Das Abrogationsprinzip im Koran

Jihad in London

Der Trick hinter der scheinbaren Widersprüchlichkeit des Koran

und warum die radikalen Muslime immer Recht haben

Ein Essay von Michael Mannheimer

23. März 2010

Wie kein anderes Heiliges Buch unter den Weltreligionen enthält der Koran eine Fülle widersprüchlicher Aussagen. Was an der einen Stelle verboten ist, wird an anderer Stelle ausdrücklich eingefordert – und umgekehrt. Doch die Widersprüchlichkeit des Koran ist nur eine scheinbare. Sie löst sich schlagartig auf, wenn man das sorgsam gehütete Geheimnis erkannt hat, das sich hinter der Architektur des Koran verbirgt. Denn die koranischen Suren sind nämlich nicht chronologisch, sondern ihrer Länge nach sortiert – und die jüngeren Suren (der gewalttätigen medinensischen Spätphase Mohammeds) tilgen1 die älteren der noch vergleichsweise friedlicheren Ära in Mekka. Doch wird dieses Geheimnis islamischen Gelehrten wie ein Gral gehütet– und nur zu besonderen Anlässen gelüftet.

1. EINLEITENDE GEDANKEN

Die Gretchenfrage schlechthin: Ist der Islam friedlich oder gefährlich?

Trotz der Tatsache, dass fast sämtliche internationalen Terrorakte der letzten Jahrzehnte durch Muslime verübt worden sind, beharren islamische Gelehrte darauf, dass der Islam eine „Religion des Friedens“ sei. Zur Untermauerung ihrer These zitieren sie Koranverse wie etwa Vers 32 der Sure 5, demzufolge derjenige, der „einen Menschen tötet“, sein soll „wie einer, der die ganze Menschheit ermordet hat.2“ Kritiker des Islam konfrontieren Muslime hingegen mit Suren, die genau das Gegenteil fordern: nämlich das Töten von Ungläubigen. So heißt es etwa in Sure 47 Vers 4: „Und wenn Ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt.“

Fast alle Medienbeiträge zum Islam, nahezu alle Talkshows mit und über Muslime und deren Glauben drehen sich um die zentrale Frage, ob der Islam eine Religion des Friedens oder des Terrors ist. Und die meisten Beiträge und Talkshows enden auf stets dieselbe Art: der meist unkundige Zuschauer ist am Ende genauso schlau wie zuvor. Denn die Verteidiger des Islam zitieren scheinbar friedliche Koranverse, während deren Kritiker auf die Unzahl terroristischer Gewaltakte verweisen, die von Muslimen im Namen des Islam verübt werden. Wie derzeit beim Kommunismus antworten auch heutzutage die muslimischen Vertreter mit dem Hinweis, dass jene Gewaltakte nichts mit dem Islam zu tun hätten. Und wie damals die Kommunisten blenden auch heute die meisten Muslime die tausendfachen Gräuel und Menschenrechtsverletzungen – begangen in den Ländern des Islam wie in den Ländern der „Ungläubigen“ – regelmäßig aus ihren Debatten aus und verweisen im Gegenteil auf die angebliche Schuld des Westens, auf dessen Kolonisierungen und den Kapitalismus als eigentliche Ursache jenes Terrors. Wie Kommunisten in ihrer Zeit behaupten heute Muslime und deren westliche Apologeten, dass die weltweiten Terrorakte der „nachvollziehbare“ und verzweifelte Aufstand der Ärmsten gegenüber der Dominanz und der Demütigung durch den Westen sei und in Wirklichkeit nichts mit dem Islam zu tun hätten.

Doch die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache. Im Christenverfolgungsindex von Opendoors, der die 50 schlimmsten Verfolgerländer für Christen auflistet, belegen islamische Staaten allein 40 Plätze – an vorderster Stelle. Und im Anti-Korruptionsindex der UN zeigen sich islamische Staaten stets als die korruptesten Machtgebilde auf unserem Planeten. Und die meisten Asylbewerber in westlichen Ländern stammen aus islamischen Ländern, in denen ihnen fast alle Menschenrechte systematisch vorenthalten werden.3

Seit den ersten Tagen ihrer Religion zeigen sich Muslime unfähig, mögliche Ursachen ihres Desasters bei sich selbst zu suchen. Die völlige Unfähigkeit des Islam zur Selbstkritik und Selbsterkenntnis auf der einen und der pathologische Selbsthass weiter Kreise des Westens auf der anderen Seite bilden den fruchtbaren ideologischen Humus, auf dessen Boden sich der Islam derzeit in einer geschichtlich beispiellosen Geschwindigkeit in den Ländern des Westens ausbreitet und zur historisch wohl größten Gefahr für den kulturellen und ideellen Fortbestand der abendländischen Kultur geworden ist.

Der Islam ist weder antikapitalistisch noch antikolonialistisch, noch zielt er auf Gleichheit aller Menschen

Denn dem Islam geht es weder um Abschaffung des Kapitalismus, noch um Abschaffung des Kolonialismus, und schon gar nicht um Abschaffung der Ungleichheit der Völker und der Menschen. Der Islam ist und war schon immer kapitalistisch strukturiert: seit Anbeginn an hat er sich weniger von Produktion, sondern überwiegend von Handel ernährt. Auf ihren internationalen Handelswegen erwarben sich muslimische Händler Einfluss und Reichtum durch den möglichst billigen Einkauf seltener begehrter Produkte, die sie dann anderenorts mit maximalem Gewinn verkauften. Nach marxistischer Terminologie trifft ein solcher Handel, der sich den Mehrwert des mittellosen, aber wertschöpfenden Proletariats (für die Frühära des Islam sind es Tagelöhner und mittellose Plantagenarbeiter)) aneignet, ohne dieses am Gewinn partizipieren zu lassen, genau auf den Begriff „Kapitalismus“ zu, wie sie bei Marx und Lenin definiert werden.

Und von Anbeginn an haben die Muslime fremde Völker überfallen, kolonisiert und wo möglich islamisiert und deren Produktivität in Form von Steuern ausgebeutet. Lange vor dem westlichen Imperialismus gab es den islamischen Imperialismus, ob in den nordafrikanischen Staaten (die überwiegend christlich und jüdisch waren), ob in Spanien (Cordoba-Islam), ob bei der Eroberung und imperialen Vereinnahmung des urjüdisch-christlichen Nahen Ostens oder beim Überfall und der Teil-Eroberung Indiens, der Millionen Hindus das Leben gekostet und die friedlichen und sich gegen die mörderischen Angriffe der Araber nicht zur Wehr setzenden Buddhisten Indiens nahezu ausgerottet hat. Auch das osmanische Reich war ein islamischer Imperialismus, längst bevor Spanier, Portugiesen und Engländer fremde Völker kolonisierten. Doch politisch korrekt wurde und wird der imperialistische Aspekt des Islam von Soziologen, Politologen, Islamwissenschaftlern und Historikern bis heute verschwiegen oder schlichtweg ignoriert.

Und an Gleichheit der Menschen und Völker ist der Islam schon gar nicht interessiert. So wenig es eine Gleichheit von Mann und Frau innerhalb des Islam gibt (der Islam ist ohne Frage die größte und längstanhaltende Geschlechter-Apartheid der Weltgeschichte) – so wenig toleriert der Islam andere Religionen als gleichwertige Glaubensrichtungen. Im Gegenteil. Das Hauptziel des Islam ist die Erringung der Weltherrschaft (dar al-Islam), und auf dem Wege dazu sind ihm alle Mittel recht und auch erlaubt: bis hin zur Vernichtung und Ausrottung aller „Ungläubigen“, wie Muslime – sich an Aussagen des Koran und Mohammeds orientierend – all jene Menschen betiteln, die einen anderen Glauben haben. Der Islam teilt somit die Menschen in zwei Klassen ein: die Klasse der Gläubigen und die der „Ungläubigen“. Erstere sind Muslime und kommen ins Paradies. Letztere sind Nicht-Muslime, damit wertlose Menschen4, die in die Hölle kommen werden und verfolgt, bekämpft und getötet werden dürfen, ja sogar müssen5, da sie es sind, die der Errichtung der islamischen Weltherrschaft im Wege stehen.

