Der Placebo-Effekt der Islamkritik in der WELT

Burkhard Willimsky Mai 2015

Im Gegensatz zu den meisten einflussreichen Printmedien in Deutschland berichtet DIE WELT immer wieder über die Gefahren in unserer Gesellschaft, die aus einer zunehmenden Islamisierung in Deutschland entstehen. So berichtete die WELT vom 12. August 2014 unter der Überschrift: „Verfolgte finden auch in Deutschland keine Ruhe – Asylsuchende Christen sind selbst hierzulande Bedrohungen von Extremisten ausgesetzt“, eindrucksvoll, wie geflüchtete Christen selbst in unseren Flüchtlingsheimen durch muslimische Flüchtlinge ausgegrenzt und durch tätliche Angriffe bedroht werden.

Die Leiterin des WELT-Forums Andrea Seibel kommentierte das aktuelle Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsberichts vom 27. Januar 2015:
“Trotz aller Integrationsbemühungen und -erfolge ist es gerade die Schule, in der Konflikte aufbrechen mit einer Religion, die sich weltweit auch als politische Ideologie offenbart, die vormoderne und gewalttätige Züge trägt und unsere Werte ablehnt….Das Kopftuch ist und bleibt ein Symbol der Unfreiheit. Dies ist einer Gesellschaft, die doch so stolz auf ihr Grundgesetz ist, das die Gleichheit und freie Meinung der Persönlichkeit in den Mittelpunkt stellt, nicht würdig.“
(„Das Kreuz mit dem Kopftuch“ in WELT vom 23. März 2015)

Da ich auch mit einigen namhaften Redakteuren, vor allem mit dem ehemaligen Herausgeber der Welt-Gruppe – Thomas Schmid- Kontakt hatte, bot ich der WELT den 2 teiligen Artikel „Täuschung und Verrat“, der die Quintessenz meiner seit 2001 gesammelten Kenntnisse und gewonnenen Erkenntnisse über den Islam beinhaltet, zur Veröffentlichung an.
(siehe:„Täuschung und Verrat“- Teil 1 vom 06. 02.2015 sowie
„Täuschung und Verrat“- Teil 2 vom 07. 04.2015 in BPE)

Durch die Abfolge der Reaktionen der zuständigen WELT- Redakteure und des
Community Managements wird deutlich, wo in diesem Fall die Grenze der Meinungsfreiheit durch die Axel Springer SE gezogen wird.

1.) 17. Februar 2015: Schreiben an den Geschäftsführenden Redakteur der WELT mit dem
Angebot, den Artikel „Täuschung und Verrat“ zu veröffentlichen.

2.) 02. März 2015: Da keine Reaktion erfolgt, wird an das Schreiben
vom 17. Februar erinnert.

3.) 03. März 2015: Die zuständige Redaktion entschuldigt sich für die Verzögerung und
leitet die Unterlagen an das zuständige Ressort Forum weiter.

4.) 17. März 2015: Schreiben an die Leiterin des Forums der WELT
Andrea Seibel (persönlich) mit folgender Anmerkung:
„Die Meinungs- und Entscheidungsträger in Deutschland haben es
bisher strikt vermieden, über die Unvereinbarkeit der für korangläubige
Muslime verbindlichen Kernaussagen im Koran sowie in der Sunna und
den im Grundgesetz verankerten Grundrechten zu berichten und zu
diskutieren. Ist es nicht überfällig und gesellschaftspolitische notwendig,
darüber ausführlich die Leser zu informieren und durch einen freien
Austausch von Argumenten und Gegenargumenten zur notwendigen
Meinungsbildung beizutragen?“

5.) 04. April 2015: Da noch keine Antwort vorliegt, frage ich die Leiterin des Forums der
WELT Andrea Seibel per Mail, ob die Redaktion noch von dem
Angebot, den Artikel „Täuschung und Verrat“ zu veröffentlichen,
Gebrauch machen wird.

6.) 07. April 2015: Es antwortet nicht die zuständige Leiterin des Forums Andrea Seibel,
sondern das Community Management der Axel Springer SE, dem vor
allem der Vorstandsvorsitzende Dr. Mathias Döpfner, die rechte Hand
von Friede Springer, angehört.

In dem Schreiben heißt es: „Vielen Dank für ihr Angebot zu diesem
spannenden Artikel. Wir sind derzeit jedoch leider nicht an externen
Textangeboten interessiert.“

In meinem Antwortschreiben vom 07. April 2015 heißt es:

„Obgleich gerade in der WELT zum Thema Islam und Islamisierung oft sehr kritische Berichte veröffentlicht werden,… ist offenbar die maßgebende Spitze des Springer-Verlages nicht bereit, eine vertiefende Information und Diskussion über die verbindlichen Grundlagen und Ziele des Islams zu ermöglichen.
Sind es die gravierenden Abhängigkeitsverhältnisse, die es verhindern, deutlich über die verfassungs- bzw. integrationsfeindlichen Ziele des Islams zu berichten und eine breite Diskussion darüber zuzulassen?
Ist schon heute die im Grundgesetz garantierte Informations- und Meinungsfreiheit bei diesem heiklen Thema faktisch abgeschafft? Und das bei einem bestehenden Prozentsatz der Muslime von unter 10% in Deutschland!
Ich bin überzeugt, dass viele Redakteure diesen Missstand verurteilen.“

Fazit

Die kritische Berichterstattung in der WELT über die verfassungsfeindliche Islamisierung Deutschlands lässt nicht zu, dass in der Berichterstattung auf die klare Grundlage des Islams
– insbesondere auf die Kernaussagen des Korans – Bezug genommen wird.

