jesus: “Was zum Munde eingeht, das macht den Menschen nicht unrein; sondern was zum Munde ausgeht, das macht den Menschen unrein … Was aber zum Munde herausgeht, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken …” (Mt 15,11, 18,19) Auch kündigt gemäß dem Koran Jesus die Wunder nur an, es wird nicht ausgesagt, dass er sie vollbracht hat.

„(Jesus spricht im Mannesalter) ,Und (ich komme) das zu erfüllen, was vor mir war, nämlich die Thora, und euch einiges zu erlauben von dem, was euch verboten war; und ich komme zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn; so fürchtet Allah und gehorchet mir. Wahrlich, Allah ist mein Herr und euer Herr; so betet ihn an: dies ist der gerade Weg.‘“ (3;50,51) Jesus wird nach dem Bild Mohammeds dargestellt: Der Gesandte Gottes fordert Gehorsam.

„Und (gedenke der Zeit) da Jesus, Sohn der Maria, sprach: ‘O ihr Kinder Israels, ich bin Allahs Gesandter an euch, Erfüller dessen, was von der Thora vor mir ist.’” (61;6)

„Und (gedenke der Zeit) da Jesus, Sohn der Maria, sprach: ‘O ihr Kinder Israels, ich bin Allahs Gesandter an euch … und Bringer der frohen Botschaft von einem Gesandten, der nach mir kommen wird. Sein Name wird Ahmad sein.’” (61;6) Hier wird Jesus sogar die Ankündigung Mohammeds in den Mund gelegt.

„Wir hatten die Thora hinabgesandt, in der Führung und Licht war … Wir hatten ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge … Wir ließen Jesus, den Sohn der Maria, in ihren Spuren folgen, zur Erfüllung dessen, was schon vor ihm in der Thora war … Es soll das Volk des Evangeliums richten nach dem, was Allah darin offenbart hat; wer nicht nach dem richtet, was Allah hinabgesandt hat – das sind die Empörer.“ (5;44-47) Hiermit werden nicht nur die Christen, sondern wird Jesus selbst – z.B. für seinen Umgang mit der Ehebrecherin oder sein Gebot der Feindesliebe – zu den Ungerechten und Empörern gerechnet, und das Neue Testament völlig verleugnet!

„O die ihr glaubt! Nehmet nicht die Juden und die Christen zu Freunden … Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.“ (5;51) In den vorgenannten Koranstellen werden die Christen zu den „Ungerechten“ gezählt.

“Wie Allah sprach: ’O Jesus, ich will dich (eines natürlichen Todes) sterben lassen und will dir bei mir Ehre verleihen und dich reinigen (von den Anwürfen) derer, die ungläubig sind …’” (3;55)

“Weil sie (die Juden) dann ihren Bund brachen und die Zeichen Allahs verleugneten … und wegen ihrer Rede: ‘Wir haben den Messias, Jesus, den Sohn der Maria, den ‘Gesandten’ Allahs getötet’; während sie ihn doch weder erschlugen noch den Kreuzestod erleiden ließen, sondern er erschien ihnen nur gleich (einem Gekreuzigten) … Vielmehr hat ihm Allah einen Ehrenplatz bei sich eingeräumt, und Allah ist allmächtig, allweise. Es ist keiner unter dem Volk der Schrift (den Christen), der nicht vor seinem Tod daran (an den Kreuzestod Jesu) glauben wird; und am Tage der Auferstehung wird er (Jesus) ein Zeuge wider sie sein.” (4; 155-159) Die Verneinung der Kreuzigung und der Erlösung im Koran ist damit belegt.

Von den Koranaussagen über Jesus stimmt nur, dass er Blinde und Aussätzige heilte und Tote erweckte. Auffällig ist, dass Jesus als Prophet und bloßer Mensch hingestellt wird. Für Christen ist es unannehmbar, dass Gott, der durch Jesus gewirkt hatte, in einer neuen Offenbarung (durch Mohammed) dieses Sein Wirken im Wesentlichen leugnen und den Glauben daran verdammen sollte. Dass auch Gottes Wirken und seine Unterweisungen gemäß dem Alten Testament in Mohammeds Verkündigung bruchstückhaft und deutlich verändert dargestellt sind, wurde schon behandelt. Aber auch ohne christlichen Glauben, dafür mit intellektueller Redlichkeit ausgestattet, wird man den Anspruch des Koran, die Bibel zu berichtigen und zu ersetzen, als nicht überzeugend zurückweisen.

„Wir haben fürwahr den Menschen in diesem Koran Gleichnisse aller Art auf mannigfaltige Weise vorgelegt …“ (17;89) „Ein Gleichnis von dem Paradiese, den Rechtschaffenen verheißen: Darin sind Ströme von Wasser, das nicht verdirbt, und Ströme von Milch, deren Geschmack sich nicht ändert, und Ströme von Wein, köstlich für die Trinkenden, und Ströme geläuterten Honigs. Und darin werden sie Früchte aller Art haben und Vergebung von ihrem Herrn …“ (47;15)

Schon im Alten Testament waren Gleichnisse zum Ausdruck religiöser Inhalte gebräuchlich, und Jesus sprach oft in Gleichnissen. Hätte sich Mohammed mehr über den jüdischen und den christlichen Glauben kundig gemacht, wäre er mit der Verwendung von Gleichnissen vertraut gewesen. In seiner Verkündigung werden dann auch ausdrücklich Gleichnisse benutzt, z.B. werden die vielen Paradiesschilderungen an einer Stelle als solche bezeichnet. Die meisten Muslime nehmen die Paradies- (und Höllen-)schilderungen wohl wörtlich.

Wörtlich nahm Mohammed auch den Glauben der Christen an die Gottessohnschaft Jesu. Seine Verkündigung verstand dies nicht anders als Zeichen der Vielgötterei, daher bekämpfte und verurteilte sie diesen Glauben aufs Schärfste. Im Koran wird die Gottessohnschaft Jesu nicht als Gleichnis verstanden und erklärt, sondern im wörtlichen Verständnis zum Anlass genommen, den christlichen Glauben zu verdammen.

„Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, dass ihm Götter zur Seite gestellt werden; doch vergibt er das, was geringer ist als dies, wem er will. Und wer Allah Götter zur Seite stellt, der hat wahrhaftig eine gewaltige Sünde ersonnen.“ (4;48)

„Oh Volk der Schrift (Christen), übertreibt nicht in eurem Glauben und saget von Allah nichts als die Wahrheit. Der Messias, Jesus, Sohn der Maria, war nur ein Gesandter Allahs und eine frohe Botschaft von ihm, die er niedersandte zu Maria, und eine Gnade von ihm. Glaubet also an Allah und seine Gesandten, und saget nicht: ‚Drei‘. Lasset ab – ist besser für euch. Allah ist nur ein einiger Gott. Fern ist es von seiner Heiligkeit, dass er einen Sohn haben sollte…“ (4;171)

„Ungläubig sind wahrlich, die da sagen: ‚Sicherlich ist Allah kein anderer denn der Messias, Sohn der Maria.‘…“ (5;17) Dies richtet sich gegen den christlichen Glauben, dass Jesus Gott bzw. eine Teilpersönlichkeit Gottes ist. Wegen des Unverständnisses in Bezug auf den christ­lichen Glauben werden hier Christen als Ungläubige bezeichnet.

„… Sprich: ‚Wer vermöchte wohl etwas gegen Allah, wollte er den Messias, den Sohn der Maria, zunichte machen, und seine Mutter und all jenes, was auf Erden ist?‘ …“ (5;17) Ein recht absurder Gedanke, Gott könnte Jesus und Maria vernichten wollen, gleichzeitig ein Hinweis auf die geistige Quelle von Mohammeds Verkündigung.

„Und wenn Allah sprechen wird: ‚O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesprochen: ‚Nehmet mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah!‘?‘, wird er antworten: ‚Heilig bist du. Nie konnte ich das sagen …‘“ (5;116) Dies wendet sich gegen einen christlichen Dreifaltigkeitsglauben, welcher Jesus und Maria (statt des Heiligen Geistes) einschließt. Entweder gab es diese Glaubensvariante bei Christen der Umgebung oder die Muslime hegten ein Missverständnis über den christlichen Glauben an den dreipersönlichen Gott. Und Mohammeds Verkündigung nahm Bezug auf das Bild der Muslime vom christlichen Glauben. Jesus selbst würde gegen den christlichen Glauben (an die Dreifaltigkeit, Maria einschließend) zeugen.

„Fürwahr, ungläubig sind, die das sagen: ‚Allah (Gott) ist kein anderer denn der Messias, Sohn der Maria‘ (Messias als Beiname, nicht Titel, aufgefasst), während der Messias doch (selbst) gesagt hat: ‚ O ihr Kinder Israels, betet Allah an, meinen Herrn und euren Herrn.‘ Wer Allah Götter zur Seite stellt, dem hat Allah den Himmel verwehrt, und das Feuer wird seine Wohnstatt sein … Fürwahr, ungläubig sind, die da sagen: ‚Allah ist der Dritte von Dreien‘; es gibt keinen Gott als den Einigen Gott. Und wenn sie nicht abstehen von dem, was sie sagen, wahrlich, so wird die unter ihnen, die ungläubig bleiben, eine schmerzliche Strafe ereilen.“ (5;72,73) Der erste Vers bietet wieder kein Verständnis darüber, wie Gott in Jesus zur Erde hernieder kam. Insgesamt wird in all diesen Koranversen der christliche Glaube, dass Gott einen Sohn habe, in wörtlichem Verständnis als unvergebbare Sünde bezeichnet und den Christen dafür die Hölle beschieden. In diesem Zusammenhang werden die Christen zu den „Ungläubigen“ gezählt. Ganz im Sinne des Islam soll Jesus Gott als seinen Herrn bezeichnet haben. Unerwähnt bleibt, dass Jesus selbst die Gottessohnschaft beansprucht hat, – freilich ist diese geistig zu verstehen und zutreffend, und nicht in dem wörtlichen Sinn antiker Göttergeschichten: Jesu Seele kam von oben und wurde nach seinem Opfertod völlig eins mit Gott. Jesus lebte völlig nach dem Willen Gottes und war völlig von Gott durchstrahlt, er offenbarte Gott, wurde zum schaubaren Gott. Er brachte keineswegs, wie im Koran dargestellt, ein Buch hernieder, so wie Mohammed.

„Die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort ihres Mundes. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren (Polytheisten). Allahs Fluch über sie! Wie sind sie irregeleitet!“ (9;29) Es klingt freilich unlogisch, wenn demnach Gott sagt „Gottes Fluch über sie!“, vielmehr würde dieser Satz als Ausruf eines empörten Muslimen stimmen.

Dass in Mohammeds Verkündigung keine tiefere Erklärung über Jesu Erdenmission und Verhältnis zu Gott geboten wird, sondern die christliche Frohbotschaft nur als dem rigorosen Monotheismus im Wege stehend empfunden wird, weist auch wieder auf die geistige Quelle hin. Denn Gott konnte und wollte doch wohl das Geheimnis seines Wirkens in Jesus verständ­lich darstellen oder eben nur andeuten, sowie es das Verständnis der ersten Muslime überstiegen hätte. Aber er hätte sein Wirken in Jesus nicht zu verleugnen und zu bestreiten brauchen. Warum hätte Gott auch die christliche Frohbotschaft im Grunde nicht bestätigen und ihr Verständnis, wo nötig, berichtigen wollen? Es ist wiederum nicht mit Gottes Vollkommenheit vereinbar, dass er sein früheres Wirken verleugnet und widerrufen, oder die Bedingungen für das Seelenheil (Erlösung) geändert hätte. Andererseits wird auch jemand ohne christlichen Glauben, dafür mit Bibelkenntnissen, kaum zu der Überzeugung gelangen, dass das Alte Testament lange vor Mohammed so gravierend verfälscht worden sei, dass es nicht mehr mit dem späteren Koran übereinstimmen konnte, und dass das Neue Testament vollends eine unwahre Erfindung sei, da es im Koran inhaltlich nicht bestätigt, sondern bestritten wird.

Zurück zum Eingangs angeführten Anspruch des Koran, die Inhalte der Bibel zu bestätigen, zu wiederholen, einzuschließen, besser zu erklären und zu berichtigen. Dieser Anspruch erweist sich im Lichte der oben besprochenen Koranverse, auch schon für das Alte Testament alleine, als widerlegt. Die Behauptung der inhaltlichen Vereinbarkeit mit der Bibel, der Berichtigung der Bibelinhalte und ihrer Interpretation, wird durch die übrigen Aussagen des Koran nicht belegt, sondern erweist sich als Etikettenschwindel. Der Versuch des Urhebers von Mohammeds Verkündigung, sich als der Gott der Bibel glaubhaft zu machen, schlug bereits bei den damali­gen jüdischen Gemeinden der Umgebung fehl, und ist bei Bibelkenntnis und intellektueller Aufrichtigkeit ohne Schwierigkeit zu entlarven. Die Inhalte des Koran sind mit Gottes Vollkommenheit nicht vereinbar, und mehr noch unvereinbar mit den Haupteigenschaften, die man vernünftigerweise und nicht nur auf Grund der Bibel Gott zusprechen wird, nämlich außer Allmacht, Allwissenheit und Barmherzigkeit (wie im Islam) vor allem die Liebe.

