Wir, der Islam und die Muslime

Gastbeitrag von Rainer Grell

Islamische Toleranz

Islamische Toleranz

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Gar zu verzwickt ist diese Welt,

mich wundert’s, dass sie wem gefällt.

(Wilhelm Busch)

Um es gleich vorweg zu sagen: Wir im Westen sind beileibe keine Heiligen. Wir haben zwei Weltkriege mit über 60 Millionen Toten angezettelt. Haben die Atombombe nicht nur erfunden, sondern auch eingesetzt. Sechs Millionen Juden auf barbarische Weise umgebracht. Völker ausgerottet, kolonialisiert und als Sklaven gehalten. Und dies zum Teil auch noch ad maiorem Dei gloriam.1 Dabei spielt es keine Rolle, dass es durchaus auch einen islamischen Imperialismus gibt2 und die Sklaverei bis heute in islamischen Ländern und anderswo keineswegs ausgerottet ist.3 Nein, mit gegenseitiger Aufrechnung kommt man nicht weiter. Sagen wir es ruhig laut und deutlich: Wir haben ganz schön Dreck am Stecken. Die Frage ist nur, ist das ein Grund, uns zerknirscht der Kritik von Muslimen zu unterwerfen, wenn sie unsere westliche Dekadenz anprangern und ihre eigene Diskriminierung beklagen. Die Antwort ist kurz und eindeutig: Nein!

Der Mensch ist nun mal ein komplexes vielschichtiges Wesen, dessen biologische Kompexität durch die Kultur noch verstärkt wird – so oder so.4 Wie sagte eine Muslimin so treffend über gemeinsames Schwimmen von Männern und Frauen in öffentlichen Bädern: „Im Irak ist das undenkbar. Ich lebe zwar seit acht Jahren in Deutschland, ich kann aber meine Erziehung nicht ablegen.“5 Wer darüber den Kopf schüttelt, sollte bedenken, dass Frauen und Mädchen bei uns in knappsten Tanga-Bikinis ins Schwimmbad gehen, die gerade mal die Scham und die Brustwarzen bedecken und sich trotzdem nicht nackt vorkommen und es nach den gängigen Baderegeln auch nicht sind. Wenn aber die Yanomani-Frauen im Urwald von Venezuela splitternackt nur mit einer dünnen Schnur um den Bauch herumlaufen, schütteln wir den Kopf, wenn sie sich gleichwohl durch eben diese Lendenschnur züchtig bekleidet wähnen.6

Also, es geht nicht darum, sich über andere zu erheben und auf deren kulturell bedingtes Verhalten herabzusehen. Dies gilt allerdings für beide Seiten. Darum fühlt sich eine Journalistin in Berlin-Kreuzberg durch eine Burka-tragende Muslimin angegriffen und beleidigt: „Ich bin zornig, weil das Verhüllen von Körper und Kopf eine Aussage darstellt, die ich persönlich nehme. Die Aussage lautet nicht nur: ‚Seht her, das ist meine Religion, und darauf bin ich stolz!’ Sie lautet auch: ‚Seht her, ich bin züchtig und keusch, ich bin keine Schlampe, keine Nutte!’ Und solch eine Aussage beinhaltet stets auch ihr Gegenteil: Wer sich nicht so kleidet, ist im Umkehrschluss wohl nicht züchtig und nicht keusch. Also alles voller Schlampen und Nutten in diesem Sündenbabel Berlin, mich eingeschlossen.“7 Dabei kann offen bleiben, ob die Botschaft tatsächlich so gemeint ist. Entscheidend ist, wie sie ankommt. Das nehmen die Muslime bei den Mohammed-Karikaturen genauso so für sich in Anspruch und niemand könnte es ihnen verwehren, wenn sie daraus nicht so blutige Konsequenzen gezogen hätten, deren Folgen bis heute fortwirken: So bringt die Yale University Press ein Buch der dänischen Politikwissenschaftlerin Jytte Klausen über „The Cartoons that Shook the World“ heraus, das nicht eine einzige Abbildung enthält.8

Doch genug des Vorgeplänkels. Man sieht: Das bringt uns nicht weiter. Halten wir einfach fest: Jede Nation hat ihr historisches Bündel zu tragen. Je mehr Zeit verstreicht, umso leichter wird es (Karl der „Sachsenschlächter“ belastet heute niemanden mehr) – falls nicht neue Lasten dazu kommen.

Solange jeder in seinen vier Wänden bleibt, stört uns seine Andersartigkeit nicht. Zu Hause kann jeder leben, wie er will. Anders sieht es beim „Clash of Civilizations“, beim Zusammenprall der Kulturen aus, wie ihn die Globalisierung und die modernen Formen der Völkerwanderung mit sich bringen.9 Natürlich kann man mit dem marokkanisch-holländischen Muslim Ahmed Aboutaleb10 sagen, „Immigranten müssen sich der hiesigen Ordnung anpassen, nicht umgekehrt. Wer sich damit nicht abfinden kann, sollte besser heute als morgen wieder gehen.“11 Und daran gibt es auch nichts zu rütteln, wenn man mit „Ordnung“ die Gesetze des Gastlandes und dessen tragende Werte und Grundprinzipien meint, die sich hinter dem umstrittenen Begriff „Leitkultur“ verbergen12. Es ist genau das, was unser Staatsangehörigkeitsgesetz meint, wenn es von dem einbürgerungswilligen Ausländer (dieser „diskriminierende“ „politisch nicht korrekte“ Begriff wird tatsächlich in einem aktuellen deutschen Gesetz verwendet) in § 10 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 verlangt, dass er „sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland bekennt“. Und genau das meint auch der Begriff „Integration“.

Integration bedeutet nicht, dass die bei uns auf Dauer lebenden Zuwanderer, ob sie nun die deutsche Staatsangehörigkeit haben oder nicht, ihre kulturellen Wurzeln gänzlich kappen müssten. Das hat Ministerpräsident Tayyip Erdoğan vielleicht gemeint, als er in der Köln-Arena den heftig diskutierten Satz sagte: „Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.13 Natürlich ist es niemandem verwehrt, sich voll und ganz seiner neuen Heimat in die Arme zu werfen. Aber nur den wenigsten dürfte das gelingen. Man denke nur an die vor Generationen in die USA ausgewanderten Deutschen, die heute noch (seit 1957) jedes Jahr am dritten Samstag im September in New York die German-American Steuben Parade feiern.14 Doch stört das dort niemanden und hat die Amerikaner nicht gehindert, einen Immigranten zum Außenminister und einen anderen zum Gouverneur zu machen.