Das ist Klassenhass und Rassismus pur. Der deutsche Politologe Matthias Küntzel bringt diesen Fakt folgendermaßen auf den Punkt:

Der Islamismus hat den biologischen Rassismus der Nazis durch eine Art theokratischen Rassismus ersetzt, der auf das Paradigma von völkischer Überlegenheit und Euthanasieprogramm nicht angewiesen ist und Juden6 als vermeintliche Wurzel allen weltlichen Übels gleichwohl vernichten will.“7

Dass seitens der Mainstream-Medien (Süddeutsche Zeitung etwa) jedoch ausgerechnet die Kritiker jenes religiösen Rassismus selbst als Rassisten diffamiert werden, ist der Gipfel an Ignoranz und Unkenntnis, wie sie in weiten Teilen westlicher Intellektueller vorherrschen.

2. ANMERKUNGEN ZUR WIDERSPRÜCHLICHKEIT DES KORAN

Die meisten Muslime kennen nur die positiven Stellen aus Koran und Hadith. Fragt man einen Muslim, was er über seine Religion sagen kann, so hört man meist Standardaussagen wie: „Wer einen Menschen tötet, hat die ganze Welt getötet!“„Islam bedeutet Frieden!“„Es gibt keinen Zwang im Glauben!“ Doch leider hat man ihm die ganze Wahrheit über seinen Glauben – zumindest am Anfang seines Muslim-Daseins – bewusst verschwiegen. Denn die Aussagen des Koran sind widersprüchlich wie in keiner der anderen Weltreligionen. Zu nahezu jedem beliebigen Thema (Frauen, Christen, Juden) findet man positive und negative, friedliche und zerstörerische Aussagen.

Für die zuvor erstgenannte positive Aussage „Wer einen Menschen tötet, hat die ganze Welt getötet!“ gibt es zahlreiche völlig konträre Gegenaussagen wie etwa die folgende: „Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt..“ (Sure 2, Vers 191) oder die Aussage in Sure 47, Vers 4-5: „Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande!“

Beide Aussagen löschen sich gegenseitig in ihrer Botschaft aus. Man kann nämlich nicht behaupten, dass, wer auch nur einen Menschen tötet, die ganze Welt getötet hat und – quasi im selben Atemzug – dazu auffordern, Ungläubige zu töten, wo immer man ihrer habhaft wird.

Man kann auch nicht behaupten, dass Islam Frieden bedeute, und im nächsten Atemzug etwa Sure 8, Vers 61 zitieren, in welcher es heißt: „So rüstet wider sie, was ihr vermögt an Kräften und Rossehaufen, damit in Schrecken zu setzen Allahs Feinde..“ oder Sure 8 Vers 65, wo es heißt: „Prophet! Feure die Gläubigen zum Kampf an! Wenn unter euch zwanzig sind, die Geduld (und Ausdauer) zeigen, werden sie über zweihundert, und wenn unter euch hundert sind, werden sie über tausend von den Ungläubigen siegen!“ Auch Vers 256 der zweiten Sure wird von Imamen gegenüber westlichen Interviewpartnern (aber zur Täuschung auch gegenüber ihren eigenen Gläubigen) gerne zitiert, in welchem es heißt. „Es gibt keinen Zwang im Glauben!“ Dieser Vers wird häufig als Zeichen von Toleranz und Glaubensfreiheit im Islam interpretiert und in der westlichen Presse erleichtert und bis zur Erschöpfung zitiert als angeblicher Beweis für die Friedfertigkeit und Toleranz des Islam (Süddeutsche Zeitung). Dieselbe Presse zitiert aber so gut wie nie jene Verse, in denen eine solche Freiheit sofort wieder ausgeschlossen wird, wie etwa im 89. Vers der 4. Sure:

Und wenn sie sich abwenden (und eurer Aufforderung zum Glauben kein Gehör schenken), dann greift sie und tötet sie, wo (immer) ihr sie findet .“

Darüber hinaus verschweigen Medien die Tatsache, dass in allen islamischen Ländern Muslime, die zu einer anderen Religion konvertiert sind oder gedenken, dies zu tun, mit dem Tod bedroht werden – wobei die Scharia-Richter sich explizit auf Mohammeds Befehl beziehen, jeden zu töten, der die Religion wechselt.8 Im Gegenteil: nicht nur wird diese seit 1400 Jahren bis zur Gegenwart unvermindert gängige Praxis von den meisten Medien ignoriert, sondern sogar vehement bestritten. So etwa verteidigte Thomas Steinfeld in seinem vor Ignoranz strotzenden Artikel in der Süddeutschen Zeitung9 den Islam mit dem Zitat: „Es sei kein Zwang im Glauben“, heißt es etwa im Koran (Sure 2, 256)“ – ohne ein einziges Wort darüber zu verlieren, dass diese Aussage nur für Muslime Gültigkeit hat (worin sich alle seriösen Islamwissenschaftler einig sind) – und ohne seinen Lesern auch nur den leichtesten Hinweis auf die zuvor erwähnte Sure 4:89 oder Mohammeds Tötungsbefehl für Apostaten10 zu geben, die die von Steinfeldt zitierte Sure abrogieren. Ob Steinfeldt sich dessen bewusst war oder nicht, spielt dabei eine nur untergeordnete Rolle. Denn knapp 10 Jahre nach dem 11. September darf und muss man von einem Journalisten, der sich mit der grundsätzlichen Frage nach der Friedfertigkeit des Islam beschäftigt, erwarten, dass er mehr als nur „Es sei kein Zwang im Glauben“ zu recherchieren vermochte – oder man darf ihm getrost vorhalten, sich mit aller Vehemenz für die aktuell größte Bedrohung der Menschenrechte einzusetzen. Schlampige Recherche und Ignoranz gegenüber dem Islam zeichnen den auch die meisten übrigen Medienbeiträge in Deutschland und Europa aus. Wie bei Hitlers Anfängen seines Griffs nach Europa zur Zeiten der Weimarer Republik versagen auch heute weite Teile der Intellektuellen Deutschlands und Europas angesichts der weit größeren Bedrohung der freien Welt durch den Islam.

Anmerkungen zur logischen und psychologischen Konsequenz sich widersprechender Anordnungen und Befehle im Koran

Die Vertreter beider Seiten des Islam, des „gemäßigten“ wie des „islamistischen“, können sich angesichts der zahlreichen sich widersprechenden Botschaften des Koran folglich nach Belieben bedienen: Töten ist schlecht, Töten ist aber auch gut. Islam bedeutet Frieden, Islam bedeutet aber auch Krieg. Es gibt keinen Zwang im Glauben, aber wer die Religion wechselt, wird getötet. Der Islam ist also gekennzeichnet durch die Koexistenz sich logisch und inhaltlich widersprechender Aussagen. Der Islam begegnet folglich jedem, der sich mit ihm befasst, ob Gläubiger oder „Ungläubiger“ in quasi zweifacher Ausführung: Der Islam bedeutet Frieden und der Islam bedeutet Krieg. Der Islam will Leben erhalten und der Islam will töten. Der Islam ist tolerant und der Islam ist intolerant. Damit hat mein ein unlösbares logisches und semantisches Grundproblem: Denn wenn gilt:

A = +1 und gleichzeitig A = -1

dann ist eine eindeutige Aussage über A weder logisch noch semantisch zu treffen. Dann sind beide Aussagen über A richtig und falsch zugleich, obwohl doch A nicht gleichzeitig +1 und –1 sein kann. Dann ist die Aussage: Islam bedeutet Frieden genauso richtig und gleichzeitig genauso falsch wie Islam bedeutet Krieg.

