Der seltsame „Dialog“ in Reutlingen

Gastbeitrag von Diogenes

Christuskirche in Reutlingen, Pfarrer Hartmann

In den letzten Wochen gab es in Reutlingen Abende der Begegnungen oder des Dialogs, wie man es möchte, um den dortigen Christen einen Einblick in die Islamische Welt zu geben. Zu dieser Form des „Dialogs“, gibt es in der Zwischenzeit einen Blog von Mitgliedern der Bürgerbewegung Pax Europa (BPE), der hier zu besuchen ist.

Während dieser Veranstaltungen, die jedem zugänglich sind, haben Mitglieder der Bürgerbewegung Pax Europa unangenehme Fragen gestellt und versucht die anderen Seiten des Islams aufzuzeigen (Expansionismus durch notfalls Gewalt und Einschüchterung, Unterdrückung Andersdenkender und Nichtgläubiger, Todesstrafe beim Glaubensabfall, usw).

Denn für die Bürgerbewegung Pax Europa gehören solche Fragen einfach zu einem ehrlichen Dialog, vor allem in der heute gravierenden Situation Andersgläubiger (und nicht nur Christen) in islamischen Ländern oder im islamischen Umfeld.

Es ist für jeden verständlich, dass eine Freundschaft auch real ist, wenn beide Freunde sich streiten und danach doch wieder versöhnt werden können, wenn beide über Meinungsverschiedenheiten reden können ohne den anderen gleich zu verunglimpfen, was ein eindeutiges Ende der Freundschaft bedeuten würde.

Einer der Veranstalter dieser sicherlich ganz liebevoll gedachten Initiative ist unter anderem der Pfarrer der Christus Kirche in Reutlingen. Das mindeste, was man sagen kann, ist dass dieser Kirchenmann eine eigenartige Vorstellung des Dialogs hat. Für ihn sollten nur die Punkte angesprochen werden, die schnell Konsens herstellen und Versöhnung schaffen. An sich, eine sehr christliche Haltung, könnte man glauben, wenn man das Christentum zu der „kostenlosen“ Nächstenliebe ein bisschen schnell zusammenfassen möchte. „Der gute Herr spielt doch seine Rolle ganz richtig.“, meint der Deutsche/Europäer, der Streitigkeiten und Konflikte zu jedem Preis (und auch zu dem Preis seiner Werte) vermeiden will.

Erste Frage: Was soll zwischen den zwei letzten Monotheismen besprochen werden, was früher nicht schon besprochen wurde? Christentum und Islam standen mehr als ein Jahrtausend lang in einer Konfrontation, welche im letzten Jahrhundert nicht mehr die Bedeutung der Jahrhunderte zuvor einnahm. Wesentliche Unterschiede in den Weltanschauungen sind nun mal vorhanden und können nicht innerhalb eines Abends, so nett und freundlich er auch gestaltet wurde, aufgelöst werden.

Nachdem die Fronten des Kalten Krieges hinfällig wurden, beobachtet man jetzt eine „neue“ (genau genommen eher alte) Art, wie die Welt sich organisieren möchte. Der Grundpfeiler, um Solidarität zwischen Menschen zu bilden, scheint immer mehr die Zugehörigkeit an einer Religion zu sein. Auf der anderen Seite des Mittelmeers spielt diese Zugehörigkeit eine immer wichtigere Rolle; auch in Gesellschaften, die früher alles andere als streng-religiös waren. Daran haben gut organisierte Kräfte gearbeitet, um Einfluss auf die Gesellschaft zu gewinnen. Und von diesen Kräften weiß man so langsam, welche Gesellschaftsordnung sie sich wünschen. Diese ist jedenfalls nicht mit unserer zu vergleichen.

Auch in Europa zeigen Umfragen, dass für immer mehr Muslime (egal welcher Herkunft, dies scheint nicht mehr so relevant zu sein) die Umma eine neue Art Nation bildet, der (eher als das Land in dem sie leben) sie ihre Treue schenken. Eine besorgniserregende Beobachtung, angesichts der Nicht-Kompatibilität unserer Denkstrukturen mit denen der anderen Seite, wie es der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte schon mal 2001 feststellen durfte.