Woran liegt es dann, dass sich viele Muslime bei uns so schwer tun und wir uns mit ihnen ebenfalls? Es liegt am Islam bzw. an der Art und Weise wie dieser offiziell verstanden wird.

1. Der Koran ist das unmittelbar geoffenbarte Wort Gottes. Damit ist eine historische, zeitgebundene Auslegung nicht zulässig: Der Koran gilt heute noch Wort für Wort so wie zur Zeit seiner Offenbarung (610 – 632).15 Aus diesem Grund ist auch ein Vergleich mit bestimmten Passagen des Alten Testaments unzulässig, da diese heute nicht mehr als verbindlich angesehen werden. Deshalb fordert Salman Rushdie (wenn auch historisch nicht ganz passend): „Wir brauchen eine islamische Reformation“.16

2. Islamkritik ist unzulässig. Sie bedroht den Weltfrieden17 (Ali Bardakoğlu, Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten [Diyanet 18] in der Türkei). Das widerspricht westlicher Ansicht seit der Aufklärung, erscheint aber logisch, wenn man den Koran als unmittelbar geoffenbartes Wort Gottes ansieht. Deswegen stößt Ayaan Hirsi Ali den Hilferuf aus: „Laßt uns nicht im Stich – Gönnt uns einen Voltaire“,19 also die Aufklärung.

3. Religion ist im Islam nicht Privatsache, sondern durchdringt alle Bereiche des täglichen Lebens. Eine Trennung von Religion und Staat (din wa daula), die in westlichen Staaten seit der Aufklärung existiert, gibt es im Islam nicht.20 „Im Westen ist die Religion nur ein Teil des Lebens. Im Islam ist das Leben nur ein Teil der Religion“ (Ayatollah Chomeini).

4. Mohammed ist das Vorbild für jeden gläubigen Muslim (Sure 33, 21). Damit können zahlreiche Handlungen gerechtfertigt werden, die heute nicht mehr akzeptabel oder sogar strafbar sind: Polygynie, Kinderheirat, Auftragsmord, Judenbekämpfung u.a.m.. Außerdem ergibt sich daraus, dass die „Beleidigung“ des Propheten von keinem Muslim hingenommen werden kann.

5. Das Töten gehört zu den größten Sünden im Islam (Ilyas Gübrüz, Vorstandsmitglied der DITIB Stuttgart21). „In keiner anderen Kultur, geschweige denn Religion findet sich die Kodifizierung von Mord, Raub, Versklavung und Tributabpressung als religiöse Pflicht. In keiner anderen Religion findet sich die geheiligte Legitimation von Gewalt als Wille Gottes gegenüber Andersgläubigen, wie sie der Islam als integralen Bestandteil seiner Ideologie im Koran kodifiziert und in der historischen Praxis bestätigt hat. Nicht zuletzt findet sich kein Religionsstifter, dessen Vorbildwirkung sich wie bei Muhammad nicht nur auf die Kriegsführung, sondern auch auf die Liquidierung von Gegnern durch Auftragsmord erstreckte.“22

Professor Scheich Omar Abdel Rahman (Sunnit) von der berühmten Al-Azhar Universität in Kairo laut Mark A. Gabriel23 (Pseudonym), dem später zum Christentum konvertierten Imam von Gizeh: „Mein Bruder, es gibt eine ganze Sure über die Kriegsbeute. Eine Sure über den Frieden gibt es nicht. Der Dschihad und das Töten sind das Haupt des Islam. Wer sie herausnimmt, der schneidet dem Islam das Haupt ab.“

Ayatollah Sadeq Khalkhali (Schiit): „Gegner des Tötens haben keinen Platz im Islam. Unser Prophet [Mohammed] tötete mit seinen eigenen gesegneten Händen. Unser Imam Ali [der Schwiegersohn Mohammeds] tötete an einem einzigen Tage über siebenhundert Personen. Ist Blutvergießen für den Bestand unseres Glaubens vonnöten, sind wir da, unsere Pflicht zu erfüllen.“24

6. Der Islam kennt keine Religionsfreiheit. Auf den Abfall vom Islam (Apostasie) steht (nach der Scharia) die Todesstrafe. Die Sure (2, 256) „Es gibt keinen Zwang im Glauben“, die gerne zum Beleg der Religionsfreiheit im Islam zitiert wird, hat einen anderen Sinn, nämlich: Wer die Gebote Allahs befolgt spürt keinen Zwang im Glauben.25 Wenn der Islam wirklich Religionsfreiheit kennte, wäre die Todessanktion für Apostasie sinnlos. „Das Gefährlichste, was ein Muslim je tun kann, ist, sich vom Islam abzuwenden.“26

7. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 wird in islamischen Staaten nicht anerkannt. Vielmehr hat die OIC (Organization of the Islamic Conference – Organisation der Islamischen Konferenz) am 5. August 1990 „Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“27 verabschiedet, die alle Menschenrechte unter Scharia-Vorbehalt stellt.28

8. Der Antisemitismus ist von Anfang an Bestandteil des Islam. Mohammed hat in einem Hadith erklärt: „Ihr werdet die Juden bekämpfen, bis einer von ihnen hinter einem Stein Zuflucht sucht. Und dieser Stein wird rufen: ‘Komm herbei! Dieser Jude hat sich hinter mir versteckt! Töte ihn!’“29 Dieser Ausspruch des Propheten findet sich wörtlich in Artikel 7 Absatz 3 der HAMAS-Charta.30 Dem entspricht auch Punkt 11 des Geheimpapiers der Muslimbruderschaft „Für eine weltweite Strategie in der islamischen Politik“ vom 1. Dezember 1982, das am 7. November 2001 bei der Durchsuchung einer Villa in Campione, einer italienischen Enklave im Schweizer Kanton Tessin gefunden wurde und in dem gefordert wird: „ein Hassgefühl gegenüber den Juden [zu] nähren und jegliche Koexistenz [zu] verweigern“31

