Erläuterung von Merkmalen des Islam anhand der Mohammed-Biographie von Ibn Ishaq

Erläuterung von Merkmalen des Islam anhand der Mohammed-Biographie von Ibn Ishaq

Gastbeitrag von Norbert Lachner

I. Übernatürliche Geschehnisse im Leben Mohammeds und ihre Bedeutung

In den Hadithen und Mohammed-Biographien beeindrucken die Erzählungen von übernatürlichen Begebenheiten im Leben Mohammeds. Diese an der Entstehung des Islam durchgehend beteiligten paranormalen Ereignisse können kaum auf fromme Legendenbildung zurückgeführt werden, da ohne sie Mohammeds Erfolg nicht zu erklären ist. Die folgende Betrachtung zieht vor allem Material aus „Das Leben des Propheten“ von Ibn Ishaq, verfasst um 750 n. Chr., heran. Der Inhalt dieser Biographie gilt im Islam als beinahe ebenso gut verbürgt und maßgeblich wie die Hadithe. Außerdem werden im folgenden Beitrag ausgewählte Ereignisse in thematischer Anordnung verwendet, um Eigenheiten des Islam zu beleuchten.

„Gabriel“ – ein Engel?

Als Mohammed nach seiner Erwählungsvision („Lies!“ …) vor die Höhle trat, hörte er eine Stimme vom Himmel mit den Worten: „O Mohammed, du bist der Gesandte Gottes (Allahs), und ich bin Gabriel!“ Gleichzeitig sah er Gabriel in der riesigen Gestalt eines Mannes vor seinen Augen, gleich wohin er seinen Blick wandte. Der Übermittler der Botschaften bezeichnete sich bei der ersten Begegnung mit Mohammed also nicht selbst als Engel, er nannte sich nur lapidar „Gabriel“. Andernfalls hätte er es wohl auch mit dem wirklichen Erzengel Gabriel und den himmlischen Heerscharen zu tun bekommen. Seine Wortwahl sowie verschiedene Koranstellen legen jedoch nahe, dass er Diener und Bote Allahs sowie ein Engel gewesen wäre. Dies reiht sich ein in die Fälle, in denen im Koran eine Aussage nicht wörtlich gemacht, aber suggeriert wird.

Außerdem wird, wie in Mohammeds Botschaft üblich, auch die biblische Erzählung von der Verkündigung des Engels Gabriel vor Zacharias und vor Maria verzerrt wiedergegeben. Da aber Allah nicht der Gott der Bibel ist und daher als „Gott“ garnicht existiert, sondern nur von Gabriel als der Gott der Bibel behauptet, um nicht zu sagen vorgeschoben wird, berichtet Gabriel in eigener Regie seine angeblichen Einsätze vor Zacharias und Maria mit Abweichungen von der Bibel und auf unplausible und die Bibel verhunzende Weise. Auch deshalb kann Mohammeds Führungs- und Schutzgeist nicht der Erzengel gleichen Namens sein.

Da Gabriel Mohammed die Botschaften zwangsweise eingab, dessen Gegnern Schreckensvisionen einflößte und Gesundheitsschäden anzauberte und gelegentlich als Mensch in Erscheinung trat, war er am ehesten ein Dämon. Dies soll aus dem folgenden Material der Biographie noch deutlicher werden.

Gleich nach Mohammeds Erwählungsvision hoffte seine Ehefrau Kadidscha, dass er der Prophet seines Volkes sein werde. Sie fragte ihren Vetter Waraqa, der Christ geworden war und die Bibel las, um Rat. Er bestätigte ihr und dann auch Mohammed, dass der Engel Gabriel ihn als Prophet Gottes bezeichnet habe und er es wirklich sei. Mohammed übernahm diese Ansicht.

Als in Mekka Mohammed und seine Anhänger zunehmend verfolgt wurden, begaben sich auf seinen Rat hin rd. 80 Männer mit ihren Familien nach Abessinien, wo ein christlicher König herrschte. Von ihnen ließ sich der König erstmalig über den Islam unterrichten.

Die Mohammedaner trugen ihm einen Abschnitt aus Sure 19 vor. Vielleicht war es der Beginn, der die Verkündigung des Engels Gabriel bei Zacharias und bei Maria sowie die Geburt Jesu („unter einer Palme“) usw. aufgreift. Marias Worte waren laut Koran: „Woher soll mir ein Knabe werden, wo mich kein Mann berührt hat …“ – das hätte ja gereicht und entspricht auch der biblischen Erzählung – aber nein, sie sollte noch hinzugefügt haben: „… und ich keine Dirne bin.“ (Koran 19;20), als ob das eine grundsätzlich andere Möglichkeit, schwanger zu werden, wäre. Als junge tiefgläubige Jüdin hätte Maria niemals einen solchen unflätigen Blödsinn geredet, und schon garnicht gegenüber einem Engel. Aber der Urheber von Mohammeds Botschaften, nämlich Gabriel, konnte es sich wohl nicht verkneifen, diese Bezeichnung für die Mutter Jesu zu verwenden und ihr selbst, wenn auch in einer lächerlichen Verneinung, in den Mund zu legen. Nicht unähnlich schwadronierte Gabriel ein andermal, wenn auch nur im hypothetischen Konjunktiv, davon, Allah wolle den Messias und seine Mutter vernichten (Koran 5;17). Auch diese Koranworte entlarven wieder Gabriels wahre Absichten.

In Sure 19 ist noch von Abraham, Jakob, Adam, Moses, Aaron, Noah und dem Jüngsten Gericht die Rede; dann heißt es, dass die Christen mit der Gottessohnschaft Jesu Ungeheuerliches gegen Allah behaupten. Das bekam aber der „Negus“ (König) wahrscheinlich nicht zu hören, da er und seine Bischöfe zu Tränen gerührt waren und bei Gott gelobten, die Islam-Gläubigen zu beschützen. Dazu passt Koranvers 5;83: (Wenn die Christen Mohammeds Botschaft hören) „… siehst du ihre Augen von Tränen überfließen ob der Wahrheit, die sie erkannt haben. Sie sprechen: ‚Unser Herr, wir glauben ’“ Ihre islamische Aussage über Jesus schließlich überzeugte den König restlos: „… dass er der Diener Gottes sei, sein Prophet, sein Geist und sein Wort, das Gott der Jungfrau Maria eingegeben hatte.“ Gottes Geist und Wort sind ja nur ungefähr auf Jesus zutreffende Bezeichnungen, ohne dass deren Bedeutung erläutert wird. Hingegen ist Jesus in der christlichen Frohbotschaft gerade mehr und etwas anderes als ein bloßer Diener und Prophet Gottes. Johannes der Täufer war gewiss ein wahrer und untadeliger Prophet. Er gab aber Jesus das Zeugnis: „Ich zwar taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Stärkerer als ich, und ich bin nicht würdig, ihm den Riemen seiner Sandalen zu lösen; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“ (Lk 3,16) Noch heute äußern sich Kirchenvertreter zufrieden, dass Jesus im Islam immerhin „als Prophet verehrt“ wird – könnte man mehr erwarten? In einer Offenbarung Gottes allemal.

Später belehrte der Negus einen nichtmuslimischen Boten aus Mekka voller Überzeugung: „… (Mohammed,) zu dem der Erzengel kommt, der auch zu Moses kam … folge ihm, denn er ist im Recht und wird seine Gegner besiegen, wie Moses den Pharao …“ – Hinter Moses stand der biblische Gott, der seine Macht bewies, um sein Volk Israel aus der Knechtschaft des Pharao zu befreien. Auch der Negus ahnte offenbar schon, dass hinter Mohammed eine Macht stand, die ihn unbesiegbar machte. Nur identifizierte er diese Macht leichtfertig mit dem Gott aus der Bibel. Der christliche König von Abessinien war allerdings ein Herrscher und theologisch offenbar nicht ganz auf der Höhe.

Traurig, aber wahr: Gleich zu Beginn der Entstehung des Islam betätigten sich halbwissende Christen als Steigbügelhalter der Muslime. Sie ließen sich von der Nennung von biblischen Gestalten und religiösen Grundbegriffen täuschen, ohne auf die genauen Aussagen und die Sinngebung zu achten. Zugute ist ihnen zu halten, dass sie bei weitem noch nicht die ganze Botschaft Mohammeds sowie auch ihre Praktizierung kannten und Mohammed und seine ersten Anhänger als machtlose Verfolgte erlebten. Diese Entschuldigung gilt aber für die heutigen Christenführer nicht mehr, welche die gesamte Lehre und Geschichte des Islam überblicken können.

Gleich ob man Mohammed ungewöhnliche Begabung, ja Genialität zuschreibt und fördernde Umstände und begünstigende „Zufälle“ erkennt, ist damit noch nicht erklärt, warum seine vielen Gegner es von Anfang an, als er noch ein machtloser Verkünder mit geringem Anhang war, und auch später nicht schafften, ihre zahlreichen Attentatspläne erfolgreich umzusetzen. Die Biographie berichtet eine Reihe gescheiterter Nachstellungen und nimmt sie zum Beweis dafür, dass Mohammed Allahs Prophet war und unter Allahs Schutz stand. Mohammed selbst erklärte immer wieder, dass er von Gabriel beschützt und vor Unheil bewahrt wurde. Auch seine Feinde kamen wegen seiner sonst unerklärlichen Rettung aus Gefahren und seiner militärischen Überlegenheit zu der Überzeugung, dass er unter einem unüberwindlichen magischen Schutz stand. Viele seiner Gegner entschuldigten, dass sie sich dem Islam anschlossen, ohne von seiner Botschaft überzeugt zu sein, vor sich selbst damit, dass offenbar jede Gegenwehr aussichtslos sei. Nicht wegen der Überzeugungskraft der neuen Lehre, sondern wegen der militärischen Überlegenheit seines Verkünders und seiner Anhänger verbreitete sich der Islam anfänglich so rasch.

Abu Djahl, Sippenführer und bedeutendster Gegner Mohammeds und Verfolger der Muslime in Mekka, wollte, wie auf einer Versammlung abgesprochen, Mohammed bei seinen Niederwerfungen an der Kaaba mit einem großen Stein erschlagen. Im letzten Moment wurde er von der Schreckensvision eines Riesenkamels aufgehalten. Mohammed nannte Gabriel als Urheber. (Ein Engel hätte da wohl eine andere Möglichkeit gefunden.)

Ein anderer Attentäter erhielt sogar vom ruhig dasitzenden Mohammed die Erlaubnis, sein Schwert auszuprobieren, er wurde aber durch dessen Ruhe und sicherlich durch Gabriels Einfluss von der Tötung Mohammeds abgehalten.

Mohammed suchte einen jüdischen Stamm in einer Angelegenheit friedlich auf. Er wartete an einer Hauswand sitzend auf ihre Entscheidung. Sie beratschlagten, vom Dach einen Stein auf ihn zu werfen. Er bekam von Gabriel Bescheid und kehrte unverzüglich nach Medina zurück. Danach eroberte er das Gebiet der jüdischen Stämme.

Eine gefangene jüdische Frau lud Mohammed und seine Gefährten zu einem Festmahl. Sie bereitete einen vergifteten Schafsbraten. Mohammed spuckte den ersten Bissen wieder aus und verkündete, dass das Fleisch vergiftet sei. Ein Gefährte hatte bereits einen Bissen geschluckt und starb daran.

Ein andermal stellte sich Gabriel leibhaftig neben Mohammed und zauberte seinen vier ärgsten Spöttern, als sie vorübergingen, Krankheiten an, an denen sie starben; einen fünften ließ er erblinden.

Nachdem alle Muslime von Mekka nach Medina übergesiedelt waren, außer Mohammed selbst und seinem Cousin Ali und seinem Freund Abu Bakr (Aishas Vater), wollten die Gegner wieder seiner habhaft werden. Sie vereinbarten, junge Männer aus verschiedenen Stämmen sollten ihn im Schlaf erschlagen. Doch Gabriel gab Mohammed Anweisungen und verwirrte offenbar die Männer, so dass sie ihn entkommen ließen. Mit Listen und auf Umwegen gelangte er dann unbehelligt nach Medina.

Die Juden sagten, als sie in Medina mit Mohammed zunehmend in Streit gerieten, zu ihm: „(Gabriel) ist unser Feind. Er ist ein Engel, der Ungemach und Blutvergießen bringt. Wäre es nicht so, würden wir dir folgen.“ Gabriel gab Mohammed die Antworten auf die Fragen ein, mit denen sie ihn auf die Probe stellen und widerlegen wollten.

Gabriel verriet Mohammed nicht nur die geheimen Angriffs- und Anschlagspläne seiner Gegner, er gab ihm auch oftmals Kunde von verborgenen oder weit entfernten Dingen, wie z. B. dem Verbleib eines entlaufenen Kamels. Sicherlich inspirierte er ihn auch bei seinen Unternehmungen als Glaubenslehrer, Oberhaupt der Oasenstadt Medina und als Feldherr durchgehend auf eine nicht immer auffällige Weise zu klugem, erfolgreichem Handeln, das man dann auf eine persönliche Genialität zurückführen könnte. Als die Mekkaner gegen Medina vorrückten, ließ Mohammed auf der Seite der Siedlung, welche nicht durch den Berg und die Sümpfe geschützt war, Gräben ausheben, was eine dort bis dahin unbekannte Verteidigungsmaßnahme darstellte.

