Offener Brief an den STERN

Offener Brief von Rainer Grell – Stuttgart

Betreff: Der Stern Nr. 32 vom 4.8.2011, S. 32 ff.: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Sehr geehrte Damen und Herren,

es war ja zu erwarten, dass der „stern“ in den Chor derjenigen einstimmen würde, die „Islamkritiker“, allen voran natürlich PI, für die Taten von Anders Breivik (mit) verantwortlich machen. Warum nicht auch Churchill, Kafka und andere, die Breivik in seinem Manifest zitiert (Churchill hat immerhin geschrieben: „Einzelne Muslime mögen großartige Qualitäten aufweisen, aber der Einfluss der Religion lähmt die gesellschaftliche Entwicklung derer, die ihr nachfolgen. Es gibt keine stärker rückschrittliche Kraft auf der Welt [vgl. dazu z.B. Dan Diner, Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt, 2005]. Weit entfernt davon, dem Tod geweiht zu sein, ist der Mohammedanismus ein militanter und bekehrerischer Glaube. Er hat bereits in Zentralafrika gestreut, zieht bei jedem Schritt furchtlose Krieger heran, und wäre nicht das Christentum in den starken Armen der Wissenschaft geborgen, der Wissenschaft, gegen die er [der Islam] vergeblich gekämpft hat, würde die Zivilisation des modernen Europas vielleicht fallen, so wie die Zivilisation des alten Roms gefallen ist.“)?. Man kennt solche Rabulistik ja von der Süddeutschen, die, ohne rot zu werden, „Islamophobie“ und Antisemitismus in einem Atemzug nennt. Henryk M. Broder und Ralph Giordano haben dazu das Erforderliche gesagt.

Es gibt keine Untersuchung, so wissen die acht Autorinnen und Autoren, „die auch nur annähernd solche Ideen [eines Masterplans zur Übernahme Europas] untermauern würden. Werch ein Illtum (Ernst Jandl). Dass der Stern solche Untersuchungen nicht kennt, heißt nicht, dass es sie nicht gibt. Zunächst einmal sollte man wissen, dass der Weltgeltungsanspruch dem Islam von Anbeginn immanent ist. So hat Mohammed verkündet: „Ich wurde angewiesen, die Menschen zu bekämpfen, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott außer Gott gibt und Muhammad der Gesandte Gottes ist, bis sie das Gebet verrichten und die gesetzliche Abgabe bezahlen. Kommen sie diesen Forderungen nach, so sind ihr Leben und ihre Habe vor mir sicher. Sie unterstehen dann einzig dem Gesetz des Islams, und Gott wird sie richten“. Dieser „Masterplan“ spukt heute noch in den Köpfen strenggläubiger (orthodoxer, konservativer …) Muslime, wie sie sich beispielsweise in der Muslimbruderschaft (MB) zusammengeschlossen haben. In seinem Buch „La conquête de l’Occident“ („Die Eroberung des Westens“ – erschienen im Oktober 2005 bei Éditions du Seuil, Paris, eine deutsche Übersetzung gibt es nicht und eine englische, soweit ich weiß, auch nicht) berichtet der Schweizer Journalist Sylvain Besson (Le Temps, Genf) von dem geheimen „Projekt“ der Islamisten („Le projet secret des islamistes“ so der Untertitel), genauer der Muslimbruderschaft, die westlichen Gesellschaften zu unterwandern und auf diese Weise Europa zu erobern. Diese Informationen entnimmt Besson einem 14seitigen Papier, das am 7. November 2001 bei der Durchsuchung einer Villa in Campione, einer italienischen Enklave im Schweizer Kanton, gefunden wurde. Einzelheiten können Sie meinem Artikel „Aus absolut sicherer Quelle“ entnehmen – veröffentlich bei PI, natürlich.

Des Weiteren ist der Antisemitismus ebenfalls von Anbeginn an Wesensmerkmal des Islam. Mohammed (gestorben 622) hat seinen Anhängern aufgegeben: „Ihr werdet die Juden bekämpfen, bis einer von ihnen Zuflucht hinter einem Stein sucht. Und dieser Stein wird rufen: ‚Komm herbei! Dieser Jude hat sich hinter mir versteckt! Töte ihn!’“ Diese Sätze finden sich heute noch in Artikel 7 Absatz 3 der Charta der Hamas vom 18. August 1988. Und in dem erwähnten Strategiepapier der MB heißt es unter Punkt 11: „ein Hassgefühl gegenüber den Juden nähren und jegliche Koexistenz verweigern“.