9. Da’wa (das Werben für den Islam) ist Pflicht jedes Muslims (nach dem Vorbild des Propheten). Dieser hat erklärt: „Ich wurde angewiesen, die Menschen zu bekämpfen, bis sie bezeugen, daß es keinen Gott außer Gott gibt und Muhammad der Gesandte Gottes ist, bis sie das Gebet verrichten und die gesetzliche Abgabe bezahlen. Kommen sie diesen Forderungen nach, so sind ihr Leben und ihre Habe vor mir sicher [Sonst also nicht!]. Sie unterstehen dann einzig dem Gesetz des Islams, und Gott wird sie richten.“32

10. Nur Muslime kommen in den Himmel, alle übrigen (die Ungläubigen) in die Hölle. Mohammed hat erklärt: „Bei dem, in dessen Hand mein Leben ist: Derjenige von den Juden und Christen, der von mir hört und das ablehnt, womit ich gesandt wurde und in diesem Zustand stirbt, er wird ein Bewohner des Höllenfeuers sein.“

Strenggläubige Muslime können sich bei uns nur schwer integrieren, weil der Koran ihnen verbietet, Ungläubige zu Freunden zu nehmen (Sure 4, 144), weil diese schlimmer sind als das Vieh (Sure 8, 55). Und der in der islamischen Welt einflussreiche Yussuf al-Qaradawi empfiehlt den Muslimen in Europa: „Versucht inmitten der umfassenden Gesellschaft Eure eigene kleine Gesellschaft zu bilden, andernfalls löst ihr euch auf wie Salz im Wasser“.33

Natürlich kennt jeder von uns mindestens einen Menschen islamischen Glaubens, bei dem dies alles nicht zutrifft und dem er voll vertraut. Und solche Leute mag auch Staatsministerin Maria Böhmer (CDU), Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, vor Augen gehabt haben, als sie den – meist mit sarkastischem Unterton – viel zitierten Satz formulierte „Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle!” Deshalb betonen besonnene Leute, die den Islam aus eigenem Erleben vor Ort kennen, wie zum Beispiel Albrecht Hauser34, dass sie „zwischen dem einzelnen muslimischen Mitmenschen und dem Islam als Religion unterscheide(n).“35 Vielleicht hat Ernest Renan deshalb auch formuliert: „Die ersten Opfer des Islams sind die Muslime. Den Muslim von seiner Religion zu befreien ist der beste Dienst, den man ihm leisten kann.“36 Religion im Sinne der dargestellten zehn Punkte, sollte man ergänzen.

Es ist also noch ein weiter Weg, bis der Islam in Deutschland „angekommen“ ist. Aussagen, wie wir sie von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), kennen, helfen da nicht weiter. Nach einem Wort von Kurt Schumacher beginnt Politik mit der Betrachtung der Wirklichkeit und die ist eben „Gar sehr verzwickt“, so dass manche sie bei ihren Äußerungen und Entscheidungen lieber ausblenden, so wie jener Student, der seinen Vortrag über den französischen Psychoanalytiker Jacques Lacan mit den Worten beschloss: „Das Reale ist bei Lacan und überhaupt das Schwierigste, deshalb lasse ich es hier weg.“37 „Faktenresistenz“ nennt das Hans-Peter Raddatz.38

Dabei hätten wir allen Grund zusammenzustehen, wie schon der persischer Dichter Sa’adi (1190 – 1283) lehrte:

Die Kinder Adams sind aus einem Stoff gemacht,

als Glieder eines Leibs von der Schöpfung erdacht.

Sobald ein Leid geschieht nur einem dieser Glieder,

dann klingt sein Schmerz sogleich in ihnen allen wider.

Ein Mensch, den nicht die Not der Menschenbrüder rührt,

verdient nicht, daß er noch des Menschen Namen führt.

Blauäugig höre ich jetzt einige sagen. Und sie haben Recht, was die Berufsmuslime betrifft, die Kolats, Mazyeks und el-Zayats, die Religion sagen, aber Macht meinen. Nicht Recht haben sie dagegen für mein Empfinden bezüglich der vielen Yilmaz, Demirs und Öztürks, die eine Dönerbude, eine Reinigung, eine Änderungsschneiderei oder einen Obst- und Gemüseladen betreiben oder als Polizisten, Müllwerker, Anwälte oder Ärzte tätig sind und ihre islamische Religion als Privatsache ansehen. Wie gesagt: Die Integration von Muslimen ist schwierig, unmöglich ist sie keineswegs, wie zahlreiche Beispiele zeigen. Und die anderen, die Integrationsunwilligen? Die Forderung: Schickt sie einfach dahin, wo sie hergekommen sind, hört sich zwar gut an, bringt aber wegen der komplizierten Rechtslage häufig nichts.39 Hinzu kommt, dass sie nicht selten die deutsche Staatsangehörigkeit haben, deren Aberkennung bei uns nicht zulässig ist und politisch und verfassungsrechtlich keinerlei Realisierungschancen hat40 (selbst die Rücknahme einer rechtswidrigen Einbürgerung ist nur in extremen Ausnahmefällen erfolgversprechend,41 führt aber keineswegs automatisch zur Ausweisung, da der Betroffene dadurch in der Regel staatenlos wird). Es hilft daher nur eines: Ständige Wachsamkeit und öffentliche Kritik – an den Betroffenen und an denen, die ihnen zum Munde reden.

Rainer Grell, Stuttgart (August 2009)

Verweise:

1 „Zum größeren Ruhme Gottes“, Leitmotiv des Jesuitenordens.

2 Vgl. z.B. Efraim Karsh, Imperialismus im Namen Allahs. Von Muhammad bis Osama Bin Laden, 2007.

3 „Noch nie gab es so viele Sklaven wie heute“: Welt Online vom 21. November 2008: http://www.welt.de/politik/article2759571/Noch-nie-gab-es-so-viele-Sklaven-wie-heute.html

4 Vgl. Samuel P. Huntington/Lawrence E. Harrison (Hrsg.), Streit um Werte. Wie Kulturen den Fortschritt prägen, 2004, Dan Diner, Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt, 2005.

5 Stuttgarter Zeitung vom 21. August 2009 Seite 22.

6 Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Menschenforschung auf neuen Wegen. Die naturwissenschaftliche Betrachtung kulturellen Verhaltensweisen, 1976, S. 99f.