Wie gesagt, hielt Mohammed an seiner Prophetenrolle fest, als die Juden in Medina ihm klar machten, dass seine Verkündigung im Widerspruch zur Bibel stand. Folgerichtig erhielt er die Botschaft, dass die Bibel, insofern sie nicht mit seiner Verkündigung vereinbar war, verfälscht war, und die Juden und Christen vom rechten Glauben abgewichen seien und, insofern sie ihren Glauben nicht von ihm berichtigen lassen wollten, in der Abweichung verharrten. In der Ausrichtung am Vorbild Mohammed und im Glauben an die Koraninhalte sehen Muslime im Allgemeinen die Bibel als hoffnungslos verfälscht, untauglich, überholt und bedeutungslos an. Durch eine ernsthaft suchende Beschäftigung mit der Bibel könnten sie dahin kommen, den Etikettenschwindel in Mohammeds Verkündigung zu durchschauen und den Glauben, dass der Koran Gottes Wort sei, zu verlieren. Muslime in aller Welt werden davon abgehalten, die Bibel, insbesondere die christliche Frohbotschaft kennen zu lernen, durch frühkindliche Indoktrination im Sinne des Islam, die gegen die Bibel und besonders gegen die christliche Frohbotschaft gerichtet ist; sodann durch die Tradition und Rechtsordnung in islamischen Ländern, welche Christen verbietet, ihren Glauben öffentlich darzustellen, zu missionieren und Bibeln weiterzu­geben. Und nur in Unkenntnis und Ablehnung der Bibel sehen Muslime weiterhin Jesus als einen wichtigen Propheten des Islam, während sie schon gar nicht an das glauben, was Jesus wirklich gelehrt hat. Denn Mohammed hat nicht ein einziges Jesuswort richtig verkündet, dafür eine Reihe falscher Aussagen über ihn. Zum Beispiel, Koran: „… und ich (Jesus) werde euch verkünden, was ihr essen und was ihr aufspeichern möget in euren Häusern …” (3;49) – Bibel: “Was zum Munde eingeht, das macht den Menschen nicht unrein; sondern was zum Munde ausgeht, das macht den Menschen unrein …” (Mt 15,11, 18,19) (vgl. oben)

Die Abneigung gegen Jesus und seine Lehre ist im Koran durchgehend spürbar, wie auch fest­stellbar ist, dass der neu verkündete Islam nicht nur eine grobe Abwandlung des Judentums, sondern einen Gegenentwurf zum Christentum darstellt. Es zeigt aber wieder eine intellektuelle Unredlichkeit und jedenfalls die Indoktrination an, dass Muslime im Allgemeinen Jesus als einen wichtigen islamischen Propheten ansehen und sich dabei auf die wenigen, in der Mehrzahl falschen Aussagen über ihn im Koran stützen, während sie die umfangreichen Überlieferungen über Jesus im Neuen Testament nicht zur Kenntnis nehmen. Diese könnten sie immerhin zum Nachdenken und Zweifeln bringen.

Der Koran verschweigt die christliche Frohbotschaft nicht nur, er bestreitet und verdammt sie. Er enthält auch die Aussage, dass der Islam als letzte und vollkommene Religion allen Menschen zu verkünden sei, dass das Herrschaftsgebiet des Islam auf die ganze Erde ausgedehnt werden solle, dass alle Un- und Andersgläubigen (teilweise Juden und Christen ausgenommen) mit Gewalt zum Islam zu bekehren seien. Der Koran enthält das Ziel, dass auf der ganzen Erde der Verkündigungsauftrag Jesu nicht mehr erfüllt werden dürfte und die Kenntnis der christlichen Frohbotschaft letztlich von der Erde verschwindet. Wie könnte dies die Botschaft Gottes sein?

SCHLUSSFOLGERUNG

Mohammed hatte begonnen, das, was er vom jüdischen und vom christlichen Glauben gehört hatte, zu einem eigenen Eingottglauben zu verarbeiten, als er in der Berghöhle meditierte. In einer jeweils unvorhergesehenen, körperlich belastenden und überwältigenden Erfahrung hörte er eine Stimme. Er ließ sich von Verwandten überzeugen, dass das Gehörte Botschaften von Gott waren. Die Gesamtheit der Botschaften, über 22 Jahre hinweg erfolgend bis zu seinem Tod, zuverlässig aufgezeichnet und überliefert als der Koran, ergab eine Art alttestamentlicher Gesetzesreligion. Als solche enthält sie naturgemäß nicht die christliche Frohbotschaft, schließlich ging es erst einmal um die Bekehrung vom Götzendienst zum Monotheismus, wie in den Zeiten Abrahams bis Moses‘. Auf solche frühen alttestamentlichen Bibelgeschichten beruft sich Mohammeds Verkündigung durchgehend.

Die Unterschiede bestehen jedoch auch zwischen Koran und Altem Testament, wofür Beispiele genannt wurden. Die aufgegriffenen frühen biblischen Geschichten werden verkürzt und verändert dargestellt und mit einem anderen Sinn unterlegt. Als erklärte Nachbildung des Gottesbezuges Abrahams und Moses‘ weicht der Koran in einer Reihe theologischer Aussagen gravierend von der Bibel ab Beispiele: Moses, Josef, Adam und Eva, Satan, Ismael; Versündi­gung nur gegen sich selbst, Gott verzieh Adam, keine Erlösung notwendig; Mensch nicht gottesebenbildlich erschaffen und nicht Höhepunkt der Schöpfung, kein Ruhetag; der ferne, unberührte, willkürlich entscheidende Gott, der auch Listen schmiedet und in die Irre führt.

Für sich genommen, als alttestamentliche Gesetzesreligion, stellt der von Mohammed verkündete Islam eine eigenständige, deutlich vom Judentum unterschiedliche Neubildung dar. Die ständige Berufung auf frühe biblische Gestalten und Geschichten, die versuchte Glaubhaftmachung der geistigen Quelle als der Gott des Volkes Israel, überzeugen daher nicht. Denn warum hätte Gott plötzlich ein anderes Bild von sich, vom Menschen, von der Beziehung zwischen Gott und Mensch und von den Bedingungen für das Seelenheil vermitteln sollen als zuvor, wie in der Bibel überliefert? Während das Judentum eine unvollendete Religion darstellt, weil der ersehnte und angekündigte Messias noch nicht eingetroffen sei, bezeichnet sich der Islam als vollendete Religion. Im Alten Testament war ja die Notwendigkeit von Erlösung und die Hoffnung auf den Messias (Retter) und seine Ankündigung enthalten. In Mohammeds Verkündigung fehlt all dies ebenso wie die 600 Jahre zuvor tatsächlich erfolgte Erlösungstat Jesu.

Von der christlichen Frohbotschaft aus betrachtet, scheidet der Islam damit als Vorbereitungs­religion für das endgültige Heilsgeschehen mit Jesus Christus, als welcher dem Judentum volle Gültigkeit zuerkannt wird, völlig aus. Der Islam führt also niemals zur christlichen Frohbotschaft hin. Er bestreitet ja das Evangelium sowie seine Voraussetzungen und verdammt den christ­lichen Glauben, er verneint die Notwendigkeit von Erlösung. Er erscheint als eine eigenständige Neubildung außerhalb der Linie der Jahrtausende umfassenden Gottesgeschichte des Volkes Israel und seiner Erfüllung in Jesu Erdenwandel. Und er geht auf die außersinnlichen Wahr­nehmungen eines einzigen Menschen zurück. Da der Islam, als Nachbildung des frühen alttestamentlichen Gottesbezugs, zur Hinführung auf die christliche Frohbotschaft weder bereit ist noch sich eignet, entbehrt sein Anspruch, auch das Evangelium zu berichtigen, zu vollenden und zu ersetzen, der Überzeugungskraft. Und, dass sich im Islam ein gleichwertiges endgülti­ges Heilsgeschehen, ein gleichwertiger endgültiger Heilsweg birgt wie in Jesu Erdenwandel, überzeugt ebenfalls nicht. Er bietet ja nicht einmal etwas der alttestamentlichen Gesetzes­religion Ebenbürtiges.

Zweifel am göttlichen Ursprung des Koran erwuchsen somit daraus, dass Koranaussagen untereinander widersprüchlich sind, dass sie nicht als Beispiele göttlicher vollkommener Weisheit überzeugen oder als solche ausscheiden, dass sie in der Berufung auf frühe alttesta­mentliche Geschichten und Gestalten, dem Inhalt wie der Sinngebung nach, gravierend von der Bibel abweichen, und dass sie in Bezug auf Jesus und sein Erlösungswerk der Bibel wider­sprechen. Auch die Art des Botschaftenempfangs bei Mohammed, das überwältigende Stimmenhören, weicht gravierend von der Art und Weise ab, wie Gott der Bibel gemäß die Patriarchen und Propheten ansprach bzw. eine Unterredung mit ihnen führte.

Gott beachtet wohl den freien Willen des Menschen auch in Glaubensdingen, er zwingt nicht zum Glauben, weil ein erzwungener Glaube wertlos wäre. Die im Koran formelhaft wiederholte Argumentation, dass in Mohammed ein Prophet mit klaren, deutlichen Zeichen und Beweisen gekommen sei, und die Zuhörer deshalb eigentlich verpflichtet sind, zu glauben, verstößt wieder gegen die Freiheit in Glaubensdingen. Diese wird im Koran behauptet, aber nicht erfüllt, wie in vielen Dingen: „Es soll kein Zwang sein im Glauben. Gewiß, Wahrheit ist nunmehr deutlich unterscheidbar von Irrtum … Die aber nicht glauben … sind die Bewohner des Feuers; darin müssen sie bleiben.“ (2;256,257)

Sodann könnte Mohammed den Koraninhalt unterbewusst zusammenfabuliert haben. Zumindest in einigen Fällen wird diese Möglichkeit von nichtmuslimischen Islamwissenschaft­lern durchaus diskutiert. Dafür spricht, dass er mehrmals zu seinen Wünschen oder Absichten passende Botschaften verkündete. Zum Beispiel empfing Mohammed einen Koranvers zur Rechtfertigung, nachdem er an der Frau seines Adoptivsohns Gefallen gefunden hatte, den Sohn gedrängt hatte, die Frau zu entlassen, und die Frau dann selbst geheiratet hatte. Die Bezüge auf biblische Geschichten und Gestalten wären aus den Erzählungen von Juden und Christen, die Mohammed gehört hatte, erklärbar, gerade auch wegen der Ungenauigkeiten und Abweichungen von der Bibel sowie wegen der Umdeutungen, die er wohl im Bestreben, sich als Prophet in der Folge biblischer Gestalten zu legitimieren, vorgenommen hatte. In der späteren Machtstellung wurden sein Handeln und seine Position von Koranversen gestützt, z.B. seine Privilegien bei der Verteilung von Kriegsbeute und bei der Anzahl erlaubter Frauen. „Und es ziemt sich nicht (für Gläubige), wenn Allah und sein Gesandter eine Sache entschieden haben, dass sie in ihrer Angelegenheit eine Wahl haben sollten. Und wer Allah und seinem Gesandten nicht gehorcht, der geht wahrlich irre in offenkundigem Irrtum.” (33;36)

Doch wegen der unvorhergesehenen überwältigenden Erfahrung der Auditionen bei Mohammed reicht diese Erklärung unterbewusster Produktion wohl nicht aus. Aus religiöser Sicht erscheint als selbstverständlich, dass er von geistigen Wesen beeinflusst und geleitet wurde. Wegen des Anspruchs göttlicher Offenbarung interessiert besonders, in welchem Verhältnis diese Wesen zu Gott gestanden haben mögen. Die Antwort ergibt sich sicherlich aus dem Inhalt der Verkündigung. Dass die Inhalte teilweise widersprüchlich, zweifelhaft, nicht mit Gottes vollkommener Weisheit vereinbar sind, dass sie Jesu Erlösungswerk bestreiten, den Glauben daran verdammen und gegen Jesus als Messias und Erlöser gerichtet sind, lässt auf gottferne bis gottgegnerische Geister schließen.

Folgende Vermutung ergibt sich: Mohammed setzte sich ihnen ohne Unterscheidungs- und Wahrheitskriterien aus und verfiel ihnen. Er stellte sich Geistern zur Verfügung und wurde von Geistern bedient, die er nicht beurteilen konnte und wollte. Sie kamen seinen Schwächen entgegen, die vermutlich, wenn man sein Leben nach der Umsiedlung betrachtet, das Streben nach Geltung, Macht und Wohlstand betrafen.

Zuerst etablierten diese Wesen ihn als Warner vor dem Jüngsten Gericht. Durch die Über­nahme grundlegender Glaubenselemente der Bibel und die Nacherzählung alttestamentlicher Geschichten konnte er Menschen ohne genauere Bibelkenntnisse überzeugen, durch Höllendrohungen konnte er empfindsame Menschen beeindrucken, und so die ersten Gläubigen gewinnen. Nach der Übersiedlung nach Medina halfen sie ihm, die Stellung eines Staatsmannes und Feldherrn auszubauen und dazu zu nutzen, eine religiös begründete Rechts- und Gesellschaftsordnung einzuführen. Diese gibt sich nicht etwa als revolutionäre Neuerung, sondern eher als vorsichtige Reform der tradierten patriarchalischen Stammeskultur. Es besteht der Eindruck, dass Mohammed sich klug anpasste und die Verhältnisse und Strömungen nutzte, um seine mit Privilegien verbundene Position bis zur Unanfechtbarkeit auszubauen. Er scheute sich nicht, die Religion dazu einzusetzen. Zum Beispiel benutzte er Höllendrohungen, um sich vor Verleumdungen zu schützen: Selbstzweifel kannte er offenbar nicht, er war sehr von sich überzeugt. Einer Hadithe zufolge sagte er, dass er (nach Adam, Abraham, Moses und Jesus) der Liebling Gottes sei, und dass das keine Prahlerei sei. Er sei der Ehrwürdigste unter den Ersten und den Letzten.

Auch im Koran ist es wiederholt ein Thema, dass die Muslime nach Juden und Christen in Gottes Gunst stehen. „Damit das Volk der Schrift nicht wähne, dass sie (die Muslime) nicht imstande sind, die Huld Allahs zu erlangen. Die Huld ist in Allahs Hand, auf dass er sie verleihe, wem er will. Und Allah ist der Eigner großer Huld.“ (57;29) Im Mittelsatz wird wieder Allahs Eigenwilligkeit oder Willkür erwähnt. Unnötig betont wird, dass Allah Huld besitzt und verleiht. Eigentlich kann und will Gott Seligkeit verleihen, Gnade spenden, Barmherzigkeit üben, aber er tut es nicht gegen den Widerstand der Geschöpfe.