In der Biographie werden auch übernatürliche Begebenheiten erzählt, die sicherlich als von Gabriel fabrizierte Scheinwunder anzusehen sind. Einen Mann brachte Mohammed dadurch zum Glauben, dass sich vor seinen Augen ein Baum von der Stelle bewegte. Als die Mediner zur Verteidigung den Graben aushoben, stießen sie auf einen gewaltigen Felsbrocken. Mohammed ließ sich einen Behälter Wasser bringen, spie hinein und betete über ihm, dann besprengte er mit diesem Wasser den Felsen, worauf dieser zu Sand zerfiel. Danach schüttete er eine Handvoll Datteln auf ein Gewand, und sie vermehrten sich so sehr, dass sich die am Graben Arbeitenden daran satt essen konnten. Ebenfalls beim Graben sagte er voraus, dass Allah den Muslimen den Jemen, Syrien, den Westen und den Osten öffnen würde. Während eines Kampfes (nach der Einnahme von Mekka), in dem zunächst die Muslime in Bedrängnis gerieten, fiel zwischen ihnen und ihren Gegnern eine schwarze Wand herab, sie bestand, wenn den Augenzeugen zu trauen ist, aus Ameisen. Beim nächsten Heereszug klagten die Muslime über Wassermangel. Mohammed betete, und eine Wolke kam und brachte Regen.

Auch diese übernatürlichen Ereignisse erfordern nicht Gott als einzig mögliche Erklärung, sondern bewegen sich ohne Weiteres innerhalb der Möglichkeiten eines gottgegnerischen Geistes. Und zwar bestehen sie zum Teil in der Manipulation von Materie und zum Teil in der Manipulation der Wahrnehmung eines oder mehrerer Menschen (Einflößung von illusionären Kognitionen bis hin zu Visionen).

Diese gut verbürgten Erzählungen der Mohammedaner von übernatürlichen Geschehnissen in Mohammeds Leben sind nicht einfach als fromme Legenden abzutun, weil nämlich ohne sie der Gang der Ereignisse nicht verständlich wäre. Dass Mohammed zahlreichen Attentatsplänen entging und schließlich den militärischen Sieg errang, kann nicht aus einer noch so genialen Führerschaft erklärt werden, sondern nur durch die überlieferte Tatsache, dass er oftmals auf übernatürlichem Weg von entfernten Ereignissen und von geheimen Plänen seiner Gegner erfuhr und auf diese entsprechend reagieren konnte.

Ebenso wenig würde die Annahme, dass Mohammed seine Botschaften rein aus sich heraus zusammenfabuliert und ihre Umsetzung ausgesponnen hätte, die erfolgreiche Gewinnung von Mitstreitern und die militärisch siegreiche Durchsetzung seiner Lehren erklären. Nicht zuletzt die von Gabriel fabrizierten übernatürlichen Ereignisse überzeugten die Anhänger Mohammeds von dessen göttlicher Mission, indem sie alles Außergewöhnliche an und um ihn auf Allah zurückführten. Erst der Glaube an seine Prophetenschaft und seine Versprechen paradiesischer Belohnung machte sie zu todesmutigen Mitstreitern. Vor ihrer ersten größeren Schlacht versicherten die Mediner Mohammed:

„Wir glauben an dich und bezeugen, dass deine Botschaft die Wahrheit ist. Wir haben mit dir darauf einen Bund geschlossen und dir versprochen, dass wir dir folgen und gehorchen werden. So gehe, wohin du willst, und wir sind mit dir … Wir haben nichts dagegen, dass du uns morgen gegen unsere Feinde führst, denn wir sind standhaft im Krieg, getreu im Kampf. Vielleicht wird Gott dir an uns zeigen, was dir Freude bringt. So lass uns mit Gottes Segen mit dir ziehen!“ In der Schlacht von Badr siegten sie.

Man müsste also zumindest einräumen, dass Mohammed offenbar des Hellsehens und der Telepathie fähig war. Auch diese Möglichkeit zu leugnen, wäre den überlieferten Fakten gegenüber intellektuell unredlich. Immerhin wäre diese Interpretation noch besser mit einem wissenschaftlichen Standpunkt vereinbar als Mohammeds eigene Behauptung, dass er diese übernatürlichen Kenntnisse von Gabriel erhielt, den er als Engel, Beschützer und Vermittler der Offenbarung betrachtete, und der auch in Mohammeds Botschaft so dargestellt wurde.

Es ist daher unverzichtbar, Gabriel als Geistwesen zu berücksichtigen, weil man sonst den ganzen Islam als Fantasiegeschichte bezeichnen müsste, deren Verbreitung unfassbar bliebe. Nach der für die Muslime maßgeblichen Biographie gab Gabriel Mohammed die Botschaften ein, erschien ihm in Visionen, trat gelegentlich in materialisierter Form auf, beschützte ihn, indem er seine Feinde mental beeinflusste und verwirrte, sie mit einer Schreckensvision ängstigte, ihnen Krankheiten anzauberte, oder eben Mohammed ihre geheimen Pläne mitteilte.

Wenn man aber akzeptiert, dass Mohammed von einem Geistwesen mit Botschaften, Anweisungen und wichtigen Informationen versorgt, in seinem Handeln inspiriert und durch direkte Einwirkung auf die Umgebung beschützt und unterstützt wurde, dann kann man der Frage nicht ausweichen, von welcher Einstellung und Ausrichtung dieses Geistwesen wohl war. Anhand von Mohammeds Lehre und Handeln kann man sich diese Frage beantworten. Er hatte z. B., wie er sagte, von Gabriel eine vierzigfach erhöhte Manneskraft erhalten, die er offenbar im Verkehr mit seinen vielen Frauen und Sklavinnen auch einsetzte; und er lehrte, dass den Märtyrern im Paradies eine hundertfach verstärkte Manneskraft helfen würde, es mit den 72 Jungfrauen aufzunehmen. Mohammed wurden auch mehr irdische Wünsche erfüllt als anderen, weshalb er besonderen Grund hatte, Allah zu danken.

Weil Mohammeds Lehre zudem den Anspruch einer Religion erhebt, welche von Gott (Allah) geoffenbart worden und nach dessen Willen über die ganze Erde zu verbreiten sei, und weil Mohammeds Handeln ganz diesem Anspruch diente, kommt man nicht um die Frage herum, wie diese Lehre zu sonstigen bestehenden religiösen Lehren, besonders jenen mit einem vergleichbaren Offenbarungs- (biblisch) und Universalitätsanspruch (christlich) stehen mag.

Ebenso wie es nicht angemessen wäre, das Übernatürliche in Mohammeds Leben auszublenden und zu verleugnen, wäre es andererseits falsch, es unbedingt auf Gott zurückzuführen. Denn wenn die Existenz Gottes bejaht wird, kann man seine Lehren nicht beiseite lassen, zu denen auf alle Fälle die biblische Offenbarung zählt. Nach der Bibel sowie in verzerrter Weise auch in der sie ersetzen wollenden Botschaft Mohammeds bzw. Gabriels gibt es als geschaffene Wesen Gott treue Geister (Engel) und gottgegnerische Geister (Satan und seine Helfer sowie Menschenseelen in deren Gefolgschaft). Der Islam selbst kennt den Satan als Feind Allahs und der Menschen, wenn er auch sein Wirken verharmlost. Wenn also Gott in die Überlegung einbezogen wird, dann müssen auch sein Gegner und dessen Gefolge in Betracht gezogen werden. Dann ist die Überlegung unerlässlich, ob der Koran und die Inspiration Mohammeds, worauf der Islam beruht, Gott oder Gottes Gegner zum Ursprung hatten.

Jesus sagte voraus: „Es werden aber falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten zu verführen.“ (Mk 13,22). Zeichen und Wunder, wie sie auch bei Mohammed vorkamen, sind also kein Beweis für eine göttlichen Sendung, sie können auch von Werkzeugen des Gegners Gottes ausgehen, worauf dann die konkreten Umstände und die damit verbundenen Lehren einen Hinweis geben mögen. Wenn die Existenz Gottes und seines Gegners eingeräumt wird, sind auch der Gegensatz und die widerstreitenden Bestrebungen zwischen ihnen in Betracht zu ziehen, also der Kampf zwischen Gut und Böse, der sich ebenso in und zwischen den Menschen abspielt. Sofern man nicht die Bibel als unerheblich abtut, wie es den Muslimen gelehrt wird, sieht man aus der Erklärung des Neuen Testaments den Kreuzestod Jesu im Zentrum des Kampfes zwischen Gut und Böse. Dann wird zum Entscheidungskriterium bezüglich des Standpunkts und der Glaubwürdigkeit von Mohammeds Lehre, was diese dazu aussagt. Und man findet: Sie bestreitet Jesu Kreuzestod genauso wie die Notwendigkeit einer Erlösung und die Erbsünde als deren Ursache. Der Islam hält die Gläubigen davon ab, die Erlösung anzunehmen und (nach christlichem Verständnis) das Seelenheil zu gewinnen, lässt sich daraus folgern. Er hat deshalb nicht Gott, sondern Gottes Gegner zum Ursprung.

Gabriel übermittelte eine falsche Beschreibung von Gott, die auf Gott, so wie er aus der Bibel bekannt und auch auf vernünftige Weise vorstellbar ist, nicht zutrifft. Gabriel beschrieb in seinen zwangsweisen Eingebungen an Mohammed einen, zur Unterscheidung „Allah“ genannten, Gott, der nicht der wahre Gott ist und den es also garnicht gibt. „Allah“ hat lediglich Alibifunktion für Gabriel, welcher nur aus sich und für sich selbst redete, vermutlich mit dem Einverständnis und dem Beifall seines Herrn, des „Vaters der Lüge“ (Joh 8,44).

Wer also den Islam als wertvolle und vollgültige Religion, d. h. Glauben an Gott und Befolgung seiner Gebote, bewertet und daher rechtfertigt, befürwortet und unterstützt, muss bereits das übernatürliche Geschehen in Mohammeds Leben wie auch die Existenz Gottes abstreiten oder sich zumindest weigern, darüber nachzudenken und zu urteilen. Er mag auf einem rein naturwissenschaftlichen Standpunkt beharren und damit seine intellektuelle Unredlichkeit kaschieren, wenn er den Glauben der Muslime für bare Münze nimmt und den Islam unbesehen als Gottesglauben einstuft und bewertet.

Manche stellen sich auf den Standpunkt: Jeder kann religiös glauben, was er mag, solange er sonst keine Gesetze übertritt und nicht die Rechte anderer verletzt; und ich enthalte mich jeglicher Prüfung und Bewertung des Glaubensinhaltes. Ich halte mich an die gesetzliche Religionsfreiheit und das Toleranzgebot gegenüber Anhängern jeglicher Weltanschauung und Religion. Somit handle ich politisch korrekt und mache alles richtig. Was aber der Inhalt einer Religion bei ihren Anhängern und den ihnen Nahestehenden, was er in der Gesellschaft und in der Welt bewirkt, das habe ich nicht zu beurteilen und das kümmert mich nicht. Und welchen Wahrheitsgehalt diese oder jene Lehre haben mag, das ist erst recht nicht meine Angelegenheit.

Ein solcher Mensch hält sich dann an die Verfassung und gewährt den Islam-Anhängern Religionsfreiheit für die Umsetzung eines totalitären Systems, das hauptsächlich eine gesellschaftspolitische Seite aufweist, und glaubt damit, seiner Pflicht genügt zu haben. Er hält es auch für korrekt, der gegenwärtigen Entwicklung nur zuzusehen, auch wenn sie damit enden sollte, dass das seit ungefähr 1600 Jahren christliche Europa in einigen Jahrzehnten von Muslimen dominiert und allmählich unter den Islam gezwungen wird. Wenn seine Enkel eines Tages unter der Scharia aufwachen und ihn als Islamunterstützer dafür verwünschen, meint er, dass es ihn im Grab nicht mehr trifft und er sich ohnehin nichts vorzuwerfen hat, da er politisch-korrekt handelte.

Der Fehler bei dieser politisch-korrekten Gewährung der Religionsfreiheit für den Islam besteht jedoch darin, dass der Islam die negative Religionsfreiheit der Nichtmuslime verletzt, tendenziell und dann auch faktisch, sobald die Muslime genug Macht und Einfluss erlangen, z. B. durch den Muezzinruf in einer nicht rein muslimischen Wohngegend, wie sie meistens besteht, durch Verbot von Kritik am Islam, durch Verfolgung von Kritikern des Islam, durch Ausübung von Druck auf im Glaubensleben nachlässige Muslime und durch Verfolgung von Islam-Apostaten, auch wenn es die nächsten Angehörigen sind, die gegen die islamische Ordnung verstoßen.

Wer das übernatürliche oder unerklärliche Element in Mohammeds Leben verleugnet oder ausklammert, blendet einen Teil dessen, was ist, aus seiner Wahrnehmung und Weltsicht aus. Er berücksichtigt einen Ausschnitt der Realität bei seinen Entscheidungen nicht, die folglich nur begrenzt realitätsgerecht ausfallen können. Wenn die gleiche Person Entscheidungen für viele andere, ja für eine ganze Nation trifft, kann man diese Person nicht als ganz verantwortungsfähig und ihre Entscheidungen nicht als völlig verantwortbar bezeichnen.