Und wenn Herr Edaty meint, „dass Islam und Menschenrechte vereinbar seien“, so hat er damit sicher nicht die Rechte gemeint, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 niedergelegt sind. Wenn doch, soll er bitte mal erklären, warum dann die 57 in der OIC (Organisation of the Islamic Conference) zusammengeschlossenen Staaten am 5. August 1990 die „Erklärung der Menschenrechte im Islam“ verabschiedet haben, in der alle Menschenrechte unter Scharia-Vorbehalt gestellt werden: „Alle Rechte und Freiheiten, die in dieser Erklärung genannt wurden, unterstehen der islamischen Scharia“ (Artikel 24).

Der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz Hamburg hat sicher Recht, wenn er feststellt: „Der Islam ist zum negativen Symbol geworden.“ Ebenso Recht hat er, dass es dabei weniger um Religion geht. Unrecht hat er dagegen, wenn er Fremdenfeindlichkeit dahinter vermutet (mag dies auch bei einigen zutreffen). Es geht vielmehr um Macht, um nichts anderes. Auf der Strecke bleiben dabei die säkularen Muslime wie Seyran Ates, Serap Cileli, Necla Kelek und viele andere. An die mag der französische Religionswissenschaftler Ernest Renan gedacht haben, als er formulierte: „Die ersten Opfer des Islams sind die Muslime.“

In meinem Buch über den „Muslim-Test“ in Baden-Württemberg habe ich geschrieben: „Mehrmals stand ‚der Islam’ schon vor den Toren Europas und versuchte mit militärischen Mitteln, sich Zutritt zu verschafften. Jedes Mal wurde er zurückgeschlagen (wobei die Araber ‚al-Andalus’, also die iberische Halbinsel, erst 1492 nach fast 800 Jahren verließen). Eine weitere Offensive erleben wir gegenwärtig. Aber dieses Mal sind die Muslime klüger: Sie verzichten auf Waffen und versuchen es mit Hilfe des ‚langen Marsches durch die Institutionen’. So hat z.B. Mehmet Sabri Erbakan, der Vorsitzende von Milli Görüs, am 15. April 2001 erklärt: ‚Die Europäer glauben, dass die Muslime nur zum Geldverdienen nach Europa gekommen sind. Aber Allah hat einen anderen Plan.’“

Wir sollten dem Ratschlag von Ger­­hard Czerwensky (gestorben 2003) folgen: „Es ist besser, Deiche zu bauen, als darauf zu hoffen, dass die Flut allmählich Vernunft annimmt.“ Wenn allerdings die These von Richard Buckminster Fuller stimmen sollte, dass Politik „aktive Ignoranz“ ist (und dafür spricht ja die Erfahrung), werden wir uns wohl mit Sandsäcken behelfen müssen, und die werden bekanntlich erst eingesetzt, wenn die Flut schon da ist und sind eine höchst unsichere Hilfe.

Von Albert Einstein soll der Satz stammen: „Zwei Dinge sind grenzenlos, das Universum und die menschliche Dummheit; beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.“ Und der Schriftsteller Peter Maiwald zerstört auch noch die letzte Illusion: „Das Bewundernswerte an der Dummheit ist ihre Energie.“

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen. Zum Schluss noch ein Wort zur Toleranz. Karl Popper, von dem Sie sich die Überschrift zu Ihrem Artikel geborgt haben, hat dazu in seinem eben so betitelten Buch gesagt: “Weniger bekannt ist das Paradox der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“

Ich gehe davon aus, dass Sie meine Ausführungen ignorieren, aber ich musste das trotzdem loswerden.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Grell

Leitender Ministerialrat a.D.

Stuttgart

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10 Antworten zu Offener Brief an den STERN

  1. Dolomitengeist schreibt:

    Ganz sicher werden “die” das vom untergehenden Medienstern ignorieren, die sind ja so strunzdumm,
    daß bald ganz Europa im Ausland darüber lacht.
    Wenn Dummheit klein machen würde, dann könnten die Jörges und CO. beim STERN
    unter den islamischen Gebetsteppich Fallschirmspringen.

    Deutscher Migrantenstadel: Wir fordern einen Boykott von Telepolis-Produkten.
    Islamhasser Mannheimer, die Kirche und sein Internetpranger
    http://dolomitengeisteu-dolomitengeist.blogspot.com/2011/08/deutscher-migrantenstadel-wir-fordern.html

  2. Helmut Zott schreibt:

    Heute sind wir voll Entzücken,
    morgen beugen wir den Rücken.
    Heute sind wir tolerant,
    morgen fremd im eignen Land.
    Heute sind wir liberal,
    morgen hängen wir am Pfahl.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%