7 Nicola Liebert in der taz vom 20.08.2009: http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/wut-ueber-doppelbotschaft/

Chahdortt Djavann, Was denkt Allah über Europa? 2005, sieht es übrigens eher umgekehrt (S. 32f.): „Der Schleier auf dem Kopf der Frauen symbolisiert im 21. Jahrhundert etwas Pornographisches, denn er reduziert die Frau auf ein ‚Geschlechtsorgan’.“

8 Andreas Platthaus, Beim Bilde des Propheten: FAZ, 17.08.2009, Nr. 189 / Seite 27 http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E57499AA0A3ED49B68730752F4FB03277~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Hannes Stein, Buch zum Karikaturenstreit zeigt Angst vor dem Islam, Welt Online vom 19. August 2009:http://www.welt.de/kultur/article4348234/Buch-zum-Karikaturenstreit-zeigt-Angst-vor-Islam.html

9 Heinrich Heine: Inder, Türken, Hottentotten, sind sympathisch alle drei,

wenn sie leben, lieben, lachen, fern von hier in der Türkei.

Doch wenn sie in hellen Scharen, wie die Maden in dem Speck,

in Europa nisten wollen, ist die Sympathie schnell weg

10 Seinerzeit Stellvertretender Bürgermeister und Sozialdezernent von Amsterdam, danach Staatssekretär im niederländischen Sozialministerium, heute Bürgermeister von Rotterdam.

11 http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=15019&CategoryID=66

12 Den übrigens ein Muslim, nämlich der deutsche Politikwissenschaftler syrischer Herkunft Bassam Tibi, in die Debatte eingeführt hat, vgl. Stuttgarter Zeitung vom 6. Mai 2006.

13 Vgl. z.B. Welt Online vom 10. Februar 2008: http://www.welt.de/politik/article1656828/Erdogan_warnt_Deutschtuerken_vor_Assimilation.html

14 „Die Parade ist eines der größten Ereignisse im deutsch-amerikanischen Festkalender. Sie wurde 1957 von deutsch-stämmigen Amerikanern gegründet. Diese wollten die Traditionen ihrer Heimat [!] aufrechterhalten.“ (Wikipedia)

15 Bassam Tibi, Im Schatten Allahs, 1994, S. 212 schreibt dazu: „Hier zeigt sich, dass ein schweres Erbe auf den Schultern der Muslime liegt, das der Schriftgläubigkeit; sie lähmt ihr Denken und Leben.“

16 „Die Zeit“ Nr. 34 vom 18. August 2005 S. 38.

17 Turkish Weekly vom 25.05.2009 (“Islamophobia Biggest Obstacle For World Peace”, Says Head of Turkish Religious Affairs): http://www.turkishweekly.net/news/76911/islamophobia-biggest-obstacle-for-world-peace-says-head-of-turkish-religious-affairs.html

18 Diyanet İşleri Başkanlığı

19 „Ich klage an“, 2004, Überschrift des zweiten Kapitels, S. 30.

20 Ibn Warraq und andere „säkulare“ Muslime (darunter auch Ayaan Hirsi Ali) formulieren es so: „there is a noble future for Islam as a personal faith, not a political doctrine“, auf dem Gipfeltreffen der säkularen Muslime am 5. März 2007 in St. Petersburg: http://secularislam.org/blog/post/SI_Blog/21/The-St-Petersburg-Declaration

21 Stuttgarter Zeitung vom 29. Juli 2009, „Blick vom Fernsehturm“, S. III.

22 Hans-Peter Raddatz: „Von Allah zum Terror?”, 2002, S.71.

23 Mark A. Gabriel, Jesus und Mohammed, 2006, S. 21.

24 Zitiert nach Amir Taheri, Morden für Allah, 1993, S. 71.

25 Tilman Nagel, Islam oder Islamismus? (in: Zehetmair, Hans (Hg.), Der Islam. Im Spannungsfeld von Konflikt und Dialog, 2005) S. 32; vgl. auch Fatima Mernissi, Islam und Demokratie, 2002, S. 81: „Die Religionsfreiheit (al-hurriya ad-diniya) ist Freiheit des Glaubens und der Meinung ‚unter der einzigen Bedingung: Der Boden des Islam darf nicht verlassen werden’.“

26 Mark A. Gabriel, Islam und Terrorismus, 2005, S. 82.

27 http://www.soziales.fh-dortmund.de/Berger/Forschung/islam/Kairoer%20Erkl%C3%A4rung%20der%20OIC.pdf

28 Selbst als „aufgeklärt“ oder „moderat“ geltende Muslime wie der Schweizer Staatsbürger Tariq Ramadan sind gegen die Aufklärung und erkennen weder die Menschenrechte noch die Trennung von Staat und Religion an. „Diese sind Zeugnisse der menschlichen Vernunft und daher eine Verletzung des Rechts Gottes“, Ralph Ghadban, Tariq Ramadan und die Islamisierung Europas, 2006, S. 161.

29 Sahih al-Buhari, Nachrichten von Taten und Aussprüchen des Propheten Muhammad, XXVIII, 18 (Reclam, 1991). Tilman Nagel, Islam oder Islamismus, S. 34 f. weist im Zusammenhang mit der Übersetzung dieses für den Islam bedeutenden Werkes darauf hin, dass die westliche Islam­for­schung „sich leider oft dazu versteht, den Verfechtern eines ewig wahren Islams nach dem Munde zu reden“: „Im arabischen Original ist das Kapitel über den Dschihad und die Verteilung der Kriegsbeute eines der längsten, wenn nicht das längste. In der Übersetzung aber wird es mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt. Nicht einmal der Begriff kommt vor.“

30 http://www.memri.de/uebersetzungen_analysen/2006_01_JFM/hamas_charta_17_02_06.pdf

31 Abgedruckt bei Sylvain Besson, La conquête de l’Occident. Le projet secret des islamistes, 2005, S. 204 (es gibt keine deutsche Übersetzung).

32 Sahih al-Buhari, Nachrichten von Taten und Aussprüchen des Propheten Muhammad, II,9.

33 Zitiert nach Sylvain Besson, La conquête de l’Occident. Le projet secret des islamistes, 2005, S. 83 (Übersetzung von mir).

34 Mitbegründer des Instituts für Islamfragen und Vorsitzender des Islam Arbeitskreises der Deutschen Evangelischen Allianz; Hauser lebte zusammen mit seiner Frau und seinen drei Kindern zehn Jahre in Pakistan und acht Jahre in Afghanistan (von 1962 bis 1980).