II. Beleuchtung weiterer wichtiger Merkmale des Islam

Die Mohammed-Biographie von Ibn Ishaq berichtet die Geschehnisse ganz unter dem Blickwinkel muslimischer Frömmigkeit, ist also auch islamische Erbauungsliteratur. Sie streut daher theologische Aussagen und Deutungen des Geschehens ein. Vor der Erwählungsvision Mohammeds wird seine angebliche Prophezeiung durch Jesus, die aus dem Johannesevangelium stammen sollte, ausführlich wiedergegeben, so wie sie dem Biographen bekannt war. Es handelt sich um eine unglaubliche Zusammenwürfelung und Nachahmung von Jesusworten in Anlehnung an Jesu Abschiedsreden, in denen er laut Bibel den Heiligen Geist verhieß, gefolgt von der Erklärung, Jesus habe für Paraklet (griechisch: Tröster, nämlich der Heilige Geist) das syrische Wort Munhamanna verwendet, welches für Mohammed steht. Jesu Verheißung des Heiligen Geistes in Mohammed erfüllt zu sehen, ist allgemeiner islamischer Glaubensinhalt. Auch dies gehört zur Vereinnahmung Jesu als Prophet des Islam.

Weitere kurze Ausschnitte aus dieser Lebensbeschreibung Mohammeds, welche wichtige Merkmale des Islam verdeutlichen und meist für sich selbst sprechen:

In seiner visionären Himmelsreise trifft Mohammed Jesus im zweiten Himmel an, Joseph im dritten, Aaron im fünften, Moses im sechsten und Abraham im siebten Himmel. Ihre äußere Beschreibung ist zunehmend glorifizierend, während die von Jesus wenig schmeichelhaft ausfällt und auch den Angaben christlicher Mystiker/innen widerspricht. Aber bei einer Eingebung Gabriels ist auch nichts anderes als eine Herabsetzung (nur zweiter Himmel) und Schmähung Jesu zu erwarten, wie andererseits die Überhöhung Mohammeds. Abraham sei ihm am ähnlichsten gewesen, berichtete er. Dazu passt auch sein Ausspruch, er sei in der Reihe der Propheten der Ehrwürdigste. Hier sind die Gegnerschaft Gabriels zur christlichen Frohbotschaft und seine Feindschaft gegen den göttlichen Erlöser mit Händen zu greifen.

Als Abgesandte von Medina ein Bündnis mit Mohammed schlossen, ließ er sie zwölf Anführer als „Bürgen ihres Volkes“ wählen und verglich diese mit den zwölf Aposteln Jesu – eine anmaßende Parodie auf das Evangelium.

Die Belagerung von Medina durch die Mekkaner dauerte lange an, so dass die Muslime bereits in Not kamen. Da beauftragte Mohammed mit den Worten „Krieg ist nun einmal Betrug“ einen Gefolgsmann, Zwietracht zwischen den feindlichen Stämmen zu säen. Da dieser den Mekkanern und den Juden nicht als Muslim bekannt war, erreichte er durch falsche Botschaften zwischen ihnen, dass die heimlich Verbündeten gegenseitigen Verrat fürchteten und dass die Mekkaner die Juden von Medina im Stich ließen und abzogen.

Da erschien Gabriel leibhaftig vor Mohammed mit den Worten: „Die Engel haben die Waffen noch nicht niedergelegt, ich komme gerade von der Verfolgung der Feinde zurück. Gott (Allah) befiehlt dir, gegen die Banu Qureiza zu ziehen.“ Gabriel deutete damit an, ohne es wörtlich zu behaupten, dass Engel in Waffen die abziehenden Mekkaner verfolgten. Wozu sollte das gut sein und was sollte es bewirken? Wollten bewaffnete Engel die Mekkaner vernichten? Warum gelang es ihnen dann nicht, oder warum schafften sie es nicht schon früher? Diese Behauptung Gabriels ergibt also keinen Sinn, vielmehr sollte sie ihn nur in die Schar der Engel einreihen. Und Mohammed schluckte bereits alles, was Gabriel von sich gab, ohne nachzudenken, auch wenn es Unsinn war. Auch darin eifern ihm die Mohammedaner nach, ansonsten würde ihr Glaube von Zweifeln zerrieben werden.

Tatsächlich ordnete also Gabriel die Vernichtung des letzten jüdischen Stammes in Medina an, denn von dem Gott der Bibel stammte dieser Befehl sicherlich nicht. Nach erfolgreicher Belagerung wurden wegen Kollaboration mit dem Feind die Männer (700 – 900 an der Zahl) hingerichtet, die Frauen und Kinder versklavt und der Besitz als Beute vereinnahmt. Dies entsprach dem Diktum eines alten, am Graben verwundeten Mannes, dem Mohammed die Entscheidung über das Schicksal der Juden überlassen hatte. Er wusste vielleicht oder konnte zumindest annehmen, dass dieser Schiedsrichter nicht gut auf die Gegner der Muslime zu sprechen war. Und sicherlich lenkte Gabriel das Zusammenwirken der beiden Männer zu dem Ergebnis, dass Mohammed der jüdischen Kritiker in Medina endgültig ledig wurde.

Ein junger Muslim hatte die Juden noch heimlich gewarnt, sie sollten sich zum Islam bekehren, sonst würden sie niedergemetzelt werden. Es war also unter den Anhängern schon bekannt, dass Mohammed die letzten Juden in Medina vernichten wollte. Ein jüdischer Anführer sagte vor seiner Enthauptung zu Mohammed: „Ich tadle mich nicht dafür, dass ich dir meine Feindschaft gezeigt habe, aber der, der Gott verlässt, wird verlassen.“ Und zu seinem Stamm: „Gegen diesen Befehl Gottes ist nichts einzuwenden. Er hat den Kindern Israels eine Schrift, ein Verhängnis und ein Gemetzel geoffenbart.“

Erbeuteter Besitz:

Mohammed verteilte den Besitz, die Frauen und die Kinder des jüdischen Stammes. Eine der gefangenen Frauen behielt er für sich. Sie blieb in seinem Besitz, bis er starb. Er wollte sie heiraten, gewährte ihr aber den Wunsch, Sklavin zu bleiben und den Schleier nicht zu tragen. Sie hielt am Judentum fest, Mohammed beachtete sie deshalb nicht und war enttäuscht. Später bekehrte sie sich doch noch zum Islam, was Mohammed sehr erfreute.

Eine der eroberten jüdischen Ortschaften ging in den Privatbesitz des Propheten über, da die Muslime zu ihrer Eroberung weder Pferde noch Kamele hatten einsetzen müssen. So vergrößerte der Religionsführer durch neue Spielregeln seinen Anteil an der Beute.

Nach der mit Mühe gewonnenen ersten Schlacht nach der Einnahme Mekkas sagte Mohammed: „Jedem, der einen Feind getötet hat, gehören dessen Waffen und Kleider.“ Ein Kämpfer verlangte die Beute zurück, die ein anderer dem von ihm Getöteten abgenommen hatte. Mohammed verhalf ihm zu seinem Recht. Der erwarb vom Verkaufserlös der Beute einen kleinen Palmengarten, seinen ersten Besitz. Er kam also in den Genuss von Allahs Belohnung schon im Diesseits, zusätzlich zu der im Jenseits, wie es im Koran so oft heißt.

Kriegerische Bekehrung, erfolgreich dank Gabriel:

Ein Jahr nach seiner Ankunft in Medina begann Mohammed, Spähtrupps anzuführen oder auszusenden, um den Unternehmungen der Mekkaner in der Wüste nachzuspüren. Ein solcher Spähtrupp von sieben Mann traf auf eine Karawane. Die Kundschafter wurden für harmlose Pilger gehalten, denn es war am letzten Tag des „heiligen Monats“ Radjab. In der Nacht wäre die Karawane weitergezogen und hätte den „heiligen Bezirk“ nahe Mekka erreicht. In diesem Dilemma entschieden sich die Späher, die Gelegenheit zu nutzen. Sie töteten einen Karawanenbegleiter, nahmen zwei gefangen und entführten die Karawane mit den Waren nach Medina. Mohammed war ungehalten und tadelte sie, die Mekkaner empörten sich darüber, dass die Stammesregeln verletzt worden waren. Die Muslime waren ins Unrecht gesetzt, wurden aber schließlich durch eine Botschaft Gabriels gerettet. Darin wurde die Regelverletzung damit gerechtfertigt, dass die Vertreibung aus Mekka und die Weigerung, den Islam anzunehmen, noch schlimmer seien (Koran 2;217). Wie glaubhaft ist es aber, dass der ewige Gott es nachträglich gutheißen sollte, wenn einige wenige auf eine die Stammesregeln verletzende und unfaire Weise ihre Raublust nicht zügeln konnten? Aber Mohammed und seine ganze Anhängerschar waren für das Vergehen mitverantwortlich und mussten entlastet werden. Gabriel machte es schließlich möglich.

Als Mohammed mit einer Schar von Anhängern im Jahr 629 die Wallfahrt zur Kaaba durchführen wollte und die Mekkaner sich ihnen entgegenstellten, sagte er zu den Gefährten: „Was denken sich eigentlich die Quraish? Wahrlich, ich werde so lange für meine göttliche Botschaft kämpfen, bis Gott (Allah) ihr zum Sieg verhilft oder ich zugrunde gehe.“ Die Prophetenrolle und ihre Begleiterscheinungen wie Macht, Wohlstand und Ehre waren schon zu seinem festen Lebensinhalt geworden. Sicherlich konnte er sich nicht mehr vorstellen, als gewöhnlicher Mensch zu leben.

Schon seit dem Beginn seiner Prophetentätigkeit in Mekka sah Mohammed auf Grund der Koranverse 20;128,129 (Besprechung siehe unten) seine Aufgabe darin, den Mekkanern vor ihrer angekündigten Vernichtung seine neue Lehre zu verkünden und sie mit allen Mitteln zu ihrer Annahme zu bewegen, um wenigstens ihre Seelen zu retten. Die Vernichtung blieb bekanntlich aus, folglich war ihre Ankündigung wohl nur eine kluge Erfindung zu dem Zweck, Mohammed eine vorerst unwiderlegbare Rechtfertigung und ein unbeirrbares Sendungsbewusstsein zu verschaffen.

Doch wie kämpfte Mohammed? Vor der Schlacht von Uhud gab er sein besonders wertvolles Schwert einem hervorragenden Schwertkämpfer, der sich dann damit einen Weg durch die Gegner bahnte. Als die Muslime den Fliehenden nachsetzten, fiel ihnen die feindliche Reiterei in den Rücken. Mohammed wurde durch einen Steinwurf am Mund verwundet. Er war in Gefahr, überwältigt zu werden, da rief er „Wer opfert sich für uns?“ Damit vermied er es, zu seiner persönlichen Rettung um Hilfe zu rufen, vielmehr stilisierte er die Situation zu einer Frage des Überlebens der Glaubensgemeinschaft, was ja nicht einmal unrealistisch war. Sechs seiner Anhänger warfen sich für ihn in die Schlacht und starben im Kampf, damit er sich rettete. Als dann der Feind den Berg herauf kam, schaffte Mohammed es nicht, auf einen Felsen zu klettern, weil er korpulent geworden war und zwei Panzer angezogen hatte. Ein Gefährte hob ihn hinauf, und Mohammed versprach ihm dafür das Paradies. Mit der durchgehend pseudoreligiösen Argumentation erreichte er immer, Mitmenschen für seine Ziele einzuspannen. Konnte er überhaupt für seine persönliche Rettung so sicher das Paradies versprechen, wo doch laut seiner Botschaft Allah sich die letzte Entscheidung vorbehielt?

Mohammed fragte laut, wie ein solches Volk (die Mekkaner) gedeihen könne, wenn es seinem Propheten das antat. Er war ja überzeugt, dass seine Botschaft, auch wenn sie gewaltsam aufgezwungen wurde, zum „Gedeihen“ der Menschen und Völker führen würde. (Wie sieht es heute in den islamisch orientierten Ländern mit dem Gedeihen aus?, kann man sich fragen.) Etwaige Rachegefühle wegen der Verwundung verbarg er erst einmal hinter einer Sorge um das „Gedeihen“ der Feinde und schob sie dann Allah in den Mund: „Gewaltig ist Gottes (Allahs) Zorn gegen den, der das Gesicht des Propheten bluten ließ!“

Die Niederlage am Berg Uhud ging auch nicht unbedingt auf ausbleibende Hilfe Gabriels zurück, sondern darauf, dass Mohammed ohne eigene Überzeugung und nur auf das Drängen der Mediner dem Mekkanischen Heer entgegen vor die Stadt gezogen war. Einem Traum folgend, wollte er eigentlich den Feind in der Stadt erwarten. Dreihundert von den tausend Mann kehrten sogar unentschlossen wieder nach Medina zurück. Das Geschehen war Mohammed aus den Händen geglitten. Aber er wollte nicht als Feigling dastehen.

Wäre ein Prophet oder Patriarch des Alten Testaments im Kampf verwundet worden, hätte sich an die Erzählung die Erklärung angefügt, für welches Fehlverhalten von ihm Gott dies herbeigeführt oder zugelassen hatte. Auch für diese Niederlage der Mohammedaner ingesamt fehlt eine solche religiöse Begründung. Und wenn Mohammed sogleich den Zorn Allahs darüber erklärte, tat er es aus sich heraus, nicht auf Grund einer Botschaft Gabriels. So ist auch bei dieser Gelegenheit nichts von Gottes Allmacht und Lenkung zu bemerken. Und für Gabriel als Dämon würde es eher passen, dass er zwar das Denken und die Wahrnehmung von einer Handvoll Menschen manipulieren konnte, aber nicht von hunderten Kämpfern.