Die erfolgte Berichterstattung hat die Aufgabe, den Eindruck zu erwecken, dass die Redaktion die Probleme deutlich benennt und damit hilft, dass diese gelöst werden. Der kritische Leser soll dadurch beruhigt werden und die gute Qualität der Zeitung zu schätzen wissen.
Schließlich will man die Leser an die Zeitung weiter binden.

Die folgenden drei Aussagen werden jedoch nicht infrage gestellt:

„ Der Islam hat nichts mit dem Islamismus zu tun“
„ Der Islam ist eine friedliche Religion“
„ Der Islam gehört zu Deutschland“

Mit dieser Zensur wird aber letztlich die Leserschaft arg getäuscht und die nach Jahrhunderten mühsam errungenen Menschen – bzw. Grundrechte unserer Verfassung werden
grob missachtet.
Der Verfasser war Schulleiter, hauptamtlicher Stadtrat sowie
Dozent für Politikwissenschaft an einer Fachhochschule

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6 Antworten zu Der Placebo-Effekt der Islamkritik in der WELT

  1. Eckhardt Kiwitt schreibt:

    @ Burkhard Willimsky:

    Sie schreiben in Ihrem Beitrag von „Zensur“ und meinen damit die Nichtveröffentlichung eines Gastbeitrags in der Zeitung „Die Welt“ aufgrund einer verlegerischen bzw. redaktionellen Entscheidung.

    Eine etwas andere Sicht als die Ihre finden Sie in dem Gastbeitrag «Speaker’s Corner»
    http://www.wissenbloggt.de/?p=25838

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  2. Eckhardt Kiwitt schreibt:

    Verlinkt ist der WB-Gastbeitrag «Speaker’s Corner» übrigens auch auf dieser Website, die abwechslungsreiche Einblicke vermittelt:
    https://pimuenchen.wordpress.com/2014/11/26/gg-mr/

  3. Helmut Zott schreibt:

    Auswahl

    Ein Mensch hat lange nachgedacht
    und schließlich sich darangemacht,
    zu schreiben jenen Leserbrief,
    der ihn bedrückt – doch das lief schief.
    Weil er an Meinungsfreiheit glaubt
    wie es das Grundgesetz erlaubt,
    wähnt er, man kann die Meinung sagen
    – und sucht sie schriftlich vorzutragen.
    Doch merkt er bald, ihm zum Verdruss,
    dass sie politisch stimmen muss.
    Weil es dem Redakteur nicht passt,
    wie er den Leserbrief verfasst
    und welche Meinung hier beschrieben,
    wird gar sein Grundrecht hintertrieben.
    Die Auswahl wird stets so gestaltet,
    die Meinung durch Zensur verwaltet,
    dass einer, der nicht links verdreht,
    die Selektion nicht übersteht.
    Der Meinungsfreiheit wie zum Hohn,
    schreibt ihrerseits die Redaktion,
    dass sie doch sehr darunter leide
    und Härtefälle stets vermeide,
    doch wird – mit Vorwand Platzverwaltung –
    nicht abgedruckt bei dieser Haltung.
    Vom Missbrauch, der einst braun gewesen,
    sind wir – so scheint ihm – nicht genesen:
    Die Redaktionen sind verseucht
    von grünen Lumpen, wie ihm deucht.

    Helmut Zott

    %%%%%%

    • Eckhardt Kiwitt schreibt:

      Hat nun „der Staat“, vertreten durch seine Institutionen, Sie daran gehindert, Ihr Gedicht hier im BPE-Blog zu veröffentlichen, oder sonst irgendjemand ?

      Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein Recht, das „der Staat“ uns gewährleistet (garantiert), und „der Staat“ kann es im Rahmen des Art. 5 Satz 2 GG einschränken — allerdings nicht willkürlich.

      Würde der Webmaster dieser Website die Veröffentlichung Ihres Gedichts unterdrücken, könnten Sie es schließlich jederzeit auf Ihrer eigenen Website veröffentlichen …

      Zum Verständnis einfach mal «Speaker’s Corner» lesen.

  4. Eckhardt Kiwitt schreibt:

    Der in Kreisen der Islamkritiker gerngesehene Dieter Nuhr zum Thema „Zensur“ u.dgl. heute in der FAZ:

    […] Ein Shitstorm ist ein Massenauflauf, der zum Ziel hat, den Andersmeinenden durch massenhaften Bewurf mit verbalen Exkrementen mundtot zu machen. […]

    […] Wenn eine Zeitung einen Artikel nicht druckt, ist das keine Zensur, sondern die Entscheidung des Chefredakteurs. […]

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/dieter-nuhr-ueber-shitstorms-digitales-mittelalter-13706268.html

  5. Eckhardt Kiwitt schreibt:

    @ Helmut Zott:

    Lieber Herr Zott,

    Sie kennen sich doch aus mit Gedichten.
    Verstehen Sie dieses hier, und können Sie das Versmaß erläutern ?

    Zu stürzen von Bergen

    Zu stürzen von Bergen, die hoch nicht sind,
    flach eher wie Täler, und taub und blind
    ins Nichts zu greifen, gefühllos im Wind
    nicht spüren die Luft, die Halt nicht bietet,
    sie fasst doch an, und es zerrinnt
    wie Wasser im Sand, wie Worte im Dunst
    das Werk von Jahren, zu Staub zerfällt,
    was niemand erwartet’, was niemand bestellt’.

    Veröffentlicht wurde es auf dieser Website
    Gewidmet ist es „Michael“.

    Danke für Ihre Hilfe

    Eckhardt Kiwitt, Freising

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