Dabei fühlen wir uns, Demokraten (und BPE-Mitglieder sind ohne Sekunde Zweifel Demokraten mit Leib und Seele), verpflichtet, daran zu erinnern, dass der Grundsatz des gesellschaftlichen Lebens in Europa in den jeweiligen Verfassungen verankert ist. Verfassungen, die erstens nicht einheitlich sind (es gibt so viele Verfassungen in der EU wie Länder) aber zweitens jedoch bestimmte Gemeinsamkeiten haben. (Würde des Menschen, Religionsfreiheit die Glaubensabfall auch ausdrücklich zulässt, Trennung Staat/Religion, Presse- und Meinungsfreiheit, Demokratische Spielregeln, usw.) Die Kritik an unserer nur bedingt funktionierenden Demokratie hat ebenfalls ohne Zweifel ihre Berechtigung, jedoch leben wir (noch) nicht in einem totalitären Regime, und genau diesen schrecklichen Schritt möchten wir, die BPE-Mitglieder nicht ohne weiteres zulassen.

Also ist genügend Diskussionsstoff vorhanden, um offene Gespräche in einer Kirche bzw. in einer Moschee zu führen, wie in einem immer mehr multikulturell-geprägten Land mit diesen unterschiedlichen, teils antagonistischen Weltanschauungen umgegangen werden sollte. Solche Diskussionen finden vor allem zwischen Christen und Muslimen statt. Was aber den Dialog Islam-Atheisten/Buddhisten/Agnostikern/Freidenkern betrifft,so ist er noch offen, sollte aber in einer Demokratie möglich sein.

Eine naheliegende Idee ist, dass jeder aus seiner befestigten Burg herauskommt und einen Schritt in die Richtung der nächsten Festung macht. Das scheint der Pfarrer aus der oben-genannten Kirche gemacht zu haben. Wunderbar. Aber nur wunderbar wenn die Gegenseite denselben Schritt in die entgegengesetzte Richtung macht, in dem z.B. ein christlicher Gottesdienst in der Moschee gefeiert wird oder (warum nicht?) eine Christlich-Muslimische Hochzeit, vor der keiner von beiden Ehepartner konvertieren muss, usw. Denn nur so kann man sicherstellen, dass der Wille, sich zu verständigen/akzeptieren, auf beide Seiten vorhanden ist. Was aber letztlich am Endeffekt zählt, ist nicht das was in der Bibel oder im Koran steht, sondern was die allgemeingültigen Gesetze aussagen. Daran sollten sich Demokraten immer wieder erinnern.

Evangelische und Katholische Kirchen bieten hier ein nahezu funktionierendes Beispiel für den interreligiösen Dialog. So scheint es aber mit der muslimischen Gegenseite nicht wirklich zu funktionieren, und dies nicht nur bei der Christus-Kirche in Reutlingen; die Anzahl der nicht gehaltenen Versprechen oder fehlgeschlagenen Dialog-Versuche ist leider ellenlang.

Es gibt nämlich Stimmen, die (in Fernsehsendungen, z.B. in Frankreich von H.Antoine Sfeir) diesen so genannten Dialog als eher nicht wirklich förderlich bewerten, und zwar deshalb weil die richtigen, problematischen Punkte nicht angesprochen werden. Der „Dialog“ stellt in der Zwischenzeit eine gewisse intellektuelle Pose dar, ohne die Absicht ein definiertes Ergebnis zu erreichen und weil die Meinungsverschiedenheiten nie wirklich genannt werden, was wiederum nur bedingt zur Bearbeitung von Lösungsansätzen beiträgt. Dies alles wegen der weltberühmten Political-Correctness, die in Wahrheit eine bedingungslose Furcht vor dem „Gesichtsverlust“ oder vor Polemiken darstellen, die aber diese äußerst wichtigen Funktionen beinhalten, z.B. den Kontrahenten richtig zu erkennen oder die Idee eines Nicht-Konsenses (so genannte „agree to disagree“) akzeptierbar machen. Das alles machen ehrliche Treffen nahezu gegenstands- und daher nutzlos, wenn sie weiter so geführt werden.

Ein anderer Grund, warum diese Dialoge im Sand verlaufen (und das wäre unvorteilhaft) ist, dass die Machtbalance zwischen Christentum und Islam einen solchen Dialog nicht mehr notwendig machen, was einiges über den (angenommenen) Friedenswille der letztgenannten Religion aussagt.