Die Strategie der „paradoxen Kommunikation“ des Koran

Welcher Aussagewert kommt jedoch einem Text, einer Verfassung oder auch einer religiösen Urschrift zu, wenn darin enthaltene Aussagen, Gesetze und ethische Richtlinien jeweils richtig und falsch zugleich sind? Wenn wir etwa in einem Grundgesetz beides finden: Wer tötet, wird hart bestraft! als auch: Wer tötet, wird reich belohnt?

Solcherart Doppel-Aussagen haben per definitionem keinen allgemein-verbindlichen Aussagewert. Sie bieten keinerlei Maßstab und Orientierung dafür, was richtig und was falsch ist. Was bestraft und belohnt wird. Was man tun oder eher lassen sollte. Solche Texte dürfte es aus Gründen der notwendigen Eindeutigkeit und Nachvollziehbarkeit einer sprachlichen Botschaft (Wittgenstein) eigentlich nicht geben. Doch es gibt sie. In der Psychologie sind solche Doppelbotschaften unter dem Begriff double-bind bekannt. „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ ist ein bekanntes Beispiel für einen double-bind. Man kann nicht das eine tun („Wasch mir den Pelz“) und gleichzeitig das andere vermeiden („Mach mich nicht nass“) – und doch es wird manchmal von einem verlangt. Kommunikations-Wissenschaftler bezeichnen eine derartige interpersonale Kommunikation mit dem Begriff der paradoxen Kommunikationsstrategie. Von dieser Art Kommunikation weiß man schon seit langem, dass sie unter gewissen Extrembedingungen auch zu Schizophrenie bei den Betroffenen führen kann. Ein Beispiel aus der kriminalwissenschaftlichen Psychopathologie zeigt, welch verheerende Auswirkungen paradoxe Kommunikationsstrategien auf ein Individuum haben können:

Jürgen Bartsch war ein vierfacher sadistischer Kindermörder der 60er Jahre – und schizophren und hochintelligent. Obwohl schon weit in der Pubertät, bestand seine Mutter stets darauf, ihn noch persönlich zu baden. Immer wenn er sich diesem Wunsch verweigerte, gab sie ihm zu verstehen, dass er sie wohl nicht liebe und bestrafte ihn durch langanhaltenden Liebesentzug. Bat er seine Mutter jedoch, in die Disco gehen zu dürfen, dann bekam er von ihr zu hören, dass doch unmöglich jemand in die Disco gehen könne, der sich in seinem Alter noch von der Mutter baden ließe. Kommunikativ ist dies eine auswegslose Situation.

Aus der Forschung paradoxer Kommunikationsstrategien (vgl. Gregory Bateson) ist bekannt, dass in einem bestehenden Abhängigkeitsverhältnis11 ein Verlassen der Situation aus Sicht der Betroffenen nahezu unmöglich ist. Ein herausragendes Beispiel der Unmöglichkeit, ein solches, auf paradoxen Kommunikationsstrategien beruhendes Abhängigkeitsverhältnis zu verlassen, ist der Islam.

Denn exakt in dem zuvor beschriebenen Dilemma einer paradoxen Kommunikationsstrategie befindet sich der einfache Muslim, exakt in diesem Dilemma befindet sich auch der Westen, wenn er immer wieder hört: Islam bedeutet Frieden und gleichzeitig vernimmt, Islam bedeutet Krieg. Welcher Seite kann man glauben, welcher Seite muss man glauben, welche Seite hat Recht?

Vorsichtshalber – und dies ist die Haupt-Strategie nicht nur der westlichen Gutmenschen und Biedermänner, sondern auch der meisten anständigen Muslime selbst – geht man angesichts dieser unlösbaren Dualität der koranischen Botschaften auf Nummer sicher und glaubt, dass der Islam vom Kern her genauso friedlich ist wie die anderen Weltreligionen auch. Denn die andere Annahme, dass der Islam nicht gut, sondern böse sei, wagt kaum einer in aller Konsequenz zu Ende zu denken. Die Folgen einer solchen Annahme wären für die 1,5 Milliarden Muslime apokalyptischer Natur:

  • Sie müssten konsequenterweise ihre Religion aufgeben und Allah, Mohammed und Koran in den Mülleimer der Geschichte werfen.

  • Sie müssten ferner vor sich und der Welt eingestehen, dass sie, die Umma und „beste aller Religionen“ sich in einem 1400-jährigen Irrtum befanden, dass damit all die Opfer und Toten ihrer Religionskriege, all die grausam im Namen der Scharia, der göttlichen Ordnung hingerichteten Menschen umsonst getötet wurden.

  • Oder sie müssten sich blind den menschenverachtenden Befehlen ihres Allahs hingeben und darauf vertrauen, dass erst mit der Vernichtung aller Ungläubigen (wie dies durch den Koran und Mohammed vermittelt wird) und der vom Koran und Mohammed geforderten Weltherrschaft des Islam das eintrifft, was ihnen von ihrer Religion versprochen wird: Endlich Friede auf der ganzen Welt. Gleichzeitig dürften sie die jahrhundertealten kriegerischen Auseinandersetzungen innerhalb der verschiedenen Strömungen des Islam, etwa zwischen den Schiiten und Sunniten (die übrigens weitaus mehr Menschenleben unter den Muslimen gefordert haben als alle kriegerischen Auseinandersetzungen mit den „Ungläubigen“ insgesamt), weder hinterfragen noch analysieren. Denn offenbar stimmt etwas nicht am islamischen Paradigma vom „dar al islam“, der Vorstellung des weltweiten Friedens für den Fall, dass der Islam überall gesiegt hat.

Sich kollektiv für die Auflösung ihrer Religion zu entschieden darf wohl in den Bereich einer unrealisierbaren Gesellschaftsutopie eingeordnet werden und kommt daher als realisierbare Option kaum in Betracht. Was bleibt ist der Rückzug auf die Option, dass es sich beim Islam – allem Zweifel zum Trotz – letztendlich doch um eine friedliche Religion handelt. Doch genau darin liegt der tödliche Irrtum sowohl seitens uninformierter und wohlgesinnter Muslime als auch seitens der Rezeption des Islam durch den Westen.

3. DIE AUFLÖSUNG DER WIDERSPRÜCHLICHKEIT DES KORAN

Die Tricks des Islam

Angesichts der Widersprüchlichkeit und scheinbaren Beliebigkeit der Aussagen des Islam muss man sich vom Standpunkt der Logik her die Frage stellen, warum in der Geschichte der „Friedensreligion“ so gut wie immer die radikalen und fundamentalistischen Kräfte die Oberhand hatten. Denn theoretisch wäre durchaus auch denkbar gewesen, dass sich der Islam im Laufe von 14 Jahrhunderten nicht zu einer totalitären, sondern einer friedlichen Religion hätte entwickeln können. Doch die Fakten zeigen, dass er zu keiner Zeit und an keinem Ort tolerant und friedfertig war – auch nicht beim sog. Cordoba-Islam, der sich bei näherer Betrachtung als genauso intolerant und blutrünstig zeigt wie alle übrigen islamischen Herrschaftsformen auch.12

Die Frage nach der Friedlichkeit des Islam kann ohne die Kenntnis eines seiner zentralen Geheimnisse nicht beantwortet werden. So wenig Normalmuslime (und „Ungläubige“ sowieso) je davon erfahren, so bekannt und bewusst ist das Geheimnis den meisten Verwaltern und Profiteuren des Islam – allesamt eine Clique machtbewusster Herren. Jenes sorgfältig gehütete Herrschaftswissen wird nur zu besonderen Anlässen gelüftet – etwa dann, wenn sie ihre Macht gefährdet sehen – bei der Ausrufung eines neuen Dschihads, eines neuen Heiligen Krieges etwa. Denn die Suren des Koran haben eine verborgene Hierarchie, die demjenigen, der sie kennt, die absolute Interpretationshoheit über den Koran und damit die absolute Macht über die Gläubigen und Reformer des Islam verleiht.