Mit Lob wird nicht gespart: „Wahrlich, ihr habt an dem Propheten Allahs ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt.“ (33;21) „Ihr seid das beste Volk, hervorgebracht zum Wohl der Menschheit; ihr gebietet das Gute und verwehrt das Böse und glaubt an Allah …“ (3;110) Auch Mohammed sagte der Überlieferung nach zu seinen Gefährten: „Heute seid ihr die besten Menschen auf Erden.“ Die Zahl seiner Anhänger habe damals 1400 betragen.

Dagegen steht die Demut eines Christen, der sich recht eigentlich als untauglicher Knecht in der Gnade Gottes sehen soll. Mohammed war wohl vom fehlenden Hochmut bei manchen Christen angenehm beeindruckt: „Du wirst sicherlich finden, dass unter allen Menschen die Juden und die Götzendiener die erbittertsten Gegner der Gläubigen sind. Und du wirst zweifel­los finden, dass die, welche sagen: ‚Wir sind Christen.‘, den Gläubigen am freundlichsten gegenüberstehen. Dies, weil unter ihnen Gottesgelehrte und Mönche sind und weil sie nicht hoffärtig sind. Und wenn sie hören, was zu dem Gesandten herabgesandt worden ist, siehst du ihre Augen von Tränen überfließen ob der Wahrheit, die sie erkannt haben. Sie sprechen: „Unser Herr, wir glauben, so schreibe uns unter die Bezeugenden.“ (5;82,83) Die gerührte Bekehrung mancher Christen zum Islam mag mitunter Realität, jedenfalls aber Mohammeds Wunschtraum gewesen sein. Nach dem Hören der Koranverse, in denen sie zu den Ungerech­ten und Ungläubigen gezählt, zur Hölle verdammt und verflucht werden, in denen Jesus herabgesetzt und sein Erlösungswerk bestritten wird, in denen Jesus der Islam in den Mund gelegt wird – danach könnten den Christen auch vor Bestürzung und Enttäuschung über diese Verdrehungen Tränen in die Augen treten.

Das Ergebnis von Mohammeds Verkündigung war eine Gemeinschaftsordnung, welche als von Gott verordnet und mit Paradiesversprechen und Höllendrohung angereichert eine besondere Überzeugungskraft aufbot. Diese weltliche Ordnung mit religiösen Vorzeichen ermöglichte große Vereinigungen von Stämmen zu gleichgerichteten Völkern, ein ausgedehntes einheit­liches Staatswesen und die Bildung eines ausgedehnten Reiches durch Eroberungen, so wie es sich in den ersten 100 Jahren ab Beginn des Botschaftenempfangs manifestierte.

Auch in religiöser Hinsicht baute Mohammeds Verkündigung Bestehendes in ihr System mit ein. Einige Mekkaner verehrten schon vorher einen Hauptgötzen mit der Bezeichnung „Allah“ (der Gott). Im Koran wurde dann von Allah das Bild eines einzigen Gottes ausgebreitet. Ebenso beanspruchte Mohammed schon von Medina aus das noch heidnische Heiligtum in Mekka zur Wallfahrt für seine neue Religion. Nach der Übernahme Mekkas reinigte er die Kaaba von den Götzenbildern. Kurz vor seinem Tod vollzog er noch einmal beispielhaft die Wallfahrt zum Heiligtum und legte die Einzelheiten fest. Die Übernahme der Wallfahrt zum Heiligtum in Mekka war ein Zugeständnis an die Mekkaner, weil infolgedessen auch nach der Islamisierung der arabischen Stämme die Einnahmen durch die Pilger nicht abrissen. Mohammed sagte, der voll­ständige und pflichtgemäße Vollzug der Wallfahrt sei, nach dem Glauben an Gott und seinen Propheten und dem Einsatz für Gottes Sache (mit Gut und Blut) das drittbeste Werk.

Gott will zweifellos, dass jegliche religiöse Lehren mit Herz und Verstand auf den Wahrheits­gehalt und den göttlichen Ursprung geprüft werden. Denn Gott überbringt nur Wahrheit, daher braucht er eine Prüfung nicht zu scheuen. Und er will ja vor Irrlehren bewahren (laut Koran führt er selbst irre), daher will er gar nicht, dass Glaubenslehren ungeprüft übernommen werden. Mit Gottes Beistand, nach der Bitte darum, wird die Prüfung auch gelingen. Der Verstand ist dem Menschen auch zur Prüfung in diesen existenziellen Fragen gegeben, nicht nur fürs weltliche Fortkommen. Und nur durch eigenes Nachdenken über erhaltene Glaubenslehren eignet sie sich der Mensch wirklich an und gewinnt eine eigene tiefe Überzeugung von dem, was er davon nach Prüfung annehmen konnte. Gläubige ohne eigene Überzeugung (die aus eigenem Nach­denken kommt), schauen auf andere (die ebensowenig überzeugt sind) und vertrauen darauf, dass Millionen nicht irren können.

Es ist sicher Gottes Wille, dass der Gläubige einen überzeugten Glauben gewinnt, der in Prüfungen auch standhält. Gleichzeitig achtet er den freien Willen, und lässt Freiheit, vorgelegte Lehren anzunehmen oder abzulehnen. Die ernsthafte Wahrheitssuche liegt jedoch in der Verantwortung des Menschen. Gott verlangt nur die aufrichtige Prüfung seines Wortes. Er ruft zur Wahrheitsprüfung auf und verdammt nicht die Zweifelnden, sondern erhellt ihr Denken, wenn sie die Wahrheit suchen und die Voraussetzungen erfüllen. Dass Gott laut Koran vom unbezweifelbaren Buch spricht, passt dazu nicht und überzeugt nicht vom göttlichen Ursprung der Verkündigung Mohammeds. Würde Gott nicht das „Buch“ für sich sprechen lassen? Handelte Mohammed nach Gottes Willen, als er seine angeblichen Botschaften nicht gründlich und anhaltend prüfte?

Jedenfalls entspricht die Behandlung ihrer überlieferten Schrift durch die Muslime nicht dem Willen Gottes, da sie sich, nach allgemeiner Koranauslegung und nach dem Vorbild Mohammeds, an das Verbot halten, an Koraninhalten zu zweifeln und über sie nachzudenken. Gott lässt Freiheit in Glaubensdingen, viele Menschen aber tun das nicht. Im Islam wird der Verstand sogar betont, aber nur dazu eingesetzt, um Glaubenslehren und Handlungsmöglichkeiten daraufhin zu prüfen, ob sie mit dem Koran als ihrer Richtschnur vereinbar sind oder nicht, und eben nicht, um erst einmal zu prüfen, ob Mohammeds Verkündigung von Gott kommen kann. Dass man eine Reihe von Koraninhalten finden kann, die dagegen sprechen, zeigt diese Abhandlung. Deshalb sind Muslime indoktriniert, mystifiziert, und gehen als Sklaven eines vorgestellten höchsten Wesens durchs Leben.

„Wahrlich, wir Selbst haben diese Ermahnung hinabgesandt, und sicherlich werden wir ihr Hüter sein.“ (15;9) Gott sagt damit zu, darüber zu wachen, dass der Koran unverändert erhalten bleibt. Auch das passt nicht zu dem, was sonst von Gott glaubhaft ist, nämlich dass er Freiheit im Glauben lässt, dass er nicht durch Beweise zum Glauben zwingt, dass er nicht die Menschen zwingt, die Offenbarungsschrift zu bewahren. Sonst müssten sich die Menschen gar nicht dafür verantworten, wie sie die Schrift bewahrt haben. Durch diese Garantie im Koran würde Gott den Menschen die Verantwortung abnehmen.

Im Islam wird ja betont, dass Mohammeds Verkündigungsverse zuverlässig und unverändert im Koran niedergeschrieben und auch so überliefert wurden, so dass sie über eine garantiert originalgetreue Offenbarungsschrift verfügen. Dann kommt es aber noch auf das Verstehen an. Andererseits kann man Zweifel an einzelnen Koranversen nicht vorab durch die Möglichkeit falscher Überlieferung entkräften.

Die Vermutung, gottferne bis gottgegnerische Wesen könnten hinter Mohammeds Verkündi­gung stehen, lässt sich nicht einfach von der Hand weisen. Besondere Hinweise hierzu könnte die Darstellung des Satans, des Hauptgegners von Gott, im Koran geben. Es wurde schon besprochen, dass die Begründung der Gottgegnerschaft Satans dort nämlich recht schwach ausfällt. Zudem kommen die gegnerischen Positionen von Gott und Satan dort teilweise verzerrt und vermischt daher. Im Anschluss an die Verstoßung Satans wegen der verweigerten Nieder­werfung vor Adam erzählt der Koran:

Er (Satan) sprach: ‚O mein Herr, gewähre mir Frist bis zum Tage, an dem sie auferweckt werden.‘ (Gott) sprach: ‚Siehe, dir wird Frist gewährt bis zum Tage der bestimmten Zeit.‘ Er sprach: ‚Bei deiner Ehre, ich will sie sicherlich alle in die Irre führen, ausgenommen deine erwählten Diener unter ihnen.‘ (Gott) sprach: ‚Dann ist dies die Wahrheit, und ich rede die Wahrheit, dass ich wahrlich die Hölle füllen werde mit dir und denen von ihnen, die dir folgen, insgesamt.‘“ (38;71-85)

Ähnlich: „Und hätten wir gewollt, wir hätten jedem seinen Weg zeigen können; jedoch mein Wort ist wahr geworden: ‚Füllen will ich die Hölle mit Dschinn und Menschen allzumal‘. … Kostet denn die lang dauernde Strafe …“ (32;13,14)

„… (Gott) sprach: ‚Hinaus denn von hier, denn wahrlich du bist verworfen. Fluch soll auf dir sein bis zum Tage des Gerichts.‘ … Er antwortete: ‚Mein Herr, da du mich als verloren erklärt hast, will ich ihnen wahrlich (das Böse) auf Erden herausschmücken, und wahrlich, ich will sie alle irreleiten, bis auf deine erwählten Diener unter ihnen.‘ (Gott) sprach: ‚Dies ist ein gerader Weg zu mir. Fürwahr, du sollst keine Macht haben über meine Diener, bis auf jene der Verführten, die dir folgen.‘ Und die Hölle ist wahrlich ihnen allen der verheißene Ort.“ (15;27-43)

Vorab ist zu bemerken, dass hier wieder der Determinationsglaube nahe gelegt wird. Nur Gottes ausgewählte Diener kann und will der Satan nicht in die Irre führen. Und Gott will nicht alle Menschen vor der Irreführung bewahren, sondern nur Auserwählte. Richtiger wäre wohl, dass Gott alle Seelen erretten will, dies jedoch wegen der Achtung des freien Willens nicht gegen deren Willen tun kann. Und Gott legt nicht willkürlich fest, wer sich erretten lassen will. Unnötig wiederholt wird auch in den obigen Versen, dass Gott die Wahrheit spricht und sein Wort hält. Das sollte selbstverständlich zum Gottesbild gehören.

Zum anderen wird übermäßig betont, dass Gott die Hölle füllen will und wird. Es versteht sich von selbst, dass die Seelen, solange sie im Widerstand zu Gott verharren, in Unseligkeit bleiben bzw. in einem allgemeinen Gericht verworfen werden. Ähnlich heißt es in anderen Koranversen, dass Gott selbst in die Irre leitet, wen er will. Ist die Irreführung also nicht nur Satans, sondern auch Gottes Tätigkeit? Eine andere Stelle sagt, Gott sei ein größerer Listen­schmied als seine Feinde. Hier wird die Gegnerschaft Satans zu Gott verwischt, ja aufgehoben. In wessen Interesse könnte ein solches Bild von Gott wohl sein?

Nun zum Bild, das von Satan gezeichnet wird. Weil er wegen der Nichtbefolgung einer unverständlichen Aufforderung Gottes verstoßen wurde, bedingt er sich aus, bis zum Jüngsten Gericht die Menschen, bei denen Gott es zulässt, in die Irre zu führen. Gemäß der Bibel wurde Satan aus freiem Willen allmählich zum Gegner Gottes und versuchte, andere geschaffene Wesen auf seine Seite zu ziehen. Er brauchte dazu nicht den Vorwand einer ungerecht erscheinenden Behandlung durch Gott. Denn auch der Vorwurf der Ungerechtigkeit gegen Gott beweist Gottgegnerschaft, wie, Gottes Willen mit Wissen und Absicht nicht zu befolgen. Auch nach den Worten Gottes im Koran wird ja dem Satan und denen, die ihm folgen, die Hölle beschieden.

„Und wenn die Sache entschieden ist (beim Jüngsten Gericht), dann wird Satan sprechen: ‚Allah verhieß euch eine Verheißung der Wahrheit, ich aber verhieß euch und hielt es euch nicht. Und ich hatte keine Macht über euch, außer dass ich euch rief und ihr gehorchtet mir … Ich habe es schon von mir gewiesen, dass ihr mich (Gott) zur Seite stelltet.‘“ (14;22)

„Gleich Satan, wenn er zu dem Menschen spricht: ‚Sei ungläubig!‘; ist er aber ungläubig, so spricht er: ‚Ich habe nichts mit dir zu schaffen, denn ich fürchte Allah, den Herrn der Welten.‘“

Nach christlicher Anschauung hatte Satan/Luzifer einen Teil der geschaffenen Wesen dazu verführt, ihn nicht nur Gott zur Seite, sondern an die Stelle Gottes als Höchstes Wesen zu setzen. Beim Jüngsten Gericht versucht er also laut Koran, sich zu rechtfertigen, sich als gottesfürchtig hinzustellen und die Menschen dafür zu verurteilen, dass sie ihm folgten. Hier wird von Satan natürlich versucht, seine Gegenposition zu Gott zu relativieren, indem er Gottes Verurteilung der Irregeführten vorwegnimmt. Etwa, wie wenn sich jemand dem Lehrer wieder als Musterschüler andient, nachdem er gerade seine Kameraden zu Unsinn angestiftet hat. An der im Koran schon festgesetzten Verdammung des Satan ändert das freilich nichts.