Es ist ja klar, dass wenn Leute sich kennen lernen wollen, sie sich nicht gleich mit schweren Themen beschäftigen wollen. Jedoch, nach nahezu 40 Jahren Präsenz auf dem europäischen Kontinent haben sich mehrmals Gelegenheiten ergeben, um die erste Schritte eines ehrlichen Dialogs zu machen.

In Reutlingen, scheint der Dialog zwischen Türken bestimmter Gruppierung (TGO) und der Kirche derzeit schief zu laufen. Ein Youtube-Video ist aufgetaucht, auf dem zu erkennen ist, dass die Gemeinschaft TGO in dieser Kirche mal eine kleine Fete feierte. (Presse berichtete). Nicht die orientalische Musik (wobei, es wäre interessant zu wissen, was genau gesungen wurde), die Anwesenheit kleiner Säuglinge oder die aufgehängte türkische Fahne (ein Zeichen welcher Integration?) lassen grüßen, sondern ein merkwürdiges Handzeichen, der „Heil-Hitler Gruß“ türkischer Art. Welche Radikalität aus dieser Gruppierung hervorgeht, ist aus der Video nicht herauszunehmen, aber dieses Zeichen ist eindeutiges Kennzeichen der rechts-extremistischen Grauen Wölfe. Und keiner kann ehrlich davon ausgehen, dass die Leute, die dieses Zeichen an diesem Abend nutzten, es aus Zufall getan haben.

Dass sich eine rechtsextremistische Bewegung in einer Kirche trifft, ist wahrscheinlich kein historischer Präzedenzfall. Schockierend bleibt es aber auf jeden Fall. Die Fragwürdigkeit besteht darin, dass der Raum von einem Pfarramt vermietet wurde, anscheinend als Zeichen des Dialogs. Wir können uns gut vorstellen, dass die Vermietung deswegen stattgefunden hat, weil der Pfarrer ehrlicherweise eine positive Geste in Richtung der dortigen türkischen Gemeinde machen wollte.

Aber wenn man die Verantwortung trägt, eine Kirche zu führen, gehört es doch zu den elementaren Maßnahmen, sich schon mal zuvor erkundigt zu haben, mit wem man es zu tun hat, was der Ansprechpartner will, wo er herkommt, was er vor hat. Eine Kirche ist kein x-beliebiger Raum; er ist immer noch und vor allem für die Christen hier ein symbolischer Ort und die Vermietung stellt einen Schritt in Richtung eines ernst gemeinten Dialoges dar.
Seit Jahren beobachtet der Verfassungsschutz diese Gruppierung TGO und hat Verbindungen von dieser mit den Grauen Wölfen festgestellt. Es gibt dann zwei Möglichkeiten: Entweder hat der Pfarrer von diesem Sachverhalt nichts gewusst, was einen unangenehmen Geschmack hinterlässt. Wo ist denn die Professionalität von diesem Verantwortungsträger hängen geblieben? Der Pfarrer reagierte übrigens auf den Sachverhalt sehr verlegen und leider nicht wirklich überzeugend, denn die Hinweise auf die Verbindungen zwischen TGO und den Grauen Wölfe waren allseits bekannt,

Das Zweitere wäre viel schlimmer: Hat er es gewusst und trotzdem mit der TGO sprechen wollen? In letzterem Fall wäre eine Kontaktaufnahme eventuell wie folgt erklärbar: Es gibt schlicht ergreifend keinen anderen, organisierten „Vertreter“ von dortigen, ansässigen Türken. Entweder haben diese alle eine Verbindung zum TGO (?), oder die Türken, die nicht zu der TGO gehören sind nicht genügend oder gar nicht organisiert (oder werden herzlichst von den Grauen Wölfen eingeladen sich nicht zu organisieren). Um einen Dialog mit den legitimierten (nicht extremistischen) vertretern anzufangen wird es dann umso schwieriger.