Trick 1: Die achronologische Anordnung der koranischen Suren

Der Geheimnis steckt im Koran selbst. Genauer gesagt, in der Anordnung der Suren. Kaum jemandem ist bewusst, dass die Suren keinesfalls – wie man vernünftigerweise erwarten sollte – in zeitlich-chronologischer Form angeordnet sind. Sie sind – man darf dies durchaus mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen – der Länge nach geordnet: die längste Sure zu Beginn , die kürzeste am Schluss des Koran.13

Eine seltsame Konstruktion, sollte man meinen. Gewiss aber eine Konstruktion, über die man nachdenken muss. Denn die Aufeinanderfolge eines großen Textes mit 114 Kapiteln (=114 Suren) folgt normalerweise den Regeln der Chronologie oder des inneren kausalen Zusammenhangs. Ein Geschichtsbuch über die Antike beispielsweise ist entweder chronologisch (das ist der Regelfall) – oder es behandelt die historischen Zusammenhänge von Kriegen, kulturellen Entwicklungen oder Beziehungen von Machthabern jener Zeit nach einem kausalen Muster: Weil A die Tat X getan hat, reagiert B mit der Tat Y. Man stelle sich nun vor, der Verleger eines Romans oder Geschichtsbuches käme auf die Idee, den Text des Buches nach der Länge seiner Sätze oder Kapitel zu sortieren: Kein Leser könnte mehr den inneren Zusammenhang der Handlungsstrukturen logisch nachvollziehen.14 Ein solches Buch wäre wertlos, da nicht nachvollziehbar.

Es gibt allerdings zwei Fälle, bei denen eine Sortierung der Kapitel nach Länge tatsächlich möglich ist, ohne den Sinn und die logische Struktur eines längeren Textes zu zerstören.

  1. Die verschiedenen Kapitel haben im Prinzip inhaltlich und logisch nichts miteinander zu tun und verkünden allgemeine Informationen und Weisheiten (z.B. bei einer Aphorismen-Sammlung; z.B. bei einem Lexikon)

  1. Die verschiedenen Kapitel wiederholen ein und denselben Inhalt immer wieder, mal von diesem, mal von jenem Standpunkt aus gesehen. Dies ist bei religiösen Texten wie Gebetsbüchern, Gesangbüchern und dergleichen oft der Fall. Dies ist aber auch bei einer gezielten Gehirnwäsche der Fall, wie man sie insbesondere bei totalitären Strukturen vorfindet.

Beim Koran treffen beide Punkte zu. Denn sowohl fehlt den 114 Suren ein innerer und logischer Zusammenhang – als auch widerholen sie im Prinzip nichts anderes als ein und dieselbe Botschaft, die man folgendermaßen wiedergeben werden kann:

Allah ist der einzige Gott. Und Mohammed ist sein Prophet. Nach Mohammed wird es keinen weiteren Propheten mehr geben. Die heiligste Pflicht des Gläubigen aber ist, sich Allah, Mohammed und dem Koran widerspruchslos zu unterwerfen.15

Diese Botschaft vernimmt der Durchschnittsmuslim im Laufe seines Lebens hunderttausendfach. Es ist das islamische Haupt-Mantra, das dem Durchschnittsmuslim wie ein Brandmal und nahezu unausrottbar in sein Gehirn eingebrannt wird. Dieses Mantra stellt in der Regel eine lebenslange unbedingte Treue der meisten Muslime zu Allah und ihrem Propheten sicher – eine Treue, für die sie bereit sind, jederzeit in den Tod zu gehen, wenn der Islam es ihnen befiehlt. Gehirnwäsche hatte in totalitären Systemen zu allen Zeiten den gewünschten Erfolg – nicht nur im Islam. Auch im Nationalsozialismus und in den kommunistischen Ländern war Gehirnwäsche ein verlässlicher Erfolgsgarant und führte bei den nachrückenden Kadern in den allermeisten Fällen zum gewünschten Ziel: dem unbedingten Gehorsam gegenüber einer Person (Hitler, Lenin, Stalin, Mao) beziehungsweise einer Idee mit universalem Wahrheitsanspruch (Rassenwahn, Marxismus). Der Nationalsozialismus dauerte ganze 13 Jahre – und der Kommunismus hatte sich nach sieben Jahrzehnten selbst erledigt. Doch der Islam kann mittlerweile auf eine 1400-jährige erfolgreiche Praxis einer massiven Gehirnwäsche zurückblicken. Und sein bisheriger Erfolg gibt ihm Recht, an dieser Praxis auch in Zukunft nichts zu ändern.

Trick 2: Die Tilgung der mekkanischen durch die medinensichen Suren

Doch wir haben bislang nur einen Teil des Geheimnisses gelüftet, das in der Architektur des Koran verborgen ist. Der andere Teil, von den Vertretern der Friedensreligion nicht nur ihren Feinden gegenüber, sondern auch dem Gros ihrer eigenen Gläubigen gegenüber sorgsam versteckt, wird erklären, warum sich historisch gesehen stets die radikalen und fundamentalen Strömungen des Islam durchsetzen konnten und bis auf den heutigen Tag die friedlichen und toleranten Kräfte meist eine Randerscheinung waren. Hierzu müssen wir uns kurz mit der Anfangsphase des Islam beschäftigen – mit besonderem Augenmerk auf die beiden wichtigsten Wirkungstätten Mohammeds: Mekka und Medina.

Die mekkanische Phase des Koran

Mohammed wurde um das Jahr 570 in Mekka geboren. Erst im bereits relativ hohen Alter von 40 Jahren (einer traditionell symbolhaften Zahl) bekam er seine ersten Visionen, die er zunächst nur seinem unmittelbaren Umfeld gegenüber kundtat. Später bildeten diese Eingebungen, die ihm nach seinen eigenen Angaben durch den Erzengel Gabriel eingeflüstert wurden, die Suren und die Gesamtheit dieser Suren wiederum den Koran. Zu Beginn seiner Lehre vom Islam, die er sowohl im Geheimen als auch in der Öffentlichkeit predigte, hatten die einflussreichen Vertreter der Koreischiten (des Stammes, aus welchem Mohammed selbst abstammte), keine Einwände gegenüber Mohammeds Lehre vom einzigen Gott, den er – nach einem der über 300 Wüstengötter der Koreischiten und (man höre und staune) nach sich selbst benannte: Allah. Denn Mohammeds Name hieß vollständig „Abu El Kasim Ibn Abd Allah“.

Zu Beginn seiner Missionstätigkeit versuchte Mohammed also noch auf relativ friedlichen Weg, die Bewohner Mekkas für seine neue monotheistische Religion zu gewinnen. Insbesondere erwartete er, dass sich die Juden und Christen seiner neuen Religion anschließen würden. Denn nach seinem Selbstverständnis war er nicht nur der Prophet einer neuen Religion, sondern der Reformator und letzte Prophet des Abraham’schen Monotheismus. Doch er wurde enttäuscht. Denn weder Juden noch Christen dachten daran, der Lehre dieses Außenseiters zu folgen. Aus jener Zeit – auch die mekkanische Phase genannt – stammen denn auch die meisten der friedlicheren und toleranteren Suren des Koran. Mit der Zeit trat Mohammed jedoch zunehmend aggressiv gegen den Polytheismus (Götzenkult) seiner Heimatstadt Mekka auf. Als seine Gefolgsleute die alten Götter und deren Anhänger zu bekämpfen begannen, kam es zum Bruch zwischen Mohammed und seinem mekkanischen Stamm der Koreischiten.