Damit gibt Satan den Menschen allein die Schuld, wobei er sein Wirken beschönigt und verharmlost. Seine Rechtfertigungen sind nur Ausreden gegenüber denen, die er durch Irre­führung dazu gebracht hat, sein Unglück zu teilen. Aber nicht an jeder dieser Koranstellen wird die Äußerung Satans, er verurteile, dass die Menschen ungläubig sind oder ihn an die Stelle Gottes setzen, (wozu er sie aber aufforderte), als Lüge bezeichnet, was sie natürlich ist. Auch Satans Aussage, er habe keine Macht über die Menschen ausgeübt und sie wären ihm freiwillig gefolgt (auf Grund ihrer Neigungen), entspricht nicht ganz der Wahrheit. Nach christlicher Anschauung befinden sich die Menschen in der Gewalt des Satans, solange sie nicht Jesu Erlösungsgnade und Hilfe zur Befreiung vom Bösen in Anspruch nehmen. Jedenfalls werden im Koran anscheinend Gottes Wahrheit und Satans Lügen unkommentiert aneinander gereiht. Damit bleibt aber wieder der Anspruch als deutliches, klares und unbezweifelbares Buch unerfüllt.

An anderer Stelle im Koran heißt es, Satan habe Gewalt über Menschen bekommen, weil sie für die Lüge empfänglich waren. Er habe also keine Macht über Menschen ausgeübt, sie jedoch wegen ihrer Neigung in die Gewalt bekommen.

Im Koran wird Satan oft als „offenkundiger Feind“ der Menschen bezeichnet. Es ist aber doch so, dass Satan die Menschen mit List und Verstellung in die Irre führt, denn wenn er es offen­kundig versuchen würde, hätte er weniger Erfolg. Zu seinem Wirken gehört nicht nur die bloße Aufforderung zu gottwidrigem Verhalten, sondern auch das Einflößen von Glaubensirrtümern, so dass Menschen, die gottgefällig handeln wollen, dies in ihrem Irrtum dann doch nicht tun. Es ist eben nicht immer offensichtlich, auf welche Weise sich Satan als Feind der Menschen betätigt. Zwar kann er sie nicht zwingen, solange sie sich nicht selbst in seine Gewalt begeben haben, er geht jedoch listig vor. Er nützt, wie im Koran gesagt, ihre Empfänglichkeit für Irrtum aus, also, dass sie im Ganzen nicht ernsthaft und anhaltend nach der Wahrheit suchen, und im Einzelnen nicht bewusst prüfen, bevor sie ihren Impulsen nachgeben. Die Formel vom offenkundigen Feind im Koran legt nahe, dass die Sache einfach und klar sei. Es wird aber damit nicht genug vor dem Satan gewarnt. Die Möglichkeit drängt sich auch hier auf, dass Mohammed die Listen des Satans verkündete. Auch mit der Koranaussage, Gott sei der bessere Listenschmied, hat sich die gottgegnerische Quelle des Koran möglicherweise selbst entlarvt, indem sie ein eigenes Merkmal Gott unterschiebt: Koran als Wort von „Gott“=Listenschmied=Satan.

In Mohammeds Verkündigung sagt es die geistige Quelle ihm und den Gläubigen ins Gesicht: „… Und ich hatte keine Macht über euch, außer dass ich euch rief und ihr gehorchtet mir …“ (14;22) Aber die Adressaten waren weit davon entfernt, das einmal probeweise auf sich zu beziehen, nach den anderen Koranaussagen, dass Mohammed ein „schönes Vorbild“ sei und die Muslime „das beste Volk“, und Mohammeds Aussprüchen zu seinen Gefährten, dass sie die besten Menschen auf Erden seien und er selbst der Liebling Gottes. Die wiederholten Koranaussagen, dass die Muslime nach den Juden und den Christen Gottes Huld fänden, deuten auf ein tiefes Bedürfnis Mohammeds hin: Anstelle anderer einmal Liebling von jemand zu sein, am besten gleich von Gott. Er suchte wohl den in der Kindheit fehlenden Vater.

Nach dem Vorbild Mohammeds prüfen Muslime viel zu wenig, ob der Inhalt des Korans von Gott kommen kann. Für sie ist die Bejahung dieser Frage ein unumstößlicher Grundsatz. Ihr Denken ist darauf festgelegt. Sie erscheinen indoktriniert und mystifiziert. Was sie Wort für Wort als Offenbarung Gottes ansehen, formt eine eigenständige neue Religion im Widerspruch zur Bibel. Das im Alten Testament überlieferte Wirken Gottes am auserwählten Volk Israel beruht auf aufgezeichneten Ereignissen und göttlichen Offenbarungen, die über Jahrhunderte hinweg von bis zu hunderttausenden Menschen erlebt und im Gedächtnis bewahrt wurden. Auch die Überlieferung über das Leben, Wirken und Lehren Jesu beruht auf Geschehnissen, welche von vielen Menschen bezeugt und von jeweils bis zu Tausenden erlebt wurden. Demgegenüber geht der Islam auf die außersinnliche Wahrnehmung eines einzigen Mannes (und auf seine Aussprüche und Handlungen) während der letzten 22 Jahre seines Lebens zurück. Von daher sind die Muslime eigentlich Mohammedaner, sie wehren sich jedoch gegen diese Bezeichnung.

ZWEIFELHAFTE GLAUBENSPRAXIS

Das tägliche fünfmalige Gebet gehört zu den fünf Hauptpflichten der Muslime, neben Glaubensbekenntnis, Almosen, Fasten im Ramadan und Pilgerreise.

Mohammed fand nach eigener Aussage außer an Wohlgerüchen und Frauen vor allem Gefallen am Gebet. Vor den Betenden durfte kein Unbeteiligter vorübergehen. Wenn Mohammed in seinem Haus betete, hielt sich oft Aisha bei und auch vor ihm auf. Er selbst legte das täglich fünfmalige Gebet in allen Einzelheiten fest, in seiner Verkündigung ist nur verschiedentlich ungenau vom Gebet, Gedenken an Gott oder von Lobpreisung Gottes mehrmals am Tag die Rede, vor und nach Sonnenuntergang, am Tagesende und vor Sonnenaufgang. Dem Gebet geht die genau festgelegte rituelle Waschung voraus. Das Gebet besteht in einem immer gleichen Hauptteil und Varianten zu bestimmten Anlässen aus Koranversen, begleitet von vorgeschriebenen Bewegungen (Niederwerfung etc.). Individuell formulierte Gebete mit persön­lichen Anliegen dürfen nur im Anschluss daran vorkommen.

Mohammed lehrte, dass die Erfüllung der Pflichtgebete, am Freitagmittag gemeinsam in der Moschee, die zwischenzeitlich begangenen Verfehlungen immer wieder tilgt, ja, dass die rituelle Waschung bereits die Sünden abwäscht. Praktizierende Muslime können sich so stets als gerechtfertigt vor Gott fühlen. Versäumte Gebete (wegen Reisen oder Krankheit, auch dem Unwohlsein der Frauen) müssen nachgeholt werden.

„… Und sprich dein Gebet nicht zu laut, und flüstre es auch nicht zu leise, sondern suche einen Weg dazwischen.“ (17;110) Zur Gültigkeit des Gebetes gehört die Ausrichtung nach Mekka und die arabische Sprache, auch wenn sie nicht Muttersprache der Betenden ist, sowie der fehler­freie Ablauf. Die Gebetszeiten sind heute für jede Erdregion minutengenau, fallweise mit Zeitintervall, festgelegt, ebenso die Gebetsrichtung. Für Muslime, deren Muttersprache nicht Arabisch ist, ist es sehr aufwändig, sich die notwendigsten Gebete auf Arabisch fehlerfrei anzueignen. Oft schließen aber mangelnde Bildungsmöglichkeiten das gültige Beten aus, besonders für Frauen. Die Erfüllung der Gebetspflicht wird im Islam als vorrangige Voraus­setzung für den Eintritt ins Paradies gesehen. Menschen, die es trotz aller Absicht mangels Unterweisung oder Lernfähigkeit nicht schaffen, die Gebete auf Arabisch und in allen Einzel­heiten fehlerfrei zu verrichten, sind also um ihre Aussichten aufs Paradies gebracht, weil Gott ihre Gebete nicht ansieht. Aber alle diese Festlegungen sind nicht mit Gottes vollkommener Weisheit vereinbar.

Einige grundsätzliche Überlegungen zu einem gottgefälligen Beten:

Vernünftiger Weise kann man als eine der Haupteigenschaften Gottes die Liebe ansehen, weil sonst in der Schöpfung Chaos und Zerstörung vorherrschen würden. Vielmehr ist ja in ihr eine weiseste Zweckmäßig­keit und unermessliche Vielfalt und Ausdehnung festzustellen. Die Verbindung zwischen Gott und Geschöpfen ist von Gott her niemals eingeschränkt worden, nur von den Geschöpfen aus durch Abkehr, durch Widerstand gegen Gott. Von der Seite des Menschen aus ist sie durch die Liebe wieder zu verstärken, da Gott die Liebe ist (allerdings nicht im Islam), und zweitens durch Gebet. Gebet beinhaltet die Anerkennung Gottes und die Hinwendung zu ihm mit Lobpreis, Danken und Bitten. Gott ist allwissend und er sieht in das Herz (auch im Islam). Gott achtet der Gebete, die aus dem Herzen kommen und die im Geist und in der Wahrheit an ihn gerichtet werden. Das Beten muss aufrichtig aus tiefstem Herzen kommen und auf der Grundlage eines wahren Bildes von Gott, seinen Eigenschaften, seiner Ordnung und seinen Absichten mit der Schöpfung und dem Menschen erfolgen. An Letzterem fehlt es schon in Mohammeds Verkündigung, weil sie in nicht überzeugender Weise der Bibel wie auch vernünftiger Überlegung widerspricht. Und die islamische Gebetsordnung verhindert praktisch vollständig, dass das Gebet aus dem Herzen kommt: Durch die Vorschrift der täglichen Anzahl und der genauen Zeitpunkte, der vorhergehenden rituellen Waschung, der festen Bestandteile von Gebetsformeln auf Arabisch und der Bewegungen (Niederwerfungen usw.), der Aus­richtung auf Mekka und durch den Vollzug in der Menge in der Moschee (zumindest am Freitag Mittag). Wenn Arabisch nicht die Muttersprache eines Betenden und ihm nicht verständlich ist, kommt hinzu, dass er ihm Unverständliches über die Lippen bringt. Die festen Gebetsformeln sind auch keine persönlichen Anliegen. Deshalb kommen all diese rituellen Gebete nicht aus dem Herzen. Und deswegen wiederum werden sie, nach vernünftiger Überlegung, von Gott nicht beachtet.

Während persönliche Anliegen in der Gebetspflicht des Islam ohnehin nur einen untergeordne­ten Platz einnehmen, wird im Koran insbesondere untersagt, für Ungläubige bzw. Götzendiener, und seien es nahe Verwandte, bei Gott Fürbitte zu leisten, vermutlich in dem Sinne, dass die ungläubige Person trotzdem ins Paradies kommt, was natürlich wider Gottes Ordnung wäre. Nicht angesprochen wird dagegen die Möglichkeit, dass Gott den nahestehenden Ungläubigen um der Fürbitte willen zum Glauben führen möge.

Von Gott angesprochen, warf sich Moses sicherlich vollständig nieder, und nicht, wie die Muslime, halb kniend. Den Niederwerfungen der Muslime, wobei unvermeidlich ein gewisser unedler Körperteil in die Höhe ragt, in der Masse dann vor der Nase des rückwärtigen Nachbarn, ist Würde jedenfalls abzusprechen. Auch das erweckt wieder Zweifel am göttlichen Ursprung dieser Bestimmungen und an der göttlichen Führung Mohammeds, der das rituelle Gebet festlegte.

Zu biblischen Zeiten beteten die Juden wohl mit Blick zum Himmel. Jedenfalls steht es von Jesus so in der Bibel: „Dies redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: ‚Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche …’“ (Joh 17;1) Einem Hadith zufolge verbot Mohammed den Blick nach oben: „Was wollen die Leute, die ihre Blicke während ihres Gebetes hoch gegen den Himmel richten? Entweder hören sie damit auf, oder es wird ihnen die Sehkraft weggenommen.“ Dies stellt einen weiteren Beweis dafür dar, dass Mohammeds Lehre der Bibel widerspricht und nicht das Wort des Gottes der Bibel ist und dass der Islam unvereinbar mit dem Christentum und anti-christlich ausgerichtet ist.

Bemerkenswert ist auch die Drohung mit körperlichem Schaden, sollten die Betenden weiterhin den Blick nach oben richten. Der Mensch assoziiert Gott als das höchste Wesen seit jeher ganz natürlich mit einer Sphäre über ihm und denkt an Gott als „im Himmel“ und auch räumlich „oben“. Die Mohammedaner beten also sinngemäß nicht zu einem „höheren“ Wesen, sondern zu einem auf gleicher Höhe oder „unten“, in der Welt und der Materie angesiedelten Wesen, auch wenn sie Allah als erhaben und transzendent bezeichnen.

Warum sollte das Gebet ungültig sein, wenn die Ausrichtung auf Mekka nicht eingehalten wird? Auch kurz nach Mohammeds Zeiten, in den eroberten fernen Ländern, mag das gar nicht immer geglückt sein. Ist denn Gott nur in Mekka zugegen oder nicht etwa überall, wie es selbst im Islam heißt? Die Richtung auf Mekka war ja nur Symbol der Abgrenzung Mohammeds von den Juden (und deren geistigem Zentrum Jerusalem), wurde von ihm jedoch gleichwohl als Botschaft Gottes verkündet.