Aber wer sind denn diese Grauen Wölfe überhaupt? Genau genommen, sind die grauen Wölfe keine fundamentalistischen, orthodoxen Muslime. Im Gegenteil. Diese Leute haben so viel mit dem Islam zu tun wie damals die NSDAP mitsamt ihrer esoterischen, heidnischen, gen-orientierten Weltanschauung mit dem Christentum. Aber genauso wie damals viele Christen, vor allem evangelische, sich mit der Staatsideologie der NSDAP identifizierten, gibt es streng-gläubige Türken, die aufgrund ihres ebenfalls weltberühmten türkischen Ultra-Nationalismus, im Großen und Ganzen mit dieser Strömung einverstanden sind (aus taktischen Gründen) und sich zumindest sich nie trauen würden, vor allem unter Nicht-Türken, die Grauen Wölfe zu verurteilen. Die Frage in dieser innerpolitischen Angelegenheit der Türkei ist, wer von den Islamisten oder von den Grauen Wölfen den anderen nutzt. Diese überlassen wir Beobachter der türkischen Politik. Leider ist es doch so, dass solche Probleme in Deutschland Fuß fassen, und das seit Jahrzehnten.

Die Grauen Wölfe (welche die Realität der türkischen Identität in einer genetischen Reinheit sehen wollen, also in einer vom Islam weit entfernten Ideologie des Miteinander) stehen dem Panturanismus nahe wie damals die NSDAP den Pangermanismus. Nichts Neues an sich: es sind alles Ideen aus dem späten 19.Jahrhundert, nur mit dem exotischen Döner-Geschmack. Der Islam wird nur als eventuelles Instrument angesehen, um die Turk-Völker zu vereinen.

Angesichts möglicher taktischer Unterstützung sollte man klar zwischen Rechtsextremisten und Islamisten unterscheiden. Nicht mit der einen Seite zu sprechen, heißt nicht gleich, dass ein eventueller Dialog mit der anderen unmöglich sei.

Die Presse unterscheidet aber nicht zwischen orthodoxen Muslimen (Islamisten) und Rechtsextremisten und letzteren (als ob sie den christlich-islamischen Dialog gefährden würden) den Vorwurf, sie sollten ihre Analyse doch bitteschön ein bisschen verfeinern.

Der Pfarrer besteht übrigens weiterhin darauf, mit Muslimen (welche Muslime gilt es noch zu klären) den „Dialog“ zu führen.

Und welche Rolle spielt die Bürgerbewegung Pax Europa in diesem Spiel? Laut der Presse seien sie „ultra-konservative Christen“, die den Dialog gerne stören. Das ist absurd. Dazu möchte ich folgendes sagen:

Dem guten Pfarrer haben die unangenehmen Fragen der BPE-Mitglieder offensichtlich nicht gefallen. Das war vorherzusagen und an sich auch nicht verwunderlich. Erstens: Der Form halber gäbe es sicher auch höflichere Arten, die unangenehmen Fragen zu beantworten bzw. nicht zu beantworten. Zweitens: Nach Auskunft des Pfarrers gibt es auch gar keine Muslime in Europa und auch nicht in Reutlingen, die den Islam als Herrschaftskultur sehen wollen, die 2030 oder später das Sagen hier haben werden (weil Gott das so will), somit gäbe es dann auch keine „störenden“ Fragen und gar keine Bürgerbewegung Pax-Europa. Ursache und Folge bitte nicht verwechseln.

Zum Dritten könnte man auch als Pfarrer von kontroversen Dialogen lernen. Warum die Schwierigkeiten immer so leicht beseitigen?

Der Kurs, dem der angeblich so liebevolle Pfarrer folgen wollte, war alles andere als derjenige eines vom Dialog überzeugten Menschen. Die Mitglieder durften keine Fragen mehr stellen und er startete sogar eine Diffamierungskampagne gegen Pax Europa. Merkwürdig für einen Kirchenmann, der die Liebe unter den Menschen will. Ob der Pfarrer der Presse gegenüber BPE als ultra-konservative Christen geschildert hat, mag möglich sein. Wenn es der Fall wäre, wäre das die verkehrte Welt. Stellen Sie sich mal vor: ein christlicher Mensch (in Amt), der sich bei einer höchst säkularen Institution also der Presse über säkulare Menschen (also BPE) beklagt, weil diese angeblich noch „christlicher“ als er seien. Wäre das nicht ernst gemeint, könnte jeder, der ein bisschen über den Tellerrand schaut, sich totlachen.