Die medinensische Phase des Koran

Angesichts der aussichtslosen bis feindlichen Lage entschloss sich Mohammed im Jahre 622, Mekka zu verlassen und sich mit seinen Anhängern in die Obhut von Yathrib (Medina) zu begeben. Dieser als Hidschra in die Geschichte des Islam eingegangene Auszug Mohammeds nach Medina ist von zentraler Bedeutung für die Lehre des Islam, so dass Koranwissenschaftler alle Suren des Koran in „mekkanische“ und „medinensische“ Suren einteilen. Medinensiche Suren unterscheiden sich von mekkanischen Suren u. a. durch ihre Länge (die meisten langen Suren stammen aus Medina) sowie durch ihre Qualität (in Medina wurden mehr praktische Glaubensregeln offenbart) und in Teilen durch ihren Bezugspunkt (die politische Situation in Medina oder Mekka).Aber sie unterscheiden sich von den mekkanischen in einem noch wesentlich bedeutenderen Punkt: In Medina werden Juden und Christen (und in deren Gefolge alle „Ungläubigen“) zunehmend verteufelt und als die schlimmsten Feinde des Islam dargestellt, die allesamt getötet werden müssen, damit der Islam sich ausbreiten kann. Diese Änderung der Haltung Mohammeds schlägt sich auch in den Suren nieder, die er in Medina „empfangen“ hat.

Trotz des „Vertrags von Medina“, in dem Mohammed allen namentlich genannten Vertretern von Islam UND Judentum (eine interessante Randnotiz der Geschichte) die gleichen Rechte und Pflichten eingeräumt wurden („Die Juden haben ihre Religion und die Muslime ihre Religion“), finden sich in den sog. „Medinensischen Suren“ zunehmend Abgrenzungen gegenüber Juden, Christen und allen sonstigen „Ungläubigen“ bis hin zu den bekannten Mord- und Vernichtungsaufrufen des Koran, die bis in der Gegenwart die eigentliche ideologische Basis u.a. für den weltweiten islamischen Terror bilden. Als direkter Gesandter Gottes herrschte Mohammed kraft göttlichen Dekrets über alle Muslime, kraft des von drei Parteien16 vereinbarten und unterzeichneten Vertrags herrschte er auch über die Nicht-Muslime. Aus jener Zeit – auch die medinensische Phase genannt – stammen denn auch die meisten der intoleranten und zu Mord, Krieg und Vernichtung aller „Ungläubigen“ auffordernden Suren des Koran.

Mohammed führte ab 623 mehrere Feldzüge (majazi) gegen Mekka17 bis im März 628 ein Waffenstillstand geschlossen wurde. Mohammed war somit nach seinem Auszug nach Medina nicht nur der Prophet der von ihm geschaffenen Religion, sondern ein Kriegsherr, der in Dutzenden von Kriegen und Überfällen auf Karawanen Tausende von Menschen töten ließ – und dessen Mord- und Rachsucht sogar die Bewohner von Medina nicht verschonte – die gleichen, die ihn in seiner Notzeit mit offenen Armen aufgenommen hatten. In seinem Bestreben, Medina „judenrein“ zu machen, veranstaltete ein unfassbares Gemetzel unter dem jüdischen Stamm der Banu Kureiza: Als dieser Stamm sich weigerte, den Befehl Mohammeds zum geschlossenen Übertritt zum Islam Folge zu leisten, ließ er im Jahre 527 n. Chr. 700 jüdische Männer (andere Quellen sprechen von über 1000 Männern) in einem beispiellosen Gemetzel enthaupten und deren Frauen und Kinder in die Skaverei bringen. Weder in den Schulbüchern des Westens, noch in den Medien, noch in den zahlreichen Büchern über den Islam wird dieses Gemetzel erwähnt – und wenn, dann ist das die absolute Ausnahme. Man darf Mohammed damit ruhig als Massenmörder seiner Zeit einstufen, womit klar ist, dass er mit den übrigen biblischen Propheten, in deren Reihe er sich stellt, nicht das geringste gemein hat.

Zum Prinzip der Abrogation älterer (mekkanischer) durch jüngere (medinensische) Suren

Der Islam sah sich also lange Zeit konfrontiert mit der inhaltlichen Widersprüchlichkeit der (relativ friedlichen) Suren aus der mekkanischen Frühphase und denen aus der medinensischen Spätphase. Wie im Kapitel davor bereits im Detail nachgewiesen und beschrieben, kann unmöglich zur gleichen Zeit eine Aussage wie: „Jeder hat die freie Wahl zur Religion“ und „Tötet jeden, der seine Religion verlässt!“ befolgt werden. Dieses Dilemma ist unlösbar, wenn man sich nicht mit einem klar definierten Lösungs-Algorithmus behilft. Genau dies ist im Islam der Fall. Aus dieser logischen Zwickmühle haben islamische Gelehrte ihre Religion durch das Prinzip der Abrogation sozusagen befreit.18

Es besagt, dass alles, was Mohammed zeitlich später gesagt hat, das früher Gesagte entweder relativiert oder sogar aufhebt. Das ist durchaus nachvollziehbar, denn der alte Mohammed war für seine Gläubigen schließlich reifer und weiser als der junge. Damit sind die Suren, die Mohammed in Medina „empfangen“ hat, wichtiger als die Suren aus der mekkanischen Zeit. Und damit kann auch das bislang ungelöste Problem der Widersprüchlichkeit der Suren letztlich logisch beantwortet werden. Da die kriegerischen Suren aus der Zeit Medina zeitlich später kamen als die eher friedlichen Suren aus der Mekkanischen Phase Mohammeds, sind deren Inhalte wesentlich wichtiger und bestimmender für den Kurs des Islam als die friedlichen mekkanischen Suren. Das ist die Beantwortung der Frage, warum die radikalen Vertreter des Islam geschichtlich stets die Oberhand hatten: sie beriefen sich mit Erfolg auf das Prinzip der Abrogation, das von den meisten muslimischen Glaubensrichtungen akzeptiert wird19.

Wer dieses Prinzip nicht kennt (und das betrifft die meisten Muslime, insbesondere auch die meisten Intellektuellen des Westens), steht den sich widersprechenden Inhalten des Koran so gut wie hilflos gegenüber – und bezieht sich in seiner Ahnungslosigkeit und Verzweiflung lieber auf die friedlichen Stellen des Islam. Dass er damit jedoch den wahren Charakter des Islam nicht wirklich erkannt hat und er sich damit zu einer Religion bekennt, die nicht das ist, was er darüber denkt, steht auf einem anderen Blatt. Und ebenso auf einem anderen Blatt steht auch, dass die gelehrten Muslime dieses Abrogationsprinzip hüten wie einen Gral. Denn bislang war die allgemeine Unkenntnis darüber ihr bester Helfer bezüglich der Verwirrung und letztendlichen Eroberung ihres Feindes, als da sind alle „Ungläubigen“ dieser Welt.

Taqiya – die islamische Meisterschaft im Täuschen seiner Feinde

Du sollst kein falsches Zeugnis geben“ heißt es bei den Zehn Geboten der Christen. Buddhisten lehren in ihrem „Edlen Achtfachen Pfad“ die Praxis der „rechten Gesinnung, rechten Absicht, des rechten Denkens und rechten Entschlusses“ – womit gemeint ist, dass man nur mit Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, sozialem Denken und Handeln ins Nirwana einziehen kann.