Und ist denn Arabisch die Sprache Gottes oder die Sprache von Mohammed und seiner Landsleute? Spricht Gott Arabisch? Versteht er nur Gebete auf Arabisch? Nein, Gott als allwissender Geist achtet auf die Gedanken, nicht auf die Sprachlaute. Er versteht daher Gebete in jeglicher Sprache. Was sollte er von Gebeten halten, die nur als Laute über die Lippen kommen, ohne gedankliche Beteiligung des Betenden? Diese Überlegung zeigt doch die Widersprüchlichkeit des Islam, und die Fragwürdigkeit der Festlegung der arabischen Gebetssprache als allein gültiger. Dass alle Gläubigen, die dazu unfähig sind, vom gültigen Gebet ausgeschlossen und ihnen folglich die Aussichten auf den Eintritt ins Paradies geschmälert seien, widerspricht ebenso Gottes vollkommener Weisheit. Frag­würdig erscheint es schon, die angeblichen Worte Gottes (in der arabischen Ursprache) ihm, noch dazu in einem eigenartigen Singsang (der speziellen Rezitationsweise) zu erwidern. Wenn Gott sein Wort zur Erde leitet, dann doch wohl, dass es beherzigt und befolgt wird, und nicht, dass es ihm als Gebet entgegnet wird. Wenn das aus Angst geschieht, etwas falsch zu machen, dann kommt es wieder aus dem verzerrten Gottesbild in Mohammeds Verkündigung, zeigt aber auch, dass der Gläubige lieber ohne Überlegung sogar unsinnige Festlegungen von Menschen erfüllt, als Gott für Wert zu erachten, dass der Mensch mit eigener Bemühung aufrichtige Worte an ihn richtet. Und für die Korangelehrten, welche diese Gebetsbestimmun­gen bestätigen und ausformulieren, gilt abgewandelt das Jesuswort gegenüber den Schriftgelehrten, dass sie nicht nur selbst nicht Gott näher kommen wollen, sondern auch die gutgläubige, weniger gebildete Masse davon abhalten.

Zur Erinnerung, ein Gebet im Geiste und in der Wahrheit, schafft Verbindung mit Gott. Jesus selbst verstärkte immer wieder im intensiven Gebet in der Abgeschiedenheit die innige Verbindung mit seinem himmlischen Vater. In diesem Sinne bereitet das rechte Beten an sich die Seele auf die Seligkeit vor, denn durch die Verbindung mit Gott erhält sie immer wieder Kraft, auf dem Weg zum Seelenheil voranzuschreiten. Das öftere, tägliche und stündliche Gedenken an Gott ist an sich freilich zu bejahen und wird auch im Christentum angestrebt. Im Islam drückt es Schuldigkeit und Dankbarkeit aus, wird aber in der Form des von Mohammed verkündeten Pflichtgebetes vor allem eine Leistung oder Aufwendung, für die man sich einen Gewinn (das Paradies) verspricht. „… Wahrlich, übel ist das, was sie (die Ungläubigen) selbst für sich vorausgeschickt haben …“ (5;80) „… So fürchtet Allah, ihr Verständigen, auf dass ihr Erfolg habt.“ (5;100) Im Islam füllt sozusagen jedes eingehaltene Pflichtgebet eine Art Punkte­konto, jedes unterlassene Pflichtgebet ergibt einen Minuspunkt, und der Saldo fällt beim Jüngsten Gericht in die Waagschale. Durch Geboteerfüllung schicken die Gläubigen Gutes für sich (im Jenseits) voraus, machen einen vorteilhaften Handel, haben Erfolg (im jenseitigen Leben). Ob durch das Gebet eine Verbindung mit Gott hergestellt wird, aus welcher die Seele die nötige Kraft bezieht, um sich gottgefällig zu gestalten, scheint kein Thema zu sein – und ist bei diesem festgelegten rituellen Pflichtgebet auch nicht zu erwarten.

Dass die Glaubenspraxis äußerlich vollzogen wird, liegt im Islam auch bei den übrigen Pflichten nahe, wie Almosengeben, Fasten im Ramadan und Pilgerfahrt. Eine äußerliche Erfüllung ohne innere Beteiligung ist möglich. Nach vernünftiger Überlegung ist sie dann aber wertlos für das Seelenheil, also z.B. das Almosengeben wegen der Glaubenspflicht ohne inneren Impuls dazu. Das Fasten im Ramadan wird ja oft durch Gelage in der Nacht wieder mehr als aufgewogen, sodass nicht mehr der Verzicht, die Aufopferung für Gott im Vordergrund stehen, sondern gesellige Festlichkeiten, und die Enthaltung während des Tages wie ein epikuräischer Kniff die nächtlichen Genüsse erhöht. Dies wird bei manchen Muslimen durch die Gewichtszunahme im Ramadan belegt. Durch die starre zeitliche Festlegung und den sozial kontrollierten Vollzug wird die innere Motivierung zum Fasten unwichtig.

Mohammed hat kurz vor seinem Tod die Pilgerfahrt nach Mekka beispielhaft vollzogen und in allen Einzelheiten festgelegt. Im rituellen Vollzug umrunden Muslime sieben Mal die würfel­förmige, mit schwarzen Tüchern verhängte Kaaba, berühren einen Meteoritenstein, den angeb­lich Abraham vom Erzengel Gabriel empfing. Dann eilen sie sieben Mal zwischen zwei nahe gelegenen Hügeln hin und her, so wie angeblich Hagar, als sie für sich und Ismael Wasser suchte. Dann trinken sie Wasser aus der legendären Quelle Zamzam. An einem Tag hören sie eine Predigt in der Moschee, an einem anderen Tag eine Predigt am Berg Arafat, wo Mohammed zum letzten Mal predigte. Am siebten Tag werfen sie Steine auf drei Säulen, zum Gedenken daran, wie Abraham die Versuchungen des Teufels abwehrte; und sie schlachten Opfertiere und essen gemeinsam. Heute ist der Vollzug modern und komfortabel organisiert. Die Wallfahrt einmal im Leben ist für Männer und Frauen Pflicht, sofern sie es sich finanziell leisten können. Auch sie tilgt laut Mohammed Verfehlungen vollständig, weswegen sie oft gegen Lebensende oder jedenfalls in reiferen Jahren vollzogen wird.

Mit der Pilgerfahrt zum Heiligtum in Mekka hatte Mohammed ursprünglich für die heidnische Tradition einen islamisch angepassten Ersatz geschaffen. Auch hier fallen die vielen festgeleg­ten äußerlichen und symbolhaften Vollzüge in der Masse auf. Das für das Gebet Gesagte gilt hierfür zum großen Teil ebenso. Um Missverständnissen vorzubeugen: Für vergleichbare äußerliche Vollzüge in anderen Religionen gelten durchaus ähnliche Vorbehalte, wenn auch das religiöse Fundament eventuell weniger zweifelhaft ist.

Die Vorgaben in Mohammeds Verkündigung zur Verdammung und Unterdrückung der christ­lichen Frohbotschaft und der an sie Glaubenden wurden schon besprochen. Ein in gleiche Richtung gehender Effekt ist bei der islamischen Glaubenspraxis zu erkennen: Sie bringt die Gläubigen Gott nicht näher, bereitet ihre Seelen nicht auf die himmlische Seligkeit vor, führt sie nicht zum Glaubensheil; hält sie aber beschäftigt und hält sie vom freien Nachdenken über die Glaubensinhalte ab; dabei verschafft sie ihnen das falsche Bewusstsein, durch die gewissenhafte (Gebets-)Praxis stets von Sündenschuld befreit und vor Gott gerechtfertigt zu sein, und betrügt sie um die Möglichkeit, etwas wirklich Wirksames für ihr Seelenheil zu tun. Zwar rechnet Gott ihnen wohl die Bemühungen an, seine Gebote und seinen Willen zu erfüllen (so wie sie es verstehen), aber er kann ihnen nicht das Versäumnis nachsehen, dass sie nicht ernsthaft nach der Wahrheit suchten und ihren Verstand nicht zur Prüfung der ihnen vorgesetzten Glaubenslehren nützten, wodurch sie ihre Seelen wenig zur ewigen Seligkeit vorbereiteten und die Erlösung durch Jesus Christus nicht noch auf Erden annahmen.

In eine grüne Landschaft gelangen auch abgeschiedene Nicht-Muslime, die guten Willens waren und nicht absichtlich Böses taten. Die christliche himmlische Seligkeit ist jedoch weit mehr. Nicht umsonst predigte Jesus als Wichtigstes das Liebegebot. Da Gott die Liebe ist (gemäß Jesu Worten), schafft die Liebe die Verbindung mit Gott und öffnet für die Erkenntnis der Wahrheit. Auch wenn aller Anfang schwer ist, ist dies der Weg. Im Islam ist er nicht aufgezeigt, statt dessen beten Muslime typischer Weise um „Rechtleitung“ durch Gott, wohl nicht zuletzt deshalb, weil diese von Gott angeblich nur willkürlich und selektiv gewährt wird. Auch wenn Muslime durch die Religion und Kultur, in die sie geboren wurden, von der christlichen Wahrheit ferngehalten werden – wenn sie ihre Seele zur Liebe gestalten, erhalten sie die wahre Erkenntnis dementsprechend beim Übergang ins Jenseits. Aber um die Erlösung kommen sie auch dann nicht herum. Die Befreiung von der Urschuld durch die Erlösung erleichtert dem Menschen den mühsamen Weg zum Seelenheil. Die Gnaden der Erlösung wirken sich aber nur an einem Menschen aus, wenn er Gott in Jesus und Jesus als den göttlichen Erlöser anerkennt und um die Erlösung bittet. Auch viele Christen wissen das anscheinend nicht oder handeln zumindest nicht danach.

Die christlichen Kirchen haben im Lauf der Jahrhunderte die Glaubenspraxis ein Stück weit „islamisiert“: ritueller Gottesdienst mit konstantem Pflichtteil, in der Menschenmenge vollzogen; Sündenvergebung durch immer wiederholbare äußerliche Vollzüge, lange vorgeformte Lippen­gebete, Umzüge und Wallfahrten, möglichst lückenlose Erfüllung der Gottesdienstpflicht wie für ein Punktekonto als Voraussetzung für die Aufnahme in den Himmel usw. Vielleicht fühlen sich ja die christlichen Kirchen wegen geteilter Irrtümer vom Islam bestätigt?

Kopftuch

Ein Beispiel für eine Übererfüllung und Verabsolutierung eines Gebotes ergibt sich beim Kopftuchtragen. Im Koran steht die verständliche allgemeine Aufforderung, dass Frauen in heirats- (und gebär-)fähigem Alter gegenüber nichtverwandten Männern (mit denen eine Heirat grundsätzlich in Frage käme) ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen. Heute wird die Haarbedeckung, die damals diesen Zweck erfüllte, oft von früh bis spät, auch im Kreis von Mann und Kindern oder in einer reinen Frauengesellschaft, also situationsunabhängig eingehalten, sowie auch von alten Frauen.

Gläubige Männer und Frauen sollen „ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren“, steht im Koran. Gläubige Frauen in heiratsfähigem Alter sollen vor nichtverwand­ten Männern „ihre Reize nicht zur Schau tragen …, bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und … ihre Tücher über ihre Busen ziehen …“ (24;30, 31 und 60)

„Die älteren Frauen, die nicht mehr auf Heirat hoffen können, trifft kein Vorwurf, wenn sie ihre Tücher ablegen, ohne ihre Zierde zur Schau zu stellen ..“. (24;60) (Ohne Kopftuch, aber im Übrigen sittsam gekleidet)

„O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie (als Gläubige) erkannt und nicht belästigt werden …“ (33;59) Die Haarbedeckung hatte den Zweck, die Keuschheit wahren und männliche Übergriffe vermeiden zu helfen. Sie war nicht als Glaubensbekenntnis gedacht.

„BELEIDIGUNG“ ALLAHS UND DES PROPHETEN

Im Islam wird Mohammed in den Himmel gelobt und jede Koranausgabe als heilig betrachtet. Auf den leisesten Anschein einer Herabsetzung von Allah, Mohammed oder Koran hin ruft die Masse der Gläubigen nach Strafe bis hin zur Todesstrafe, zum Beispiel, wenn eine Nichtmuslimin einen Teddybär nach einem Jungen benennt, der zufällig Mohammed heißt. Das sei eine Beleidigung des Propheten Mohammed!

Weil im Islam der Eintritt ins Paradies trotz aller Geboteerfüllung dann noch von der Willkür Allahs abhängt, wurde schon ein Gefährte Mohammeds beim Sterben von dieser Unsicherheit geplagt. Muslime fügen jeder Nennung des Propheten die Segensformel „(Allahs) Friede sei mit ihm!“ hinzu, weil sie sich wohl seine Fürsprache beim Jüngsten Gericht sichern wollen. Sie wollen sich also mit dem Geiste Mohammeds gut stellen, und da wirkt es sich aus, dass er im Erdenleben die Ermordung von Spöttern anordnete.

Muslime könnten auch einmal überlegen, ob nicht sie selbst Gott beleidigen, weil sie angebliche Offenbarungen von ihm keiner Verstandesprüfung für wert halten? Sie könnten überlegen, ob Gott nicht auch durch das dürftige und schiefe Bild von ihm, das Mohammed gab, beleidigt werden könnte? Aber Gott ist ja nicht so, wie sie glauben, nämlich willkürlich und streng strafend. Er ist die Liebe, er will alle Menschen erretten, er erbarmt sich der schwachen und verirrten Seelen und hat sie schon erlöst, was sich an ihnen aber nur auswirkt, wenn sie Gott in Jesus anerkennen und die Gnaden der Erlösung vom göttlichen Erlöser Jesus erbitten. So könnten sie ihren Weg zum Seelenheil viel leichter zurücklegen und schon erlöst ins Jenseits eingehen. Denn auch dort kommen sie um den Erlöser nicht herum. Es ist doch ein Zeichen von intellektueller Unredlichkeit (und natürlich der Indoktrination), wenn sie gemäß Mohammeds Verkündigung Jesus, den sie Isa nennen, als besonderen Propheten verehren, aber nur die wenigen Aussagen über ihn im Koran anerkennen, die umfangreiche Überlieferung über ihn im Neuen Testament aber verwerfen. Ist es denn wirklich glaubhaft, dass das Neue Testament eine irreale Fantasie darstellt, wie sie behaupten, um Mohammeds Worte als endgültige ewige Wahrheit in Ehren halten zu können?