35 Perspektiven, Möglichkeiten und Grenzen. Über die christlich-islamische Begegnung im Alltag vor Ort und weltweit, pro, Christliches Medienmagazin 4/2009, S. 23 r. Sp.

36 Zitiert nach Ibn Warraq, Warum ich kein Muslim bin, 2007, Vorblatt.

37 Diese bezeichnende Anekdote verdanke ich einer Information der Theo-van-Gogh-Gesellschaft.

38 Von Allah zum Terror? Der Djihad und die Deformierung des Westens, 2002, S. 246

39 Vgl. dazu Focus vom 02.04.2006: Harte Worte, schwaches Recht: http://www.focus.de/politik/deutschland/abschiebung-harte-worte-weiches-recht_aid_215431.html

40 Vgl. z.B. die Reaktion der Grünen auf eine zarte Andeutung des baden-württembergischen Innen­ministers Heribert Rech: http://www.bawue.gruene-fraktion.de/cms/themen/dok/90/90603.aberkennung_der_staatsbuergerschaft_ist.pdf. Die entspre­chende Initiative Baden-Württembergs (wenn man überhaupt von einer solchen reden kann) verlief jedenfalls im Sande, vgl. auch SpiegelOnline vom 12.09.2005: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,374188,00.html

41 Vgl. Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 24. Mai 2006 – 2 BvR 669/04 – http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20060524_2bvr066904.html, teilweise überholt durch § 35 Staatsangehörigkeitsgesetz in der Fassung vom 5. Februar 2009.

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8 Antworten zu Wir, der Islam und die Muslime

  1. Helmut Zott schreibt:

    „8. Der Antisemitismus ist von Anfang an Bestandteil des Islam.“

    In der Judenfrage bestand und besteht eine konspirative und kooperative Übereinkunft zwischen den Muslimen mit ihrem originären, schon bei Mohammed ekszessiv vorhandenen Judenhass und den Hitleranhängern, wie das auch in den folgenden Worten des „Mufti von Jerusalem“ Amin el-Husseini (1897 – 1974) zum Ausdruck kommt:
    „Allah hat uns das einzigartige Vorrecht verliehen, das zu beenden, was Hitler nur beginnen konnte. Fangen wir mit dem Djihad an. Tötet die Juden, tötet sie alle“.

    Auch Mawlana Abu l-Ala Mawdudi (1903 – 1979), einer der bekanntesten Gelehrten des Islam, den die „gesamte islamische Welt als einen Führer betrachtet, dessen man sich durch die ganze Geschichte hindurch erinnern wird“, meint: „Der Islam ist keine normale Religion wie die anderen Religionen der Welt, und muslimische Nationen sind auch nicht wie normale Nationen. Muslimische Nationen sind etwas ganz Besonderes, weil sie einen Befehl von Allah haben, über die gesamte Welt zu herrschen und über jeder Nation auf der Welt zu stehen“ (zitiert nach Prof. Mark A. Gabriel: „Islam und Terrorismus“; S. 105).

    Für fromme Muslime ist alles, was der Prophet Mohammed getan und gesagt hat, wahr und heilig, so dass der folgenden Aussage von ihm auch heute noch eine besondere Bedeutung zukommt: „Eines Tages wird zwischen den Muslimen und den Juden ein großer Krieg ausbrechen. Der Jüngste Tag wird erst dann anbrechen, wenn auch der letzte Jude von der Bildfläche verschwunden ist.“

    Die erschreckenden Sprüche, die Mahmud Ahmadinedschad seit einiger Zeit von sich gibt, sind nicht Ausdruck einer neuen politischen Denkweise oder das irre Gerede eines islamischen Extremisten, sondern Abbild eines urislamischen Gedankengutes.
    Er handelt dabei nicht nach seinen eigenen Vorstellungen oder gar nach Gutdünken, sonst könnte man sagen, er ist ein Verrückter oder ein Verbrecher, sondern aus tiefster religiöser Überzeugung gemäß dem Koran und seinem Vorbild Mohammed.
    Es handelt sich vielmehr um eine klare, wenn auch nicht kausale Linie, die den Bogen spannt von Mohammed, der einst befahl, jeden Juden zu töten, den man ergreifen kann, über Hitler, der die Juden zunächst in Europa ausrotten wollte, bis hin zum iranischen Präsidenten, der heute den Staat Israel und alle Juden weltweit vernichten möchte. Für die gerechte Sache Allahs wird er es auch für richtig und angebracht halten, sogar Atomwaffen, falls er sie besitzen sollte, gegen die Ungläubigen einzusetzen. Der im Koran gründende und anbefohlene Djihad, d.h. der Einsatz für die Sache Allahs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und dem Ziel der Weltherrschaft, schließt auch diesen Schritt nicht aus.

  2. bpeinfo schreibt:

    Kommentar von M.W.per e-mail:

    Lieber Herr Grell,

    Ihr Aufsatz ist gut, aber der Schluß gefällt mir nicht. Mit Wachsamkeit und Kritik allein werden wir die durch die Muslime hereinschwappende Terrorlawine nicht in den Griff bekommen. Im Gegensatz zu Ihrem Fazit halte ich auch die Integration der Muslime für unmöglich. Sie sagen es zuvor selber und ich ziehe zwei Zitate zusammen: „Nehmt Euch nicht zu Freunden …Affen und Schweine!“ ein Moslem, der sich integriert, müßte erst mal seinem Glauben abschwören u. wäre folglich kein Moslem mehr, eher eine potentielle Leiche. Wenn die Moslems jedoch nicht integrierbar und gleichzeitig eine anschwellende Eroberungsarmada sowie eine immer heftiger sprudelnde Quelle des Terrors sind, haben sie als erklärte Gegner unserer Rechtsordnung in unserem Land nichts verloren. Ausweisung ist m.R. die einzig wirksame Lösung, egal wie schwierig das derzeit ist. Totschlagen können und wollen wir sie ja gewiß nicht. Auch der Entzug der Einbürgerungsurkunde muß als letztes Mittel in Frage kommen, zumal viele Einbürgerungen unter falschen Voraussetzungen zustande gekommen sein dürften. Wer sich zum Grundgesetz bekannt hat, kann nicht zugleich Moslem sein. In anderen Ländern geht das inzwischen ja auch. Wenn wir genügend Druck machen, werden Umma-Länder sicher sich zur Aufnahme ihrer staatenlosen Glaubensbrüder und -schwestern bereit finden.