Dem gegenüber steht die Taqiya des Islam. Es darf gelogen werden, dass sich die Balken biegen. Al Ghazzali (1059-1111), einer der bedeutendsten Theologen des Islam, fasst das Gebot der Taqiya folgendermaßen zusammen:

Wisse, dass die Lüge in sich nicht falsch ist. Wenn eine Lüge der einzige Weg ist, ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist sie erlaubt. Daher müssen wir lügen, wenn die Wahrheit zu einem unangenehmen Ergebnis führt.“

Das gute Ergebnis ist die islamische Weltherrschaft. Das unangenehme Ergebnis wäre, die Feinde des Islam darüber in Kenntnis zu setzen. Denn auf ihrem Weg zur Weltherrschaft ist Muslimen alles erlaubt, um ihre Gegner zu besiegen: sie dürfen täuschen, lügen, Scheinverträge eingehen, ihr Wort brechen – und ohne Reue auch töten, wenn nötig. Ein wesentliches Mittel beim islamischen Dauer-Dschihad war schon immer, die Feinde des Islam (laut Koran und Mohammed Juden, Christen und sonstige „Ungläubige“) über die Absichten des Islam zu täuschen und sich nach außen als friedfertige und tolerante Religion zu präsentieren, die niemandem Schaden zufügen wolle. Das Prinzip der Täuschung ist so alt wie der Islam – und ist offenbar dennoch nicht bis in die Amtsstuben und Redaktionsbüros von Politikern und Journalisten durchgedrungen. Man will dort einfach nicht glauben, was nicht sein darf. In ihren Predigten unter ihresgleichen nehmen islamische Geistliche jedoch kein Blatt vor den Mund. So verkündete Ayatholla Chamenei in einer Ansprache des Jahres 2004 seinen Glaubensbrüdern:

Täuschung, Hinterlist Verschwörung, Betrug, Stehlen und Töten sind nichts als Mittel für die Sache Allahs!“

Welch krasser Gegensatz zu den ethischen Grundlagen der übrigen Weltreligionen. Doch die westlichen Verteidiger des Islam wollen das alles nicht wahrhaben und zeigen sich wie ihre muslimischen Schützlinge immun gegenüber Erkenntnissen neuer Art. Solcherlei Zitate werden gerne als „Einzelfälle“, noch lieber jedoch als „aus dem Zusammenhang gerissen“ abgetan – wobei es auch nicht hilft, auf den koranischen Ursprung der Taqiya-Taktik der Muslime hinzuweisen. Denn gläubige Muslime beziehen ihr Tun und Sagen stets auf entsprechende Aussagen des Koran und der Hadithe – und sind daher, nähme man sich diesen Fakt zu Herzen, in ihrem Handeln bei weitem nicht so uneinschätzbar wie man gemeinhin meint. In Sure 3:54 finden Muslime die göttliche Erlaubnis für ihre Kunst der Täuschung. Dort heißt es:

Und sie schmiedeten eine List, und Allah schmiedete eine List; und Allah ist der beste Listenschmied.“

Auch hierin ist der Islam ohne Beipsiel unter den übrigen Weltreligionen: als einzige feiert er seinen Gott als Täuscher, Lügner und Betrüger – nichts anderes ist mit dem Begriff „Listenschmied“ gemeint. Und zur List des Islam zählt insbesondere, Nicht-Muslime über die wahre Absicht des Islam zu täuschen. Den welterobernden Islam als das zu verkaufen, was er nicht ist (die Ungläubigen aber so gerne hören wollen): eine Religion des Friedens. Seit Anbeginn ihrer Expansion zitieren Muslime – bei ihren Lagerfeuern oder bei den Märkten ihrer Handelsrouten – die anfangs zitierten friedlich scheinenden Suren aus dem Koran. Da die meisten Menschen, die sie trafen, schreib- und lese-unkundig waren, trafen sie auf ein aufmerksames Publikum, das sie schnell für ihren Glauben gewinnen konnten. Wo sie jedoch auf lesekundiges Publikum trafen, sahen sie sich auch von Beginn an mit der Kritik konfrontiert, dass es im Koran zahlreiche Stellen gebe, die eben keineswegs friedlich waren, sondern die Verfolgung und Tötung Andersgläubiger fordern. Damals wie heute umschifften die muslimischen Gelehrten jene auffälligen Widersprüchlichkeiten mit großer Geschicklichkeit und haben es in ihrer 1400 Jahre erprobten Verwirrtaktik zu einer Meisterschaft gebracht, der selbst heute die meisten westlichen Intellektuellen auf den Leim gehen.

Und so wissen die meisten Westler, ob Journalisten, Schriftsteller, ob Kleriker oder Politiker, auch in der Gegenwart immer noch keine rechte Antwort auf die offensichtlichen und widersprüchlichen Aussagen des Koran – außer der, dass sie in ihrer Hilflosigkeit die Widersprüche der islamischen Lehre ignorieren, sich nach Belieben zurechtbiegen oder aber dadurch, dass sie den Islam in einen gemäßigten und einen gewaltbereiten Zweig auseinanderdividieren und jenes Konstrukt in ihren Artikeln und Reden so lange wiederholen, bis sie selbst daran glauben. Doch in ihrem Eifer verkennen sie, dass sie längst selbst zum Opfer der uralten islamischen Verwirrtaktik der Muslime geworden sind. Darüber hinaus ignorieren sie, welchen Bärendienst sie ihren freien Gesellschaften erweisen, indem sie zu willfährigen Wegbereitern des Islam auf dem Weg zur absoluten Weltherrschaft geworden sind. Denn Muslime belächeln die künstliche Trennung ihrer Religion in einen guten und einen bösen Zweig, wenngleich sie dieses Spiel in öffentlichen Stellungnahmen nur zu gerne mitspielen. Denn gut ist bekanntlich, was dem Islam dient. Ganz selten jedoch, vielleicht aus dem derzeitigen Gefühl der Unbesiegbarkeit des Islam, vielleicht auch nur aus der Laune einer günstigen Stunde, verraten sie, dass es nicht zwei, sondern nur einen einzigen Islam gibt.

„Die Bezeichnung ‚moderater Islam‘ ist sehr hässlich, das ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion. Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich.“ 20

Die Abgrenzung des Islamismus vom Islam ist ein willkürliches Konstrukt, um den Islam vom Gewaltvorwurf zu entlasten und dem die allermeisten Medien des Westens so auf den Leim gegangen sind, dass sie jeden Kritiker des Islam mittlerweile als Rassisten, Neonazi oder Rechten denunzieren und beschimpfen. Darunter befinden sich solche ehemals bedeutende geistige Flaggschiffe wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Welt, ja selbst die traditionell liberale Zeit – um nur einige der wichtigsten zu nennen. Sie alle – und in deren Fahrwasser die allermeisten deutschen und europäischen Lokal- und Provinzblätter – haben sich täuschen lassen, und nun sind sie es, die im Verein mit ihrem angeblich gemäßigten Islam ihre Leserschaft selber – millionenfach – täuschen und damit zu willigen Wegbereitern einer sich explosionsartig vermehrenden Religion auf ihrem Siegeszug im alten Europa geworden sind. Die Dankbarkeit, die sie sich seitens ihrer islamischen Klientel erhoffen mögen, werden sie dereinst daran erkennen, dass Muslime die „nützlichen Idioten“, wie sie jene Unterstützer aus den Reihen ihrer Feinde stets genannt haben, als erstes um einen Kopf kürzen lassen, sobald sie den islamischen Staat und damit die Scharia auf europäischem Boden eingerichtet haben werden.

4. ZUSAMMENFASSUNG

Der Koran ist in seiner verwirrenden Widersprüchlichkeit geradezu ein Paradebeispiel der Wirksamkeit des Taqiya-Prinzips. Ohne Frage handelt es sich beim Islam um das gigantischste und erfolgreichste Täuschungsmanöver in der Geschichte der Menschheit. Als einzige unter den Weltreligionen hat der Islam nicht nur eine umfassende Lizenz zum Töten, sondern auch eine weitreichende Lizenz zum Lügen 21 – und stellt sich damit außerhalb der übrigen, nach Friedfertigkeit, Anstand und Seriosität ringenden Großreligionen.