Zum Thema, wer denn die Bürgerbewegung Pax Europa überhaupt ist, möchte ich die Journalisten bitten, noch genauer unsere Statuten genauer unter die Lupe zu nehmen. Uns wird ab und zu Ultra-Konservatismus“ (ohne genaue Definition) vorgeworfen, was derzeit immer noch weniger unverschämt als Rechtsextremismus ist.

Die Bürgerbewegung Pax Europa zeigt auf, welche Gesellschaftsform im Islam steckt, dass die Kompatibilität dieser in der heutigen Form mit unserer Gsellschaft unmöglich ist und dass selbsternannte „Vertreter der Muslime“ ohne Differenzierung einen harten, erklärten Konfrontationskurs gegen „den Westen“ beschreiten. Die Bürgerbewegung Pax Europa versucht der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die Demokratie und die individuellen Freiheiten peu à peu von der Islamisierung in Frage gestellt werden, dass die europäischen Traditionen vernachlässigt werden und in Vergessenheit geraten und dass wir uns dagegen wehren sollten, denn unter unseren Traditionen gibt es viele individuellen und kollektiven Freiheiten, auf die wir nicht verzichten möchten, nicht für uns und nicht für unsere Kinder und Enkelkinder. Die Demokratie, also Meinungspluralismus, die öffentliche Kritik an politischen Programme und die Möglichkeiten Änderungen im gesellschaftlichen System vorzunehmen sind uns erhaltenswert. Demokratie statt Theokratie ist unser Motto, daran halten wir fest. Ist man deswegen ein „ultra-konservativer Christ“?

BPE vereint praktizierende Christen, aber auch nicht praktizierende. Es gibt hier Atheisten, Agnostiker, Wissenschaftler, Freidenker, Leute aus dem linken sowie aus dem rechten politischen Spektrum (und rechts ist nicht „rechtsextremistisch“, wie manche es gerne glaubhaft machen möchten). BPE verlangt keine Aufnahmeprüfung, um sicherzustellen, dass das richtige Blut in unseren Adern fließt oder dass die Software, die gerade hinter den Augen läuft, die richtige ist. Und genau genommen weiß keiner, was genau, außer der Islamkritik, die Mitglieder antreibt, es ist letztendlich nicht das Thema unserer Aktion. BPE ist keine politische Partei, sie hat kein umfassendes Programm für Deutschland für die nächsten Generationen, dafür sind die Meinungen in der Bewegung viel zu unterschiedlich. Ihr Ziel ist aber, dem Publikum klar zu machen, dass sie die „Demokratie“ als solche seit Jahren in Gefahr sieht und sie will die Leute und Gruppierungen (vor allem die islamischen Verbände), die an der Islamisierung arbeiten ans Tageslicht bringen.

In Reutlingen ging es zuerst darum, auf den Veranstaltungen des Pfarrers unangenehme Fragen zu stellen, um zu zeigen, dass das Schönreden der Probleme keine Lösung darstellt.

Dass sich unabhängig davon herausgestellt hat, dass die TGO Gruppe rechtsextremistisch ist, ist nicht das Hauptthema der Bürgerbewegung Pax Europa, zeigt aber, dass der Pfarrer grundsätzlich seine Haltung (Dialog zu jedem Preis, Schönreden, wahre Probleme verleugnen) zu dem System „Islam“ auf dem Prüfstand stellen sollte.

Diogenes, April 2010

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7 Antworten zu Der seltsame „Dialog“ in Reutlingen

  1. antifo schreibt:

    Es wäre auch möglich, daß der Pfarrer die Räumlichkeiten deshalb an diese TGO vermietet und dabei ein Auge zugedrückt hat, weil er in finanziellen Nöten ist. Legt man betriebswirtschaftliche Maßstäbe an, dann ist es hochgradig rational, möglichst an jeden zu vermieten, damit man seine laufenden Kosten reinbekommt. So erkläre ich mir die Nutzung des Evangelischen Bildungswerkes in Regensburg durch verfassungsfeindliche Linksextremisten.