    Wachsam und kritisch sind Sie, ich, BPE und Abertausende längst, ohne daß Besserung in Sicht ist. Folglich muß entschieden mehr passieren. Wir müssen auch das derzeit Nicht-Realisierbare denken, wenn wir nicht von vornherein früh auf halber Strecke stehen bleiben und scheitern wollen. Wir müssen uns schon trauen, unser Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen angesichts des unfaßbaren Verrats unserer Interessen in Brüssel, Berlin und den allenthalben metastasierenden Gutmenschenhochburgen.

    Herzlich
    M.W.

  3. Rainer Grell schreibt:

    Lieber M.W.,

    herzlichen Dank für Ihre kritische Auseinandersetzung mit meinem Artikel. Ich stimme Ihnen zu: Der Schluss gefällt mir auch nicht. Aber ich gehöre nicht zu den Leuten, die sagen: „Seien wir Realisten – Fordern wir das Unmögliche!“ Doch der Reihe nach:

    1. Die hereinschwappende muslimische Terrorwelle habe ich nicht im Auge gehabt. Dagegen sind wir gerüstet – so gut, wie man eben gegen solche Bedrohungen gerüstet sein kann. Verfassungsschutz, Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte haben hier die erforderlichen Möglichkeiten. Ausweisungen würden hier gar nichts helfen, weil Terroristen immer Möglichkeiten finden, legal oder illegal einzureisen. Außerdem können sich EU-Muslime (also in Frankreich eingebürgerte Maghrebiner) in ganz Europa frei bewegen.

    2. Wenn wir von „Integration der Muslime“ sprechen, müssen wir klarstellen, von welchen „Muslimen“ wir reden. Ich kenne Necla Kelek, Seyran Ates und Serap Cileli persönlich; außerdem ein paar Muslime, die nicht so klingende Namen haben. Wenn die nicht integriert sind, wer ist es dann? So bin ich zum Beispiel seit Oktober 1962 mit einem persischen Arzt befreundet, der heute die doppelte Staatsangehörigkeit hat, Präsident eines deutschen Sportvereins ist (mit einer deutschen verheiratet, drei Kinder), der nie seine persischen und muslimischen Wurzeln gekappt hat (er trinkt trotzdem gern ein Gläschen Wein mit mir), den ich aber als vollkommen integriert bezeichnen würde. Außerdem sind in dem Stadtteil von Stuttgart, in dem ich wohne, eine Reihe türkischer Geschäfte (die Frauen teils mit Kopftuch, teils ohne), deren Inhaber ebenfalls bei uns „angekommen“ sind, wie man neuerdings sagt. Es handelt sich in fast allen Fällen um sog. Säkular- oder Kulturmuslime und in allen Fällen um solche, die Religion als Privatsache ansehen. Man kann natürlich sagen, Muslime, die die zehn Punkte, die ich genannt habe, nicht erfüllen, sind keine Muslime. Und diejenigen, die sie erfüllen, können nicht integriert werden. Aber das ist letztlich ein Streit um Worte. So gesehen dürften viele Christen, die offiziell noch Mitglied einer der beiden Konfessionen sind, auch keine Christen sein. Solche Betrachtungen führen m.E. in die Sackgasse.

    3. Ausweisung ist eben keine Lösung, weil ihre Voraussetzungen häufig nicht vorliegen. Wenn man es trotzdem macht, verliert man vor den Verwaltungsgerichten, ggf. vor dem BVerG in Leipzig in dritter Instanz. Was ist dann gewonnen? Außerdem gibt es noch das BVerfG und den EuGH für Menschenrechte. Vielleicht habe ich mich in dem Artikel nicht klar genug ausgedrückt: Es geht nicht darum, wie schwierig dieser Weg ist. Er ist in vielen Fällen unmöglich. Und je öfter man so einen Prozess verliert, umso mehr kriegen die Berufsmuslime Oberwasser. Natürlich sollte man da, wo es möglich ist, von der Ausweisung Gebrauch machen. Wäre Hitler nach dem Münchener Prozess von 1924 ausgewiesen worden, was nach dem Republikschutzgesetz für Ausländer, die wegen Hochverrats verurteilt waren, zwingend vorgeschrieben war, wäre die Geschichte sicher anders verlaufen. Der seinerzeitige vorsitzende Richter Georg Neithardt hat hier einfach das Recht gebeugt. Doch sind die Fälle dieser Art nicht so zahlreich, dass man damit das Problem wirklich lösen könnte.

    4. Mit der Rücknahme einer rechtswidrig erlangten Einbürgerung habe ich eigene Erfahrungen. Selbst wenn man gewinnt, bringt das meistens nichts. Bei der Einbürgerung ist die bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben. Wird die Einbürgerung zurückgenommen ist der Betreffende staatenlos. Wohin wollen Sie ihn dann abschieben? Und wie soll der Druck auf die Umma-Länder (die OIC-Staaten), von dem Sie sprechen, denn konkret aussehen? Und wer ist in diesem Fall „wir“? Ich sehe keine Partei, die bereit und in der Lage wäre, die Rechtslage entscheidend zu verändern. Im Gegenteil: Durch die Regelung in 35 StAG ist die Rücknahme einer rechtswidrigen Einbürgerung, die bisher schon im Promille-Bereich lag, weiter erschwert worden: „(3) Die Rücknahme darf nur bis zum Ablauf von fünf Jahren nach der Bekanntgabe der Einbürgerung oder Beibehaltungsgenehmigung erfolgen.“ (gilt seit Frühjahr dieses Jahres).

    Fazit: Was bleibt uns außer Wachsamkeit und öffentlicher Kritik? Wenn alle die Leute, die sich bei PI und anderswo kritisch äußern, dies gleichzeitig in Schreiben an Politiker, Kirchenleute und Journalisten täten, wenn sie sich an eindrucksvollen Demonstrationen beteiligten, immer und immer wieder, könnte dies durchaus Eindruck auf die Entscheidungsträger machen. Statt dessen bleibt man unter sich und ergeht sich in verbaler Kraftmeierei. Aber wenn Peri (Serap Cileli) und Terre des femmes zu einer Demonstration gegen Ehrenmorde aufrufen (und BPE das unterstützt), erscheinen in Stuttgart gerade mal 30 Leute (davon stellte die Familie Cileli alleine 5).