Der Islam ist geschichtlich betrachtet eine geradezu perfekt inszenierte machiavellistische Herrschaftsstruktur, die ihm eine maximale Effizienz bei seinem Streben nach uneingeschränkter Macht sichert. Diesem Machtanspruch werden alle Mittel untergeordnet. Bei seinen politischen Handlungen sieht sich der Islam durch keinerlei moralische oder ethische Kriterien eingeengt. Islamische Ethik ist rein utilitaristisch: moralische Kategorien wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Gut und Böse spielen also nur im Hinblick auf die jeweilige Nützlichkeit für den Islam eine Rolle und sind daher relativ. Was heute für den Islam gut sein mag, kann morgen schon schädlich sein. Wahr, gut und gerecht ist nur das, was dem Islam nützt. Das Töten von „Ungläubigen“ dient dem Islam: daher ist das Töten gut. Das Verschweigen der wahren Absichten des Islam gegenüber „Ungläubigen“ nutzt ebenso dem Islam: daher ist Lüge gegenüber „Ungläubigen“ gut. Der Jihad gegen Länder des Unglaubens dient der weltweiten Ausbreitung und dem Endsieg des Islam: daher ist jeder Jihad gerecht. 22

Ohne das Prinzip der Abrogation wäre der Islam eine Religion, in der alle Werte sowie deren Gegenteil gleichzeitig gelten: und damit eine Religion der Beliebigkeit und Wertlosigkeit.

Mit dem Prinzip der Abrogation ist der Islam genau das, was er ist: eine Religion des Terrors gegen Andersgläubige sowie die einzige Weltreligion mit einer göttlich verbrieften Lizenz zum Lügen, Betrügen und zum Töten.

Fazit:


  1. Für alle gläubigen Muslime der Welt gilt der Koran mit seinen 114 Suren als einzig gültiger Leitfaden rechten Denkens und Handelns.

  2. Diese 114 Suren bilden damit das für alle Zeiten gültige Grundgesetz des Islam.

  3. Da die Suren aus islamischer Sicht nicht Menschenwerk sind, sondern von Gott höchstselbst stammen, ist jede Kritik (auch die geringste) Gotteslästerung und wird mit dem Tode bestraft.

  4. Ebenso sind alle Reformen im Islam, die sich nicht mit den Inhalten des Koran decken, Angriffe auf die göttliche Struktur des Koran und damit auf Allah selbst.

  5. Daher ist der Islam – anders als das Christentum und der Buddhismus etwa – vom Wesen her immun gegenüber Reformen und Anpassungen an gesellschaftliche Fortschritte.

  6. Die Mekkanische sowie die Medinische Phase bilden in einem anfangs kaum durchschaubaren Zusammenspiel das „Gesamtsystem Islam“.

  7. Mit den relativ friedlichen u. toleranten Koranversen aus der Mekkanischen Phase wirbt der Islam für Neuzugänge. Die meisten friedlichen Muslime kennen nur diesen Islam.

  8. Mit dem intoleranten und hasserfüllten Islam der Medinischen Phase kommen sie kaum in Berührung.

  9. Wenn doch, ist ihr Weg als islamistischer Terrorist geebnet.

  10. Die Anordnung der Suren nach ihrer Länge und nicht nach dem Zeitpunkt ihrer Eingebung an Mohammed macht den Koran und damit den Islam für den absoluten Großteil der islamischen Gläubigen undurchschaubar.

  11. Nur informierte Muslime erkennen den qualitativen Bruch der Suren nach dem Einzug Mohammeds in Medina.

  12. Da im Islam das Prinzip der Abrogation gilt (das Spätgesagte ist bedeutender als das früher Gesagte), löschen die Suren aus der toleranz-und friedensfeindlichen Spätphase des Islam (Medina) die eher moderaten Suren aus der mekkanischen Frühphase des Islam quasi aus.

  13. Dieses Prinzip ist den meisten Muslimen nicht bekannt, wohl aber den islamischen Theologen sowie den meisten fälschlicherweise als „Islamisten“ bezeichneten Fundamental-Muslimen, die damit über ein elitäres und machtvolles Herrschaftswissen verfügen, auf das sie nach Bedarf zugreifen.

  14. Mittels dieses Herrschaftswissens besitzen diese Islam-Gelehrten damit innerhalb des Islam eine nahezu unangreifbare Definitionsmacht, die vom deutschen Soziologen Hohannes Feest beschrieben wird als „sozial vorstrukturierte Chance, eine Situation für andere verbindlich zu definieren“.

  15. Auf genau diese intoleranten und menschenrechtsverachtenden (medinischen) Suren beziehen sich – islamisch völlig korrrekt und letzten Endes unanfechtbar – alle „Islamisten“ und „Dschihadisten“ (Gotteskrieger) des Islam.

  16. Die islamischen „Gotteskrieger“ sind nach der Lehre des Islam also die wahren Söhne Allahs und seines Propheten Mohammeds, denn sie nehmen seine Hauptforderung nach Welteroberung und Errichtung eines weltweiten islamischen Staats- und Glaubenssystem beim Wort.

  17. Der als „gemäßigt“ bezeichnete Islam unterscheidet sich vom „fundamentalistisch“ bezeichneten Islam (fälschlicherweise „Islamismus“ genannt) nur in der Geschwindigkeit der Realisierung seiner Ziele. Während der „gemäßigte Islam „ auf Zeit setzt, wollen die „Islamisten“ die Errichtung der islamischen Weltherschaft so schnell wie möglich und mit allen Mitteln erreichen. Diese Mittel sind im Koran explizit genannt: Ermordung von Kritikern des Islam – Täuschung der „Ungläubigen“ über die wahren Ziele des Islam (Taqiya) – Kampf gegen und Vernichtung aller „Ungläubigen! .

  18. Den gemäßigten Islam gibt es daher nur in den Köpfen unwissender Muslime und ahnungsloser Westler. In Wirklichkeit ist der „gemäßigte“ Islam jedoch eine historische und theologische Schimäre. Denn sowohl moderate als auch radikale Imame und Muslime beziehen sich in ihrem Tun auf den Koran. Aus dem zuvor gesagten ergibt sich daher der zwingende Schluss, dass – je besser ein Muslime den Koran einschließlich des Abrogationsprinzips kennt und je gläubiger er ist – desto eher er zum Terror gegen „Ungläubige“ neigen wird.

  19. „Hassprediger“ gibt es damit nur in den Köpfen uninformierter und unbelehrbarer Nicht-Muslime. Denn wie „moderate“ Imame beziehen sich Hassprediger zu 100 Prozent auf die Text des Islam (Koran und Hadith), unterscheiden sich jedoch von ersteren in ihrer konsequenteren und damit religionsnäheren Umsetzung der zentralen Botschaft des Islam: die Errichtung des dar al-Islam (islamische Weltherrschaft) unter der Erfordernis der Vernichtung ihrer Feinde („Ungläubige“).

  20. Aus welchen Gründen auch immer stellen moderate Imame jenen Welteroberungsauftrag nicht in den Mittelpunkt ihrer Predigten. Doch damit tragen sie – bewusst oder unbewusst – wesentlich zur Verwirrung und Besänftigung innerhalb der „Ungläubigen“ bei, was die Frage der Friedlichkeit des Islam anbelangt, und erfüllen damit den Taqiya-Auftrag ihrer Religion in besonderem Maße.

      Michael Mannheimer

      m.mannheimer@gmx.net

      1 Lateinisch: abrogare = tilgen, beseitigen, abschaffen

      2 Islamische Geistliche verbergen ihren Gläubigen gegenüber jedoch, dass Mohammed in diesem Vers Gebote aus dem Talmud der Juden zitiert (Sanhedrin 4:1 (22a))

      3 In Holland etwa sind 9 von 10 Asylbewerber Muslime aus islamischen Ländern

      4Zu diesem Thema sagte der Imam von London, Scheich Omar al-Bakri Muhammad vor kurzem: “Wir machen keinen Unterschied zwischen Zivilisten und Nicht-Zivilisten, zwischen Unschuldigen und Schuldigen – nur zwischen Moslems und Ungläubigen. Und das Leben eines Ungläubigen ist wertlos!” Quelle: “Publica”, Portugal, 20.4.2004

      5 Etwa in Sure 2, Vers 216: „Vorgeschrieben ist euch der Kampf, mag er euch auch ein Abscheu sein!“

      6 Was Küntzel (im Kontext seines Buches) auf Juden bezog, trifft ohne jeden Abstrich auf alle „Ungläubigen“ zu, wie sie vom Islam definiert werden.