Das Selbstverständnis eines vermeintlichen Propheten:

Mohammed ließ sich einen ausgeprägten Personenkult gefallen, leistete ihm auch selbst Vorschub. Immer wenn Mohammed seine Waschungen vollzog, eilten seine Gefährten herbei, um sein Waschwasser zu bekommen. Immer wenn er spuckte, rannten sie hinzu, und jedes Haar, das ihm ausfiel, hoben sie auf. Sie benutzten die gesammelten Haare als Amulett. Mit seiner Spucke bestrichen sie ihre Haut, und sein Waschwasser tranken sie. Dadurch dachten sie einen Anteil an seiner „Heiligkeit“ zu bekommen. Als Mohammed in der Schlacht von Uhud im Gesicht verletzt war und ein Gefährte das Blut aufsog, lehrte er immerhin: „Wer mein Blut mit dem seinigen vermischt, bleibt von der Hölle unberührt.“ Und theologisch leichtgläubig waren die Gefährten ja, wie gesagt.

Nachdem ihn viele der Mediner lange gedrängt hatten, dem Feind entgegen zu ziehen, trat Mohammed in sein Haus und legte seinen Panzer an. Da bereuten sie schon wieder, ihn gegen seinen Willen überredet zu haben, und sagten zu ihm, er möge bleiben, wenn er wolle. Da erwiderte Mohammed: „Es ziemt sich nicht für einen Propheten, wenn er seine Rüstung angelegt hat, diese wieder auszuziehen, bevor er gekämpft hat.“

Nach der fast kampflosen Einnahme Mekkas im Jahr 630 n. Chr., als Mohammed die Tötung von Islam-Abtrünnigen befohlen hatte, bat Uthman, der spätere 3. Kalif, Mohammed um Gnade für einen mit ihm verwandten Apostaten. Mohammed gab nach langem Schweigen seine Zustimmung, tadelte aber später seine Gefährten dafür, dass sie dem Abtrünnigen nicht, während er schwieg, den Kopf abgeschlagen hatten. Sie fragten, warum er ihnen kein Zeichen gegeben hätte. Er antwortete: „Der Prophet tötet nicht durch Zeichen!“ Er selbst hielt sich an die Stammesregeln, als er der Bitte des Glaubensbruders Uthman zögernd entsprach, erwartete aber von seinen Gefährten, dass sie ohne seine Anweisung und scheinbar gegen seine Absicht der islamischen Lehre (Koran 9:113,114) folgten. Auch in anderen Situationen (z. B. beim Massaker an den Juden) gab er sich gemäßigt, hielt sich im Hintergrund, schob andere vor und ließ andere für sich handeln, um seine brutalen Absichten zu verbergen und als Wolf im Schafspelz zu erscheinen.

Bekehrung durch Drohung

Ein Gefährte Mohammeds sagte zu einem Gläubigen: „Es sind nur Ungläubige, und das Blut eines jeden von ihnen ist nicht mehr wert als das Blut eines Hundes!“ Er hielt diesem den Griff seines Schwertes so nahe hin, dass er es hätte ergreifen und seinen „ungläubigen“ Vater erschlagen können. Er aber verzichtete darauf. Das Tabu des Vatermordes wirkte in ihm offenbar stärker. Hingegen tat sich der Gefährte Mohammeds als frühes Vorbild für das Höherwertigkeitsgefühl der Mohammedaner hervor.

Als Mohammed im Jahr 630 mit einem übermächtigen Heer von 10 000 Bewaffneten aus vielen verbündeten Stämmen nach Mekka zog, wurde ein Kundschafter der Mekkaner vor ihn gebracht. Da er noch Zweifel am Islam äußerte, bat ihn der Mohammedaner, der ihn gebracht hatte, den Islam anzunehmen, bevor man ihm den Kopf abschlage. Er bekehrte sich, und Mohammed ließ ihn den Heereszug beobachten, damit er den Mekkanern entsprechend berichten konnte. Am Ende zog Mohammed mit den Auswanderern und Helfern (Medinern), sie steckten in Eisenrüstungen. „Keiner kann sie überwältigen! Bei Gott, die Macht Mohammeds ist gewaltig geworden!“, rief der Kundschafter aus. „Es ist seine Prophetenschaft, die dies bewirkt hat“, antwortete ein Muslim, und jener musste ihm beipflichten. (Die Propheten der Bibel waren nicht von Gott mit einem übermächtigen Heer ausgerüstet. Die Siege des Volkes Israel waren deutlich dem Eingreifen ihres Herrn geschuldet.)

Nach der fast kampflosen Einnahme von Mekka hielt Mohammed, im Tor der Kaaba stehend, eine Ansprache zu den versammelten Einwohnern: „Es gibt keinen Gott außer Gott (Allah) allein. Er hat keinen Gefährten. Er hat sein Versprechen erfüllt und seinem Diener zum Sieg verholfen. Jede Blut- und Geldschuld sowie jedes Vorrecht … werden von mir aufgehoben … Geht eures Weges! Ihr seid frei!“ Eine Reihe von namentlich genannten Gegnern und Spöttern und vom Islam Abgefallenen unter den Mekkanern – Männer und Frauen – ließ er jedoch töten.

Ein Stamm nahe Mekka, der Mohammed noch eine Weile getrotzt und seiner Belagerung widerstanden hatte, sah schließlich ein, dass er nicht gegen alle ihn umgebenden Stämme, die inzwischen Mohammed gehuldigt und den Islam angenommen hatten, Krieg führen konnte. Er schickte eine Abordnung zu Mohammed mit Bedingungen, von denen dieser aber den Erhalt ihrer Götterstatue und die Befreiung vom Ritualgebet ablehnte. „So werden wir die Gebete denn verrichten, auch wenn es eine Erniedrigung für uns ist“, sagten sie einwilligend.

Danach kamen von überall her die Gesandtschaften der arabischen Stämme zu Mohammed. Diese hatten mit ihrer Entscheidung für oder gegen den Islam gewartet, bis sie sahen, was mit den Quraish geschehen würde. Die Quraish waren nämlich ihrer aller Führer und die Hüter des Heiligtums. Nachdem sich diese dem Islam unterworfen hatten, erkannten sie, dass sie nicht die Macht hatten, Mohammed zu bekriegen und zu befeinden. So kamen sie von überall her zu ihm und nahmen „in Scharen“, wie Allah (bzw. Gabriel) in Sure 110 sagt, den Islam an.

Im Auftrag Mohammeds zog eine Heerschar zu einem noch zögernden Stamm, die Reiter schwärmten aus, der Anführer rief: „Nehmt den Islam an, und ihr werdet sicher sein!“ Ob der kaum verhüllten Drohung bekehrte sich der Stamm kampflos.

Wie sandte doch Jesus die Apostel aus mit den Worten: „… und wo man euch nicht anhören wird, von dort geht hinaus und schüttelt den Staub ab, der unter euren Füßen ist, ihnen zum Zeugnis!“ (Mk 6,7-11) Sie sollten Sandalen tragen und nur einen Stab mitnehmen, kein Brot, keine Tasche, kein Geld, keine doppelte Bekleidung. Wie konnte sich bloß der christliche Glaube in den ersten 280 Jahren unter Verfolgung ausbreiten? Wohl durch die Liebe und mit der Hilfe des Heiligen Geistes, der Ausstrahlung Gottes, die sich nach Maßgabe der Gnade Gottes und der Liebe des Empfängers als Kraft und Erkenntnis auswirkt. Bezeichnender Weise gibt es im Islam den Heiligen Geist und sein Wirken nicht, was wieder dadurch erklärt werden kann, dass Gabriel mit Gott und der selbstlosen Liebe nichts zu tun hatte.

Bekehrung durch Belohnung:

Ein Bekehrungswilliger stellte Mohammed die Bedingung, dass ihm alle Schuld aus der Vergangenheit vergeben wird. Mohammed antwortete: „Die Annahme des Islam schneidet wie die Hidschra (Auswanderung) alles ab, was vorher war.“

Nach der ersten Schlacht nach der Einnahme Mekkas gab Mohammed einigen führenden Männern von Beduinenstämmen jeweils hundert Kamele, um sie und ihre Leute für sich zu gewinnen. Danach bedrängten ihn die Kämpfer aus Medina, weil sie leer ausgegangen waren. Mit einer Ansprache brachte er sie dazu, mit seiner Person und Allahs Gnade zufrieden zu sein.

Auszeichnung und Belohnung der Märtyrer:

Auf die für die Mohammedaner siegreiche Schlacht bei Badr im Jahr 624 war somit im folgenden Jahr ihre Niederlage beim Berg Uhud gefolgt. Bei der Bestattung der Gefallenen ordnete Mohammed die Reihenfolge der Gräber entsprechend dem Maß der Korankenntnisse der Opfer an, und „bezeugte“, dass ihre Wunden am Tag der Auferstehung nach Moschus duften würden. Damals behauptete er also nicht, dass die für Allahs Sache Gefallenen sofort nach ihrem Tod ins Paradies eintreten würden. Entscheidend ist aber nur, dass ihnen das Paradies sicher ist, weil sie als Tote die Wartezeit bis zur Auferstehung in einer Ohnmacht verbringen würden, deren Zeitdauer ihnen nicht bewusst sei. Die Gefallenen ehrte Mohammed auch irdisch nach Maßgabe ihrer Korankenntnisse. Und da Mohammed doch in seiner Botschaft ein schönes Glaubensvorbild genannt wird, wird noch heute in den Koranschulen dazu gedrängt, möglichst große Teile des Koran auf Arabisch auswendig zu lernen, obwohl an Koranbüchern kein Mangel herrscht, und selbst wenn der Schüler oder die Schülerin Arabisch nur lesen kann, aber nicht versteht.

Als Prophet konnte Mohammed nicht nur Kriegsbeute für die Überlebenden, sondern auch im Todesfall ein Paradies mit 72 Jungfrauen in Aussicht stellen. Vor der Schlacht von Badr betete Mohammed in seinem Zelt und schlief ein. Er erwachte mit einem Traumgesicht von Gabriel als einem guten Omen. Da feuerte er seine Männer an: „… jeder, der heute standhaft und Gottes (Allahs) Lohn erhoffend gegen den Feind kämpft … und dann den Tod findet, den wird Gott (Allah) ins Paradies eingehen lassen.“ Ein Kämpfer rief: „Herrlich! Herrlich! Trennt mich vom Paradies nur der Tod aus ihrer Hand?“ Und sogleich ergriff er sein Schwert und kämpfte, bis er fiel. Da befahl Mohammed den Kampf, der für ihn siegreich endete.

Beim Heereszug nach Syrien sagte ein frommer Muslim angesichts der Übermacht der Byzantiner: „Bei Gott (Allah), ihr Männer, das, wovor ihr jetzt zurückschreckt, ist doch eben das, weshalb ihr ausgezogen seid: der Märtyrertod! … So macht euch auf! Eines von zwei schönen Dingen erwartet uns: der Sieg oder der Märtyrertod!“ Er starb wie viele andere. Die übrigen Muslime zogen sich zurück und wurden bei der Heimkehr als Feiglinge beschimpft. Mohammed aber nahm sie in Schutz: „Wenn Gott (Allah) will, sind es … Männer, die sich zurückgezogen haben, um sich zum nächsten Kampf zu rüsten.“

Gabriels Inszenierung:

Ist es nicht eine tragische Ironie, dass Mohammed bei Gabriel Schutz vor Zauberei und bösen Geistern suchte und zu finden glaubte? Gabriel hatte ihm von Anfang an seine Kundgaben aufgezwungen und verfuhr bis zum Schluss auf diese Weise. Gabriel bestimmte Mohammed dazu und half ihm dabei, seine Lehre militärisch zu verbreiten. Er, der selbst Schadenzauber ausübte, lieferte sogar „Schutzsuren“ als Gebetsformeln zum Schutz vor allem Bösen. Im Schulbuch Safir 5/6 für den islamischen Religionsunterricht der 10- bis 14-Jährigen wird die Erfahrung weitergegeben, dass man Mut bekommt, wenn man die beiden Schutzsuren – Koran 113 und 114 – aufsagt. Sie beginnen: „Sprich: Ich nehme meine Zuflucht zum Herrn des Morgengrauens/der Menschen …“ Wer ist wohl dieser „Herr“? Der biblische Gott eher nicht. Im Glossar erfährt man, dass Muslim/innen bei Gott/Allah Schutz vor dem Teufel/Satan suchen, indem sie die beiden letzten Suren des Korans „auswendig lernen und aufsagen, besonders vor dem Einschlafen“ (vielleicht auch noch auf Arabisch). Die gewöhnlichen Mohammedaner – nicht nur „islamistische Extremisten“ – befolgen Allahs Befehl („Sprich!“) auch hier. So sind sie Tag und Nacht in die Wortmagie Gabriels eingebunden.

Was dachte denn Mohammed sich eigentlich? Dass eine Lehre, welche für die Besitzer der biblischen Offenbarung in der Regel unannehmbar war, von Gott stammen würde und gewaltsam über die ganze Erde verbreitet werden sollte? Sein Denken war schon völlig von Gabriel in Beschlag genommen. In seiner Nachfolge bewegen sich Muslime im geistigen Gefängnis Gabriel’scher Machart. Darüber, ob Gabriels Lehre von Allah wirklich von Gott kam, machte sich Mohammed keine Gedanken mehr, auch nicht darüber, dass er die neue Lehre direkt und indirekt mit militärischen Mitteln verbreitete, oder dass seine irdischen Wünsche im Übermaß erfüllt wurden. Ebenso wie seine Anhänger war er theologisch wenig vorgebildet und nicht auf der Höhe. Er hatte sicher keinen Begriff davon, dass Gott den freien Willen der Menschen achtet.