    Mit den besten Grüßen und allen guten Wünschen
    Ihr
    Rainer Grell

  4. Gerd Rodé schreibt:

    Danke für den klaren und besonnenen Beitrag.

    Und wie schade für Europa, dass unsere Politiker und Medien beharrlich die islamische Realität leugnen, sei es aus Bequemlichkeit oder Angst.

    Es wird also zu einer geteilten Gesellschaft kommen: Stadtteile, die weitgehend von islamischen Rechts- und Moralvorstellungen dominiert werden, in denen türkisch und teilweise arabisch die Umgangssprache ist. Ständiger Druck auf alle Institutionen, unsere Normen an den Islam anzupassen oder ihm den Freiraum zu gewähren, die eigenen Normen durchzusetzen; wie etwa gesonderte Regeln für Schwimmbäder in türkischen Stadtteilen, Zweisprachigkeit bei Sozialämtern, bei Polizei, Antragsformularen und offiziellen Internetseiten. Anerkennung islamischer Rechtsprechung zunächst in Familienfragen. Tolerierung von Gewalt auf der Strasse, in der Familie, in Schulen, solange sie sich auf die islamische Ordnung beruft. Autorität wird anerkannt als Ditib, Erdogan-Auftritt und Freitagspredigt. Forderung nach eigener Polizei (nur Männer, türkisch sprechend, islamische Regeln beachtend zum Beispiel nicht essen während des Ramadan).

    Nicht die friedfertigen und persönlich toleranten Muslime werden die Richtung bestimmen, sondern die Scharfmacher, die ihre Chance sehen, an die Macht zu gelangen. Ja, wie Sie zitieren, „die Muslime sind die ersten Opfer des Islam“. Sie sind auch die Täter, und wir die zweiten Opfer.

    Die Zeit, in der man noch „Wehret den Anfängen“ rufen konnte, ist bereits vorbei. Ehe die breite Öffentlichkeit es gemerkt hat, hat sich das enge Fenster, in der man die europäische Kultur noch durch klare und unverrückbare Prinzipien hätte verteidigen können, bereits geschlossen.

    Was nötig ist: den Islam als religiös-politische Bewegung begreifen, die alle Bereiche des gesellschaftlichen und privaten Lebens bestimmen will. Religionsfreiheit nicht ausnutzen lassen von einer Bewegung, die sie überall abgeschafft hat, wo sie an die Macht kam. Eine Einwanderungspolitik praktizieren wie zum Beispiel Kanada oder Australien, mit Quoten für Nationalitäten und Bedingungen (Punktesystem) an Ausbildung und Fähigkeiten. Keine Kompromisse, was unsere Rechtsordnung und staatliche Autorität angeht. Toleranz im persönlichen Umgang, aber unverrückbare Grenzen, wo unsere Werte angegriffen sind.

  5. bpeinfo schreibt:

    Kommentar per e-mail:

    „Koran und Grundgesetz im Einklang“

    Diese Formel geht nicht auf eine Diskussion oder Untersuchung zurück, deren Ergebnis die Feststellung dieses „Einklangs“ wäre, sondern auf eine Äußerung von Imam Idriz in einem Grußwort: „Wer das Grundgesetz kennt, kann seiner Gemeinde zeigen, dass es nicht mit dem Koran im Widerspruch steht.“ Diese optimistische Einschätzung orientiert sich zweifellos an Art. 4 Abs. 2 GG: „Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“ Demnach dürfen Muslim/innen ihren Glauben leben – das Grundgesetz steht nicht dagegen; und sie dürfen ein Grundgesetz, welches ihnen erlaubt, ihren Glauben zu leben, anerkennen – der Koran spricht nicht dagegen.
    Idriz behauptet aber den Einklang gar nicht, er legt lediglich den Gemeindevorstehern nahe, das Verhältnis zwischen Grundgesetz und Koran als widerspruchsfrei darzustellen. Aber schließlich entscheiden über die Vereinbarkeit von Islam und Grundgesetz nicht die Ansprache eines Imam an seine Gemeinde oder die Äußerungen von Muslim/innen bei einer Meinungsumfrage.
    Tatsächlich bestimmen der Koran sowie die Aussprüche und Taten des Glaubensvorbildes Mohammed alle Lebensäußerungen der Anhänger. Sie legen somit auch Rechte und Pflichten fest, welche im Grundgesetz ebenfalls, aber anders, geregelt sind. Die Abweichungen betreffen die Artikel 1 – 4, 13, 14, 26, 92 und 102 GG.
    Allahs Gebote summieren sich zu einer detaillierten Rechts- und Gesellschaftsordnung, mittels derer Mohammed eine disziplinierte, gleichgeschaltete und kriegerisch expandierende Gemeinschaft schaffen konnte, deren Motor die großzügig bedachte Triebbefriedigung des Mannes war. Ein „Gebt dem Kaiser …“ hat im Islam keinen Platz. Bei diesem Glaubenssystem handelt es sich deshalb um etwas Anderes als ein „religiöses und weltanschauliches Bekenntnis“ im Sinne des Grundgesetzes.
    Von der angeblichen Freiheit in Glaubensdingen blieb in der von Mohammed initiierten Praxis fast nichts übrig. Wer als Ungläubiger den Islam nicht annahm, und wer als Gläubiger den Islam verließ, der hatte sein Lebensrecht verwirkt. Der erzwungene Glaube beruht jedoch auf gedankenloser Übernahme oder auf Gehirnwäsche, er widerspricht dem Grundgesetz, missachtet den freien Willen und wird der Verantwortung vor Gott und den Menschen nicht gerecht.
    Zwar stehen viele Aussagen des Koran tatsächlich nicht im Widerspruch zum Grundgesetz, z. B., dass Abraham die Wallfahrtsstätte in Mekka errichtete oder dass die Engel zwei, drei oder vier Flügel haben und sich vor Adam ehrerbietig niederwerfen mussten. Solches fällt unter die vom Grundgesetz geschützte Glaubensfreiheit. Doch gleich, wie sehr man einen „Euro-Islam“ auf Grundgesetzverträglichkeit und Gewaltlosigkeit trimmt, es bleibt der mit verzerrenden Rückgriffen auf biblische Gestalten und Geschichten sich glaubhaft machen wollende unbiblische theologische Gehalt, der von einem einzigen Manne verkündet wurde.
    Der Anspruch von Mohammeds außersinnlich empfangenen Botschaften, klare und deutliche Zeichen Gottes zu sein, welche zum Glauben verpflichten, sowie an die Bibel anzuknüpfen und sie zu berichtigen, ist bei klarem Verstand zu verneinen und wissenschaftlich widerlegbar. Der unhaltbare Versuch der Legitimierung durch Berufung auf biblische Geschichten und Gestalten zeigt, dass Täuschung im Spiel ist. Die Täuschung zu begrüßen, hieße auch, die Muslim/innen in ihrem bedauerlichen und schädlichen Wahn zu bestätigen.
    Das Schlagwort der Überschrift verweist auf die aktuelle Fiktion eines staatlich anerkennungswürdigen und gesellschaftlich integrierbaren Islam, in welcher sich Wunschbild der Aufnahmegesellschaft und Vortäuschung der zu integrierenden Migranten treffen.