Und Muslime könnten darüber nachdenken, warum denn Christen nicht dauernd schreien, dass Gott oder Jesus durch dieses und jenes, durch diese und jene Person beleidigt worden sei, und dann womöglich zur Bestrafung und Vergeltung schreiten. Was im Koran bestritten wird und sie nicht glauben wollen: Jesus wurde schon in seinem Erdenwandel beleidigt, misshandelt und sogar zu Tode gequält, und er ließ es aus Liebe zu den gefallenen Seelen über sich ergehen, und auch Gott ließ das zu. Woher diese Unterschiede? Jesus kam, um zu dienen, Mohammed kam, um zu herrschen.

ISLAM ALS INTEGRATIONSHINDERNIS

„Die Gläubigen sollen sich nicht Ungläubige zu Freunden nehmen vor den Gläubigen – und wer das tut, hat nichts mit Allah -. es sei denn, dass ihr euch vorsichtig vor ihnen hütet.“ (3;28)

„O die ihr glaubt! Nehmet nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander. Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der gehört fürwahr zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.“ (5;51) In den vorgenannten Koranstellen werden die Christen zumindest zu den „Ungerechten“ gezählt. Allah leitet also die Juden und die Christen nicht recht, und Muslime dürfen sie nicht zu Freunden nehmen. Damit ist schon Wesentliches über die Integrationsbereitschaft und –fähigkeit der Muslime in christlich geprägten westlichen Ländern gesagt.

Sodann gibt es im Islam keine Trennung von Religion und Staat, von Glauben und Herrschaft. Warum dürfen denn Nichtmuslime im islamischen Herrschaftsgebiet ihre andere Religion nicht frei ausüben und auch weiter verbreiten? Natürlich deshalb, weil der Islam die Rechtsordnung bestimmt und nichtmuslimische Bevölkerungsanteile die Geschlossenheit der Gesellschaft schwächen. Warum steht denn nach traditionellem islamischem Recht auf das Abfallen vom Islam die Todesstrafe? Weil es einen Hochverrat an der staatlichen Ordnung darstellt.

Ein Übriges folgt aus der Vorbildrolle Mohammeds für die Muslime. Hier spielen seine nachma­lige Feindschaft gegen die Juden und auch gegen die Christen herein, weil sie ihn nicht als neuen Propheten akzeptierten, bzw. weil sie ihn auf die Widersprüche seiner Verkündigung gegenüber der Bibel hinwiesen. Hierzu zählt die schon erwähnte Unterdrückung der Christen und ihres Glaubens in den islamischen Herrschaftsgebieten. Muslime bekommen gesagt, dass die Christen zur Hölle verdammt sind, und dass nach den Juden und den Christen nun sie die Lieb­linge Gottes und das beste Volk usw. seien. Sie lernen, dass immer die anderen, die Nicht-Muslime, die nicht Verstehenden, die Irregeführten und die Verlierenden sind. „Es sind ja nur jene, die nicht an die Zeichen Allahs glauben, die da Falsches erdichten; und sie allein sind die Lügner.“ (16;105)

Integration in die westlichen Demokratien wird auch gehemmt, wenn die allumfassende Lebens­ordnung des Islam, deren Verwirklichung in den islamisch orientierten Ländern in verschiedenen Ausprägungen zu beobachten ist, als Gottes Wille und deren Herbeiführung als Glaubenspflicht betrachtet werden; und ebenso, wenn das Menschenbild, das sich aus Mohammeds Verkündi­gung und seinem Lebenswandel ergibt, immer wieder dem Nachwuchs übergestülpt wird. Die muslimischen Jungen lernen, sich diesem Bild entsprechend zu sehen und die entsprechenden Handlungsmuster zu übernehmen: Dass der Mann über die Frauen herrscht, von ihnen zu bedienen ist, dass sie zur Befriedigung seiner Wünsche da sind und nicht die gleichen Rechte haben; dass der Mann seine Leidenschaft nicht zügeln muss, insbesondere nicht die sinnlichen Begierden, und dass an sittlichen Verfehlungen allein die beteiligte Frau Schuld hat.

In der Frage möglicher Mischehen zwischen zugewanderten Muslimen und einheimischen Nicht-Muslimen, also von verwandtschaftlichen Verknüpfungen auf Grund von Heirat, wirkt sich aus, dass muslimische Männer nicht-muslimische, genauer gesagt christliche Frauen heiraten dürfen, aber muslimische Frauen nicht einen christlichen oder jüdischen Mann. Der Grund: Nach islamischer Ordnung entscheidet der Mann über den Lebenswandel der Frau und über den Glauben und die Erziehung der Kinder. Eine muslimische Frau müsste da dem christlichen Ehemann folgen, das ist vom Islam her nicht zulässig, anders herum eben schon. Die Heirat von muslimischen Migranten mit deutschen Frauen ist problemlos, der Mann behält ja seine Religion und seine Anschauungen; er bestimmt die Erziehung des Nachwuchses entsprechend und nimmt ihn im Konfliktfall der Frau weg, wenn er sich von ihr trennt.

Gerade durch die von Kindheit an aufgezwungene Koranlektüre wird, besonders wenn Arabisch auch die Muttersprache ist, die Entwicklung von Sprache und Denken durch Mohammeds Verkündigung geprägt. Dass diese in sich zutiefst widersprüchlich ist, wurde hinreichend nach­gewiesen, und bedingt folgerichtig, dass die so Indoktrinierten an selbstbestimmtem, logischem, klarem Denken gehindert werden. Mehr oder weniger verwirrtes und kaum logisches Denken ist bei Muslimen oftmals zu bemerken, gerade auch an muslimischen Islamgelehrten.

VERHÄLTNIS DES ISLAM ZUM CHRISTENTUM

Eine angemessene und mit der christlichen Frohbotschaft vereinbare Islamauffassung würde Folgendes besagen:

Der Islam ist nicht die endgültige vollkommene Religion, welche die biblischen Religionen zu ersetzen hat. Die Bibel wird durch den Koran nicht bedeutungslos, hinfällig und überflüssig. Der Islam ersetzt nicht das Christentum, er enthält nicht die christliche Frohbotschaft, er berichtigt sie nicht und hebt sie nicht auf. Der Islam ergreift nicht das in Jesu Erlösungswerk gewirkte und allen Völkern offenstehende endgültige Heil.

Es ist nicht Gottes Gebot, dass der Islam über das Christentum siegt (er sollte nur über die benachbarten und bedrückenden Götzendiener siegen – 48;28,29 und 61;8,9), oder dass Muslime, die zum Christentum übertreten, getötet werden. Es ist nicht Gottes Wille, dass die Christen im Herrschaftsgebiet des Islam die christliche Frohbotschaft nicht weitergeben dürfen. Es ist nicht Gottes Gebot, dass die Anhänger des Islam ihr Herrschaftsgebiet (kriegerisch) auf die ganze Erde ausdehnen. Es ist nicht Gottes Wille, dass die Christen weltweit unter die Herrschaft der Muslime kommen, wodurch sie Bürger zweiter Klasse wären und ihren Glauben nicht mehr verkünden und offen ausüben dürften. Es ist nicht Gottes Wille und nicht Gottes Gebot an die Muslime, dass sie die (gewaltfreie) Verkündigung der christlichen Frohbotschaft in ihrem Herrschaftsbereich und womöglich auf der ganzen Erde verhindern sollen.

In anderen Punkten stehen Koranaussagen selbst im Widerspruch zum Christentum:

Christen stellen Gott nicht Jesus und Maria als Nebengötter zur Seite (5;116).

Christen sind nicht Polytheisten und Ungläubige und deshalb künftige Bewohner der Hölle für immer. Jesus wird nicht am Tage der Auferstehung ein Zeuge wider den christlichen Glauben an seinen Kreuzestod sein (4;159).

Gott erregt nicht Feindschaft und Hass unter den Christen bis zum Tag der Auferstehung (5;14), vielmehr versucht er, unter Beachtung des freien Willens durch Schicksalsgestaltung und äußere wie innere Anregung, die Christen zum rechten Glauben zurück zu führen, wenn sie davon abwichen.

Grundelemente der Bibel (siehe oben) werden im Islam dem Wort nach aufgegriffen, aber mit anderer Bedeutung unterlegt und für eine außerbiblische Glaubenslehre verwendet. Der Islam ist deshalb nicht der wieder errichtete Gottesbezug Abrahams. Er ist kein „abrahamitischer“ Monotheismus und keine Bruderreligion des Judentums und des Christentums. Er ist eine die Bibel parodierende, anti-christliche Neuschöpfung.

Mehrere Koranverse (48;28,29/61;8,9) besagen, dass Gott Mohammed als Propheten und Anführer gesandt habe, damit die Muslime über alle anderen Religionen siegen würden. In diesen Versen werden gleich danach die Ungläubigen bzw. Götzendiener genannt. Daher folgt aus dem Koran nicht zwangsläufig, dass der Islam auch über das Christentum siegen müsse. Diese im Islam verbreitete Auslegung entbehrt daher der Grundlage. Vielmehr ist im Koran durchgehend der Sieg über die Götzendiener aufgetragen und versprochen. Auch lässt sich aus dem Koran hier und anderswo keine Pflicht der Muslime entnehmen, die Gebiete von Juden und von Christen zu erobern und zu beherrschen.

Auch das Verbot für Christen, im Herrschaftsgebiet der Muslime ihre Religion offen darzustellen und zu verbreiten, folgt nicht zwingend aus dem Koran, wo nur von Unterwerfung der Christen die Rede ist, und erst recht nicht ein Gebot zur Erweiterung des Herrschaftsgebiets.

Die rasante Expansion des islamischen Herrschaftsgebiets in den 90 Jahren nach Mohammeds Tod, bis hin zur Eroberung Spaniens durch die Muslime ab 711 kann z.B. nicht mit dem Koranvers 9;122 gerechtfertigt werden, da es sich bei den Christen Spaniens nicht um sie bedrängende benachbarte Ungläubige handelte. Auch aus dem im Koran verliehenen Recht, bedrängende benachbarte Stämme zu unterwerfen, lässt sich nicht die heute von Islamisten behauptete Pflicht für Muslime begründen, den ganzen Globus zum islamischen Herrschaftsgebiet zu machen. Die ganze Welt lag zu der Zeit von Mohammeds Verkündigung zudem außerhalb der Vorstellung und Möglichkeiten der Zuhörer.

Mit den Eroberungsfeldzügen hielten sich die ersten vier, sogenannten „rechtgeleiteten“ Kalifen (muslimischen Oberhäupter) nach Mohammed nicht streng an eine zwingende Koranaus­legung.

Auf Grund der Festlegung der Unabänderbarkeit und zeitlosen Gültigkeit des Koran ist eine historisch relativierende Weiterentwicklung des Islamverständnisses niemals zu erwarten. Auch die das Christentum bedrohende scheinbare Überinterpretation von Koranversen wurde erstens bereits vom vorbildhaften ersten Interpreten Mohammed durch sein Wort und sein Handeln geleistet; zweitens wird sie auch vom Korantext selbst nahegelegt. Mohammed ließ in Medina die Juden vertreiben, töten und versklaven; er ließ auf der arabischen Halbinsel alle christlichen Siedlungen erobern und die Bewohner zu Tributzahlern machen. Noch kurz vor seinem Tod plante er eine großen Raubzug an die Grenze zu Syrien. Die vier „rechtgeleiteten Kalifen“ und die späteren Oberhäupter der Muslime setzten nur seine Politik fort, als sie das Gebiet von Indien bis Spanien unterwarfen.

Die Pflicht zur gewaltsamen Ausdehnung des islamischen Herrschaftsgebiets über die ganze Erde ist also ein wahrer und unaufhebbarer Teil des islamischen Glaubens, der für alle Muslime gilt. Der Islam ist immer ein Dschihad-Islam, nur den Nichtmuslimen erzählen die Muslime etwas anderes, in einem Akt der von Mohammed befohlenen Täuschung (Takiya).

Der schon von Mohammed selbst praktizierte Dschihad-Islam beruht tatsächlich nicht auf einer unberechtigten, sondern auf einer in seiner Verkündigung nahegelegten, somit beabsichtigten Interpretation. Umgekehrt gesagt, wagt offenbar die geistige Quelle des Koran oftmals nicht ausdrücklich zur Auslöschung des Glaubens an die christliche Frohbotschaft und seiner Anhänger, aufzurufen, aber durch unklare Aussagen verleitet sie die Muslime, wenigstens auf lange Sicht, dann doch genau zu dieser scheinbaren Überinterpretation. Denn bei allen Garantien für die Christen als Schutzbefohlenen, bei Verzicht auf erzwungene Bekehrung – im Unterschied zu den Götzendienern -, die ständige Benachteiligung, Unterdrückung, Verfolgung, Demütigung, mehr noch die Rechtlosigkeit und ständige Todesdrohung, neben dem Verbot der sichtbaren Glaubensausübung – all dies übte ständig Druck in Richtung Konvertierung aus. Denn die Christen waren und sind stets davon bedroht, wegen angeblicher Beleidigung Allahs oder Mohammeds ohne die Möglichkeit der rechtlichen Gegenwehr gegen muslimische Zeugen, zum Tod verurteilt zu werden, oder auch von Muslimen getötet zu werden, weil sie ihnen nicht genügend Hochachtung bezeigten oder sich gegen Übergriffe wehrten. Im Endeffekt lief es auch für die Christen auf die Alternative „Bekehrung oder Tod“ hinaus.