Geschickt setzte Gabriel das Trugbild einer göttlichen Offenbarung in Szene, in Form einer weitgehenden äußerlichen Angleichung an die biblischen Religionen (besonders der jüdischen, weniger der christlichen), wobei aber die Sinngebung und Zielrichtung sich am Ende als ganz konträr zu jenen entpuppten. Anlässlich einiger mit Prophetenanspruch auftretender Gegner ließ er Mohammed sagen, bis zur Auferstehung würden 30 Antichristen auftreten, die behaupten würden, Propheten zu sein. Damit suggerierte er, dass Mohammeds Gegner gleichzeitig Gegner Christi seien, so als würde ersterer das wahre Christentum vertreten. Zum Schein (oder wegen einer Gabriel gesetzten Grenze) nahm Mohammed ja die Christen formell vom Bekehrungsbefehl aus, ließ sie ihre Religion gegen Zahlung einer Kopfsteuer behalten. Zwischendurch bedachte Gabriels Botschaft sie jedoch mit sehr unfreundlichen Bemerkungen, mit denen die Muslime gegen sie aufgehetzt wurden und werden, z. B. „… Allahs Fluch über sie! Wie sind sie irregeleitet!“ bzw. „… Allah schlage sie tot. Wie sind sie verstandeslos!“ (Koran 9;30) Hier konnte sich Gabriel wohl nicht bremsen und ließ merken, dass er seine eigenen und nicht „Allahs“ Worte durch Mohammed übermittelte.

Ähnlich verkündete Mohammed bei seiner vorbildhaften letzten Wallfahrt den Mekkanern: „Der Teufel hat die Hoffnung aufgegeben, dass er jemals wieder in eurem Land verehrt wird …“ Sie hatten aber nur vielerlei Götzen und nicht bewusst den Teufel verehrt, und Mohammed ersetzte sie lediglich durch einen Hauptgötzen. Ebenso tauschte er bei den Mekkanern „den Hochmut aus heidnischer Zeit und den Stolz auf die Vorfahren“ bloß gegen das muslimische Höherwertigkeitsgefühl aus, was wiederum der christlichen Demut entgegen gesetzt ist.

Noch ein Hinweis darauf, dass Gabriel nicht Gottes Wort überbrachte: „Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt … entweder Gnade hernach oder Loskauf … Und hätte Allah gewollt, wahrlich. Er hätte selber Rache an ihnen genommen; jedoch wollte er die einen von euch durch die andern prüfen … und diejenigen, die in Allahs Weg getötet werden … einführen wird er sie ins Paradies …“ (Koran 47;4-6) Das sind Allahs Anweisungen für die Schlacht. Zwar könnte er die Ungläubigen selbst vernichten, heißt es, aber er wolle die Muslime durch die Feinde auf die Probe stellen, ob also ihr Glaube und ihr Gehorsam stark genug seien, dass sie sie unter Todesgefahr eigenhändig niedermetzeln. Das erinnert irgendwie an den Auftragsmord, der oft zur Aufnahme in eine Gangsterbande verlangt wird. Erst damit gehört der Neuzugang wirklich dazu, gleichzeitig hängt er mit drin, weil er durch das Verbrechen erpressbar geworden ist. Ebenso ist der Muslim, der die normalerweise tabuisierte Tötung eines Menschen auf Geheiß Allahs und für Allahs Sache vollzieht, umso mehr auf die Überzeugung angewiesen, dass er dafür von Gott (Allah) nicht bestraft, sondern vielmehr belohnt wird – islamisch: durch Wohlergehen im Diesseits und im Jenseits. Im Unterschied zum Alten Testament der Bibel wurde bei Mohammed aber niemals deutlich, dass der allmächtige Gott, der die Feinde vernichten kann, den größten Anteil an einem Sieg hatte.

Anhang: Tips zur Koranlektüre

Wenn man sich über den Islam kundig machen will, um sich selbst eine Meinung zu bilden und mitreden zu können, empfiehlt sich eine Einführung über die Hauptaussagen des Koran. Seine Themen kommen nämlich sehr verstreut und zusammenhanglos vor, und den Koran zu diesem Zweck komplett durchzulesen, ist mühsam, zeitraubend, umständlich und vor allem verwirrend. Vorteilhaft erscheint eine Darstellung der Koran- und Islaminhalte aus nichtmuslimischer Sicht, wie sie mit den Islamanalysen auf den Websites von Politically Incorrect, Deusvult und anderen (www.pi-news.net) (www.deusvult.info) angeboten wird.

Wenn man, bestenfalls mit solchen Vorkenntnissen, an die Koranlektüre herangeht, ist es notwendig, dem Sog der Gehirnwäschemethoden in ihm zu widerstehen.

Die Gehirnwäschemethode in Gabriels Botschaft besteht darin, den Verstand mit einer endlosen Abfolge von unklaren, mehrdeutigen, unplausiblen, unlogischen oder unglaubhaften Aussagen zu bombardieren, bis er kapituliert und der Leser oder Hörer meint, bei abgeschaltetem Verstand und mit bloßer Ehrfurcht die vermeintliche Offenbarung der vollkommenen Weisheit aufnehmen zu müssen.

Die Vorkehrung gegen die Gehirnwäsche kann durch eine echte christliche Überzeugung gewährleistet sein, die man sich nicht widerlegen und nehmen lässt, wie es Gabriels Botschaft ja versucht, oder in einer Schritt-für-Schritt-Analyse mittels unerbittlichem Vernunftdenken auf der Grundlage schonungsloser intellektueller Redlichkeit bestehen. Man sollte sich Satz für Satz und im Zusammenhang Rechenschaft ablegen, ob und wie man die Aussage versteht, oder sie als vorläufig nicht verstanden abhaken. Dann sollte man entscheiden, ob einem der Ausschnitt entsprechend dem Verständnis glaubwürdig und inhaltlich zu bejahen oder zu verneinen erscheint, und zuletzt den Sinn im Zusammenhang mit den vorherigen und nachfolgenden Versen überlegen.

Diese Vorgehensweise sei an einer willkürlich gewählten Koranstelle dargestellt:

20;109-130

In dieser 135 Verse umfassenden, in Mekka gegebenen Sure erfolgt nach einer kurzen Ansprache an den Gesandten, der den Koran als Ermahnung für die Gottesfürchtigen erhalten würde, eine von mehreren ausführlichen Nacherzählungen der Geschichte von Moses, von seiner Erwählung über den Auszug aus Ägypten bis zur Verehrung des Goldenen Kalbs in der Wüste. Dann wird das Jüngste Gericht behandelt.

109: An jenem Tage frommt keine Fürbitte außer dessen, dem es der Erbarmer erlaubt und dessen Wort ihm wohlgefällig ist. – Wegen der souveränen Entscheidung Allahs können die Auferstandenen noch aus der Fürbitte eines Allah Wohlgefälligen Nutzen ziehen – es ist Mohammed, wie er selbst sagte. Ein Grund, ihn zu Lebzeiten und bis zum Jüngsten Gericht zu verehren und sich seine Gunst zu erhalten, nämlich mit der Anfügung „der Friede sei auf ihm“ an seine Nennung (Propheteneulogie), durch Nachahmung seines Handelns als Glaubensvorbild und durch das Vorgehen gegen seine Kritiker.

110: Er kennt, was vor ihnen und hinter ihnen ist, und nicht umfassen sie ihn mit Wissen. – Allah kennt ihre Zukunft und ihre Vergangenheit, und ist selbst von ihnen nicht begreifbar. Eine selbstverständliche Aussage über Gott – warum muss sie in Bezug auf Allah betont werden? Wie so oft im Koran werden Allahs angebliche Gotteseigenschaften besonders hervorgehoben oder beteuert, um sie glaubhaft zu machen.

111: Und beschämt sollen die Angesichter sich neigen vor dem Lebendigen, dem Ewigen, und verloren ist, wer Sünde trägt. – Warum müssen sich alle Seelen beschämt neigen? Sich Gott mit Ehrfurcht und Lobpreis zu nahen, wäre angemessener, ist aber nur von den Gottesfürchtigen zu erwarten. Die Sünder sind verloren – es gibt wohl keinen Menschen ohne Sünde, es kommt aber darauf an, ob das Gute überwiegt (islamisch) und ob er bereut (biblisch).

112: Wer aber Rechtes tat und gläubig war, der fürchte weder Unrecht noch Einbuße. – Natürlich ist Allah hoffentlich gerecht und wird einen rechtschaffenen Gläubigen nicht zu Unrecht verdammen, soll heißen, ihm den versprochenen Gewinn vorenthalten. Ganz sicher ist es aber nicht.

113: Und demzufolge sandten wir ihn als arabischen Koran nieder und durchsetzten ihn mit Drohungen, auf dass sie gottesfürchtig würden oder dass er Gedenken in ihnen zeitigte. – Also für den Erfolg beim Jüngsten Gericht wurde der Koran auf Arabisch „niedergesandt“? Sollten nur die Arabisch Sprechenden Erfolg haben? Warum sollten dann die Anders- und Ungläubigen aller Länder und Völker den Koran befolgen? Ja, er enthält Höllendrohungen zuhauf, um Gottesfurcht bzw. Furcht vor Allah zu erreichen! Könnte Gott mehr erwarten, z. B. Liebe, in Erwiderung seiner Liebe? Gemäß der Bibel schon.

114: Und erhaben ist Allah, der König, die Wahrheit! Und übereile dich nicht mit dem Koran, bevor dir seine Offenbarung vollendet, und sprich: „Mein Herr, mehre mein Wissen.“ – Erhabenheit und Wahrheit sind doch selbstverständlich für Gott. Warum muss es für Allah immer wieder ausgesprochen werden? Weil Gabriel sich bemüht zu überzeugen, dass seine Darstellung von Allah sich auf den Gott der Bibel bezieht? Mohammed soll also in Mekka den Koran und seine bisherige Lehre nicht vorzeitig als abgeschlossen betrachten. Wie wahr! In Medina folgten ja in Bezug auf ihre Verbreitung auf die anfänglich friedlichen die kriegerischen Vorschriften. Die spätere militärische Verbreitung des Islam war also von Gabriel schon geplant und vorgesehen. Bis dahin sorgte sicherlich er dafür, dass Mohammed in eine Herrscherposition gelangte. Danach wurde also Mohammeds „Wissen“ um den Kampfauftrag erweitert. Hier zeigt sich gleichzeitig, dass es bei dieser Pseudoreligion nicht um „Glauben“ (bei freiem Willen) geht, wie bei wirklichen Religionen, sondern angeblich und vermeintlich um „Wissen“.

115: Und wahrlich. Wir schlossen einen Bund mit Adam zuvor, doch er vergaß ihn, und wir fanden in ihm keine Festigkeit. – „Wahrlich“, eine Bekräftigung, die auch Jesus verwendete, wird hier übernommen, um Aussagen über Allah, wie er als Gott der Bibel angeblich handelte, glaubhaft zu machen. Die Bibel spricht vom Bund mit Noah, dem Alten Bund mit Abraham und dem Neuen Bund durch Jesus als Mittler und Erlöser. Mohammeds Botschaft wandte „Bund“ als eine Formel auch auf die Juden und die Christen an, um zu behaupten, dass sie vom Glauben abgefallen waren und nur deshalb den Islam, als den wieder errichteten wahren Glauben Abrahams, nicht annehmen wollten. Der Vergleich mit Adams Fall ist unangemessen. Auch hatte Adam nicht einen Bund vergessen, sondern er stand im Wissen um Gott und ließ sich trotzdem mittelbar über Eva von der Schlange verführen.

116: Und da wir zu den Engeln sprachen: „Fallet nieder vor Adam“, da fielen sie nieder, und nur Iblis weigerte sich. – Eine von mehreren variierenden Darstellungen im Koran darüber, wie und warum Satan (Iblis) zum Gegner Gottes wurde. Bezeichnender Weise (Gabriel redet hier ja von seinem Herrn) weichen sie von der Bibel völlig ab, nach welcher Luzifer und ein Teil der Engel lange vor Adams Erschaffung von Gott abgefallen waren. Als in einem, wenn auch verklärten Körper inkarnierte Seele stand Adam ja unter den unkörperlichen Engeln. Deshalb ist unverständlich, warum Gott hätte von ihnen fordern sollen, Adam zu huldigen. Satans Ungehorsam gegen Gott hätte sich laut Koran an diesem unlogischen Befehl entzündet, und erst dies hätte seine Gegnerschaft, seine Verstoßung durch Gott und seine Tätigkeit als Verführer der Menschen zur Folge gehabt. Damit werden sein gottgegnerisches Tun und dessen Motiv verharmlost.

117: Und wir sprachen: „O Adam, siehe, dieser ist dir und deinem Weib ein Feind. Und nicht treibe er euch beide aus dem Paradies, dass du elend wirst. – Gott (Allah) hätte, in Abweichung von der Bibel, Adam schon vor dem Satan gewarnt, nämlich davor, dass dieser ihn aus dem Paradies treiben könne. Freilich wird nicht erklärt, dass es außerhalb des Paradieses eine Gegend gäbe, wo der Mensch elend sei, und dass Adam auch dorthin vertrieben werden könne, und wie Satan ihn vertreiben könne und warum Gott das zulassen sollte usw. Eine Warnung, die mehr Fragen aufwirft, als sie Nutzen stiftet. So hätte also Adam eine ausdrückliche Warnung Gottes nicht beachtet. Aber Satan kam ja auch in Gestalt einer listigen Schlange.

118, 119: Siehe, dir ward, dass du nicht hungerst in ihm und nicht nackend bist; und dass du nicht dürstest in ihm und nicht Hitze leidest. – Gott weist auf einige Vorzüge des Paradieses hin – aber gegenüber was? Gegenüber einem Ort außerhalb des Paradieses, wohin Adam vertrieben werden könnte? Adam kannte es ja nicht anders, als es ihm im Paradies gegeben war. Das sollte er jetzt als Vorzug erkennen, und dass es auch anders (schlechter) sein könnte, wenn …? Wie sollte er das verstehen? Was sollte er sich unter Nacktheit vorstellen, die ihm ja nicht bewusst war? Es wäre kaum eine verständliche und wirksame Warnung gewesen. Das Gott solche untauglichen Warnungen ausgesprochen hätte, ist unglaubhaft.