      7 Matthias Küntzel: „Dschihad und Judenhass“. Freiburg, 2002

      8 Quelle: Hadith

      9 Thomas Steinfeldt: „Zur Kritik am Islam. Militante Propaganda“, in: Süddeutsche Zeitung, 01.02.2010 (http://www.sueddeutsche.de/kultur/595/501846/text/)

      10 Apostasie = Abfall vom Glauben

      11 z. B. Sorgerechts- bzw. Fürsorgepflichtverhältnis

      12 Entgegen der Überzeugung der Mehrheit der Europäer wurden unter der Herrschaft des Cordoba-Kalifats Hunderttausende Christen und Juden getötet, enthauptet, ja ganze Dorfgemeinschaften lebendig gekreuzigt – und aus den Schädeln der geköpften Ungläubigen wurden ganze Minarette in Andalusien errichtet zum Zeichen der Lobpreisung Allahs angesichts des Sieges seiner Religion über die „Ungläubigen“ Spaniens. Die Zwangsbesteuerung der christlichen und jüdischen Ureinwohner Spaniens durch die Muslime erreichte ein derart hohes und unerträgliches Niveau, dass sich Hunderttausende Christen und Juden zum Islam bekehrten, um dem Joch des existenzbedrohenden Steuertributs zu entgehen. Doch der Mythos vom friedlichen Cordoba-Islam wird immer noch in den europäischen Geschichtsbüchern gelehrt und auf den zahllosen Internetforen, in den Fernseh–Talkshows und Medienberichten verbreitet.

      13 Eine Ausnahme bildet die Eröffnungssure (al-fātia „Die Öffnende“), die, obwohl äußerst kurz kurz, ganz zu Beginn des Koran steht.

      14 Doch genau dies ist beim Koran der Fall. Mit gewaltigen Folgen für dessen Wirkung bei Gläubigen und „Ungläubigen“, wie noch zu sehen sein wird.

      15 Islam bedeutet ethymologisch denn auch “Unterwerfung” (und nicht “Frieden”, wie Vertreter des Islam behaupten)

      16 den muslimischen Einwanderern aus Mekka, den Muhajirum, den einheimischen Muslims vom Stamm der al-Ansar und den in Medina ansässigen Juden, den Yahud

      17 Sieg der Moslems in der Schlacht von Badr (624), die Schlacht am Berge Ubud (625) und die Grabenschlacht (627)

      18 Denn nach koranischer Selbstaussage ist der Koran ein Buch ohne Fehler und Widersprüche

      19 Nicht alle islamischen Gruppierungen erkennen dieses Prinzip an. Nach Hazrat Mirza Ghulam Ahmad, dem Begründer Ahmadiyya, ergeben sich durch unvollständiges Verständnis des Koran scheinbar widersprüchliche Aussagen, welche nicht dadurch behoben werden dürfen, dass Teile des Korans für ungültig deklariert werden. Das widerspräche des Selbstaussage des Korans, dass er ein fehlerloses, vollkommenes Buch sei. Auch die Mu´tazila sieht den Koran nicht als ewig oder unintepretierbar an. Im Gesamtgefüge des Islam spielen Ahmadiyya und Mu´tazila jedoch eine unbedeutende Rolle und werden von Sunniten wie Schiiten als Ungläubige gesehen und bekämpft.

      20 Recep Tayyip Erdogan, Reconquista-Führer, Source: Milliyet, Turkey, August 21, 2007

      21 Nur Muslime soll ein Muslim nicht belügen (Quelle: Hadith 7 (Die 40A-Hadithe)

      22 vgl. dazu den kommunistischen Totalitarismus, auch bei der RAF: „Ethisch ist, was der Revolution dient“

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      2 Antworten zu Das Abrogationsprinzip im Koran

      1. Lachner schreibt:

        Mannheimer ist hier eine gute Erklärung der Doppeldeutigkeit im Islam gelungen. Die Ergebnisse lassen sich auch auf den islamischen Religionsunterricht anwenden. Die ihn gestaltenden Muslime beschränken ihn erstens auf „religiöse“ Inhalte und zweitens auf die nichtkriegerischen Phasen der „Prophetenbiografie“. Auch Saphir 5/6 behandelt Mohammeds Leben nur bis zum anfänglichen Vertrag in Medina, der die Juden noch einschloss.Entsprechend gelingt es dem Schulbuch die Fiktion durchzuhalten, der Islam halte nur friedliche, moralisch gute und mitmenschliche Vorschriften für das Zusammenleben aller Menschen, gleich welcher Religion, bereit. Die Frontstellung der Umma zur übrigen Menschheit wird dabei unterschlagen.
        Den Muslimen steht aus Koran und Hadith eine Palette von jeweiligen situationsgerechten Handlungsmustern zur Verfügung. Der „friedliche“ Islam, der jetzt von den muslimischen Migranten in Europa größtenteils praktiziert wird, stellt somit keineswegs den Islam an sich dar, erst recht bildet er nicht die Grundlage für einen Reform-Islam, wie ihn die Muslimvertreter unterbreiten, sondern er ist und war schon immer eine der ursprünglichen Facetten des wahren Islam.
        Der islamische Religionsunterricht wird wahrscheinlich nicht den „friedlichen“ als den einzig wahren Islam bei den Heranwachsenden verankern, sondern vielmehr ihre Identitäts- und Persönlichkeitsbildung sowie Glaubensbereitschaft als Muslime, welche dann in einer späteren Überlegenheitsposition (statt der bisherigen Diaspora-Situation) für die eher gewaltsame Durchsetzung des Islam nutzbar sein werden.
        Besonders bedenklich hinsichtlich des europäischen Wertekanons erscheinen dabei die angestrebte „islamische“ Intelligenz sowie die Charakterbildung nach dem islamischen Männer- und Frauenbild. Die Festigung der Identität als Mitglieder Umma wirkt wegen der islamischen Abgrenzung und Kampfstellung zu den Nichtmuslimen sicherlich ebenso der Integrationsbereitschaft und -fähigkeit entgegen, wie auch Frau Necla Kelek zu Bedenken gibt.

      2. Norbert Lachner schreibt:

        Wenn Muslime in ein Land mit nichtmuslimischer Bevölkerung einwandern, erfahren sie oft zum ersten Mal statt Bestätigung ihres Glaubens kritische Nachfragen, wie es denn sein könne, dass Terroranschläge von den Tätern und ihren Sympathisanten aus dem Islam begründet werden. Dann wollen die muslimischen Migranten nichts Kritikwürdiges an ihrer Religion sehen und gelten lassen und klammern sich an die Erklärung, die muslimischen Attentäter missbrauchten ihre friedliche Religion.
        Einheimische Nichtmuslime, welche die Zuwanderung von Muslimen begrüßen, sei es aus linksideologischer Ablehnung des Deutschen, sei es aus der gutmenschlichen Suche nach Fürsorgeobjekten, versteifen sich ebenfalls auf die Fiktion, dass die islamische Religion, welche außerdem die Weltsicht und Lebensweise der muslimischen Zuwanderer meist völlig bestimmt, nur als gut anzusehen ist und niemals zur Rechtfertigung von Terror und Gewalt dienen könne.
        Und doch ist es die furchtbare Wahrheit, dass der Islam selbst eine unmenschliche Herrschaftsordnung einschließlich ihrer gewaltsamen Verbreitung, mit der Folge von vielfältigem Unheil und Leid, hervorbringt. Aber weder die gewöhnlichen muslimischen Migranten noch ihre Betreuer und Fürsprecher wollen der Wahrheit ins Auge blicken. Sie schließen sich zu einem Pakt der Realitätsverleugnung zusammen in einer Art folie à deux, einer symbiotischen Illusion.
        Die bestürzende Erkenntnis von Muslimen, während ihres bisherigen Lebens aus Unwissenheit nichts für ihr Seelenheil, gleichzeitig anderen Unrecht getan zu haben, kann am besten durch den Glauben an die Vergebungsbereitschaft Jesu aufgefangen werden.

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