  3. Redeker schreibt:

    Die im Koran niedergelegten göttllchen Anweisungen an die Muslime in Form von Suren verbieten jenen den freundschaftlichen Umgang mit Juden und Christen. Unsere Integrationsbeauftragte Prof. Maria Böhm scheint das nicht zu wissen denn sonst würde sie nicht unsere muslemischen Mitbürger in Gewissenskonflikte bringen wenn sie deren Integration einfordert. Wenn sie von uns Nichtmuslimen Toleranz und Unterwerfung fordert dann will sie anscheinend mithelfen, Europa zu islamisieren. Ihre Integrationskompetenz stelle ich in Frage.Folgende Suren verbieten den Muslimen die Integration: 4/144 4/47 4/104 8/39 9/5 5/51 47/35

  4. Maria Schwarz schreibt:

    Mohammed ist 632 gestorben, 622 begann die Zeitrechnung der Muslime mit dem Auszug aus Mekka.

    Maria Schwarz

  5. Ratlos Traurig schreibt:

    Es weht ein Mainstream durch den gesamten deutschen Journalismus, egal ob SPIEGEL, STERN, die ZEIT oder (regionale) Tageszeitungen, der in Berlin dessen Früchte reifen lässt. Leider kann man von einem Hirngewaschenen nicht erwarten, dass er erkennt, einer Hirnwäsche unterzogen worden zu sein. Da können Sie Fakten an Fakten reihen. So viele und so lang wie Sie wollen und denen (Journalisten und Politikern) vor die Augen halten. Sie werden sich das gewiss auch ansehen – und sagen: Oh, wie schöne Bilder, wer hat die gemalt?

    • DerObserver schreibt:

      und der grösste Islam-Vorbeter ist der Bundespräsident Wulff!!!

      Weg mit dieser Schein-Demokratie!!!

      Wulff korrupt? (gebt mal in userem Blog AWD ein)

      Grüsse
      derObserver

  6. DerObserver schreibt:

    Super geschrieben Herr Grell!
    Nur bringt das alles nichts, da die Show-Politiker am Volk vorbei regieren.
    Einzige Rettung unserer Kultur:

    UNGÜLTIG wählen (siehe unser BLOG)

    2009 waren rund 44 Mil. Wahlberechtigt, davon sind 1,8 Mil. Parteifuzzies, also rund 42 Mil Freie Wähler.

    Stelllen Sie sich vor, davon wählen 50% UNGÜLTIG, dann bricht diese Schein-Demokratie zusammen!
    Es gibt keine Bundesrepublik Deutschland mehr!
    Gabriel(SPD) hat es gesagt, die “Kanzlerin” ist eine Geschäftsführerin der BRD GmbH. (siehe youtub, Stichwort Gabriel)

    Aber unter der Sonne der “Mainstream-Medien” und in Verbund mit den Show-Politikern lässt es sich gut leben, Schulden machen und das Volk belügen und betrügen! Dass muss aufhören!

    Keine Politik mehr am Volk vorbei und Islam goodbye!

    Grüsse
    derObserver

  7. Siddeeq Ghuroob schreibt:

    :::

    Islamischer Religionsunterricht in NRW:
    Beiratsmodell illegal?

    Die muslimischen Kooperationspartner sollen außerdem laut Gesetzentwurf “eigenständig und unabhängig” sein. … Gebauer hält die Mitwirkung der DITIB, dem verlängerten Arm einer ausländischen Macht, für grundgesetzwidrig. … Anderen aber erscheint die Übergangsregelung schon zu weitgehend und sogar verfassungswidrig, wie sich während der Expertenanhörung im Landtag herausstellte. … Wer (noch) keine Religionsgemeinschaft ist, kann auch (noch) keinen im Grundgesetz verbürgten Religionsunterricht verlangen und keine Lehrer damit “bevollmächtigen”. Schon mal so tun, als ob, das sei ein gewagtes Spiel mit der Verfassung.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2011-09/islam-unterricht-nordrhein-westfalen/komplettansicht

    Stoppt den von Ministerin Löhrmann mit dem KRM vereinbarten Beirat

    Petition I.3/15-P-2011-05451-00
    Der Landtag möge beschließen:

    Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht; die am 22.02.2011 in Düsseldorf diesbezüglich getroffene Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der die Einberufung eines im Einvernehmen mit dem KRM zu besetzenden Beirats verabredet worden ist, ist für den Staat, hier vertreten durch das Bundesland NRW, nicht bindend; der von KRM und Schulministerin geplante Beirat ist nicht einzurichten.

    http://eifelginster.wordpress.com/2011/09/19/260/

    :::

  8. Pingback: Eurabia: Jetzt kommt die schlimmste Zeit des Jahres ,der Ramadan. « dolomitengeistblog

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