120: Und es flüsterte der Satan ihm zu und sprach: „O Adam, soll ich dich weisen zum Baume der Ewigkeit und des Reichs, das nicht vergeht?“ – Im Unterschied zur biblischen Erzählung wird hier die Koranformel benützt, dass Satan zu- oder einflüstert; von Satans Auftritt in Gestalt einer Schlange ist nicht die Rede. Flüsterte Satan als Geist, und wusste Adam nicht, wer ihm etwas einflüsterte? Oder erkannte Adam den Urheber der Einflüsterung? Das wird nicht klar. Jedoch wurde er verführt, nicht zuerst Eva, wie in der Bibel.

121: Und sie aßen von ihm, und es erschien ihnen ihre Blöße, und sie begannen über sich zu nähen Blätter des Gartens, und Adam ward ungehorsam wider seinen Herrn und ging irre. – Im vorigen Vers war nicht vom „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ die Rede, nicht einmal vom „Baum des Lebens“, sondern von einem „Baum der Ewigkeit“ und eines unvergänglichen Reiches. Gleichwohl ist die Wirkung seiner Frucht, dass die beiden erkannten, dass sie nackt waren. Diese Darstellung im Koran ist in sich unlogisch. Allenfalls sagte Satan, dass sie von der Frucht nicht sterben sollten, so wie Gott es angekündigt hatte. Aber mit diesem „Sterben“ war das nachfolgende elende Leben in einer dichtmateriellen Welt gemeint. Außerdem fassen die beiden letzten Aussagen die vorigen drei interpretierend zusammen, sonst wäre Ursache und Wirkung vertauscht. Ab Vers 115, mit dem die Adams-Geschichte beginnt, spricht Allah in Wir-Form. Jetzt aber heißt es, dass Adam wider „seinen Herrn“ ungehorsam wurde, also nicht gegen „Uns“ oder gegen „Allah“. Wollte Gabriel hier nicht wörtlich behaupten, dass Allah der Gott im Paradiesgarten war?

122: Alsdann erkieste ihn sein Herr und kehrte sich zu ihm und leitete ihn. – Von einer Auswahl ist kaum zu sprechen, solange es außer Adam und Eva keine anderen Menschen gab. Die Erwählung muss sich also auf das Menschengeschlecht beziehen. Von anderen Wesen wie Engeln und Dschinnen war aber garnicht die Rede gewesen. Natürlich überließ Gott die Stammeltern der Menschen nicht sich selbst, sondern verfolgte nach dieser freien (Fehl-)Entscheidung eben „Plan B“.

123: Er sprach: „Hinfort von hier allzumal, einer des andern Feind! Und wenn von mir Leitung zu euch kommt, wer dann meiner Leitung folgt, der soll nicht irregehen und nicht elend werden.“ – Adam und Eva wären also füreinander Feinde gewesen. Laut Koran Adam ein Feind für Eva, weil er zuerst verführt wurde, laut Bibel andersherum. Der Islam beansprucht für sich, die Frau hochzuachten, weil er ihr gerade nicht die Schuld gibt, zuerst verführt worden zu sein. Dadurch wird aber die reale Unterordnung und Benachteiligung der Frau im islamischen System nicht ausgeglichen. Außerdem erklärt Gott angeblich die gegenseitige Feindschaft der beiden ersten Menschen zum Grund für die Vertreibung aus dem Paradies. Wollten sie einander schaden? Eigentlich bedingte doch die erwiesene Verführbarkeit der beiden, der Ungehorsam gegen den Herrn, dass sie nicht bleiben konnten. Der Verführer wird da gar nicht mehr erwähnt, wobei eigentlich Iblis der Feind von Adam und Eva war und in der Bibel Gott die Schlange wegen ihres Verführens verflucht.

Sodann ist ja klar, dass ein Mensch, welcher der Leitung Gottes folgt, nicht irregeht, sonst wäre es ja keine „Rechtleitung“, sondern eine „Irreführung“. Gemäß dem Islam werden aber beide gegensätzlichen Handlungsweisen fallweise abwechselnd von Allah ausgeübt. Daher bedeutet diese Formulierung wohl: Wer dann überhaupt grundsätzlich an Gott (Allah) glaubt, den wird er um dieses bloßen Glaubens willen nicht irreführen, gleich ob er die Gebote hält oder nicht. Wenn er dann aus seinem Glauben heraus auch noch die Gebote hält, soll er nicht elend werden, also die Belohnung bereits im Diesseits genießen (koranische Formel).

Dass Adam und Eva durch den Verlust des Paradieses ein hartes Leben ernteten, wie Gott in der Bibel ausdrücklich bestimmte und erklärte, kommt im Koran nicht vor. Das Leid als Strafe bzw. zwangsläufige Folge des Ungehorsams gegen Gott wird im Islam bei der Paradiesgeschichte garnicht deutlich, sonst hingegen immer formelhaft behauptet.

124: „Wer sich aber von meiner Ermahnung abkehrt, siehe, dem sei ein Leben in Drangsal, und erwecken wollen wir ihn am Tage der Auferstehung blind.“

125: Sprechen wird er: „Mein Herr, warum erwecktest du mich blind, wo ich doch sehend war?“

126: „Sprechen wird er (Allah): „Also sei’s! Zu dir kamen unsere Zeichen, und du vergaßest sie, also bist du heute vergessen.“

127: Und also lohnen wir dem Übertreter, der nicht glaubt an die Zeichen seines Herrn, und wahrlich, die Strafe des Jenseits wird sehr hart sein und nachhaltig. – An die biblische Geschichte wird sogleich eine allgemein und formelhaft gehaltene Ankündigung der Strafen für den Unglauben angehängt. Unglaube ist die (bewusste) Abkehr und das (leichtfertige oder nachlässige) Vergessen der Ermahnungen und Zeichen Allahs. Adam und Eva erhielten von Gott ein Verbot und nahmen es nicht ernst genug. Später offenbarte Gott dem Volk Israel seine Gebote, und ließ auf deren Übertretung über kurz oder lang, wie durch Propheten erläutert, Unheil folgen. Dass Propheten eine Mitteilung von Gott überbrachten, war im Alten Testament kein Wunder, das zum Glauben zwang. Im Gegenteil blieben Propheten des öfteren ungehört oder wurden sogar getötet. In Mohammeds Botschaft hingegen werden die Worte Allahs selbst als Zeichen erklärt, die „Beweisen“ gleich ein „Wissen“ ergeben, das zwangsläufig zum Glauben an und Gehorsam gegen Allah führt, wenn sich der Mensch dem nicht böswillig und schuldhaft verweigert.

Im Umkehrschluss wird dem Menschen, der Allahs Ermahnung beachtet, ein Erdenleben ohne Drangsal versprochen, was wiederum der Formel „Belohnung im Diesseits und im Jenseits“ entspricht. Es bringt Muslime dazu, über einen wohlhabenden und erfolgreichen Gläubigen zu sagen: „Allah hat ihn für seine Rechtschaffenheit belohnt“, und über einen an Misserfolg, Unglück, Krankheit und Armut leidenden Menschen: „Allah hat ihn für seine Schlechtigkeit bestraft.“ Seinen Anhängern versprach Jesus kein Leben ohne Drangsal, sondern er kündigte ihnen ein Leben in Verfolgung an, weil die der Welt anhangenden Menschen auch ihn verfolgt hatten. Zudem spricht der auferstandene Jesus in der Vision des Johannes: „Welche ich lieb habe, die strafe und züchtige ich.“ (Offb 3,19) Auch im Brief an die Hebräer führt der unbekannte Autor aus: „Wen der Herr liebt, den züchtigt er.“ (Hebr 12,6) Darunter ist jedoch nicht das zu verstehen, was in letzter Zeit Internatsleitern vorgeworfen wurde, z. B. einem Teil der Mönche in Ettal, nämlich Schüler mit dem Stock zu schlagen, sondern dass Gott die Menschen vor einem ruhig verlaufenden, sorglosen und dadurch fruchtlosen Leben bewahrt, solange sie durch Schwierigkeiten veranlasst werden können, sich an ihn zu wenden und sich ihm näher anzuschließen.

128: Beachten sie denn nicht, wie viele Geschlechter wir zuvor vertilgten, in deren Wohnsitzen sie wandeln? Siehe, hierin sind wahrlich Zeichen für Leute von Verstand! – Also, frühere Bewohnung Mekkas kamen massenweise durch Eingriffe Gottes zu Tode, wird hier angedeutet? Wenn es solche geschichtlichen Ereignisse überhaupt gab, hatten die Mekkaner wenigstens keine schriftlichen Aufzeichnungen darüber. Gab es passende mündliche Überlieferungen? Die Vertilgung früherer Geschlechter ist eine bloße, nicht weiter ausgeführte und belegte Behauptung, und kaum ein Zeichen oder ein Beweis, als was sich Mohammeds Botschaft sonst wiederholt bezeichnete. Die dunkle Warnung sollte offenbar in Mohammeds machtloser Zeit die den Islam ablehnenden Bewohner Mekkas verunsichern und einschüchtern. Wer sich nicht beeindrucken und verunsichern ließ, war also ohne Verstand. Ähnlich werden ja auch die Christen im Koran als „verstandeslos“ beschimpft. Wer sich zum Islam bekehrte, konnte sich folglich viel auf seinen Verstand einbilden. Das Gegenteil scheint aber der Fall zu sein, dass nämlich die Islam-Gläubigen wenigstens in Glaubensdingen ihren Verstand gerade nicht nützen, weil das Verbot, die Grundannahmen ihrer Religion zu hinterfragen, bei ihnen die Verstandestätigkeit untergräbt, ja außer Gefecht setzt. Die islamische Intelligenz sieht und interpretiert die Welt durch das Raster des Islam. Nichts weniger als das soll nach dem Willen der muslimischen Lehrplangestalter und Lehrer der islamische Religionsunterricht leisten.

129: Und wäre nicht zuvor ein Wort von deinem Herrn ergangen, wahrlich, erfolgt wäre eine ewige Pein! Aber ein Termin ist gesetzt. – Die vertilgten Geschlechter erhielten also zuvor noch ein Prophetenwort und entgingen dadurch zwar nicht ihrer Vernichtung, aber wenigstens der ewigen Höllenstrafe. Ob sie das Wort auch beachteten, wie als Grund der Verschonung im Jenseits zu vermuten ist, wird nicht gesagt. Also wieder eine unvollständige und daher unverständliche Aussage, die aber das ewige Wort Gottes sein soll. Und so wie angeblich in der fernen Vergangenheit war zu Mohammeds Zeit den Mekkanern wieder ein Termin schon festgesetzt, zu ihrer Vertilgung? Bis heute ist die Vertilgung von Geschlechtern in den Wohnstätten Mekkas nicht erfolgt. Der Beweis für Mohammeds Prophetenrolle, darauf aufbauend, dass er ihnen noch vor der Vertilgung das Wort von seinem „Herrn“ (Allah) zu überbringen hatte, gerät in den Anschein einer zweckgerichteten Erfindung. Hier wechselt außerdem Allahs Redeweise wieder vom „Wir“, die die Geschlechter vertilgten, zu „dein Herr“, dessen Wort vorher erging. Trägt dieser ständige Perspektivewechsel nicht zur Verwirrung statt zur Klarheit bei? Wird hier etwa halbwegs zugegeben, dass Mohammeds Herr ein anderer als Allah, der angebliche Gott der Bibel, ist, nämlich Gabriel?

130: So ertrag, was sie sprechen, und lobpreise deinen Herrn vor Sonnenaufgang und  untergang; und in den Stunden der Nacht preise ihn und an den Enden des Tages, auf dass du wohlgefällig wirst. – Natürlich konnte die Ankündigung der Vertilgung der Mekkaner und der Auftrag, ihnen zuvor das Wort des Herrn zu bringen, um sie vor der ewigen Höllenpein zu bewahren, Mohammed zu dieser unbeirrbaren Überzeugung von seiner Mission und deren schließlichem Nutzen und Erfolg verhelfen, die ihn die Kritik der bekehrungsunwilligen Mekkaner unbeeindruckt ertragen ließ. Seine gewaltige Mitwirkung an Gottes (Allahs) Plan tröstete ihn wohl über seinen gegenwärtigen Misserfolg bei der Verbreitung der neuen Lehre hinweg. Wegen seiner Prophetenrolle, von der er unbeirrbar überzeugt war, sollte und konnte er auch getrost seinen Herrn mehrmals täglich lobpreisen. Die später von Mohammed ausgestalteten fünf täglichen Ritualgebete machen den Muslim wohlgefällig vor Allah, sie vor allem erwirken ihm den Eintritt ins Paradies – wenn es sich Allah bei dem einen oder anderen nicht anders überlegt hat.