Der Eindruck ist unabweisbar, dass die geistige Quelle des Koran den Aufruf zur Auslöschung des Christentums und der Christen zwar nicht ausdrücklich übermittelt, aber doch wirksam suggeriert, indem sie den christlichen Glauben als verdammungswürdig schildert und Maßnahmen vorschreibt, welche indirekt zum Ziel der Auslöschung führen. Damit stimmt überein, dass laut Koran der Satan (Iblis) die Verantwortung für die Verfehlungen der Menschen, zu denen er sie verleitet hat, zurückweist und sich selbst als gläubig und gottesfürchtig bezeichnet.

Außer den bereits behandelten Punkten enthält der Koran noch zahlreiche weitere Beispiele für nicht wörtliche, aber suggerierende Unvereinbarkeiten mit der Bibel bzw. Angriffe auf den Glauben an die christliche Frohbotschaft und dessen Anhänger, andererseits aber auch zum Glaubenszwang für die Muslime selbst.

Die Koranstelle 2;256 „Es soll kein Zwang sein im Glauben …“ wird aufgehoben durch andere Koranstellen, die besagen: Mohammeds Verkündigung sind klare Zeichen Gottes, die zum Glauben verpflichten. Mehr noch, Wahr und Unwahr sind dadurch unterscheidbar. Allahs Botschaften stellen Beweise dar und vermitteln ein Wissen. Wer sie nicht annimmt und befolgt, verleugnet sie wider besseres Wissen – dieser Vorwurf wird auch den Christen gemacht – und verfällt dem Höllenfeuer. Im Islam gibt es gar keine Begrifflichkeit dafür, dass Religion eine Sache des Glaubens ist, und dass Menschen die religiöse Botschaft Mohammeds auch unglaubhaft finden und nicht glauben könnten. Auch in Bezug auf die Behandlung der Anders- und Ungläubigen im islamischen Herrschaftsgebiet ergibt sich durch wörtliche Vorschriften oder ein suggeriertes erweitertes Verständnis derselben, dass sie sich unter Todesdrohung bekehren sollen, ebenso dass Gläubige den Islam nicht ablegen dürfen. Von der Glaubensfreiheit ist also durch im Koran vorgegebene oder suggerierte Islamauslegungen wie auch die vorbildhafte Praxis Mohammeds rein gar nichts geblieben.

„Mohammed ist sein (Allahs) Gesandter“ – so heißt es im islamischen Glaubensbekenntnis. Grammatikalisch folgt aus der Einzahl, dass Mohammed der einzige Prophet Allahs ist. Und das ist ja auch richtig, in der Erkenntnis, dass Allah nicht der Gott der Bibel ist. Hier sagt die geistige Quelle des Koran die Wahrheit, während sie sich sonst durchgehend auf biblische Geschichten und Gestalten beruft und sich als den Gott der Bibel hinstellt. Dann hätte es nämlich heißen müssen: „Mohammed ist einer seiner Gesandten.“

ZUSAMMENFASSUNG

Mohammed hatte durch wechselnde Bezugspersonen in seiner Kindheit nur ein geringes Maß an Geborgenheit erfahren. Dadurch fehlten ihm Modelle und Maßstäbe für Mitmenschlichkeit. In seinem vierten Lebensjahrzehnt, als Familienvater, entfremdete er sich von den Menschen und suchte regelmäßig die Einsamkeit. Er hatte auf seinen Reisen von Juden und von Christen etwas über deren monotheistischen Glauben gehört und fing an, seine eigene Version daraus zu bilden. Er meditierte oft in einer Berghöhle. Mit vierzig Jahren hatte er dabei seine Erwählungsvision, eine körperlich überwältigende Erfahrung. Nach Beginn des Botschaftenempfangs unterließ er es, die Vereinbarkeit seiner Verkündigung mit der Bibel näher und anhaltend zu prüfen. Zu gern ließ er sich als neuer Prophet bestätigen. Er hatte sich durch seine Übungen in der Einsamkeit Geistern zur Verfügung gestellt, die er nicht prüfen konnte und wollte. Geister drängten heran, als sie die Chance sahen, eine Lebensordnung nach ihrem Gefallen unter den Erdenmenschen zu verbreiten. Zuerst machten sie ihn zum macht­losen Warner vor dem Jüngsten Gericht. Mit der Übersiedlung nach Medina halfen sie ihm zu Einfluss und Macht, die es ihm erlaubten, die Menschen der neuen Lebensordnung zu unterwerfen und ein religiös begründetes Rechts- und Gesellschaftssystem wirkungsvoll zu verbreiten. Mohammeds geistige Führer nutzten dabei seine Veranlagung, nach seinem späteren Lebens­wandel zu urteilen: Streben nach Geltung, Macht und Wohlstand. Er liebte gutes Essen, und wie er selbst sagte, Wohlgerüche und Frauen und das Gebet (vgl. hierzu oben).

Die Unvereinbarkeit seiner Verkündigung mit der Bibel entdeckte er nicht selbst, sondern sie wurde ihm mehr und mehr von den Juden vorgehalten. In seiner Verkündigung reagierte er mit der Erklärung, dann seien die Juden und die Christen vom wahren Glauben abgewichen und sei die Bibel hoffnungslos verfälscht. So prüfte Mohammed wieder nicht näher, und seine Verkündi­gung tat alles, um seinen Anspruch als Prophet, seine Macht und seine Privilegien zu bewahren, und entwickelte Feindschaft gegen die Juden und auch die Christen. Diese in Mohammeds Verkündigung und in seinem für vorbildlich genommenen Handeln festgelegte Haltung schließt wiederum eine Integration von Muslimen in christlich geprägte Gesellschaften aus. Auch viele andere Koraninhalte gaben ihm Hilfestellung in aktuellen Auseinandersetzun­gen mit Kritikern und bei der Erfüllung persönlicher Wünsche, wobei er selbst nichts dazu tat, die Koranverse entstehungszeitlich zu ordnen, und so zur Verschleierung ihrer Zusammenhänge mit seiner Lebens­geschichte beitrug. Unter dem Einfluss seiner geistigen Führer versuchte er so der Erkenntnis vorzubeugen, dass viele verkündete Verse nicht aus der ewigen göttlichen Wahrheit, sondern aus seinem Unterbewusstsein geflossen waren.

Wenn jemand – Muslime gelangen wegen der Indoktrinierung in der Kindheit nur seltenst dahin – das Axiom, dass Mohammed der Prophet des einen wahren Schöpfergottes war, ablegt und somit die islamische Denkblockade überwindet, erscheint es ihm bei vielen Koranversen von Form und Inhalt her offensichtlich, dass sie das persönliche Denken und Fühlen Mohammeds ausdrücken und nicht eine ewige göttliche Wahrheit überbringen. So z.B., wenn die Gläubigen zum Gehorsam gegenüber Mohammed aufgerufen werden (33;36, s.o.), oder ihm erlaubt wurde, seinem Adoptivsohn die Frau wegzunehmen, oder ihm der Auftrag gegeben wurde, von Medina aus die Karawanen der Mekkaner zu überfallen.

Als, noch in Mekka, einige Vertreter der Götzendiener Mohammed verspottet hatten, sagte dieser der Überlieferung nach zu ihnen: „Dies werde ich euch sicher mit Zinsen heimzahlen!“ Sicher eine damals übliche Racheandrohung und eine menschliche Reaktion, selbst für einen Propheten Gottes irgendwie verständlich. Auch von alttestamentlichen Propheten ist Menschliches und vor Gott nicht Einwandfreies überliefert, so, als Jonas mit Gott haderte, weil er die Stadt Ninive nicht vernichtete (nachdem die Einwohner Buße taten). Aber mit den menschlichen Verfehlun­gen der alttestamentlichen Gestalten gehen die Muslime hart ins Gericht und halten sie für einen Mangel der Bibel, während sie für die vielen moralisch zweifelhaften Punkte in Mohammeds Handeln blind und taub sind.

Mohammeds Verkündigung bestätigt nicht, wie sie selbst behauptet, die Bibel, sondern sie ändert deren Erzählungen und Lehren ab. Auch werden die mit der Bibel gemeinsamen Glaubenselemente nicht mit dem gleichen, sondern mit einem anderen Inhalt gefüllt und im Übrigen durch die Diesseitigkeit (Belohnung und Bestrafung schon im Diesseits, Auferstehung im Fleisch) relativiert. Viele Koraninhalte sind an sich zweifelhaft und nicht mit der vollkommenen Weisheit Gottes vereinbar. Insgesamt wird der hohe Anspruch der Verkündigung als klares und unbezweifelbares Wort Gottes und als letzte vollkommene Religion durch die übrigen Inhalte widerlegt und erweist sich als Etikettenschwindel. In Mohammeds Verkündigung werden die frühen biblischen Geschichten auf ein starres farbloses Schema reduziert und ihres reichen Schatzes an menschlichen Dramen, Lebensweisheit und göttlichem Handeln beraubt. Seine Botschaft hat keine berechtigte Grundlage in der Bibel, stellt keine glaubhafte göttliche Offenbarung dar, ihr kommt keine theologische Gültigkeit zu, sie erscheint als Parodie auf das Alte Testament. Der Islam stellt somit eine von der Bibel abweichende Neuschöpfung eines Eingottglaubens dar, welche sich zu Unrecht auf die Bibel beruft und sich als deren Berichtigung und Vollendung glaubhaft machen will. In ihm werden nicht nur die Neuerungen des Neuen Testaments rückgängig gemacht, was natürlich wäre, sondern der alttestamentliche Gottesbezug wird deutlich verändert, und zwar derart, dass er sich niemals als Hinführung auf die Vollendung durch das Neue Testament eignet (Versündigung nur gegen sich selbst, nicht gegen Gott, keine Erlösung notwendig, keine Erwartung des Messias). Somit ist auch der Anspruch des Islam, der wiedererrichtete Gottesbezug Abrahams zu sein, im Licht der Bibel widerlegt. Darin baute Abraham Gott einen Altar und brachte Speiseopfer dar. Dass er das Heiligtum in Mekka erbaut und die Wallfahrt dorthin eingerichtet haben sollte, lässt sich damit nicht vereinbaren. Und warum hätte Abraham, wo doch der Bund mit Gott sich in seinem Sohn Isaak fortsetzte, mit Ismael eine andere Art der Gottesverehrung begründen sollen?

Insbesondere verschweigt Mohammeds Verkündigung die christliche Frohbotschaft, bestreitet deren Kernpunkte wie Erlösungswerk und Gottessohnschaft Jesu und verdammt den Glauben daran. Sie schiebt Jesus die Verkündigung des Islam unter. Es ist nach dem Koraninhalt und nach Mohammeds Handlungen und Aussprüchen offensichtlich, dass die geistige Quelle seiner Verkündigung nicht der eine wahre Schöpfergott (wie in der Bibel) ist, sondern Mohammeds unterbewusste Konstruktion unter der Inspiration gottferner bis gottgegnerischer Geister. In manchen Koraninhalten entlarvt sich offensichtlich der Urheber, z. B. wenn er sein Wirken, die Irreführung der Menschen, auch Gott unterschiebt. Da wird deutlich, dass eine andere geistige Quelle sich das Etikett „Gott“ zulegt. Auch das Korangebot, die Christen im islamischen Herrschaftsgebiet zu unterdrücken und ihnen die öffentliche Darstellung und die Weitergabe ihres Glaubens zu verbieten, weist auf den geistigen Ursprung hin, ebenso wie die Verfluchung der Christen (9;29) und andere unfreundliche Äußerungen über sie, während man von dem Gott, der in Jesus wirkte, eher eine liebevolle Ermahnung und Belehrung von irrenden Christen erwarten darf.

Der Islam steht in seinem theologischen Gehalt außerhalb der Linie der biblischen Religionen und insbesondere im Widerspruch zum Neuen Testament. Und er ist die Botschaft eines einzigen Mannes. Allein das gäbe genug Grund zum Nachdenken, aber anscheinend nicht für die Muslime. Ihr Denken geht von zweifelhaften Prämissen aus (Koran als unbezweifelbare Wahrheit und Richtschnur für alle anderen Glaubenslehren) und ist an unvoreingenommenem und folgerichtigem Vorgehen gehindert.

Der theologische Gehalt von Mohammeds Verkündigung reicht nicht an die Bibel heran. Im Mittelpunkt steht das verzerrte Gottesbild eines Hauptgötzen namens Allah, der schon vor Mohammed verehrt wurde. Die häufigste Gebetsformel lautet ja eigentlich „Allah ist größer“ – als alle anderen Götzen, könnte man verstehen. Seine Eigenschaften wie Erbarmung und Vergebung bleiben an seine Willkür gebunden. Vertrauen auf Gott wird im Islam mangels verbindlicher Zusagen auf seiner Seite behindert. Zudem wird die Trennung von Gott und Geschöpfen gelehrt, was an sich schon ein eindeutiges gottgegnerisches Merkmal ist. Allah ist fern, erhaben, unberührt und unerreichbar. Versündigung geschieht nur an der eigenen Seele. Die Bezogenheit des Menschen auf Gott als Lebensspender und Geber der Gebote wird geleugnet, die Verbindung wird gekappt. Angeblich werden die Menschen zum Glauben an den einen wahren Schöpfergott geführt, dann aber durch ein verzerrtes Gottesbild und eine Glaubens­praxis von zweifelhaftem Wert (siehe oben) davon abgehalten, ihm nahe zu kommen. Die Vorstellung einer willkürlichen Entscheidung Gottes über die Rechtleitung eines Menschen im Erden­leben und über seinen Eintritt ins Paradies beim Jüngsten Gericht sind geeignet, das Bemühen um die Erfüllung der Gebote zu entmutigen, weil es ja von Gott gewollt und vorherbestimmt sein könnte, dass ein Gläubiger trotz aller Geboteerfüllung nicht rechtgeleitet wird und nicht ins Paradies kommt.