    Norbert Lachner

    • Helmut Zott schreibt:

      „Der Anspruch von Mohammeds außersinnlich empfangenen Botschaften, klare und deutliche Zeichen Gottes zu sein, …. ist bei klarem Verstand zu verneinen und wissenschaftlich widerlegbar.“

      Das Bild des Universums, das der Koran liefert, ist primitiv und lächerlich. Die Erde ist flach, Allah hat sie wie einen Teppich ausgebreitet und feststehende Berge in sie hineinversetzt, auf dass sie nicht ins Schwanken komme unter den Füßen der Menschen. Die Sonne eilt abends „ihrem Ruheort“ entgegen (36; 39 nach Ludwig Ullmann); Dhulkarnain (Alexander der Große) kam zu jenem Ort, an dem die Sonne untergeht, „und es schien ihm, als ginge sie in einer Quelle mit schwarzem Schlamm unter“ (18; 87 nach Ludwig Ullmann). „Nicht geziemt es der Sonne, den Mond einzuholen, und nicht der Nacht, dem Tag zuvorzukommen, sondern alle schweben in (ihrer) Sphäre“ (36; 40 nach Max Henning).

      Welchen Unsinn Allah hier verbreitet, kann man voll ermessen, wenn man sich vor Augen hält, dass viele Jahrhunderte zuvor den Griechen die Kugelgestalt der Erde bekannt war, und Aristarch von Samos (320-250 v. Chr.) sogar die zentrale Position der Sonne im Planetensystem und damit die Erdbewegung richtig erkannt hatte.
      Dass ein des Lesens und des Schreibens unkundiger Kamelhändler und Wegelagerer aus der arabischen Wüste das nicht wusste, kann man durchaus nachvollziehen, aber dass Allah, der die Welt geschaffen hat, nicht weiß wie er sie geschaffen hat, ist schon merkwürdig.
      Dass „jenes unverdauliche Buch, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt“ (Voltaire), nicht von dem Schöpfer dieses geordneten und unermesslich großen Universums stammen kann, ist jedem vernünftigen Menschen klar.
      Das viel gerühmte Wunder des Korans besteht darin, dass es heute noch Menschen gibt, die diesen Schwindel für eine göttliche Offenbarung halten. Jaya Gobal bemerkt dazu ganz richtig:
      „Nicht nur die schon zu seiner Entstehungszeit evidente Beschränktheit seines kümmerlichen Weltbildes ist dem Islam vorzuwerfen, sondern auch die Unverfrorenheit, mit der er, wohlgemerkt schon zu seiner Zeit ganz wertlose Plattitüden zu Offenbarungen aufdonnert, und die aggressive Verbissenheit, mit der er sie verteidigt und festhält.“

      • Helmut Zott schreibt:

        Von ähnlichem Schwachsinn geprägt ist das, was Mohammed über die Humanembryologie, die nach islamischer Auffassung absolut richig und heute noch gültig ist, von sich gab.

        In der Koranübersetzung von Max Henning sind in Sure 23 die folgenden Verse (12-14) zu lesen:
        “Und wahrlich, Wir erschufen den Menschen aus reinstem Ton. Alsdann setzten Wir ihn als Samentropfen in eine sichere Stätte. Alsdann schufen Wir den Tropfen zu geronnenem Blut und schufen den Blutklumpen zu Fleisch und schufen das Fleisch zu Gebein und bekleideten das Gebein mit Fleisch … “
        Der Bericht des Korans entspricht den Kenntnissen, die einige Jahrhunderte zuvor Hippocrates (um 460 bis 370 v. Chr.) und Galen (um 129 bis 216 n. Chr.) hatten, und enthält die selben Spekulationen und Fehler. Von zeitloser göttlicher Wahrheit kann keine Rede sein.

        In einem Hadith (Sahih Al-Bucharyy Nr. 6594) wird, wie auch an verschiedenen anderen Stellen, der gleiche Sachverhalt wiedergegeben:
        Abdullah berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte zu uns – und er ist ja der Wahrhaftige, der Glaubwürdige -:
        `Wahrlich, die Schöpfung eines jeden von euch wird im Leibe seiner Mutter in vierzig Tagen (als Samentropfen) zusammengebracht danach ist er ebensolang ein Blutklumpen danach ist er ebensolang ein kleiner Fleischklumpen. Danach entsendet Allah einen Engel, der mit viererlei beauftragt wird: Mit der Bestimmung seines Lebensunterhalts, seiner Lebensdauer und ob er elend oder glückselig sein wird. Dann haucht er ihm die Seele ein`“.

        In einer Anmerkung auf der Seite, auf der dieses Hadith veröffentlicht ist, heisst es dazu: „Hierüber können weder Mediziner noch Biologen Auskunft geben. Denn dies ist ein Wissenschaftsbereich, über den nur ein Prophet mit Allahs Erlaubnis berichten kann. Wir Menschen müssen einsehen, dass der Glaube an Allah und Seinen Propheten für die Erkenntnis unseres Daseins im Diesseits und Jenseits unentbehrlich ist“.

  6. Pingback: Das Vermächtnis des Rainer Glagow « BÜRGERBEWEGUNG PAX EUROPA e.V.

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