In diesen 28 von 135 Versen der Sure 20 ging es weiter mit den Themen Jüngstes Gericht (109-112), arabischer Koran (113, 114), Adam und Eva (115-123), Strafe im Diesseits und im Jenseits für die Ungläubigen (124-127), die wieder einmal drohende Vertilgung der Mekkaner und die vorherige Zuleitung des Wortes Gottes (Allahs) durch Mohammed (128, 129), Geduld und täglich mehrmaliger Lobpreis Allahs (130). Die Sure endet mit: Wohlhabende nicht beneiden, das Paradies ist für immer (131); Pflicht des Ritualgebets gilt für alle Mitglieder seines Hausstandes, Allah belohnt dafür mit Wohlstand und Paradies (132); die Mekkaner könnten sich nach der Vertilgung nicht beschweren, weil ja Mohammed zuvor gekommen war mit „Zeichen von seinem Herrn“, mit einem „deutlichen Beweis“ aus dem Inhalt der Bibel. Wenn sie die Botschaft nicht annahmen, ist es ihre Sache. Im Jenseits wird sich herausstellen, wer auf dem rechten Weg war und wer nicht (133-135) – wieder eine Argumentationshilfe, welche geeignet war, Mohammeds unbeirrbares Sendungsbewusstsein in Mekka aufrechtzuerhalten.

Somit kamen auf zwei Druckseiten sechs deutlich unterscheidbare Themen vor, die nur im weiteren Sinn untereinander und mit anderen zusammenhängen. Wenn man das auf die knapp 600 Seiten einer Koranausgabe ausdehnt, ergibt sich über eineinhalbtausend Mal ein mehr oder weniger abrupter Themenwechsel in dieser angeblichen Offenbarungsschrift, und mindestens ebenso oft undeutliche oder unverständliche Versteile. Dabei ist die Themenfolge meist nicht durch ein wechselndes Geschehen in der fortlaufenden Erzählung bedingt, wie es in der Bibel oft der Fall ist. Sicher keine Ausnahmen waren auch die hier hervorstechenden Elemente wie Höllendrohungen gegen die Bekehrungsunwilligen bzw. die Ungläubigen, Belohnung im Diesseits und im Jenseits, sowie die scheinbare Herleitung von koranischen Glaubensformeln aus verzerrt bis verhunzend wiedergegebenen biblischen Geschichten, welchen zudem andere Glaubenswahrheiten zugrunde liegen.

Fazit

Auf jeden Fall enthält der Islam schon einmal, als den angeblichen Willen Gottes (Allahs), eine Rechts- und Gesellschaftsordnung. An ihrer Herbeiführung mitzuwirken ist somit für die Muslime Glaubenspflicht und erhöht ihre Aussicht auf den Eintritt ins Paradies. Diese islamische Ordnung weicht jedoch von der freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung und von den Menschenrechten gravierend ab. Deshalb erfordert die Aufrechterhaltung der hiesigen Rechtsordnung, den Muslimen die Religionsfreiheit nicht undifferenziert zu gewähren. Nötig ist vielmehr, dass ihr Glaube zerstückelt wird und dass sie sich in der Praxis auf die erlaubten Elemente einer privaten Frömmigkeit beschränken und die Vorschriften für die Gesellschafts- und Rechtsordnung sowie für das Verhalten gegenüber Nichtmuslimen unbeachtet lassen. Ob sie sich dazu bereit finden, diese Bedingungen auf Grund eines Staatsvertrages ausdrücklich anzunehmen und zu erfüllen, ist fraglich.

Sodann müssen sich diejenigen Lehren des Islam, welche in die religiöse Kategorie fallen, auf den Wahrheitsgehalt prüfen lassen. Wie anhand Dutzender Aussagen und Merkmale nachgewiesen, ist der Islam theologisch mit der Bibel nicht vereinbar. Er kann auch keineswegs als eine andere legitime Auslegung der Bibel betrachtet werden. Entweder enthält die Bibel, sei sie auch stellenweise fehlerhaft überliefert, eine Offenbarung Gottes, und der Koran nicht, oder umgekehrt. Dieser Entscheidung muss man sich in intellektueller Redlichkeit stellen, um daraus abzuleiten, ob der Islam überhaupt als wahre Religion oder jedenfalls als hilfreicher Beitrag zur ethischen Entwicklung der Menschheit anzusehen ist.

Weil der Islam die Belohnung im Diesseits verspricht, ist er keine wahre Religion. Als der Satan Jesus versuchte, zeigte er ihm die Reiche der Welt und bot ihm an, ihn zum Herrscher über sie zu machen, wenn er ihn anbeten würde. (Matth 4,8-9) Die Muslime tun es um vieles weniger, und sie halten den, der ihnen den irdischen Erfolg anbietet und verschafft, fälschlicherweise für Gott, den sie Allah nennen. Die ersten Anhänger Mohammeds hatten nicht primär den Auftrag, die neue Botschaft weiterzugeben. Sie zogen auf sein Geheiß und nach seinem Tod ihn nachahmend zu Beute- und Eroberungszügen aus. Bis heute gilt für die Mohammedaner die Pflicht, das Herrschaftsgebiet des Islam über die ganze Erde auszudehnen. Auch deshalb ist der Islam keine wahre Religion.

Natürlich stehen die Muslime unter Druck, Allahs Befehle zu erfüllen, sie wollen ja ins Paradies und nicht ins Feuer kommen und auch schon auf Erden ein gutes Leben haben. Das kann man ihnen abnehmen. Doch die Angst raubt ihnen den Verstand. So war es von Anfang an.

Jemand sagte einmal, dass die ansprechenden konkreten Paradiesbeschreibungen dem Islam eine Attraktivität vor anderen Religionen verleihen. Etwas so Ungewisses, wie die Ausmalung des Lebens nach dem Tod, glaubten aber die meisten Stammesangehörigen der arabischen Halbinsel auch dem siegreichen Feldherrn Mohammed nicht, vielmehr mussten sie sich ihm unterwerfen nach dem Motto „Der Stärkere hat recht“ und „Der Klügere gibt nach“.

Wenn heute ebenfalls immer wieder Menschen, sogar Christen, zum Islam konvertieren, so liegt es nicht daran, dass sich die wahre Erkenntnis auf der Erde ausbreitet, sondern dass die geistige Dunkelheit zunimmt. „Ihr seid die beste Gemeinschaft auf Erden“ hört mancher lieber als „O Mensch, bewein dein Sünde groß!“. Auf die Seite eines militärischen Siegers stellt man sich lieber als unter das Kreuz. Ein bisschen Allahs Stellvertreter auf Erden spielen, das Kommando über Frau und Kinder führen, ist allemal verlockend für den Mann, der sich oft dank seiner größeren Körperkraft durchsetzen kann. Jesu Reich ist nicht von dieser Welt, Gabriels Reich schon.

Es ist nur natürlich, wenn der Mensch in jungen Jahren das Leben genießen will und seinen irdischen Plänen nachjagt, sich erst einmal im Erwerbsleben etablieren und eine Familie gründen will, und erst in fortgeschrittenem Alter an den Tod und das, was danach kommen mag, denkt. Wenn junge Muslime fanatisch ihre Religion propagieren (und teilweise zudem streng praktizieren), weist das ebenfalls darauf hin, dass der Islam den diesirdischen Wünschen und Begierden entgegen kommt und nicht zu wahrer Religiosität aufruft.

Der Islam bringt nur einen äußeren Anschein von Anständigkeit und Moral hervor, indem er die Einhaltung von Vorschriften verlangt, von denen einige denen des Mosaischen Gesetzes ähneln. Im Gegensatz zu letzterem muss man dem islamischen System, wie es sich unter anderem in der Scharia ausdrückt, den Gerechtigkeitscharakter absprechen. Seine rigorosen Reglementierungen sorgen nicht für die gleiche und nicht für eine gleichwertige Art von Sittlichkeit, wie die biblischen Religionen sie anstreben. Biblisches Sittengesetz und islamisches System bringen jedes für sich ihre jeweiligen Anhänger zur Kritik an der modernen Gesellschafts- und Rechtsentwicklung. Wegen der unterschiedlichen Ausgangspositionen sind Muslime aber gerade nicht als natürliche Verbündete von Christen im Kampf gegen den Sittenverfall anzusehen.

Die Hand abzuhacken kam im Mosaischen Gesetz zwar ebenfalls vor, dort aber als Strafe dafür, wenn eine Frau in den Kampf ihres Mannes mit einem anderen Mann helfend eingreifen und dabei den Gegner an intimer Stelle packen würde (5.Mose 25,11-12). Es ist auch verständlich, dass einer solchen frivolen Handgreiflichkeit durch die Androhung dieser drakonischen Strafe, die sicherlich wirksam abschreckte, ein Riegel vorgeschoben wurde. Hingegen musste bei Moses ein überführter Dieb den Bestohlenen durch Entschädigung so stellen, als wäre der Diebstahl nicht geschehen. Die Verführung mag bei Diebstahl durch Not oder Habgier oder Gelegenheit sowie die reelle Aussicht, dass der Dieb nicht ertappt bzw. gefunden und überführt wird, stärker ausfallen als im vorigen Fall, weshalb hier die Androhung der drakonische Strafe weniger abschreckend wirkt; die islamische Verhängung der Strafe gleicht die Rechtsverletzung ohnehin nicht aus.

Laut Mohammeds Botschaft hätte der aus der Bibel bekannte Gott hier die gleiche drakonische Strafe, die er zuerst für Raufereien zwischen Frauen und Männern einschließlich schmutziger Tricks festsetzte, rund 1850 Jahre später als Strafe für Diebstahl bestimmt, dem zuvor die Rückerstattung zugeordnet war. Sollten grob unterschiedliche Strafgesetze alle gleichermaßen gerecht und weisheitsvoll sein? Dass Gott also im geschichtlichen Ablauf seine Meinung gravierend ändern und völlig unterschiedliche Ordnungen festlegen würde, ist mit seiner vollkommenen Weisheit nicht vereinbar. Das gleiche gilt umsomehr für den insgesamt völlig anderen Heilsweg des Islam gegenüber der Bibel, selbst wenn man nur vom jüdischen Glauben ausgeht.

Zudem hatte aber Jesus 600 Jahre vor Mohammed das Mosaische Gesetz im Gebot der Gottes- und Nächstenliebe aufgehen lassen. Er hatte das Sittengesetz nicht aufgehoben, sondern auf höherer Stufe erfüllt, indem er dazu aufgerufen hatte, so vollkommen wie der Vater im Himmel zu werden, und indem er die drakonischen Strafen durch Sündenvergebung und Ermahnung ersetzt hatte. Wäre Mohammeds Botschaft aufrichtig gewesen, hätte sie sich ausdrücklich als eine Abwandlung des Judentums vorgestellt. Dann hätte sich Mohammed aber die Frage gefallen lassen müssen, warum es richtig war, Jahrhunderte nach Jesus sich auf einen vorchristlichen Glauben zu beschränken.

Über diese Ungereimtheiten täuscht Mohammeds Botschaft jedoch hinweg, indem sie sich als die Berichtigung und Vervollkommnung von Judentum und Christentum bezeichnet, während sie in Wirklichkeit die christliche Frohbotschaft abschafft. Gott hätte also sein Wirken in Jesus sechshundert Jahre später widerrufen, ja rückgängig gemacht? Genau das besagt der Islam, wenn man ihn beim Wort nimmt und zu Ende denkt. Gabriel ließ ja als Gottes Wort verbreiten, Jesus habe nichts anderes als den Islam verkündet: Gebet, Almosen, erlaubte Speisen usw.

All diese Widersprüche sowie ihre Verleugnung und das Darüber-Hinweg-Täuschen sind wiederum niemals mit der Vollkommenheit und Weisheit, die man Gott zuerkennen muss, zu vereinbaren. Folglich können Mohammeds Eingebungen nicht von Gott sein. Warum behaupten sie es aber? Folglich begründen sie eine lügenhafte Pseudoreligion. Von wem stammt diese dann? Etwas, was der göttlichen Weisheit ganz offensichtlich zutiefst widerspricht, Wort für Wort als Offenbarung Gottes glauben und befolgen zu müssen – darin besteht die Gehirnwäsche, der die Islam-Gläubigen erliegen.

Mit der vorhin gezeigten Schritt-für-Schritt-Methode kann man aus dem oben besprochenen Koranabschnitt ebenso gut, wie sicherlich aus jedem anderen, ersehen, dass es sich um unlogische, unplausible, unglaubhafte, unverständliche, abstruse, verworrene, widersprüchliche und ihre Ansprüche nicht einlösende Inhalte handelt. Die vorerwähnte Koranstelle, welche das Wort „Dirne“ (in der bestimmten Bedeutung) im Zusammenhang mit Jesu Mutter verwendet, ist nur ein Beispiel für zig, wenn nicht über hundert weitere Inhalte und Merkmale des Islam, welche mit der Bibel unvereinbar sind, was im Einzelfall und umsomehr in der Gesamtheit ausschließt, dass sie auf einer Offenbarung des einen wahren Gottes beruhen, als welche sich Mohammeds Botschaft vorstellt.

Übrigens wird hier der Islam nicht allein deshalb in Frage gestellt, weil er der christlichen Frohbotschaft widerspricht, sondern bereits aus dem Grund, weil er in sich inhaltlich abstrus ist und mit Ansprüchen auftritt, die er nicht einlöst: Beruhend auf einem klaren, deutlichen und vollkommenen Buch, das die schönste Botschaft ist, Zeichen und Beweise enthält und im Einklang mit der Bibel steht, sei er die endgültige vollkommene Religion, welche die biblischen Religionen berichtigt, aufhebt und ablöst. Hingegen kann man z. B. dem Buddhismus oder dem Schamanismus der Naturvölker Geltung zugestehen, auch wenn man nicht ihr Anhänger wird, weil sie das darstellen, was sie behaupten.