  2. gisbert schreibt:

    Hallo Diogenes: Bei allem Respekt für deinen langen, ausführlichen Artikel, solltest auch du die Tatsachen etwas genauer nehmen. Du schreibst:
    „Und welche Rolle spielt die Bürgerbewegung Pax Europa in diesem Spiel? Laut der Presse seien sie „ultra-konservative Christen“, die den Dialog gerne stören.“
    und weiter…..
    „Zum Thema, wer denn die Bürgerbewegung Pax Europa überhaupt ist, möchte ich die Journalisten bitten, noch genauer unsere Statuten genauer unter die Lupe zu nehmen. Uns wird ab und zu Ultra-Konservatismus“ (ohne genaue Definition) vorgeworfen….“

    Nicht die Presse (was ja die Printmedien sind) haben ultra-konservative Christen und Pax Europa verwechselt und vermengt, sondern die Leute vom SWR in ihrem Fernsehbeitrag!!! Die maßgelblichen Artikel in der Südwestpresse sind gut recherchiert und haben alles korrekt dargestellt.
    Der Link hinter dem Wort Presse genügt hier nicht.
    Ansonsten, danke für die Mühe!

  3. Anonymouse schreibt:

    Ich möchte den Artikel hier mit dem heutigen Artikel in der SWP ergänzen:

    Zitat Pfarrerin Hörnig heute dazu in der SWP:

    „Vielleicht haben die ja erst viel später von der ganzen Aufregung erfahren. [Anmerkung: Eine Stellungsnahme der TGO steht immer noch aus]“

    Hier gilt es offenbar das Motto „Jetzt erst Recht, weiter so“. Die Einsichtsfähigkeit von Pfarrerin Hörnig ist Null, die Faktenresitenz dagegen extrem hoch. Noch mal zur Erinnerung. Am selben Tag, als am 3. April der Ursprungsartikel in der SWP veröffentlicht wurde, ist das Originalvideo sofort vom Netz genommen worden (andere Üble vom gleichen User existieren noch), mehrere Kopien wurden dann von verantwortungsvollen Mitbürgern ins Netz gestellt.

    Im Übrigen:
    Der Nickname vom User des Ursprungsvideos lautet „Reis8838“. Wobei „88“ für „HH“ = „Heil Hitler“ steht, und „38“ für „Zweiter Weltkrieg 1938“. Saubere „Freunde“ verteidigen manche Kirchenvertreter.

    @ Diogenes

    Zitat:
    „Es ist ja klar, dass wenn Leute sich kennen lernen wollen, sie sich nicht gleich mit schweren Themen beschäftigen wollen…“

    Fünf Jahre währen schon die intensiven Kontakte von dem Pfarrer mit der TGO. Er nennt es christlich-islamischen Dialog. Ich nenne es Smaltalk. Über Inhalte zu reden hat er in den fünf Jahren strikt vermieden, und wird es auch weiterhin meiden bei der Faktenresitenz.

    ——–

    Ich möchte mal aus der Resolution des Gesamtkirchengemeinderats zitieren:

    „Das Gespräch mit Menschen anderen Glaubens erfordert von allen eine hohe Sensibilität und die Bereitschaft zuzuhören. Erforderlich ist die Bereitschaft, sich auf fremde Glaubensvorstellungen einzulassen, ohne sie gleich zu bewerten oder zu verurteilen.“

    Einmal von mir leicht verändert:

    „Das Gespräch mit Menschenrechtlern erfordert von allen eine hohe Sensibilität und die Bereitschaft zuzuhören. Erforderlich ist die Bereitschaft, sich auf fremde Wertvorstelungen einzulassen, ohne sie gleich zu bewerten oder zu verurteilen.“

  4. Dolomitengeist schreibt:

    Islam-Südtirol, sind das die ersten Anzeichen des Bürgerkrieges?
    Regliöse und politische Symbole durch ausländische Straftäter geschändet und entweiht!
    http://dolomitengeisteu-dolomitengeist.blogspot.com/2010/05/islam-sudtirol-sind-das-die-ersten.html

  5. Anonymus schreibt:

    Mich schauderts, wenn ich darüber nachdenke, wieviel Geld das Ehepaar Thomas und Christina Hörnig erhalten UND was sie damit für eine Gehirnwäsche betreiben.
    Also, wer jetzt noch nicht ausgetreten ist, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Und warum arbeiten eigentlich Freikirchen in der ACK mit???
    Wenn die alle austreten aus der ACK, dann sitzen die fünf, sechs Hansens da allein rum.

    http://www.gea.de/region+reutlingen/reutlingen/kleine+schritte+zum+grossen+ziel.1809021.htm

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