Um die Inhalte der Bibel und des jüdischen Glaubens kümmerte sich Mohammed nicht. Es mangelte ihm an Unterscheidungsgabe und ernsthafter Wahrheitssuche in der Frage göttlicher Offenba­rung sowie an Verantwortungsbewusstsein als Religionsstifter. Ihm genügte es, dass er Macht und Einfluss erlangte und siegreich nach Mekka zurückkehren konnte. Es war ihm selbstver­ständlich, dass in seiner Verkündigung die Erfüllung seines skrupellosen Machtstrebens und seiner sinnlichen Begierden unterstützt und gerechtfertigt wurde. Er scheute sich auch nicht, Kritiker mit Höllendrohungen zum Schweigen zu bringen. Es ist auch nicht überliefert, dass er sich dagegen wandte, als nach dem religiösen Bruch zwei jüdische Stämme aus Medina vertrieben wurden (ohne ihre Besitztümer, wie er und die ersten Muslime einst aus Mekka), oder als von dem dritten Stamm nach Kriegsrecht die Männer enthauptet und die Frauen und Kinder versklavt wurden (vgl. auch seine Rachedrohung gegen die mekkanischen Götzendiener). Mohammed war auch, wie die Überlieferung zeigt, voller Selbstbewusstsein in Glaubensdingen und nie um eine Antwort verlegen, die vordergründig eine höhere Weisheit vorspiegelt, bei eingehender Überlegung aber diesem Anspruch nicht standhält.

Wer nur eine weltliche Argumentation anerkennen will, wird Mohammed als einen genialen Staatsmann betrachten, aber doch nicht über seinen moralisch zweifelhaften Lebenswandel hinwegsehen können. Insbesondere auf seine reale Funktion als Stifter einer der großen Weltreligionen werfen seine Handlungen doch einen Schatten, dessen Bedeutung aber erst voll verständlich wird, wenn man die Möglichkeit in Betracht zieht, dass auf dieser Welt ein Kampf zwischen Gut und Böse im Gange ist.

Die Anknüpfung von Mohammeds Verkündigung an die biblische Offenbarungs- und Heils­geschichte ist bloßer Etikettenschwindel, da die Glaubenselemente der Bibel zwar aufgegriffen, aber mit anderen Inhalten gefüllt werden. Bestritten wird zudem die Notwendigkeit von Erlösung und das Erlösungswerk Jesu. Der theologische Gehalt von Mohammeds Verkündigung wird durch die Bibel nicht bestätigt und lässt gottgegnerische Merkmale erkennen. Die echte Offenbarung Gottes ist die der Bibel, welche im Judentum und im Christentum ihren Ausdruck findet, wie unvollkommen und menschlich irrend er dann auch ausfallen mag. Der Islam bekämpft die Juden und unterdrückt die Christen und arbeitet darauf hin, dass die christliche Frohbot­schaft bei der Weltbevölkerung nicht zur Wirkung kommt und sogar von der Erde verschwindet. Gemäß dem Vorbild Mohammeds, dessen Persönlichkeit durch unreflektierten Geltungsdrang und skrupelloses Machtstreben gekennzeichnet war, und durch, so man will, seine vermutliche Inspiration durch gottgegnerische Wesenheiten, ist der Islam nicht geeignet, die Gläubigen zum dem Guten, das aus Gottverbundenheit folgt, oder zum Seelenheil zu führen. Die Gläubigen werden mit einer ungültigen Glaubenslehre verwirrt und mit einer untauglichen und dabei komplizierten Glaubenspraxis beschäftigt gehalten. Somit stellt der Koran als angebliche göttliche Offenbarung eine monströse Fälschung dar. Muslime sind in erster Linie selbst Opfer, da sie gewöhnlich durch Geburt in den Glauben gezwungen, in der Kindheit indoktriniert und im Denken verwirrt und durch die ebenso zweifelhaften Auslegungen im Glauben festgehalten werden. Aber sie sind auch Täter, indem sie an ihren Kindern ebenso handeln.

Fazit

Dem aus Mohammeds Verkündigung und Vorbild entstandenen Islam ist die Eigenschaft einer Religion abzuerkennen, da er vielmehr eine religiös verbrämte, totalitäre, d. h. alle Lebens­bereiche regelnde Rechts-, Gesellschafts-, Staats- und Lebensordnung darstellt, welche über­dies z. B. mit den Verfassungen westlicher Demokratien unvereinbar ist. Die von Mohammed errichtete detaillierte Lebensordnung schreibt unter anderem die rechtliche Benachteiligung der Frau in einer archaischen patriarchalischen Stammeskultur fest.

Der Islam ist als verfassungsfeindliche, völkerrechtswidrige politische Ideologie einzustufen, seinen Anhängern sind die Privilegien des Moscheebaus und des staatlichen Religionsunterrichts zu entziehen; gleichzeitig muss man sich von irrealen Integrations-erwartungen an muslimische Migranten verabschieden.

Nachwort: Diese Untersuchung führte zum Ergebnis, dass Mohammeds Botschaft keine Offenbarung Gottes darstellt. Deshalb ist es, wenn vom Islam die Rede ist, angemessen, zur Unterscheidung das arabische Wort für Gott, d. i. „Allah“, unübersetzt zu verwenden.

Norbert Lachner, Stralsund 2009

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7 Antworten zu Der religiöse Gehalt des Islam – eine Untersuchung…

  1. Eckhardt Kiwitt schreibt:

    Widersprüche gibt es im Koran zuhauf.

    Z.B. hier :

    — Allahs unendliche Strafen —

    Die große Barmherzigkeit Allahs findet ihren Niederschlag u.a. in jenem Koran-Vers, in dem Allah verkündet :

    „Verliert nicht die Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit. Gewiss, Gott vergibt alle Sünden. Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige.“ (Sure 39 Vers 53)

    Andererseits heißt es im Koran :

    „Diejenigen, die verbergen, was Allah von dem Buch herabgesandt hat, und es um einen geringen Preis verkaufen, diese verzehren in ihren Bäuchen nichts als Feuer. Und Allah wird zu ihnen am Tage der Auferstehung weder sprechen noch wird Er sie läutern; und ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein.“ [2:174]

    „Was aber die Ungläubigen anbelangt, so werde Ich sie schwer im Diesseits und im Jenseits bestrafen; und sie werden keine Helfer finden.“ [3:56]

    „Und laß dich nicht von jenen betrüben, die energisch dem Unglauben nacheilen; siehe, nimmer können sie Allah etwas zuleide tun. Allah will ihnen keinen Anteil am Jenseits geben, und für sie ist eine große Strafe bestimmt.“ [3:176]

    „Wahrlich, wer den Glauben für den Unglauben verkauft – nimmer vermögen sie Allah etwas zuleide zu tun, und für sie ist eine schmerzliche Strafe bereitet.“ [3:177]

    „Und die Ungläubigen sollen nicht wähnen, daß das, was Wir ihnen an Frist gewähren, für sie gut sei; Wir geben ihnen nur langes Leben, so daß sie in Sünde wachsen. Und für sie ist eine schändende Strafe bestimmt.“ [3:178]

    „Du sollst nicht meinen, daß diejenigen, die sich ihrer Tat freuen und gerühmt zu werden wünschen für das, was sie nicht getan haben, der Strafe entronnen seien. Ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein.“ [3:188]

    „Ihr Lohn ist, daß auf ihnen der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen insgesamt lastet.“ [3:87]

    „Und wer Allah und Seinem Gesandten den Gehorsam versagt und Seine Schranken übertritt, den führt Er ins Feuer; darin muß er ewig bleiben; und ihm wird eine schmähliche Strafe zuteil.“ [4:14]

    „ … Aber Allah hat sie zur Strafe für ihren Unglauben verflucht; darum glauben sie nur wenig.“ [4:46]

    „Diejenigen, die nicht an Unsere Zeichen glauben, die werden Wir im Feuer brennen lassen: Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben Wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe kosten. Wahrlich, Allah ist Allmächtig, Allweise.“ [4:56]

    „Ewig bleiben sie darin; ihnen wird die Strafe nicht erleichtert und ihnen wird kein Aufschub gewährt.“ [3:88]

    „Diejenigen aber haben keine Vergebung zu erwarten, die schlechte Taten begehen, und die erst, wenn sie zum Sterben kommen, sagen: „Jetzt kehre ich um.“ Auch diejenigen nicht, die als Ungläubige sterben. Für sie haben Wir eine schmerzhafte Strafe bereitet.“ [4:18]

    „Und seid nicht wie jene, die gespalten und uneins sind, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen kamen; und jene erwartet eine schmerzliche Strafe.“ [3:105]

    „Und Allah ist Allmächtig und Herr der Vergeltung.“ [3:4]

    „Kämpfe darum für Allahs Sache – du wirst für keinen verantwortlich gemacht außer für dich selbst – und feuere die Gläubigen zum Kampf an.“ [4:84]

    „Diese sind es, denen Allah vergeben möge; denn Allah ist Allvergebend, Allverzeihend.“ [4:99]

    „Und wenn du unter ihnen bist und für sie das Gebet anführst, so soll ein Teil von ihnen (für das Gebet) bei dir stehen, doch sollen sie ihre Waffen tragen. Und wenn sie sich niederwerfen, so sollen sie hinter euch treten und eine andere Abteilung, die noch nicht gebetet hat, soll mit dir beten; doch sollen sie auf der Hut sein und ihre Waffen bei sich haben. Die Ungläubigen sähen es gerne, daß ihr eure Waffen und euer Gepäck außer acht ließet, so daß sie euch auf einmal überfallen könnten. Und es ist keine Sünde für euch, wenn ihr eure Waffen ablegt, falls ihr unter Regen leidet oder krank seid. Seid jedoch (immer) auf der Hut. Wahrlich, Allah hat für die Ungläubigen eine schmähliche Strafe bereitet.“ [4:102]

    „Verkündige den Heuchlern die frohe Botschaft, daß ihnen schmerzliche Strafe zuteil werde.“ [4:138]

    Es gibt sie also auch im Koran und im Islam, die „frohe Botschaft“.

  2. Renate Golombek schreibt:

    Sehr gut!

  3. Dolomitengeist schreibt:

    Maroni: Islam in der Schule, kommt nicht in Betracht
    “ Ein falscher Weg zur Integration“

    http://dolomitengeisteu-dolomitengeist.blogspot.com/2009/10/islam-italien-maroni-islamstunde-in-der.html

  4. Dolomitengeist schreibt:

    In Deutschland würde sich wohl eine muslimische Politikerin
    den Mund verbrennen mit einer solchen Stellungsnahme.
    Ich würde keinen einzigen Politiker kennen ausßer Sarrazin , der sich getrauen würde
    im Hohen Haus so Klartext zu sprechen wie Soad Sabai die „Sarrazina“ Italiens, siehe was sie bei den
    Sitzungen im Parlament sagt (Viedos)
    Nur der große Unterschied ,es ist eine Muslima

    Eurabia-Kruzifixurteil:Soad Sbai „Europa löscht seine kulturelle Identität “
    http://dolomitengeisteu-dolomitengeist.blogspot.com/2009/11/eurabia-kruzifixurteilsoad-sbai-europa.html

    Noch dazu zu erwähnen, Soad Sbai war auch gemeinsam Mitbegründerin mit Adrianna Bolcini des islamkritischen Forums
    Lisistrata

    Das islamkritische Forum Lysistrata,gegründet mit Dr. Souad Sbai und Dr. Adriana Bolchini und anderen Personen der ODDI Association erfreut sich regen Zuspruchs von italienischen und internationalen Lesern.

  5. fraueninmoenchengladbach schreibt:

    Das Neueste von der Front der
    Islamverharmlosung:

    Köln, Donnerstag den 12.11.2009
    Historisches Rathaus
    Zeit: wohl 18:00 Uhr
    – Uhrzeit ist aber nachzufragen –

    Minister Armin Laschet und
    Bekir Alboga (angefragt)

    https://fraueninmoenchengladbach.wordpress.com/

    Am 12.11.2009 findet zum 8. Mal in Deutschland ein „Tag der Religionen“ statt. Er wird veranstaltet von der Stadt Köln gemeinsam mit dem Rat der Religionen Köln und dem Runden Tisch der Religionen Deutschland. Die zentrale Veranstaltung um 18 Uhr am „Tag der Religionen“ steht unter dem Rahmenthema:

    Religionen und die Zukunftsaufgaben in der Gesellschaft –
    Die Rolle der Religionen im Integrationsprozess

    Die Stadt Köln schreibt: „Die Veranstalter wollen an diesem Tag ein Signal setzen und darauf hinweisen, dass der Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften in unserem multireligiösen, multikulturell gewordenem Land unumgänglich ist. Nur so können Verständnis füreinander und Vertrauen zueinander wachsen. Der „Tag der Religionen“ in Köln will allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Friedensfähigkeit und Integrationsbereitschaft der Religionen zeigen.
    Weitere Informationen finden Sie unter oberbuergermeister@stadt-koeln.de “ – soweit eine der Hinweise im Internet.

    Möglicherweise ist Anmeldung
    erforderlich bzw. ratsam.

  6. Puhl-Schmidt schreibt:

    Vielen Dank für diese Zusammenfassung islamischer Theologie und Geschichte. Ich habe selten eine so konzenterierte und auch leicht verständliche Zusammenfassung gelesen. Ich möchte die Ausführungen mit einigen Ergänzungen im Verlag „Pax-Europa“ veröffentlichen und unter die Leute bringen.

  7. katharina schreibt:

    …“europa = masochistisch,
    der islam/ism = sadistisch,

    ich schäme mich, in diesem kontinent
    zu leben, der beide augen zudrückt.
    die kulturellen bestimmer scheinen sehnsucht
    nach einem -diesmal im fremden gewand auftretenden- faschismus zu haben, diesmal
    als relionsfasichismus daherkommend.

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