Seine eigene Religion ernst zu nehmen, sie im Unterschied zu anderen Anschauungen als wahr und richtig zu betrachten, stellt noch keinen Fundamentalismus dar. Auch nicht der Versuch, seine Überzeugung weiterzugeben oder ihre Berücksichtigung in Politik und Gesellschaft anzustreben, oder die Weigerung, die modernen Entwicklungen in der Welt schon per se als Fortschritt und Verbesserung anzusehen. Unzulässig ist erst, seinen Glauben mittels Machtstrukturen oder Gewalt anderen aufzudrängen, wie es das Evangelium gerade nicht vorsieht, der Islam aber sehr wohl. Nur diese zwangsweise Verbreitung kann man als fundamentalistisch bezeichnen, die Neigung dazu darf man aber nicht als zwangsläufige Folge jeglicher religiösen Überzeugung unterstellen. Wenn sie andererseits einen realen Bestandteil einer bestimmten Religion bildet, sollte man das aber auch nicht verschweigen.

Aus einer pseudoreligiösen Lehre, welche biblischen Gestalten von Adam bis Jesus auf eine Weise vereinnahmt, welche der Bibel Hohn spricht, wird auch bei noch so vieler Reform, mit dem Ziel der Vereinbarkeit mit westlichen demokratischen Verfassungen, keine wahre Religion. Aus einer totalitären Weltanschauung und Lebensordnung, welche jeglicher Vernunft und jeglichem guten Sinn spotten, erwächst kein Beitrag zu einer positiven Entwicklung eines einzelnen Menschen, einer Gesellschaft oder der gesamten Menschheit.

Bei dem verworrenen und abstrusen Charakter der Islaminhalte erfordert es nur gesunden Menschenverstand, sie als Produkte eines pseudoreligiösen Schwadronierens und Mittel einer perfiden Irreführung zu durchschauen. Ein Universitätsstudium zu dem Zweck, diese verworrenen, theologisch ungültigen Lehren zur Weitergabe des Glaubens, also nicht etwa zu ihrer kritischen Untersuchung, angemessen wiedergeben zu können, wäre auf jeden Fall unnötig und verfehlt.

Junge Menschen in dieses abstruse System hinein zu indoktrinieren, ist nicht ohne Gehirnwäsche möglich und daher nicht verantwortbar. Staatliche Einrichtungen sollten dafür nicht zur Verfügung stehen, vielmehr sollte der Islam dort in objektiv analysierender Darstellung im Unterricht behandelt werden.

Norbert Lachner, Stralsund

11. Mai 2010

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10 Antworten zu Erläuterung von Merkmalen des Islam anhand der Mohammed-Biographie von Ibn Ishaq

    • muja schreibt:

      Liebe Leserinen und Leser…
      Ich wollte euch kurz aufmerksam machen,das diese beschreibung über den Propheten bzw der Islam,zweit grösster Religion der Welt ist woller quatsch und lüge und sogar der Autor selber weisst das,und dass er wut und hass gegenüber zeigt merkt man an seinen Ausdrücken gegen über die Muslime und die nennt man nicht Mohamedana sonder Muslime und dem Autor würde ich ein Weiterbildung empfehlen was diese sache angeht,weil er ein Verantwortung dazu trägt,die menschen mit der realitet zu informieren.wie heisst das schon,,Man soll nicht alle andere schlecht machen nur auf sich die aufmerksamkeit der menschen zu ziehen´´.Der Islam meiner meinung nach ist die endkapitel von Himlichen Religonen(Judentum und Christentum) und die sind auch aufgerufen an Das letzte buch zu glauben genauso wie die Muslime an die anderen Heiligen büchern zu glauben haben ansonsten sind keine gläubiger mehr.
      Ein Möslem der sich auch daran hält,er fügt oder trägt kein hass gegenüber mitmenschen,egal was für ein Relegion,farbe oder herkunft.er ist für die Menschen da wen die menschen was von ihm wissen möchte,er ist Hilfsbereit,freundlich und macht sich sorgen um mitmenschen alles anderes ist kein gesunder Islam(was man heute leider vieles davon sieht).
      Der Islam ist ein Religon,der viel mit logik der Menschen zutun hat und die beweise die im Kuran stehen,die werden schrit für schrit von der Wissenschaft bestätigt was bei anderen Religionen nicht der fall ist.
      Dann stellt sich die frage?!
      Sollen wir an die Wissenschaft glauben oder nicht?!!
      Sollen wir diese beweise nicht als wahr nehmen oder sollten wir die doch ernst nehmen und sogar weiter forschern um mehr zu endecken um uns zu überzeugen und endlich an wahrlichen ziel anzukommen,weil jeder ist für seine taten letzendlich Verantworlich und jeder wird morgen Rechenschaft ablegen müssen,und solange man noch was dafür tun kann warum sollte man nur Hoffen.
      An mkatharina.
      ich würde Sie empfehlen,weil so viel lesen,nicht der Kuran als erstes lesen,um den Kuran verstehen zu können braucht man mehr als nur ner leserin zu sein,dafur braucht man jahrelang vorschung,dafür gibt es büschern die den Kuran komentieren,weil im Kuran wird nicht über jeden einzeln gesprochen sonder allgemein und dann detaile daraus zu holen muss man ein leben lang studieren und das was auf Kuran drauf steht MUSS nicht so grob Verstehen sonder darunter stehen noch tausend ander bedeutungen.
      Eins gebe ich Ihnen recht,das was draussen passiert im Islamischen Welt es ist WIRKLICH traurig ABER man fragt sich ob das WIRKLICH was mit dem Glauben zutun hat!!!!!
      Ich Bitte um Entschuldigund sollte ich jemnaden unabsichtlich verletzt haben,ich wollte nur mein anteil geben was diese glauben angeht,ich habe kein grosses ahnung über der glauben aber das was ich selber praktiziere das kann ich und darf ich weiter geben.
      ich endschuldige mich ebenfalls für die vielen schreibfehler,das kommt daher weil Deutsche Sprache keine Mutter sprache für mich ist,aber ich gebe mein bestens…

  1. mkatharina schreibt:

    …der koran – jenseits aller worte.
    ich bin zeitlebens eine leseratte gewesen,
    doch die koran-lektüre seinerzeit war das
    einzige (mach-)werk, von dem mir richtig
    psychosomatisch übel wurde…so eine heillose
    brodelbrüh himmlischster gottesliebe munter vermengt mit einer kriminellen energie, die
    ihresgleichen sucht. der sog. profet (der aber keiner war, sondern eine „channeller“ wie heute
    viele medien (durch die man sieht, daß es dabei reine + ego-vermengte botschaften gibt) würde heute in der forensischen psychiatrie oder simply nur zeitlebens als massenmörder im knast landen – als geisteskrank-epileptischer, kinder-schänderischer, polygam-perverser, massenmörderischer machtegomane. mit sowas müssen wir uns heute
    abgeben + sowas zu zähmen versuchen, eben
    weil die dummheit sich gern unsichtbar macht in der masse (b. brecht) + so viele so leicht durch-schaubares nicht durchblicken .

    • Kerim G. schreibt:

      Guten Tag,
      ich bin ein Moslem. Aber dies macht mich nicht zum Terroristen. Demnach zu urteilen was du geschrieben hast denke ich, dass du eine sehr medienfokussierte Person bist, da du sonst nicht so etwas schwachsinniges geschrieben hättest.
      Die Terroristen die als Moslems dargestellt werden, sind KEINE Moslems vor Allah (Gott). In einer Sure im Kuran heißt es: Wenn du einen Menschen tötest, ist es so, als hättest du die ganze Menschheit getötet….“. Dies ist aber nur ein Beispiel. Es gibt noch sehr viele Beispiele dafür, was für eine Friedfertige Religion der Islam ist. Kein Moslem darf einen anderen dazu zwingen Moslem zu werden, aber die die sich erkundigen und wissen worum es im Islam eigentlich geht, konvertieren meistens von allein.

      Ich hoffe, dass ich dir einen kleinen Denkanstoß geben konnte.

      Mit freundlichen Grüßen

      Kerim G.

      P.S.: Bin erst 17 Jahre alt und ich weiß schon, dass 95% davon, was die Medien sagen Schwachsinn ist. Mich persönlich würde es verdammt stören, wenn ich mich von jemand jüngerem belehren lassen müsste.

  2. Krz schreibt:

    Also da hat sich jemand echt Mühe gemacht. Teilweise frage ich mich, wie krass die Vorurteile sein müssen gegenüber dem Islam.

    Ich wünschte du hättest dich mit der Entstehungsgeschichte des Christentums so eingängig beschäftigt. Nur mit einem Bruchteil deiner kritischen Einstellung müsstest du auch das Christentum hassen.

    Muhammad kann nicht böse oder vom Bösen geleitet worden sein.

    Wieso? Die Bibel hat die Antwort.

    Auch Jesus hat man vorgeworfen von Dämonen besessen zu sein und Dämonen hätten ihm Kräfte gegeben. Was sagt Jesus darauf hin? Geniale und logische Antwort (für die man aber nicht der „Sohn“ sein muss): Wie kann man mit Dämonen mit Dämonen austreiben? Jedes Königreich/Macht die im Zwiespalt ist, kann nicht bestheen.

    => Ein Dämon würde niemals einen Menschen Kräfte oder ähnliches geben, um diese auszutreiben.

    Und was macht Muhammad und was sagt der Quran?
    „Iblis (der Teufel) ist dem Menschen ein offenkundiger Feind.“
    Und vieles mehr. Der Teufel wird als Feind gebrandmarkt, der ein schlechter Unterstützer ist, da man am Ende nun mal in der Hölle landet.

    Man sagt als Muslim auch ständig, man nimmt Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Satan.

    ^^

    Manche Leute failen einfach zu episch, als das sie ihre Fehler einsehen könnten. Sprich: ich glaube das du die Wahrheit nicht erkennen würdest, wenn sie dir jeden Tag und jede Minute deines Lebens vorgezeigt werden würde. Dein Herz ist verhärtet. Möge Gott dir Barmherzig sein und dich recht leiten.

    • N'ris schreibt:

      Viele der s.g. Christen z.B. Konstantin ( war eingentlich gar kein Christ) haben die Religion aus politischen Gründen angenommen. Desweiteren hat das Christentum seine Fehler eingesehen und um Vergebung gebeten. Niergendwo im NT steht Du sollst töten, im Koran schon (keine Angst habe einiges an Literatur gelesen). Wie kann ein vernünftiger Mensch nachdem er die Biographie von Mohammad gelesen hat, Islam als Frieden bezeichnen Diesen brutalen Dieb und Kinderschänder (jaja was ist mit euren Priestern sagst Du). Nun die dienen mir nicht als Vorbild, sondern Jesus. Das NT hast wohl auch nicht gelesen, dem zu urteilen. Islam ist nur eine politische Ideologie, eines gestörten Mannes. Das würdetst Du aber nie zugeben. Ich halte mich und glaube an Jesus. Er wollte seinen Glauben niemanden aufzwingen und schon gar nicht jemanden töten.

    • N'ris schreibt:

      Schon arm Zitate aus der Bibel zu nehmen und sich diese zurecht biegen. Lesen, sich bilden und sich auch notfalls kritisch mit seiner Religion auseinander zu setzen wäre für alle Muslime angesagt. Ihr glaubt aber das die Worte direkt von Allah kommen. Damit ist der Koran für Euch die einzige Wahrheit. Die Gehirnwäsche hat bei Euch nun einwandrei funktioniert. Lies steht am Anfang…
      Du sollst aber nicht nur lesen sonder sich auch fragen was von Dir erwaretet wird, wenn man dich also zum Töten auffordert, kann es nicht gut sein!!!. Also kann diese „Religion“ nicht vom Schöpfer des Lebens kommen. Ist mehr als nur verständlich und einsichtig!!!

  3. Krz schreibt:

    Achso,

    die Bibel ist auch nicht Verfassungskonform.

    Feindseligkeit gegenüber den Homosexuellen ist auch in der Bibel verankert.
    Auch da steinigt man Ehebrecher, Leute die zum Unglauben fallen,…
    Frauen die ihre Tage haben sind unrein.

    Nicht umsonst wurden Leute die vom Glauben abfallen umgebracht, in Zeiten in denen die Christliche Religion Einfluss hatte.

    • N'ris schreibt:

      Nun Jesus hat das alte Testament durch den Neuen Bund (NT) aufgelöst. Liebe Deinen Nächsten…hieß es ab da. Solltest dich wirklich besser informieren, statt so einen Schmarrn hier schreiben. Wer wurde umgebracht weil er sich vom Christentum abgewandt hat? Dass die dummen möchtegern-glaubensverteidiger Inquisitoren viel Mist gebaut stimmt? Wie schon erwähnt nicht nach Jesus-Vorbild sondern wg. Machtgier. Nochmal, jemand der das Töten rechtfertigt, hat nicht alle Tassen im Schrank, nur um seine Macht, Besitz, also den Islam wie im Falle des skrupellosen Muhammands, der auf keinen Fall ein Gottes Prophet war, zu verteidigen. Lies seine Biographie und den kompletten Koran aber auf arabisch.

  4. Sigander Fildermann schreibt:

    Der Islam nur vergleichbar mit dem Nazitum Hitlers und seinem Vernichtungswillen den Juden u. a. gegenüber
    ebenso dem Kommunismus mit seinen Megamördern Mao, Stalin, Pol Pot, Tito
    (Diktatur des Proletariats)
    Ferner sollten die Leser mal Deschners Kriminalgenschichte lesen…………………
    Nur waren die Muslime zu blöde, die o. g. Massemörmörder zu toppen (Türken Armenier)
    Sollte es nicht gelingen, den Islam zu zähmen oder aus Europa zu verdrängen sehe ich schwarz – denn es besteht die Gefahr, daß dann in Europa die Moscheen nicht nur brennen. Wer will das schon?

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